Tomaten pflanzen

Infos zur Tomatenzucht

Aus dem eigenen Anbau schmecken die würzigen roten Früchte am besten.

Beim Saatgut gibt es Unterschiede. Wenn die Tomaten in einem Gewächshaus im Garten stehen, kann man jede Sorte aussäen. Stehen die roten Früchte im Freien, dann empfiehlt sich eine Sorte die gegen Braunfäule resistent und fürs Freiland geeignet ist. Natürlich tut`s auch ein Dach über den Tomaten. Man kann es selber bauen oder sich im Handel besorgen. Auf dem Balkon oder auf der Terrasse kann man auch die normalen hoch wachsenden Sorten säen, wenn sie an einem Stützstab befestigt werden. Die typischen Balkontomaten wachsen buschig und benötigen keinen zusätzlichen Halt.

Das Beet für die Tomaten sollte vollsonnig liegen. Unkrautfreie humose Erde ist ideal für die wohlschmeckenden Früchte. Hübsch sieht es aus, wenn verschieden farbige Tomaten nebeneinander stehen. Es gibt neben den roten auch gelbe, grüne und fast schwarze Tomaten.

Wenn die Tomatenpflanzen etwa 20 Zentimeter groß sind bzw. ab Mitte Mai können sie ins Freiland umziehen. Balkontomaten sollten je Pflanze in einem Kübel mit mindestens 5 Litern guter Pflanzenerde gesetzt werden. Wer sich vorgezogene veredelte Tomaten kauft, sollte darauf achten, dass die Veredelungsstelle über der Erde liegt. Für den Umzug ins Freiland eignet sich ein bedeckter Tag, damit sich die Pflanzen allmählich an die pralle Sonne gewöhnen können.

Im Freiland sollten die Tomaten einen Abstand von etwa 50 bis 60 Zentimetern zueinander haben. Werden sie schräg ins Pflanzloch gesetzt, können an der Stängelseite neue Wurzeln entstehen und die Pflanze wird kräftiger und bringt mehr Ertrag. Ein stabiler Stützstab wird gleich mit in die Erde gebracht.

Die Tomaten werden mit gutem Kompost oder mit einem Tomaten- oder Gemüsedünger etwa einmal pro Woche gedüngt. Für Kübeltomaten auf der Terrasse oder auf dem Balkon empfiehlt sich ein Flüssigdünger für Gemüse, da hier das Bodenleben nicht so aktiv ist wie im Garten. Im Freiland gedeihen die Paradeiser besonders gut, wenn man die Erde rund ums Pflanzloch mit Brennesseln oder mit leicht angetrocknetem Rasenschnitt mulcht. Auch Beinwellblätter eignen sich hierfür sehr gut.

Regelmäßig sollten die Seitentriebe der Tomaten ausgegeizt werden. Nur Buschtomaten benötigen diese Pflege nicht.
Wer seinen Tomatenpflanzen etwas Gutes tun möchte, besprüht sie zweimal pro Woche mit dem Tee vom Ackerschachtelhalm. Die darin enthaltene Kieselsäure beugt Pilzerkrankungen vor. Auch das Gießen mit Knoblauch- und Zwiebelschalenbrühe wirkt ähnlich.

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Gemüsebeet anlegen

Wie legen Sie ein Gemüsebeet an?

Beim Anlegen eines Gemüsebeetes sollte die sonnigste Lage im Garten gewählt werden. Denn nahezu alle Gemüsesorten gedeihen besser in voller Sonne. Im Halbschatten wachsen zwar die meisten Gemüse auch noch, sie bringen jedoch deutlich weniger Ertrag hervor. Und die Pflanzen sind zudem etwas anfälliger gegen Krankheiten wie Mehltau, Rost und den Befall von Läusen.

Boden analysieren
Wer einen Garten neu bewirtschaftet, sollte sich über die Beschaffenheit seines Gartenbodens klar werden.
Eine Bodenprobe kann in ein Labor eingeschickt werden, wo die genauen Werte der Bodeninhalte wie Magnesium, Kalzium, Stickstoff, Phosphor und andere festgestellt werden. Im Gartenfachhandel gibt es jedoch auch Analysesets, mit denen der Hobbygärtner die Werte einiger Boden-Inhaltsstoffe selbst ermitteln kann.

Wer Gemüse anbauen möchte, sollte wissen: Handelt es sich bei dem Gartenboden, auf dem das Gemüsebeet entstehen soll um einen Lehmboden, ist er eher sandig oder tonhaltig? Diese Fragen sind für das Pflanzenwachstum sehr wichtig.

Lehmböden sind die am besten geeigneten für den Gemüseanbau. Sie halten die Feuchtigkeit im Boden und liefern die Nährstoffe für das Pflanzenwachstum. Die Böden lassen sich gut umgraben und bearbeiten. Wird dieser Boden regelmäßig gelockert und mit Kompostgaben versorgt, dann gedeihen auf ihm alle Gemüsepflanzen optimal.

Sandige Böden haben es da schon schwerer. Durch die winzigen Sandmoleküle rinnt das Regen- und Gießwasser rasch hindurch. Die Folge ist die Austrocknung des Bodens. Aber auch die Nährstoffe werden in einem Sandboden rascher mit ausgewaschen. Das bedeutet für den Hobbygärtner: häufiges Gießen und Düngen. Der Vorteil von Sandböden liegt darin, dass sie nach einem Regen rasch abtrocknen und bald wieder betreten und bearbeitet werden können.
Wenn die Sandböden gut gemulcht und mit Kompost versorgt werden, bildet sich mit der Zeit eine Humusschicht, welche das Pflanzenwachstum unterstützt.

