Rosenkohl pflanzen

Rosenkohl im eigenen Garten pflanzen

Köstlich schmeckt an kalten Wintertagen ein Gemüse aus Rosenkohl! Das kalorienarme Gemüse mit dem leicht bitteren Geschmack eignet sich für herzhafte Aufläufe mit Käse. Es passt aber auch gut zu Wildgerichten, zu allen Braten und zu Geflügel wie Ente und Gans. Rosenkohl enthält die Vitamine A, C, B1, B2 und besonders viel Vitamin B6. Außerdem stecken in dem gesunden Gemüse reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Eisen, Magnesium, Zink und Kalzium.

Ein sonniges Gartenbeet für den Rosenkohl
Rosenkohl benötigt eine lange Entwicklungszeit und bleibt deshalb bis in den Winter hinein auf dem Gartenbeet.
Das Gartenbeet steht also nicht wie bei den meisten anderen Gemüsen im Spätsommer für Feldsalat zur Verfügung.
Wie alle Kohlsorten liebt Rosenkohl einen nahrhaften tiefgründigen Boden. Deshalb sollte das Beet erstens unkrautfrei und zweitens mit der Grabegabel oder mit dem Spaten gut gelockert werden. Das Einarbeiten von Kompost ist von Vorteil.
Die Setzlinge sollten bis Mitte Juni ins Gartenbeet gepflanzt werden. Ein Abstand von 40 bis 50 Zentimetern nach allen Seiten fördert optimales Wachstum. Gut andrücken und angießen und wenn möglich, mit etwas leicht angetrocknetem Rasenschnitt mulchen. Das hält die Erde schön feucht und das Unkraut fern.
Wo der Kohlweißling unterwegs ist, kann das Garten-Beet mit einem speziellen Gemüseschutznetz abgedeckt werden.

Wässern und Düngen
Wenn die Beet-Erde mit Kompost versorgt wurde, genügt ein Gemüsedünger, der während der Wachstumszeit gegeben wird. Er sollte etwa einmal pro Woche rund um den Rosenkohl gestreut und leicht eingeharkt werden.
Zuviel Dünger sollte unbedingt vermieden werden, da Rosenkohl sonst keine festen Röschen bildet.
Alle Kohlsorten benötigen konstante Wassergaben. So auch der Rosenkohl. Ein ausgetrocknetes Gartenbeet
ist der Entwicklung nicht förderlich.

Ernten und tief gefrieren
Vom Gemüsebeet wird der Rosenkohl ab Spätherbst nach Bedarf entnommen. Er kann leichte Frostgrade gut vertragen und bekommt dadurch einen noch feineren Geschmack. Nach dem Blanchieren lässt sich dieses Gemüse ausgezeichnet einfrieren.

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Schalotten pflanzen

Informationen zur Pflanzung, Züchtung und Verwendung

Die Schalotte wird auch Frühlingszwiebel genannt und besitzt einen feineren, nicht so scharfen Geschmack wie die normale Zwiebel. Scharfes Anbraten lässt sie häufig schal oder bitter werden, aber ihr würziges und süßliches Aroma macht sie im rohen Zustand zu einer idealen Zutat für Fleisch, Salate und Essigmarinaden. Auch die jüngeren Blätter können verwendet werden.
Die Schalotten benötigen für ein gutes Wachstum einen lockeren, sandigen Boden, der nicht zu Staunässe neigt und viel Sonne erhält. Andere Böden verträgt sie aber ebenfalls. Optimal ist ein Boden, der bereits ein Jahr lang biologisch gedüngt wurde und wo die Schalotte auf eine andere Kulturpflanze folgt.
Die Schalotten werden im März oder April in den Boden gesetzt. Da sie zu Mehltau neigen, sollte der Platz windig sein und die Pflanzen größere Abstände voneinander haben: 15 cm in jede Richtung. Somit stehen auch die Reihen am besten in 15 cm Abstand voneinander und der Wind kann jede Pflanze gut erreichen.
Ein Schädling, der Schalotten gern aufsucht, ist die Zwiebelfliege. Bei ihrem Auftreten sollten die Pflanzen mit einem Netz bedeckt werden.
Schalotten besitzen wenig Widerstandskraft gegen Unkraut. Aus diesem Grund muss das Beet jederzeit vor Verunkrautung geschützt werden. Bei Trockenheit ist eine regelmäßige Bewässerung bis zum August notwendig.
Zu diesem Zeitpunkt beginnt das Laub zu vertrocknen und dies ist auch der Maßstab für den Erntezeitpunkt: Die Schalotten werden geerntet, wenn das Laub sämtlicher Pflanzen zu einem Drittel abgeknickt oder abgestorben ist. Die geernteten Schalotten werden nun trocken gelagert. Durch Darren über einem Ofen können sie bis zu einem Jahr konserviert werden.
Möchte man Schalottensaat zur Zucht erhalten, werden die Pflanzen von Anfang an stark gedüngt und nicht geerntet, sondern es wird die Reife der Saat abgewartet. Im Folgejahr kann im Monat Februar die Saat unter Glas vorgezogen werden; sie bleibt jedoch auch bis zu drei Jahre keimfähig.

