Die 10 schönsten Frühjahrsblüher

Bereits im Spätwinter stecken die ersten Frühjahrsblüher ihre zarten Triebe aus dem Boden. Kurz darauf präsentieren sie die ersten Blüten. Die meisten Frühjahrsblüher zählen zu den anspruchslosen Arten, die sich selbst für Garteneinsteiger eignen. Sie vermehren sich von allein, indem sie neue Zwiebeln oder Knollen treiben. Einige Arten eignen sich sogar für den vorübergehenden Aufenthalt im Zimmer.

1. Christrose blüht schon zu Weihnachten

Eine der bekanntesten Frühjahrsblüher ist die Christrose. Ihrem Namen gemäß zeigen die frühen Sorten bereits um die Weihnachtszeit die ersten Blüten. Diese trotzen Schnee und Eis ebenso wie frostigen Minusgraden. Die weiß-, weiß-grün oder rot-weiß blühenden Halbschattengewächse eignen sich, wenn sie im Topf gekauft werden, für den vorübergehenden Aufenthalt in der Wohnung. Im Frühjahr sollten sie allerdings ins Freie gepflanzt werden. Im kommenden Jahr blühen sie etwas später.

 

2. Primeln mit unterschiedlichen Ansprüchen an den Standort

Für beinahe jeden Gartenbereich werden Primeln angeboten. Je nach Sorte können sie in sonniger, halbschattiger oder schattiger Lage gepflanzt werden. Wichtig ist, dass den Pflanzen ein kalkhaltiger Untergrund geboten wird. Dann leuchten ihre farbigen Blütenbälle zwischen März und Mai. Sensible Menschen sollten vorsichtig sein. Primeln können, wenn sie mit der Haut oder den Schleimhäuten in Kontakt kommen, allergische Reaktionen auslösen.

3. Krokusse lieben sonnigen Stand

Krokusblüten
Das Ende des Frühjahrs naht, wenn die Krokusse die Blühten aufstrecken.

Ab März erfreut sich der Gärtner an den violetten, weißen, gelben oder in sich gestreiften Blüten der niedrig wachsenden Krokusse. Wie kleine Farbtupfer wirken sie im Beet oder auf dem Rasen. Die Zwiebelpflanzen bevorzugen einen nährstoffreichen und humosen Untergrund. Stehen sie sonnig, blühen sie besonders früh. Das Gewürz Safran allerdings stammt von einer im Herbst blühenden Art.

4. Schneeglöckchen mit gefüllten oder ungefüllten Blüten

Während das klassische Schneeglöckchen sich mit rein weißen Blüten präsentiert, kommen neue Züchtungen mit grünen Flecken oder Rändern daher. Die Blüten können gefüllt oder ungefüllt sein. Die Zucht und Vermehrung von neuen Schneeglöckchensorten ist für einige Gärtner ein wahres Hobby. Schneeglöckchen bevorzugen einen halbschattigen Stand im Gartenbeet oder im Kasten. Am besten wirken sie, wenn sie in kleinen Horsten stehen. Ihre Zwiebeln vermehren sich im Laufe der Jahre.

5. Winterlinge strahlen mit der Sonne um die Wette

Strahlend gelb präsentiert sich die Blüte des Winterlings. Bereits ab Februar streckt er seine kleinen Blütenköpfe durch den Schnee, den Rest des Jahres wirkt er eher unscheinbar. Steht die Pflanze im Halbschatten, wo sie sich ungehindert entwickeln kann, vermehren sich ihre Knollen zuverlässig. Schon nach einigen Jahren bilden die niedrigen Pflänzchen einen dichten Blütenteppich. Der Winterling eignet sich auch zur Pflanzung im Kasten.