Tonhaltige Böden sind fest in ihrer Struktur und halten Wasser und Nährstoffe gut. Diese Böden müssen häufig gelockert und mit Sand vermischt werden. Nur so können die Wurzeln der Pflanzen in die Tiefe gelangen und ihre Nährstoffe aufnehmen.

Beete vorbereiten
Zunächst wird die Beet-Fläche abgesteckt in Breite und Länge mit Bindfäden. Eine Markierung mit Sand ist ebenfalls ausreichend.
Die optimale Breite eines Beetes liegt bei 60 bis 80 Zentimetern Breite. So kann das Gemüsebeet von beiden Seiten bequem bearbeitet werden. Die Länge kann beliebig sein.

Die Fläche sollte ohne Wildkräuter wie Löwenzahn, Quecke oder Ackerwinde. sein. Dann kann sie umgegraben werden. Anschließend wird sie schön glatt gezogen mit dem Rechen. Wer Kompost besitzt, kann ihn nun auf das Gemüsebeet dünn ausbringen und etwas einharken.

Nun können die Gemüsepflanzen einziehen!

Setzlinge wie Kohlrabi, Salate und rote Beete benötigen einen Abstand von etwa 30 Zentimeter zueinander.
Kohlsorten wie Weißkohl, Rot- oder Blumenkohl sollten etwa 40 Zentimeter der Beetfläche für sich bekommen.
Tomaten wollen mindestens 50 bis 60 Zentimeter Freifläche rundum haben. Steckzwiebel und Erbsensamen werden etwa 10 Zentimeter voneinander in die Erde gesteckt.
Bei der Reihenaussaat lässt man zwischen den einzelnen Reihen je nach Gemüseart eine Fläche von 30 bis 40 Zentimetern frei.

Wer möchte, kann das Gemüsebeet mit Steinen, Holzlatten oder mit kleinen Buchsbaumpflanzen einfassen.
Auch eine Umrandung mit mediterranen Kräutern wie Lavendel oder Thymian sieht hübsch aus und ist zugleich nützlich.

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Paprika anpflanzen

Auf was müssen Sie achten?

Das Angebot Obst und Gemüse selber anzupflanzen wird von Jahr zu Jahr größer. Zu den beliebtesten Arten zählen sicherlich die Paprika. Es gibt sie in den verschiedensten Variationen. Angefangen bei der allseits bekannten Gemüsepaprika über Habaneros bis hin zu den feuerscharfen Jalapenos, für all diese Pflanzen braucht man ein wenig Zeit bei der Aussaat und dann steht einer ertragreichen Ernte nichts im Wege.
Bereits Mitte Januar kann man mit dem Aussäen beginnen. Am besten eignen sich hierfür sogenannte Aussaatschalen aus Kunststoff, die bereits in mehrere kleine Töpfe unterteilt sind. Es besteht auch die Möglichkeit, das Saatgut in Torfquelltöpfe zu legen. Beide Arten werden vor der Aussaat mit einer Anzuchterde gefüllt. Anzuchterde ist vom Hersteller aus ungedüngt, deshalb sollte man beim Kauf darauf achten. Torfquelltöpfe müssen vor der Befüllung mit Erde, wie der Name schon sagt, quellen. Das heißt man wässert sie und gibt dann die Erde hinein. In jedes Töpfchen legt man jetzt ein Saatkorn der Paprika und gießt es an. Danach sollte man die Aussaatschale mit einer Kunststoffhaube abdecken, das verhindert das Austrocknen. Das Saatgut sollte nicht austrocknen und ein warmer, sonniger Platz am Fenster hilft dem Keimling nach etwa 14 Tagen aufzubrechen. Bereits wenige Tage später sind die ersten richtigen Blätter zu sehen und jetzt wäre auch der richtige Zeitpunkt, die Pflanzen zu pikieren. Das heißt schwache, kleine Pflanzen werden aussortiert, damit die Robusten mehr Platz zum Wachsen haben. Bei der oben beschriebenen Form der Aussaatschalen entfällt das Pikieren komplett. Bis die Pflanzen jetzt ins Freiland gesetzt werden können, sollte man bis Mitte Mai warten. Da es bis zu den Eisheiligen ja bekanntlich noch zu Bodenfrost kommen kann.
Um den Pflanzen optimale Bedingungen zu schaffen, sollte man ein paar Kleinigkeiten beachten. Paprika stehen gerne an einem sonnigen Plätzchen und mit einem kleinen Dach sind sie auch von oben geschützt. Regenfälle bedeuten für die Pflanzen ein Krankheitsrisiko, aus diesem Grund empfiehlt es sich auch, nur den Wurzelballen direkt zu gießen. Bereits Jungpflanzen sollten im 14-tägigen Rhythmus gedüngt werden. Hierfür eignet sich ein Tomatendünger, der auf die Bedürfnisse der Paprika und Tomaten abgestimmt ist. Die Dosierung sollte man an die Größe der Pflanzen anpassen. Für den Anfang reichen 4ml auf 1,5 ltr. Wasser. Später kann man auch auf einen Langzeitdünger umsteigen.

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