Rettich anbauen

Rettich im eigenen Garten anbauen

Rettiche bilden eine eigenständige Pflanzengattung innerhalb der Kreuzblütengewächse. Der Rettich gehört zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Bereits die alten Ägypter schätzten ihn als Nahrungs-, aber auch als Heilmittel. Rettichwurzeln enthalten so viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, dass schon der Verzehr einer Wurzel den Tagesbedarf eines Erwachsenen deckt.

Rettich wird in Sommer- und Winterrettich unterschieden. Letzterer lässt sich bei entsprechender Lagerung bis zum Frühjahr konservieren. Beide Arten bevorzugen einen durchlässigen, lockeren Boden, der möglichst mittelschwer sein sollte. Stallmist oder Kalkgaben werden nicht vertragen. Reifer Kompost hingegen, der kurz vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet wird, fördert das Wachstum. Frühe Sorten gedeihen am besten an sonnigen Plätzen, späte Sorten sind auch mit einem Platz im Halbschatten zufrieden.

Sommerrettich wird ab März ausgesät. Eine Vorkultur unter Glas hat sich bewährt. Nach etwa zwei Wochen werden die Pflänzchen ins Freie gebracht und ins Beet gesetzt. Der Abstand von Pflanze zu Pflanze variiert je nach Sorte und beträgt durchschnittlich 30 Zentimeter. Bei einer Direktaussaat im Freien müssen die Pflanzen vereinzelt werden, damit die Wurzeln sich ausreichend ausbreiten können. Gewässert wird entsprechend der Witterung, wobei in der Wachstumsphase regelmäßige Wassergaben Bedingung für hohe Erträge sind. Geerntet wird Sommerrettich ab Juni. Er muss frisch verbraucht werden.

Winterrettich wird direkt im Freiland ausgesät. Die günstigsten Monate sind Juni und Juli. Spätester Aussaattermin ist Anfang August, damit sich die Wurzeln noch ausreichend entwickeln können. Winterrettich lässt sich bereits nach zwei Monaten ernten. Vor den ersten Nachtfrösten sollte er aus dem Boden genommen und eingelagert werden. Dazu empfiehlt es sich, die Wurzeln in feuchten Sand einzuschlagen, wo sie kühl und frostfrei aufbewahrt werden. Sie können bis zum zeitigen Frühjahr verwendet werden.

Rettich wird häufig von der Rettichschwärze befallen. Von diesem Pilz befallenes Gemüse muss vernichtet werden. Schädlingen lässt sich durch den Einsatz von natürlichen Fressfeinden und ausreichendes Wässern vorbeugen.

Rote Bete Anbau

Rote Bete aus eigenem Garten: gesund, schmackhaft, sehr vielseitig

Rote Bete (Rote Beete), auch rote Rüben oder Rahner genannt, ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und wirkt blutbildend. Doch nicht nur wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sollte Rote Bete in keinem Biogarten fehlen – das Wurzelgemüse schmeckt ausgezeichnet!

Rote Bete ist sehr anspruchslos und einfach zu ziehen. Die Pflanze braucht auch nicht viel Sonne und gedeiht selbst an halbschattigen Standorten ausgezeichnet.
Ist das Beet normal gepflegt, muss man gar nicht zusätzlich düngen. Zur Vorbereitung für die Aussaat genügen im Herbst etwas Kompost und das Abdecken des Beetes mit Mulch. Mulchen hält die Bodenfeuchtigkeit, die Rote Bete unbedingt braucht. Gute Nachbarpflanzen sind Kohlrabi, Salat, Gurken und Buschbohnen.

Ab April kann Rote Bete im Freien ausgesät werden. Da die Samenkörner recht groß sind, lassen sie sich auch gut dosieren. Dafür sollte je 2 Körner etwa im Abstand von 10 cm gelegt werden. Später ist darauf zu achten, dass nur die starken Pflanzen weiterwachsen. Rote Rüben können zwar auch verpflanzt werden, erholen sich allerdings nicht gut davon. So ist es besser, schon im Vorfeld das spätere Vereinzeln zu vermeiden und schwache Triebe zu entfernen. Sollte das Vereinzeln trotzdem erforderlich sein, muss der Boden für das Umsetzen richtig feucht sein.

