Die besten Ideen für den Herbst

Im Herbst explodiert der Garten in einem Farben- und Blütenmeer, bevor er sich anschließend für einige Wochen zur Regeneration zurückzieht. Für den Gärtner ist dies der arbeitsintensivste Monat, aber auch die Zeit, die Früchte seiner Mühen ausgiebig zu genießen. Der Herbst bietet unzählige Möglichkeiten, den Garten attraktiv und abwechslungsreich zu gestalten.

Natürliche Kombinationsmöglichkeiten nutzen

Gartendeko mit MetallFarbenfrohe Blüten, Blätter und Samenstände reichen aus, um den Garten richtig in Szene zu setzen. Wer im Herbst blühende Pflanzen geschickt mit natürlichen Accessoires kombiniert, erreicht gleich eine doppelt ansprechende Wirkung. Eine große Rolle bei der Gestaltung von Beeten, Terrassen und Balkons spielen vom September bis zu den ersten Frösten die Chrysanthemen. Sie sind in den unterschiedlichsten Farbtönen und in verschiedenen Höhen erhältlich. Chrysanthemen gedeihen in Blumenbeeten ebenso wie in Kübeln und Töpfen. Sie sind winterhart. Der Gärtner kann sich also viele Jahre lang an seinen Pflanzen erfreuen.

Violett, Blau und Purpur veredeln den Garten

Eine gute Farbkombination kann den Garten sehr edel erscheinen lassen. Wer beispielsweise violette Kissenastern mit blauem Eisenhut und purpurfarbenen Dahlien kombiniert, braucht nur noch einige Ziergräser hinzusetzen. Schon leuchtet die Komposition wie ein Feuerwerk. Ohnehin sind Ziergräser im Herbst sehr beliebt. Ihr filigraner Wuchs bringt Bewegung ins Beet und verleiht starr wachsenden Nachbarpflanzen Leichtigkeit. Um die benannte Pflanzenkombination noch ein bisschen aufzupeppen, lässt sich ein Weidenkörbchen voller Äpfel, Quitten beziehungsweise Eicheln und Kastanien in den Vordergrund stellen. So ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.

Beerenschmuck vielseitig nutzbar

Viele Sträucher tragen im Herbst einen leuchtenden Beerenschmuck. Dazu zählen unter anderem die Scheinrebe, die Hagebutte, die Schlehe, der Sandddorn und der Liebesperlenstrauch. All diese Früchte besitzen nicht nur für die Herbstgestaltung des Gartens eine Bedeutung. Viele von ihnen lassen sich auch in der Küche verarbeiten. Besonders vitaminreich und daher zur Stärkung des Immunsystems besonders zu empfehlen sind Sanddornbeeren, Holunderbeeren, Hagebutten, aber auch Brombeeren. Aus ihnen lässt sich eine wohlschmeckende Suppe zubereiten. Außerdem können die Früchte zu Marmeladen, Gelees, Likören oder Säften weiterverarbeitet werden. Einige derselben sollten jedoch am Strauch verbleiben dürfen. Sie dienen den Wildvögeln im Winter als wertvolle Nahrungsquelle.

Lichtquellen verzaubern Gartenbereiche am Abend

Leider wird es im Herbst bereits sehr früh dunkel. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Gartenpracht nicht auch am Abend genießen lässt. Warmes Kerzenlicht setzt besonders gelungene Pflanzenkombinationen gut in Szene. Interessant wirken auch Solarlampen, mit denen sich bestimmte Gartenbereiche anstrahlen lassen, selbst, wenn in ihnen kein Stromanschluss vorhanden ist. Das Schönste darin ist, dass der Gärtner sich bei deren Benutzung keine Sorgen um die Energierechnung machen braucht.