6. Hyazinthen sprechen gleich mehrere Sinne an

Wer die prächtigen Blütentrauben der Hyazinthe erblickt, dürfte entzückt sein. Wohl kaum jemand vermutet die Zugehörigkeit zu den Spargelgewächsen. Je nach Sorte blüht die Pflanze in Weiß, Rot, Rosa, Blau oder Gelb. Sie gedeiht im humosen und durchlässigen Boden. Wer die Zwiebel beizeiten vortreibt, kann sich bereits ab Januar an der Blüte erfreuen. Ansonsten blüht die Hyazinthe zwischen April und Mai. Vorübergehend können Hyazinthen in der Wohnung gehalten werden. Sie verströmen einen betörenden Duft. Empfindlichen Menschen bereitet dieser manchmal Kopfschmerzen.

7. Märzbecher ähnelt dem Schneeglöckchen

Garteneinsteiger verwechseln den Märzbecher häufig mit dem Schneeglöcken. Kein Wunder, beide ähneln sich im Blatt und in der Zwiebel ebenso wie in der Blüte. Allerdings erscheinen die Bestandteile des Märzbechers vergleichsweise kräftiger, insgesamt erreicht die Pflanze eine Höhe bis zu 30 Zentimeter. Werden die Zwiebeln in Tuffs an einen halbschattigen Platz gepflanzt, fühlen sie sich besonders wohl. Die Vermehrung gelingt weniger zuverlässig als beim Schneeglöckchen.

8. Traubenhyazinthe als filigranes Liliengewächs

Die blaublütige Traubenhyazinthe passt sich in jedes Frühblüher-Arrangement ein. Ihre

Traubenhyazinten kommen nicht so ganz früh aus der Erde, dafür entschädigen Sie mit noch mehr Schönheit.
Traubenhyazinten kommen nicht so ganz früh aus der Erde, dafür entschädigen Sie mit noch mehr Schönheit.

filigranen Triebe und Blüten scheinen dem Gesamtbild den letzten Pfiff zu verleihen. Häufig entstehenden zu den Partnerpflanzen eindrucksvolle Farbkontraste. Die Pflanze ist gegenüber ihrem Standort sehr anspruchslos. Sie blüht zwischen April und Mai. Die Vermehrung gelingt zuverlässig, da sich in jedem Jahr neue Tochterzwiebeln bilden. Auch zur Pflanzung im Kasten oder im Topf eignet sich das zwischen 10 und 40 Zentimeter hohe Gewächs, das in Gruppen gesetzt wird.

9. Blaustern erscheint bereits im Februar

Der Blaustern zeigt seine kleinen, sternförmigen Blüten, wenn das Schneeglöckchen gerade erblüht ist. Zusammen bilden beide Arten ein besonders harmonisches Gespann. Blausterne gibt es in blauen und in weißen Sorten. Ebenso wie das Schneeglöckchen bevorzugt der Blaustern einen halbschattigen Stand und einen humosen Boden, der gut durchlässig ist. Staunässe verträgt er nicht. Nach dem Kauf sollten die Zwiebeln des Blausterns sofort gepflanzt werden, da sie bei längerfristiger Lagerung schnell vertrocknen.

10. Tulpen als echte Highlights im Garten-Frühjahr

Der Frühjahrsblüher im Garten schlechthin dürfte die Tulpe sein. Von dem wohl bekanntesten Gewächs unter den ersten Zwiebelgewächsen des Jahres sind etwa 150 Arten bekannt. Tulpen zeigen ihre Blütenköpfe je nach Art vom zeitigen Frühjahr bis in den frühen Sommer hinein. Ihre Wuchshöhe variiert zwischen gerade einmal 10 und stattlichen 80 Zentimetern. Die Pflanzen vertragen Sonne ebenso wie Halbschatten. Der nährstoffreiche Boden sollte durchlässig sein. Um die Blühkraft zu fördern, lohnt sich die gelegentliche Düngung mit mineralischen oder organischen Nährstoffen. Nach der Blüte dürfen die grünen Triebe nicht abgeschnitten werden. Sie ziehen sich in den Boden zurück. Sind die Blätter vergilbt, können die Zwiebeln aus dem Boden genommen werden. Im Herbst werden sie geteilt und wieder ins Beet gesetzt.