War die Aussaat dicht, kann man im laufenden Sommer zur Ernte fortwährend kleine Früchte herausziehen. Späte Ernten gräbt man am besten im Oktober, vor dem ersten Frost, heraus.
Die späte Aussaat von Mai bis Juni lässt besonders zarte Früchte heranreifen, die sich sehr gut für Wintervorräte eignen. Wichtig bei der Ernte ist, dass Rote Bete nie verletzt wird, sonst läuft der kostbare rote Saft aus. Darum dreht man die Blätter ganz vorsichtig ab, sodass das Herz erhalten bleibt.
Rote Bete kann man auch hervorragend in Essig konservieren. So eingelegt passt das Gemüse zu vielen herzhaften Gerichten.

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Auberginen züchten

Auberginen in vielen verschiedenen Farben züchten

Auberginen, auch Eierfrüchte genannt, sind Nachtschattengewächse. Zu leckeren Gerichten zubereitet lassen sie sich z. B. als Auflauf oder als gefüllte Auberginen verzehren. Auberginen lassen sich ebenso wie Paprika und andere Exoten problemlos aus Samen selbst heranziehen. Es können die Samen frischer oder getrockneter Früchten verwendet werden. Wichtig ist nur, dass die Saat sauber ist. Eine Vorkultur in Töpfen oder Saatschalen empfiehlt sich zwischen Februar und April. Nach etwa zwei Wochen müssen die Sämlinge pikiert werden. Erreichen die Außentemperaturen über 15 Grad Celsius, können die Pflanzen ins Gewächshaus gesetzt werden. Der Boden sollte möglichst locker, leicht und tiefgründig sein. Eine Düngung mit gut durchrottetem Rinderdung erhöht den Ertrag.

Möglich ist auch ein Freilandanbau von Auberginen in unseren Breiten, allerdings lohnt dieser sich nur in warmen Weinanbaugebieten. Dazu muss ein ganztägig sonniger Platz gewählt werden, entsprechende Windschutzmaßnahmen sind ebenfalls wichtig. Auberginen gehören nämlich zu den sehr empfindlichen Pflanzen. Bei Freilandkultur sollte der Abstand von Pflanze zu Pflanze 60 mal 60 Zentimeter betragen. Das Abdecken des Bodens mit schwarzer Mulchfolie sorgt dafür, dass die Wärme gehalten wird. Am besten wird sie vor der Pflanzung aufgelegt und dann kreuzweise eingeschnitten, wobei die Schlitze als Pflanzloch dienen. Ebenso hält diese Folie Unkraut fern und schützt vor Verdunstung. Selbst im Sommer sollte immer ein Vlies bereit liegen, das in kühlen Nächten über die Pflanzen gelegt werden kann. Wer über einen Balkon oder eine Terrasse in Südlage verfügt, kann die sogenannte Eierfrucht auch im Kübel kultivieren, wenn dieser über eine entsprechende Tiefe verfügt.

Da Auberginen zu den rankenden Pflanzen gehören, die bis zu einem Meter hoch werden können, empfiehlt sich das Anbringen von Stützstäben. Entwickelt die Pflanze mehr als drei Haupttriebe, sind diese zu entfernen. Trägt sie mehr als sechs Früchte, werden diese nicht ausreichend versorgt und verkümmern. Die Ernte der keulenförmigen Früchte erfolgt ab September. Geerntet werden sie im halbreifen Zustand. Neben dunkelvioletten Sorten existieren tiefblaue und grüne ebenso wie weiße Auberginen. Die Verwendung variiert je nach Anbauregion.