Zimmerpflanzen zu einjährigen Beetpflanzen umfunktionieren

Herrscht in der Wohnung eine sehr trockene Luft vor und ist die Sonneneinstrahlung besonders stark, haben einige Zimmerpflanzen kaum eine Chance, ohne einen großen Pflegeaufwand gut zu gedeihen. Der Gärtner kann sich dennoch an ihnen erfreuen, wenn er sie nämlich als Begleitpflanzen im Staudenbeet nutzt. Eine dieser Arten ist die Buntnessel, deren weiches und farbenprächtiges Laub an Beeträndern, in Kübeln oder Töpfen so manches Pflanzenarrangement passend ergänzt. Besondere Akzente setzen violettfarbene Sorten, wenn sie mit Tagetes gemeinsam im Pflanzgefäß stehen dürfen. Beide Pflanzen unterstreichen ihre Leuchtwirkung gegenseitig.

Zeit für Erika

Erika
Erika ist eine genügsame Pflanze die besonders zur Herbstzeit Ihren Garten aufpeppt.

Die Heidekräuter dürfen bei keiner herbstlichen Bepflanzung fehlen. Von ihnen gibt es immerhin etwa 860 verschiedene Arten. Keinesfalls blühen diese ausschließlich in violett. Weiße, rote, gelbe und in verschiedenen Tönen rosafarbene Exemplare verschönern so manches Staudenbeet oder Pflanzgefäß. Besonders attraktiv wirkt ein echter Heidegarten, der sich als gesonderter Gartenbereich ganzjährig bewundern lässt. Ähnliche Ansprüche an den Boden und den Standort wie die Heidekräuter besitzen beispielsweise die Rhododendren, Azaleen, der Ginster, die Preiselbeere und Kieferngewächse. Für das Arrangement im Topf sind die Fette Henne, die Rispenhirse und die Herbstanemone geeignet.

Kürbis-Dekorationen stimmen auf Halloween ein

Kürbisse setzen im Garten besondere Highlights. Besonders die riesigen, leuchtenden Exemplare ziehen die Blicke Vorübergehender magisch an. Wer das Fruchtfleisch verwertet, kann aus der Hülle der Kürbisse individuelle Schaustücke schnitzen. Wird diesen eine Kerze ins Innere gesetzt, macht deren Licht am Abend aus ihnen schaurige Gesellen. Doch auch die kleinen Zierkürbisse sollten bei der Gartendekoration nicht unterschätzt werden. Mit ihnen lassen sich beispielsweise trostlose Gartenecken, Zäune und Palisaden beranken. Einige Sorten sind sogar essbar. Es gibt also einige Gründe, sich für das Thema Zierkürbisse zu interessieren.

Einmal pflanzen, zweimal erfreuen

Wer im Herbst die Zwiebeln von Narzissen, Tulpen, Krokussen und Perlblumen in Kübel einsetzt, kann mit dieser Arbeit gleich zweimal Stimmung zaubern. Die Kunst liegt darin, das Gefäß gleichzeitig mit Herbstblühern zu bestücken. Allerdings müssen bestimmte Pflanztiefen eingehalten werden, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig im Wachstum behindern. Als untere Schicht wird Blähton in den Kübel gefüllt, damit es nicht zur Staunässe kommt.

Darüber kann eine Lage Pflanzerde gegeben werden. Schon können die größeren Zwiebeln von Tulpen und Narzissen eingesetzt werden. Eine weitere Schicht Pflanzerde deckt diese ab. Bevor die Herbstblüher in den Kübel kommen, sollten deren Wurzelballen ordentlich aufgelockert werden. Dies gelingt durch das Einschneiden mit einem Messer. Auf diese Weise haben es die Frühblüher später leichter, an die Oberfläche zu gelangen. Sind die Herbstblüher eingesetzt, können die Lücken mit Pflanzerde aufgefüllt werden. In diese werden die kleineren Zwiebeln der Frühblüher eingesetzt. Das Ganze wird ordentlich gewässert, um das Anwachsen zu beschleunigen. Düngen braucht der Gärtner im Herbst nicht mehr.