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Gemüselagerung

Die optimalen Gemüselagerungsorte

Für alle, die größere Mengen Gemüse kaufen oder selbst anbauen möchten, stellt sich die Frage der Lagerung. Gemüse muss so gelagert werden, dass es nicht verdirbt, sich möglichst lange frisch erhält und zum Verzehr geeignet bleibt. Viele Gemüsesorten eignen sich durchaus für eine längere Lagerung. Eine Ausnahme bilden Blatt- und Kohlgemüse, die relativ schnell verderben und daher zeitnah nach der Ernte zubereitet und verbraucht werden müssen. Gut lagern lassen sich Gemüsesorten wie Möhren, Rüben und Kartoffeln, die man immer wieder in der Küche braucht und daher durchaus in größeren Mengen auf Vorrat beschaffen kann.

Vorbereitung der Einlagerung von Gemüse
Voraussetzung für eine erfolgreiche Lagerung ist der gute Zustand des Gemüses. Es sollte keine Beschädigungen aufweisen, muss frei von Schädlingen sein, und anhaftende Erde muss vorher gründlich entfernt werden. Die Säuberung muss allerdings ohne Wasser vorgenommen werden, da Gemüse absolut trocken eingelagert werden muss. Wasser fördert die Bildung von Schimmel und das Verderben von Gemüse. Um Nässe aus dem einzulagernden Gemüse heraus zu bekommen, kann man es vor der Einlagerung noch ein wenig in der Sonne trocknen lassen.

Der Keller als idealer Lagerort
In gewöhnlichen Haushalten ist der Keller der am besten geeignete Lagerort für Gemüse und Obst. Die Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen sind im Keller normalerweise ideal. Die Lagerung im Keller ist kühl und trocken, was Verfaulen und Schimmelbildung vorbeugt oder stark verzögert. Die Dunkelheit im Keller verhindert ein Auskeimen von Gemüse, wofür nämlich Licht erforderlich ist. Besonders wichtig ist eine gut dosierte Luftfeuchtigkeit. Sie darf nicht zu trocken sein, denn dann dörrt das Gemüse aus. Sie darf aber auch nicht zu feucht sein, weil sich ansonsten Schimmel bildet und sich der Verfallsprozess beim Gemüse beschleunigt. Es ist empfehlenswert für die Lagerung Kisten zu verwenden. Darin kann man das Gemüse ordnen und auch über längere Zeit verstauen. Beim Stapeln sollte man vorsichtig vorgehen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen. Für die Lagerung von Kartoffeln gibt es Säcke, Tonnen oder spezielle Kisten, aus denen dann bei Bedarf Kartoffeln geschöpft werden können.

Alternative Lagerungsorte
Verfügt man über keinen Kellerraum oder entspricht er nicht den genannten Bedingungen, gibt es einige alternative Lagerungsmöglichkeiten für Gemüse im Haus. Im Winter kommt beispielsweise der Dachspeicher in Frage, wo in der Regel die Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen geeignet sind. Allerdings kann man dort, anders als im Keller, keine Lagerung über das ganze Jahr hinweg betreiben, weil sich der Speicher im Sommer stark aufheizt und es zu warm wird. Eine bessere Alternative ist eine fensterlose Vorratskammer im Bereich der Küche. Hier lassen sich Lebensmittel dunkel und trocken lagern. Die Vorratskammer hat zudem den Vorteil, dass man sich aus ihr viel schneller und gezielter bedienen kann als aus dem Keller. Einziger Nachteil ist, dass die Temperaturen dort normalerweise höher sind als im Keller.

