Maulwurf vertreiben

Maulwurf vertreiben – wirkungsvolle Tipps

Eine gepflegte Rasenfläche ist wohl das Prunkstück eines jeden schönen Gartens. Auch wenn es sich dabei nicht immer um den englischen Zierrasen handelt, so ist diese Grasfläche doch stets das Aushängeschild der Gartenkunst. Je sorgsamer sie gehegt wird, desto edler und gesünder sieht sie aus. Doch kaum schweift des Gärtners Auge unbekümmert über den grünen Teppich, so erblickt er schon das Ärgernis: Kleine Anhäufungen aus Erde trüben den Blick. Der Übeltäter wird in Form eines Maulwurfes schnell ausfindig gemacht. Er hat sicherlich bereits die gesamte Fläche untergraben, sein Tunnelsystem mit allen Seiten des Rasens verbunden und begibt sich nun dann und wann Richtung Oberfläche.

Die kleinen Erdhügel künden somit von dem ungebetenen Gast. Doch so schnell und unbemerkt er gekommen ist, so schwer ist er meist wieder loszuwerden. Da ist guter und vor allem effektiver Rat wichtig. Je länger der Wühler seine Gänge bauen kann, umso mehr wird er dem Rasen damit schaden. Von der erprobten Methode, die Gänge mit Wasser zu fluten, ist dabei allerdings abzuraten. Sicherlich wird der Maulwurf dieser Überschwemmung nicht schnell genug entrinnen können und ihr zum Opfer fallen. Doch läuft der Gärtner hierbei Gefahr, mit dem Tunnelsystem das obere Erdreich aufzuschwämmen und damit seinem Rasen erst richtig zu schaden.

Angenehmer ist es ohnehin, den kleinen Insektenfresser zu vertreiben. Meist spannt er sein Lager dann zwar im Nachbargarten auf, doch das kann ja auch ganz interessant sein. Aber wie vertreibt man das Tier wirksam? Das bereits angelegte Tunnelnetz kann dabei hilfreich sein. Statt mit Wasser sollte es mit Buttermilch oder einem Sud aus Knoblauch und ähnlich stark riechenden Gewürzen getränkt werden. Der Maulwurf meidet starke und für ihn unangenehme Gerüche. Wird der Sud in alle seine Erdeingänge gegossen, fehlt ihm alsbald die Möglichkeit zum Rückzug. Er wird sich dann einen weiteren Tunnel bauen und durch diesen flüchten.

Noch effektiver ist der Einsatz lauter Geräusche bis hin zum Krawall. Maulwürfe verfügen über ein feines Gehör. Je lauter es in ihrer Umgebung wird, desto eher suchen sie das Weite. In die Erde gesteckte Metallstangen können angeschlagen werden. Sie geben dabei nicht nur einen für das Tier gut hörbaren Ton ab, sondern lassen zudem leicht die Erde vibrieren. Auch das wird als Gefahr empfunden. Leere Glasflaschen mit abgetrenntem Boden können mit der offenen Seite nach oben in dem Maulwurfshügel versenkt werden. Einerseits versperren sie damit die Ausgänge. Andererseits kann sich der Wind in der Flaschenöffnung fangen und dort Geräusche und Vibrationen entfachen.

Auch der Entzug der Lebensgrundlage vertreibt den Maulwurf. Wird der Rasen mit einem Gemisch aus Wasser und Chlor begossen, so werden kleine Lebewesen der Erde wie etwa die Regenwürmer fliehen. Findet der Maulwurf keine Nahrung, verschwindet auch er. Schonender ist das Verteilen von Hunde- und Katzenkot auf der Grasfläche sowie den Maulwurfshügeln. Auch diese Gerüche vertreiben das Tier. Ebenso wie Abfälle von Fisch und Fleisch, die in den Gängen des Tunnelnetzes für unangenehme Aromen sorgen können. Am effektivsten ist aber eine Mischung aus allen diesen Möglichkeiten. Je mehr der Maulwurf gestört wird, umso eher ist er verschwunden.

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