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Unkrautbekämpfung Gemüsegarten

Unkrautbekämpfung leicht gemacht…

Welcher Gartenbesitzer hat sich noch nicht über Unkraut im Garten geärgert und nach geeigneten Mitteln zu Unkrautbekämpfung im Gemüsegarten gesucht.

Eine prima Möglichkeit zur Unkrautbekämpfung ist neben dem lästigen Auszupfen das Gartenvlies und die Mulchfolie. Diese sparen sehr viel Zeit und Aufwand bei der Pflege Ihres Gartens. Sie können die Vliese und Folien ganz leicht selber verlegen.

Das Gartenvlies ist wasser-, luft- und nährstoffdurchlässig, doch es lässt nicht zu, dass Unkrautkeimlinge durchwachsen.
Damit ist ein Gartenvlies eine umweltfreundliche Methode zur Bekämpfung von Unkraut, da sie dank des Vlies‘ auf einen Einsatz chemischer Unkrautmittel verzichten können.
Das Vlies lässt Wasser und Nährstoffe zu Ihren Pflanzen durch und der Boden bekommt auch durch das Vlies noch genügend Luft.
Doch das Vlies hilft auch dabei, Wärme und Feuchte im Boden zu halten- ein großer Vorteil, vor allem im Frühling.
Vor allem aber hat das Unkraut keine Chance.
Sie können es im ganzen Garten anwenden, in ihren Gemüsebeeten, Erdbeerbeeten, in Staudenbeeten, Rosen- und anderen Blumenbeeten, in Steingärten, Gehwegen, Innenhöfen, Terrassen, Gartenteichen oder als Rasenunterlage.
Dazu ist das Vlies sehr preiswert und dauerhaft (ca. 20 Jahre) haltbar.

Die Alternative dazu wären umweltschädliche Unkrautvernichtungsmittel (wer will das schon?) oder harte mechanische Arbeit beim Unkrautjäten. Hierzu gibt es allerdings auch hilfreiche Werkzeuge wie den Vertikulierer oder Unkrautstecher. Dieser greift mit seinen Metallzinken die Unkrautwurzeln und man kann sie dann drehend aus dem Boden ziehen.

Häufige Ursache für Unkraut auf Rasenflächen ist ein Mangel an Nährstoffen.
Rasen hat nämlich, anders als Unkraut, einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Wenn dieser nicht gedeckt wird, wächst der Rasen schwach und die sich an schlechte Standorte angepasst habenden und robusteren Unkräuter gewinnen die Oberhand.
Das kann bei einer zusätzlichen Wasserknappheit noch schneller gehen, da dem Unkraut auch die Trockenheit nicht schadet. Beim Rasen sollten Sie auch auf ein hochwertiges Saatgut achten, das nicht schon ab Werk von Unkrautsamen durchsetzt ist.

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Radieschen anbauen

Wie Sie Radieschen im Garten richtig anbauen…

Radieschen gehören ebenso wie die Rettiche zu den Kreuzblütlern. Woher sie tatsächlich stammen, ist nicht bekannt. In Europa kennt man dieses Gemüse ab Mitte des 16. Jahrhunderts und nutzt sowohl seinen scharfen Geschmack in der Küche als auch die gesundheitliche Wirkung in der Naturheilkunde. Radieschenknollen enthalten die Vitamine A, B1 und C, außerdem Eiweiße und Mineralstoffe.

Radieschen eignen sich je nach Sorte für den frühen, mittleren oder späten Anbau. Aufgrund ihrer schnellen Entwicklung nutzt der Gärtner sie gern als Zwischenfrucht. Im Frühjahr benötigen sie sechs Wochen, bis man sie ernten kann. Im Sommer sind es sogar nur vier Wochen.

Der Boden sollte durchlässig, aber nicht zu leicht sein. Ansonsten neigen Radieschen zum Schossen. Gleichbleibende Feuchtigkeit ist wichtig, damit ein Verholzen vermieden wird und sich die Knollen kurzfristig entwickeln können. Staunässe allerdings vertragen Radieschen nicht. Vor dem Anbau empfiehlt sich das großzügige Einarbeiten von gut durchrottetem Kompost.