Gefrierschrank oder Gefriertruhe
Wenn man weniger haltbare Gemüsesorten konservieren möchte oder über keine geeigneten Lagermöglichkeiten im Haus verfügt, empfiehlt es sich, Gemüse in einem Gefrierschrank oder einer Gefriertruhe einzufrieren. Dies hat zwar den Nachteil, dass das Frischearoma verloren geht und man vor der Verarbeitung der Lebensmittel, sie rechtzeitig herausnehmen und auftauen muss. Dafür sorgt das Einfrieren für eine deutlich längere Haltbarkeit als eine anderweitige Lagerung. Außerdem erhält das Einfrieren die Vitamine des Gemüses.

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Lauch anpflanzen

Lauch/Porree im eigenen Garten anpflanzen

Wer das Liliengewächs Lauch im Garten hat, kann nicht nur den Sommer über die Suppe damit verfeinern oder raffinierte Gerichte zaubern. Der Lauch, lateinisch Allium Porrum genannt, eignet sich hervorragend zum Einfrieren für den Winter. Bevor es aber so weit ist, muss noch einiges getan werden. Im zeitigen Frühjahr sät man Lauch in Anzuchtkästen und verzieht allmählich die kleinen Pflänzchen. Dann kann man die Porreepflanzen im April ins Freiland setzen, um im Sommer die erste Ernte zu haben. Damit immer genügend frischer Lauch zur Verfügung steht, sät man jeweils im Früh- und Spätsommer erneut. Wie alle Pflanzen, benötigt auch der Lauch ein wenig Pflege und Aufmerksamkeit, um gedeihen zu können. Er mag ein sonniges Plätzchen, aber auch im Halbschatten steht er gerne. Die gehaltvolle Erde sollte gelockert und gut belüftet sein. Ein Reihenabstand von dreißig Zentimetern und von Pflanze zu Pflanze fünfzehn Zentimeter Abstand muss sein.
Wenn die Pflänzchen kräftiger geworden sind, kann man ein wenig Erde um die Wurzeln häufeln, um schöne, weisse Stängel mit weniger Grün zu bekommen. Die Porreepflanzen sollten regelmäßig gegossen werden, und zwar um die Wurzel herum. Zu viel Feuchtigkeit schadet dem Lauch gleichermaßen wie zu wenig.
Lauch ist leider anfällig für Schädlinge und steht deshalb in einem Mischbeet besser als alleine. Als Nachbarn hat er gerne Karotten, Salat oder Erdbeeren. Da er ähnliche Schädlinge anzieht wie die Zwiebel, sollte diese folglich nicht in seiner Nähe gepflanzt werden. Auch die Erbse und die Bohne hat er nicht so gerne um sich.
Vorbeugend kann man den Lauch mit vergorener Brennesselbrühe gießen, das vertreibt Schädlinge und kräftigt die Pflanzen.
Die erste Ernte bringt besonders zarte Lauchstangen, die sich zum Rohessen hervorragend eignen. Lauch zu essen ist sowieso sehr gesund, denn er enthält Vitamin C. Daneben ist er reich an Mineralien, Antioxidantien und antibakteriellen Stoffen.

Rotkohl Anbau

Rotkohl – Informationen zum eigenen Anbau und Verwendung

Beim Rotkohl handelt es sich um ein Gemüse, das mit dem Weißkohl viele Gemeinsamkeiten hat. Augenfällig ist der farbliche Unterschied, der sich beim Rotkohl durch eine Substanz namens Anthocyan ergibt. Daneben ist Rotkohl besonders reich an den Vitaminen A und C. Außerdem ist er ein wenig fester als Weißkohl, was sich auf die Zubereitungstechniken des Gemüses auswirkt.

Um zu einem großen Kohlkopf heranzuwachsen, braucht der traditionelle Rotkohl Zeit. Die Aussaat erfolgt daher zeitig im Frühjahr, erst im späten Herbst ist das Gemüse dann reif für die Ernte. Inzwischen sind allerdings einige Züchtungen auf dem Markt, die schneller wachsen und eine frühere Ernte erlauben. In jedem Fall muss die Ernte vor dem ersten Frost erfolgen, den der Rotkohl im Gegensatz zu einigen anderen Kohlsorten nicht verträgt.

