Miniteich selber bauen

Wie legen Sie einen Miniteich an?

Ein Miniteich ist eine interessante Lösung für Menschen, die auf ihrem Balkon oder der Terrasse einen schönen und beruhigenden Blickfang wünschen und gleichzeitig eine wertvolle ökologische Nische schaffen möchten. Das Anlegen eines solchen Miniteiches ist nicht schwer.
Zunächst muss der Ort beachtet werden. Eine reine Nordlage ist ungünstig, weil die Pflanzen zu wenig Licht bekämen. Optimal sind etwa sechs Stunden Sonne am Tag, wobei der Teich an warmen Sommertagen über Mittag beschattet werden sollte um eine zu starke Aufheizung und Verdunstung des Wassers zu vermeiden. Ist doch einmal zu viel Wasser verdunstet, kann mit weichem Regenwasser aufgefüllt werden.
Als Gefäße kann praktisch alles verwendet werden: große Eimer, Pflanzkübel oder Keramiktöpfe, alte Wein- oder Bierfässer, Mörtelwannen und auch spezielle Fertigteiche. Zinkwannen eignen sich nicht, da das Zink von Erde herausgelöst wird und die Gesundheit von Pflanzen und Schnecken beeinträchtigt. Tongefäße benötigen eine wasserdichte Innenglasur. Wird der Miniteich auf einem Balkon angelegt, ist es ratsam, sich vorab über dessen Tragfähigkeit zu informieren, denn je nach Größe des Gefäßes kommt einiges an Gewicht zusammen.
Die Pflanzen müssen nach der vorgesehenen Wassertiefe gekauft werden. Ansonsten ist der Auswahl keine Grenze gesetzt, es eignen sich unter anderem Zwergseerosen, Kresse, Nadelsimse, Wasserfeder, Moosfarn und Sumpfvergissmeinnicht. Die Liste ist lang. Es sollten jedoch keine zu wüchsigen Pflanzen gewählt werden, die Teich und Balkon bzw. Terrasse „vereinnahmen.“
Nun wird der Teich angelegt. Für das Auskleiden des Gefäßes ist Teichfolie optimal, die mit Kies fixiert wird. Erde ist generell nicht nötig außer bei Pflanzen, die Erde brauchen. Um unterschiedliche Wassertiefen zu erreichen, können Ziegelsteine im Wasser aufgestapelt oder umgedrehte kleine Gefäße hineingelegt werden. Ein Wasserspiel oder eine Teichpumpe sorgt für Bewegung und Sauerstoffeintrag und wirkt der Algenbildung entgegen. Einige Pflanzen, beispielsweise Zwergseerosen, vertragen jedoch kein bewegtes Wasser – hier sollte man sich beraten lassen.
Für das Einsetzen der Pflanzen empfiehlt sich die Verwendung wasserdurchlässiger Pflanzkübel. Ihr Boden wird mit etwas Kies gefüllt, dann wird die Pflanze eingesetzt und wiederum mit Kies beschwert. Der Kies sollte vorher gewaschen werden um das Teichwasser nicht einzutrüben.
Jetzt kann das Teichwasser kommen. Es sollte aus einem (Garten-)Teich stammen, nicht aus der Leitung. Umso schneller stellt sich ein ökologisches Gleichgewischt ein mit Wasserläufern, Kaulquappen und, wenn gewünscht, auch Schnecken. Letztere halten gleichzeitig den Miniteich von Algen frei.
Fische sind für einen so kleinen Teich nicht geeignet, da das Futter sich negativ auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Ansonsten steht dem eigenen Miniteich nichts mehr im Wege.

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