Die erste Aussaat erfolgt ab März im Freiland, ein Folienschutz ist allerdings bis zum Ende der Frostperiode noch nötig. Auch im Gewächshaus lassen sich Radieschen im zeitigen Frühjahr anbauen, spätere Aussaaten gelingen nicht. Es ist darauf zu achten, dass die Saat nicht zu dicht in den Boden gebracht wird. Gegebenenfalls muss vereinzelt werden, damit sich die Knollen ausreichend entwickeln können. Der Abstand in der Reihe sollte drei bis fünf Zentimeter betragen. Die Saat ist nur dünn mit Erde zu bedecken. Folgesaaten können je nach Sorte bis in den Herbst erfolgen. Der Standort darf im Frühjahr und Herbst gern sonnig sein, während der Sommermonate wird jedoch Halbschatten bevorzugt. Als Mischkultur eignet sich der Anbau von Radieschen mit Möhren, Zwiebeln und Kohlrabi. Neben Kürbis, Gurken und Melonen stehen sie besser nicht.

Weiße Fliege, Springschwanz und Erdfloh können dem Radieschen gefährlich werden. Oft hilft eine Umstellung der Bodenverhältnisse und Pflegemaßnahmen, ohne dass Insektizide zum Einsatz kommen müssen.

Kopfsalat ziehen

Kopfsalat ziehen – zurück zur Natur!

Der Trend ist in den vergangenen Jahren deutlich erkennbar.
Nach zahlreichen Lebensmittelskandalen der letzten Jahre und Jahrzehnte macht sich doch so mancher wieder etwas mehr Gedanken über das, womit er seinen Körper ernährt.
Wer es sich finanziell leisten kann, greift immer häufiger zu Bio-Produkten oder zu Produkten aus der Region. Ganz sicher über die Herkunft und den Zustand seiner Nahrungsmittel kann sich aber vorwiegend der sein, der seine Nahrung im eigenen Garten erntet.

Kopfsalat
Da aber noch kein Gärtner vom Himmel gefallen ist, soll im Nachfolgenden die kleine Anleitung helfen, bald den ersten, selbst angebauten Salat aus dem eigenen Garten zu ernten.

Aussuchen des Saatguts
Der Handel bietet heute eine große Auswahl an verschiedenem Saatgut an. Stellen sie am besten vorher ihre Suchkriterien zusammen, zum Beispiel Sorte, Aussaatzeit, Erntezeit, Nährstoffgehalt, Bodenbeschaffenheit und natürlich, ob sie konventionelles oder biologisch erzeugtes Saatgut bevorzugen.

Ansaat
Zur Ansaat bietet sich eine flache Saatschale an, die es im Gartenmarkt zu kaufen gibt. Diese wird bis zur Hälfte mit Ansaaterde befüllt, da normale Gartenerde für Keimlinge zu nährstoffreich ist.
Drücken sie die Erde ein wenig an und streuen sie nun die Samen gleichmäßig auf die Erde. Danach bedecken sie diese etwa einen Zentimeter mit Erde, die sie ebenfalls etwas andrücken. Dann befeuchten sie alles vorsichtig.

Keimung und Pflege der Keimlinge
Wenn die Erde gleichmäßig feucht gehalten wird, braucht der Salat, je nach Sorte, etwa eine Woche bis sich die ersten grünen Spitzen zeigen. Gießen sie ihn auch jetzt regelmäßig weiter und sorgen sie für einen kühlen, jedoch sehr hellen Standort, da die Triebe sonst zu lange und sehr dünn werden.

Pikieren
Sind die Keimlinge etwa 1,5 Zentimeter groß und stehen sehr eng, benötigen sie dringend mehr Platz und nährstoffreichere Erde. Diese Tätigkeit nennt man pikieren. Dazu benutzen sie einen kleinen Stab, mit dem sie die Keimlinge vorsichtig aus der Erde hebeln ohne die Wurzeln zu beschädigen. Dies bedarf anfangs einiger Übung. Setzen sie die kleine Pflanze in ein vorbereitetes Pflanzloch in frische Gartenerde, ebenfalls wieder in eine Saatschale, mit Abstand zur nächsten Pflanze.