Die Anbauflächen für Rotkohl sollten nicht in der prallen Sonne liegen, sondern nur leicht sonnig sein oder sich im Halbschatten befinden. Rotkohl benötigt einen nährstoffreichen und feuchten Boden. Daher sollte das Beet vor der Aussaat vorbereitet werden, wozu das Ausbringen von großen Mengen Kompost geeignet ist. Eine Vorfrucht aus Erbsen oder Bohnen, die zur Stickstofffixierung im Boden führen, ist ebenfalls eine sinnvolle vorbereitende Maßnahme. Auch nach einer guten Vorbereitung bleibt der Nährstoffbedarf des Rotkohls hoch, sodass auch während des Wachstums immer wieder nachgedüngt werden sollte. Da der Rotkohl dem Boden viele Nährstoffe entzieht, sollte er höchstens vier Jahre auf dem gleichen Beet gezogen werden. Günstig ist es, den Kohl in Mischkultur anzubauen. Geeignet sind hierfür Gurken, Salat, Tomaten, Spinat oder Sellerie.

Als typisches Wintergemüse lassen sich unverletzte Kohlköpfe lange Zeit lagern. Voraussetzung ist ein trockener und kühler Ort, etwa auf einer Strohunterlage im Keller. Angeschnitten im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt der Kohl etwa zwei Wochen haltbar.

Rotkohl kann grundsätzlich als Rohkost genossen werden. Da er aber recht hart ist und viele Ballaststoffe enthält, sollte er hierzu mindestens eine Nacht lang mariniert werden. Die klassische Rotkohlzubereitung besteht im langsamen Kochen, wobei durch die Zugabe orientalischer weihnachtlicher Gewürze ein ganz besonderer Geschmack erreicht wird. Auch Apfelstücke dürfen im Rotkohl nicht fehlen. Diese verfeinern den Geschmack und sorgen durch ihre Säure dafür, dass sich eine appetitliche rote Farbe einstellt.

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Zwiebeln pflanzen

Wie pflanzen Sie Zwiebeln richtig?

Sie wird auch Zippel, Zipolle oder Bolle genannt, die allseits bekannte Küchenzwiebel. Und sie ist nicht weg zu denken aus den Küchen der ganzen Welt.
Die Zwiebel bringt pro 100 Gramm nur 33 Kalorien auf die Waage.
In der Zwiebel stecken die Vitamine A, C, B1, B2 und B6. An Mineralstoffen bringt sie reichlich Kalium mit sowie
Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen, Fluor, Jod und Selen. Und mit ihrem hohen Gehalt an Zink wird die ganz normale Küchenzwiebel zu einer richtigen Heilpflanze.

Verschiedene Zwiebelsorten
Der Traum fast jeden Hobby-Gärtners ist es, die Zwiebel im eigenen Garten zu kultivieren. Und es gibt verschiedene Sorten von Zwiebeln. Da sind einmal die Winterheckzwiebeln mit ihrem langen grünen Laub.
Außerdem die feinen Schalotten, Perlzwiebeln sowie die Frühlingszwiebel sind ebenfalls sehr beliebt in den meisten Küchen.

Steckzwiebel oder Gemüsezwiebel
Man kann alle Zwiebelsorten im Frühjahr im Gartenbeet aussäen. Dann gibt es noch die Steckzwiebeln.
Während Steckzwiebel nicht für eine lange Lagerzeit im Winter geeignet sind, können die aus Samen gesäten Zwiebeln im Winter gut gelagert werden.
Das Aussäen erfolgt am besten bereits im Februar in kleinen Töpfchen. Dies ergibt kräftige Jungpflanzen, die im März in den Garten gesetzt werden können.

Ein sonniges Gartenbeet vorbereiten
Zwiebeln lieben einen eher trockenen Boden der nicht allzu tief gelockert wurde. Sie sind genügsam in ihren Ansprüchen und nehmen fast mit jedem Gartenboden vorlieb.

Die vorgezogenen Zwiebeln werden im März ziemlich flach in die Erde gesetzt, so dass sie nur etwa zur Hälfte mit Erde bedeckt sind. Dasselbe gilt für die Steckzwiebeln, die mit einem Abstand von etwa 15 Zentimetern zueinander gesteckt werden sollten.