Auspflanzen
Ist die Pflanze auf ca. 5 Zentimeter angewachsen und hat mindestens vier Blätter, muss sie ins Beet an einen sonnigen Platz gepflanzt werden. Damit der Kopfsalat bis zur Ernte weiter gedeihen kann, müssen zur nächsten Pflanze 15 Zentimeter Abstand bestehen.

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Erntekalender Gemüse

Erntekalender für Gemüse aus dem eingenen Garten

Nicht erst seit den neuesten Lebensmittelskandalen hält der Trend zum eigenen Gemüseanbau im Garten an. Die Schrebergarten-Vereine verzeichnen einen Zulauf wie selten zuvor in den vergangenen Jahren. Immer mehr Leute möchten wissen, was sie essen und woher das Obst und Gemüse auf dem Teller kommt. Mehr Sicherheit als beim Anbau des eigenen Gemüses gibt es nicht, zudem macht es auch den Kindern Spaß, reifes Gemüse zu ernten.

Was kann im eigenen Garten Gemüse angebaut und geerntet werden?
Die Auswahl an Samentütchen in Bau-und Gartenmärkten ist riesig, wer keine Pflanzen aus Samen ziehen möchte, kann aber auch für viele Gemüsearten Setzlinge kaufen. Damit erspart man sich die Anzucht und das pikieren.
Wenn im Frühjahr der Boden für die Gemüsebeete fertig aufbereitet ist, können die Setzlinge eingebracht werden. Bei der Auswahl der Pflanzen zählt natürlich der Geschmack der Familie, aber auch die Größe des Gartens, sowie die Lage sollte berücksichtigt werden.
Zu den beliebtesten Gemüsesorten zählen Gurken, Tomaten, Radieschen, Möhren, Sellerie, Petersilie, Spinat, Kohl und wenn genügend Platz vorhanden ist, auch Kartoffeln. Auch verschiedene Salate gehören in den Garten, ebenso wie Bohnen und Erbsen.

Bei den frühen Aussaaten oder Pflanzungen im März und April sollten diese noch mit einem Vlies vor Frost geschützt werden. Hierdurch ergibt sich bei den Pflanzen auch ein etwas früherer Erntetermin. Die frei gewordenen Beete werden dann mit späteren, bis hin zu den Wintergemüsesorten, immer wieder neu bepflanzt.
Ein Gartentagebuch mit den Pflanzterminen erleichtert dabei die Gartenplanung und die Erntetermine sind anhand eines Saisonkalenders leichter überschaubar.

Hier ein Erntekalender mit den wichtigsten Terminen:
Früh geerntet werden ab April aus dem Frühbeet Radieschen und verschiedene Salate, fortlaufend über den ganzen Sommer. Ebenso kann Spitzkohl früh geerntet werden.

Ab Juni bis Oktober können Tomaten, Lauch und Kohlrabi geerntet werden, ebenfalls ab Anfang Juni bis September werden Salatgurken geerntet. Auch der Sommerweißkohl ist jetzt zu ernten. Ende Juli bis Ende September können frisch geerntete Erbsen und Bohnen auf den Speiseplan gestellt werden.

Von Juli bis Oktober lassen sich dann Möhren, Zwiebeln, Zucchini ernten und ab September die Kartoffeln und Endiviensalat.

Zwischen August und Oktober sind Kürbisse und Mais reif, im Spätherbst bis in den Winter wird noch Weißkohl der späteren Aussaat geerntet und nach dem ersten Nachtfrost wird der erste Grünkohl eingeholt. Der Frost sorgt bei diesem Gemüse für ein gutes Aroma.

Für einige Gemüsesorten wie Paprika, Chicorée, Tomaten und Auberginen empfiehlt sich der Anbau im Gewächshaus, damit aus der Ernte keine Enttäuschung wird.