Zwiebeln sind genügsam
Sie benötigen nur hin und wieder etwas Kompost oder Flüssigdünger, der nicht zu stickstoffhaltig sein sollte.
Ab August beginnen die Zwiebeln zu reifen. Dann wird die Erde rund um das würzige Gemüse leicht angehoben.
Die frühere Methode des Niedertretens von Zwiebellaub begünstigt eher Fäulnis. Im luftigen Schatten können nun die Zwiebeln für den Winter trocknen.

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Hochbeet selbst bauen

Hochbeet bauen – wie geht das?

Wer die Überlegung anstellt, ein Hochbeet zu bauen, hat dafür meist gute Gründe. So ist es wesentlich Rücken schonender, am Hochbeet zu arbeiten als in gebückter Haltung. Ein Hochbeet bietet außerdem für Behinderte eine Möglichkeit zum Gärtnern.

Auch die Schnecken überfallen Salate & Co. nicht so hemmungslos. Wenig Platz im Garten kann ebenfalls mit ein Grund sein, ein Hochbeet zu bauen.
Ein Nachteil von Hochbeeten ist allerdings der Wasserverbrauch. Es muss öfter gegossen werden!

Den richtigen Platz für das Hochbeet aussuchen
Der Platz für das Hochbeet ist wichtig. Er sollte voll sonnig liegen. Damit die gesunden Gemüsesorten auch alle gut gedeihen! Wichtig ist, dass das künftige Hochbeet auf dem Erdboden zu stehen kommt und nicht etwa auf einem Steinplattenweg. Denn der Bodenschluss mit der Erde ist für das Einwandern der Mikroorganismen wichtig wie auch für die Regenwürmer. Optimal ist es, wenn das Hochbeet von allen, wenigstens aber von zwei Seiten bearbeitet werden kann. Das macht das Gärtnern leichter.

Material für ein Hochbeet kaufen
Das Hochbeet kann eine quadratische Form oder auch eine rechteckige Form erhalten.
Entsprechende Holzeinfassungen gibt es beim Schreiner oder – wer selbst Hand anlegen will – im Baumarkt.

Die Höhe des Hochbeetes kann jeder selbst bestimmen. Mindestens 40 Zentimeter hoch sollte es jedoch schon werden.
Die Umrandung sollte aus einem guten Holz bestehen, etwa aus Lärche oder Eiche. Die Holzlatten sollten etwa 35×85 Zentimeter messen und mindestens 4 Zentimeter stark sein. Zur seitlichen Befestigung sind 4 Kanthölzer erforderlich, welche etwa 20 Zentimeter tief in die Erde kommen. Deshalb müssen die Kanthölzer 20 Zentimeter länger sein als das Hochbeet selbst. Sie sollten an einer Seite angespitzt werden, damit sie sich besser in den Boden schlagen lassen. Die dazu passenden Schrauben aus Edelstahl gibt es ebenfalls im Baumarkt.
Wenn das Hochbeet sehr lang und rechteckig werden soll, dann braucht es natürlich mehr Material, beispielsweise 6-8 Steckhölzer zur seitlichen Stabilisierung.

Selbstverständlich kann man die Umrandung seines Hochbeetes auch aus anderen Materialien bauen, z.B. aus Stein, druckimprägniertem Holz, Edelstahl oder aus Beton.

Zur Abwehr von Wühlmäusen sollte die Bodenfläche des künftigen Hochbeetes mit einem engen Maschendraht ausgelegt werden. Dieser sollte also gleich mit eingekauft werden.
Nun kann mit dem Bau des Hochbeetes begonnen werden!

Das Hochbeet richtig befüllen
Wenn das Hochbeet steht dann kann es mit Gartenmaterial aufgefüllt werden.
Als erstes kommen grobe Überbleibsel aus dem Garten als unterste Schicht in das Hochbeet. Alles was im Garten an Material so anfällt und was verrotten kann, ist willkommen. Dazu zählen Strauchschnitt, kleinere bis mittlere Äste von Bäumen und stärkere Zweige, ganz egal von welchen Gartenpflanzen.
Als nächstes kommt das feinere Material wie Laub, angetrockneter Grasschnitt, Grassoden, dünnere Äste und Zweige hinzu. Diese beiden ersten Schichten sollten etwa 40 bis 50 Prozent des Hochbeetes ausmachen.

Darauf wird nun Gartenerde etwa 30 Zentimeter hoch aufgefüllt. Und als letzte Schicht kann Komposterde vermischt mit Muttererde aufgetragen werden. Wer das nicht besitzt, kann sich aus dem Handel einen großen Sack Blumen- oder Gartenerde besorgen und diese als oberste Schicht aufbringen.

Welche Gartenpflanzen eignen sich für das Hochbeet
Gleich nachdem das Hoch Beet aufgestellt ist, kann es bepflanzt werden. Besonders gut eignen sich stark zehrende Pflanzen wie Kohlsorten, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Auberginen und Kürbis. Sie benötigen besonders viele Nährstoffe, welche durch die Zersetzung des Materials langsam frei werden.
Zweckmäßig ist es, die höher wachsenden Gemüsesorten in die Mitte des Beetes zu setzen.

Im Folgejahr dürfen auf dem Hochbeet die Mittelzehrer einziehen. Dazu zählen Kartoffeln, Kohlrabi, Salate, Zwiebeln, Möhren, Porree, Rettich, Mangold und alle Salate.

Im dritten Jahr nach seiner Erstellung fühlen sich hier die Schwachzehrer wohl. Das sind ebenfalls viele Salatsorten, die meisten Kräuter sowie Erbsen und Bohnen oder Blumen.

Wann das reife Gemüse geerntet werden muss, lesen Sie im Erntekalender:

Gurken pflanzen

Gurken im eigenen Garten pflanzen – was ist zu beachten?

Kaum ein anderes Gemüse erfreut sich derart großer Beliebtheit wie die Gurke. Ob als Rohkost, Salat oder zusätzliche Zutat bei unterschiedlichen Speisen, die Gurke ist nicht nur universell einsetzbar, sondern darüber hinaus auch erfrischend, kalorienarm und durstlöschend. In vielen privaten Gemüsegärten hat sich die Gurke einen festen Platz gesichert, da ihr Anbau vergleichsweise unkompliziert ist.

Während die Salatgurke kälteempfindlich ist und deshalb in einem Gewächshaus angepflanzt werden sollte, eignen sich Schäl- oder Einlegegurken auch für den Anbau im Freien. Sie werden entweder direkt in den Erdboden gepflanzt oder können alternativ auch als Jungpflanzen im Handel erworben werden, die, ähnlich wie Schlingpflanzen, an Gittern oder Gestängen hinaufwachsen. Gurkenpflanzen benötigen einen sonnigen bis leicht schattigen Standort, der darüber hinaus auch vor Wind geschützt sein sollte. Dies kann beispielsweise durch das benachbarte Anpflanzen von hochwachsenden Gemüsesorten erreicht werden. Optimale Bedingungen finden junge Gurkenpflanzen vor, wenn sie in eine angeritzte Mulchfolie gesetzt werden. Diese speichert die Wärme und schützt die Pflanzen gleichzeitig vor dem Austrocknen. Dadurch können sich die Wurzeln optimal ausbilden und wachsen. Des Weiteren ist darauf zu achten, die einzelnen Gurkenpflanzen nicht in zu geringem Abstand zueinander zu pflanzen. Ein Abstand von mindestens 30-40cm gewährleistet ein optimales Wachstum.

Gurken benötigen einen stets feuchten, flachen und warmen Boden, dessen Oberfläche nicht austrocknen und hart werden darf, da die Pflanze ansonsten Schaden nimmt. Auch der Nährstoffgehalt des Bodens spielt eine wichtige Rolle. Dieser sollte durch das Aufbringen einer Mulchschicht sowie von grobem Kompost, gemischt mit Torf und gehäckseltem Stroh, gewährleistet werden. Alternativ kann auch Pferde- oder Rindermist als Nährstoffquelle aufgebracht werden. Wird Düngemittel eingesetzt, sollte dieses chlorfrei und stickstoffarm sein. Für die Bewässerung der Gurkenpflanzen ist lauwarmes Regenwasser optimal geeignet. Die Bewässerung mit Leitungswasser sollte aufgrund der für die Pflanze schädlichen Wasserzusätze möglichst vermieden werden.

Haben die Gurkenpflanzen die gewünschte Größe erreicht, können die Gurken geerntet werden. Wichtig ist hierbei, den Haupttrieb sowie die Seitentriebe großzügig zu kürzen, um den künftigen Ernteertrag zu erhöhen.

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Weißkohl Anbau Verwendung

Weißkohl – Informationen zu Anbau und Verwendung

Beim Weißkohl handelt es sich um ein sehr gesundes Gemüse. Es steckt voller Vitamine und Mineralstoffe und besitzt eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs. 100 Gramm Weißkohl enthalten 22 Kalorien und alle Vitamine der B-Gruppe, sowie die Vitamine A, C und E. Kalium, Magnesium, Phosphor und Kalzium sind weitere gesunde Inhaltsstoffe des Weißkohl.

Ein guter Boden ist die halbe Weißkohl-Ernte

Die Bodenvorbereitung sollte sehr sorgfältig erfolgen, denn der Weißkohl ist ein sehr anspruchsvolles Gemüse auf dem Gartenbeet.
Er wünscht sich einen unkrautfreien und tiefgründig gelockerten Boden. Nur so kann er seine kräftigen langen Wurzeln ausstrecken und sich mit allen Nährstoffen die er benötigt aus der Erde versorgen. Nach der Bodenvorbereitung sollte etwas ausgereifter Kompost oberflächlich eingeharkt werden.

Je weiter die Pflanzabstände desto besser gelingt das Gemüse-Wachstum

Die Weißkohlsetzlinge brauchen Licht und Luft und gedeihen am besten mit einem großzügigen Abstand von 40 bis 50 Zentimetern zu den Nachbarspflanzen. Werden mehrere Reihen Kohl im Garten angebaut, dann sollten diese einen Abstand zueinander von 50 bis 60 Zentimetern bekommen.

Die richtigen Nachbarn für Weißkohl

Wer die Vorteile der Mischkultur für sich nutzen möchte, dann dem Weißkohl folgende Gemüsepflanzen ins Beet setzen: Tomaten, Paprika, Sellerie, Rettich, Spinat, andere Kohlsorten, Mangold und Salate.
Ungünstige Nachbarn für den Weißkohl sind die Zwiebel sowie der Knoblauch.

Gießen, düngen, mulchen und schützen

Der Weißkohl benötigt viele Nährstoffe in Form eines Gemüsedüngers, reichlich Wasser und ist dankbar für eine dünne Mulchdecke aus leicht angetrocknetem Grasschnitt.
Da der Weißkohl zu den Blattgewächsen zählt, darf seine Ernährung ruhig etwas stickstoffbetont sein, das
fördert sein Blattwachstum. So wäre es optimal, dem Gießwasser ab und zu etwas Brennesseljauche beizumischen. Überdüngen sollte man dieses Gemüse jedoch nicht, denn dies mindert die Kohlqualität und die Lagerfähigkeit im Winter. Regelmäßiges jäten und lockern des Bodens rund um den Kohl fördert sein Wachstum. Die Schädlingsabwehr kann völlig ohne Chemie mit einem Gemüsenetz erfolgen.

Der Weißkohl in der Küche

Er ist sehr vielseitig verwendbar. Jeder kennt den Weißkohl als Krautsalat, im Eintopf oder die mit Hackfleisch gefüllten Kohlblätter. Als feines Gemüse mit Rahm aber auch in leichterer Form wie beispielsweise im Wok mit asiatischer Gewürznote macht der Weißkohl eine gute Figur.

Infos zu weiteren Kohlsorten:

Schädlinge Gemüsegarten

Schädlinge und Krankheiten im Gemüsegarten

Neben einer durchdachten Fruchtfolge, der Auswahl von hochwertigem Saatgut sowie einer guten Bodenbearbeitung sorgen vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheits- und Schädlingsbefall für hohe Erträge in der Gemüseernte. Dazu ist es wichtig, dass der Gärtner die Krankheiten und Schädlinge kennt, die den Gemüsesorten gefährlich werden können.