Um den richtigen Erntezeitpunkt zu erkennen, hilft ein Blick auf das Beet: Kohlrabi muss geerntet werden, wenn er Tennisballgröße erreicht hat, spätere Ernte ergibt holzige Kohlrabi. Bei Zwiebeln zeigt gelbliches Lauch an, dass der Erntezeitpunkt da ist, ebenso zeigt gelbliches Kraut bei Kartoffeln die Ernte an. Tomaten sollten nur rot gereift geerntet werden, denn solange die Tomaten grün sind, enthalten sie das giftige Solanin.

Weitere Informationten zu:

Endiviensalat pflanzen

Endivie im eigenen Garten pflanzen

Der schmackhafte und knackige Endiviensalat darf in keinem noch so kleinen Garten fehlen. Aber etwas Sonne und einen nährstoffhaltigen Boden benötigt die Endivie schon, um richtig zu gedeihen. Sie muss mäßig, aber regelmäßig gegossen werden, um das so genannte „Schießen“ zu vermeiden.

Im geschützten Frühbeet kann Endiviensalat schon ab Ende März ausgesät werden. Sobald die Pflänzchen einige Zentimeter hoch gewachsen sind, kann man sie zum ersten Mal verziehen. Die ausgerupften kleinen Pflanzen kommen in den nächsten Salat und somit auf den Tisch, denn es wird nichts weggeworfen.Um schöne, große Salatköpfe zu bekommen, muss man den Pflanzen genügend Platz einräumen.
Ins Freiland sät man die Endivie ab Mai bis Juni in Reihen mit einem Abstand von mindestens dreißig Zentimeter. Es ist sehr praktisch, wenn der Samen alle zehn bis vierzehn Tage gesät wird, denn dann hat man immer reifen Salat im Garten. Wie im Frühbeet verzieht man ebenfalls im Freiland kleinen Pflanzen, bis auch innerhalb der Reihe ein Abstand von mindestens dreißig Zentimetern zwischen den Salatköpfen ist.

Schnecken essen Endiviensalat genau so gerne wie alle übrigen Salatsorten, deshalb sollte man sie einsammeln. Nützt das nichts, so hilft eine selbst gebaute Bierfalle mit Sicherheit. Schneckenkorn ist giftig und sollte nicht eingesetzt werden.
Endivie eignet sich für ein Mischbeet hervorragend und verträgt sich vor allem gut mit allen Kohlpflanzen. Endiviensalat enthält Kalium und Kalzium und ist reich an Vitamin A.

Weitere Salatsorten zum Anbau im eigenen Garten:

Karotten anbauen

Möhren und Karotten: gesunde, nahrhafte Wurzeln aus dem eigenen Garten

Möhren gehören zum Wurzelgemüse, das tiefen und humusreichen Boden liebt. In lockerer und sandiger Erde gedeihen sie wesentlich besser als in schweren, lehmhaltigen Böden.
Im Herbst wird das Beet kompostiert und zur Lockerung mit Mulch abgedeckt. Im Frühjahr kann mit sehr feinem Kompost ein wenig nachgedüngt werden, am besten nur in den Saatrillen.

Möhrensamen keimen sehr langsam. Manchmal brauchen sie drei oder vier Wochen, bis sie aufgehen. Da sie nicht kälteempfindlich sind, kann man sie aber bereits ab März säen. Das trifft auf die runden Karotten genauso zu wie auf die länglichen Möhrensorten. Manche späteren Wintersorten können von Anfang Mai bis Juni gesät werden. Bei günstiger Witterung können die ersten Karotten dann schon nach zweiweinhalb Monaten geerntet werden.