Wer Tomaten pflanzt, sollte daran denken, ihnen einen Dachunterstand, eine Folienbespannung, bestenfalls ein Gewächshaus zu gönnen, welches sie vor Regen schützt. Wichtig ist das Gießen der Tomaten von unten, damit kein Gießwasser an die Blätter gelangt. Außerdem sollte für eine gute Durchlüftung im Gewächshaus gesorgt werden, damit sich kein Kondensat bildet. Dies sind die sichersten vorbeugenden Maßnahmen gegen Braun- und Krautfäule. Diese Krankheit wird durch den Pilz Phytophthora infestans ausgelöst, der neben Tomanten auch Kartoffeln oder Petunien schädigt. Feuchte Witterung und Nässe auf Pflanzenteilen begünstigen die Ausbreitung des Pilzes. Erste Anzeichen von Befall sind braune und vertrocknete Blätter sowie dunkelfleckige Früchte. Sie sind ungenießbar und müssen ebenso wie befallene Pflanzenteile schnellstens entfernt werden. Auf den Komposthaufen gehören sie nicht. Im Anfangsstadium kann eine Spritzung mit Kupfer-Präparaten helfen, meist gelingt es aber nicht mehr, die Pflanzen zu retten.

Kohlgemüse ist hauptsächlich von der Weißen Fliege, die auch unter dem Namen Mottenschildlaus bekannt ist, betroffen. Dieser Schädling legt seine Eier auf Blattunterseiten ab. Schlüpfen die Raupen, saugen sie permanent Pflanzensaft und schädigen die Kohlpflanzen so lange, bis diese absterben. Erst, wenn die Raupen in das Stadium der Verpuppung eintreten, verlassen sie ihre Wirtspflanzen wieder. Als vorbeugende Maßnahme kommt das Überspannen gefährdeter Gemüsesorten mit Vlies oder einem engmaschigen Netz in Betracht. Wo das nicht möglich ist, sollten die Pflanzen regelmäßig auf Befall kontrolliert werden. Im Gewächshaus hat sich außerdem der Einsatz von natürlichen Fressfeinden bewährt. Marienkäfer und Schlupfwespen gehören dazu. Auch im Freiland lohnt es sich, die Umweltbedingungen so zu gestalten, dass sich Nützlinge wohl fühlen. Das Aufstellen eines Insektenhotels an einer wetterabgewandten Schuppenwand ist nur ein Beispiel hierfür. Reichen diese ökologischen Maßnahmen nicht aus, können betroffene Pflanzen mit einer Seifenlauge besprüht werden.

Nicht nur Zierpflanzen, auch Gemüsepflanzen haben oft unter Blattläusen zu leiden. Blattläuse entziehen den Pflanzen nicht nur Pflanzensäfte, sie sorgen durch ihre zuckerhaltigen Ausscheidungen auch dafür, dass sich Schwärzepilze oder Rußtau ansiedeln. Ebenfalls vom sogenannten Honigtau angelockt werden andere Insekten, wie Ameisen, die sich dann wiederum regelrechte Blattlauskolonien züchten. Ein starker Blattlausbefall kann zu totalen Ernteausfällen führen, so dass es angezeigt ist, diese Schädlinge bereits im Frühstadium zu beseitigen. Auch hier ist der Einsatz von natürlichen Fressfeinden ein ökologisches Mittel der Wahl. Ebenfalls bewährt hat sich das Besprühen von betroffenen Pflanzen mit einem Brennnesselsud oder einer Seifenlauge. Auch eine Mischung aus Wasser und Nikotinresten kann helfen.

Auch wenn er nicht alle Jahre gleich stark auftritt, ist der Kartoffelkäfer ein Schädling im Gemüsegarten, der neben der Braunfäule für die größten Ernteausfälle bei Kartoffeln sorgt. Der Kartoffelkäfer ernährt sich, ebenso wie seine Larven, von Pflanzenteilen der Nachtschattengewächse. Seine Fresssucht ist so enorm, dass innerhalb kürzester Zeit riesige Flächen kahl gefressen sein können. Ab Juni sollten Kartoffeln regelmäßig auf Befall kontrolliert werden. Die Käfer sind an ihrer schwarz-gelb-gestreiften Färbung zu erkennen. Eier sind gelb, Larven rötlich. Natürliche Fressfeinde hat der Kartoffelkäfer kaum. Vorbeugend hat sich das Bespannen der Kartoffelpflanzen mit engmaschigen Netzen bewährt. Der Hobbygärtner wird sich mit dem Absammeln der Käfer abfinden müssen, will er auf den Einsatz von Insektiziden verzichten. In der Landwirtschaft werden auf großen Flächen Bio-Collektoren genutzt.

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