Möhren werden in Beeten angebaut und sollten nach Möglichkeit nie, auch nicht vor der Aussaat im Herbst, mit frischem Mist gedüngt werden. Der könnte nämlich Würmer und Fliegenmaden enthalten, die schnell zu natürlichen Feinden der Möhre werden.
Zur Aussaat werden etwa 3 cm tiefe Rillen gezogen, der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollte 20 cm betragen. Zur Düngung eignet sich neben feingesiebtem Kompost auch Steinmehl, mit dem der Boden nur ganz leicht bestäubt wird.
Nach dem Auftragen des feinen Komposts wird der Boden wieder mit etwas Erde bedeckt, die fest angedrückt werden muss. Anschließend ist kräftiges Gießen erforderlich.
Nachdem die Möhrensaat aufgegangen ist, sollten alle überflüssigen Sämlinge ausgezupft werden. Das ist zwar etwas mühsam, lohnt sich aber für eine gute Ernte. Nur so werden die Wurzeln stark und gesund. Die Pflanzen sollten nun im Abstand von 3 bis 5 cm weiterwachsen.

Möhren müssen gleichmäßig feucht gehalten werden. Denn wenn es große Unterschiede zwischen trockenen und nassen Phasen gibt, platzen die Wurzeln auf.
Um die Erde feucht und locker zu halten, sind luftdurchlässige Schichten aus Mulch am besten geeignet.

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Broccoli pflanzen

Wie züchten Sie Broccoli in Ihrem Garten?

Der Broccoli ist ein schnell wachsendes Kohlgemüse und daher in vielen Hausgärten verbreitet. Da Broccoli auf kleinster Fläche gute Erträge liefert, lohnt sich der Anbau. Dieses Gemüse kann sowohl als Broccoli Suppe, als auch als Salat oder Broccoliauflauf zubereitet werden.

Boden und Aussaat
Broccoli treibt kleine Blütenstände auf fleischigen Stielen, die reife Knospen bilden. Diese können abgeschnitten werden und wachsen innerhalb von zwei Monaten wieder nach. Der Boden kann auch karg sein, das Klima kühl, bevorzugt gedeiht der Broccoli allerdings in der Sonne auf lehmigem, fruchtbaren Boden. Der Platz sollte windgeschützt sein, der Boden alkalisch und locker. Im März erfolgt das Vorziehen früher Pflanzen in einer Anzuchtschale im Haus, im Mai werden diese ins Freiland umgesiedelt. Späte Sorten können ab Ende April direkt im Freiland ausgesät werden. Hierzu wird das Beet mit der Hacke geebnet und mit Kompost bedeckt. Die Aussaat erfolgt in 20 mm tiefen Saatrillen. Nach der Saat wird das Beet gewässert, schließlich vereinzelt der Gärtner die Jungpflanzen. Die Umpflanzung im 50-cm-Abstand erfolgt zwischen Mai bis Juli bei einer Größe von rund 10 cm, durch Zupfen an den Blättern wird der feste Sitz geprüft. Wildkrautwuchs muss verhindert werden, die Pflanzen brauchen täglich Wasser.

Ernte
Der Broccoli ist schnittreif, wenn die Knospen noch geschlossen, die Blütenköpfe aber gut entwickelt sind. Zehn Pflanzen können bis 10 kg Gemüse ergeben. Die Ernte kann vom Sommer bis in den Herbst erfolgen. Der Haupttrieb wird zuerst bei einer Länge von 10 bis 15 cm abgeerntet, indem er unmittelbar über der Achsel geschnitten wird. Die Pflanze treibt dann weitere Seitensprossen. Zum Schutz gegen Schädlinge, vor allem die Kohlfliege, legt man einen Kartonkragen um den Wurzelhals. Gegen die Schleimpilzerkrankung Kohlhernie wird Kalk in den gelockerten Boden eingeführt. Sollten dennoch einzelne Pflanzen befallen sein, müssen sie herausgerissen werden. Falscher Mehltau ist durch gelbfleckige Blätter zu erkennen, er ist durch weite Pflanzabstände zu unterbinden. Zudem sollten beim Gießen die Blätter nicht benetzt werden.

Weitere Infos zu Kohlgemüse im eigenen Garten: