Schwimmteich bauen

Schwimmteich – Urlaub im eigenen Garten

Die Sommer werden zunehmend heißer und länger. Und nicht überall ist ein Badesee in der Nähe, der Abkühlung versprechen könnte. Wer über ein eigenes Grundstück verfügt, stellt sich früher oder später oftmals die Frage: Soll ich einen Pool oder lieber einen Schwimmteich bauen?

Ein Schwimmteich besticht durch seine Nähe zur Natur. Auf Fundamente und Betonmauern wie beim Swimmingpool wird hier verzichtet. Statt dessen fügt sich das Bauwerk hervorragend in die umgebende Landschaft ein. Das natürliche Gartenbild wird nicht gestört. Auch der ökologische Faktor ist bei einem Schwimmteich gegeben. Mit seiner vielfältigen und reichen Bepflanzung wird der Bade- oder Schwimmteich den natürlichen Teichen nachempfunden. Dies betrifft sowohl den Wuchs als auch die Reinigungszone. Unzählige Insekten und Kleintiere finden hier ihren Lebensraum. Auch die Begeisterung der Kinder wird bei einem Schwimmteich keine Grenzen kennen. Sie können hier nach Belieben schwimmen und baden. Es sollte selbstverständlich sein, dass bei jüngeren Kindern stets ein Elternteil in der Nähe ist. Auch die Ufer des Teiches eignen sich zum Beobachten von kleinen Lebewesen oder interessanten Pflanzen.
Doch wie baut man einen Schwimmteich?

Eine sorgfältige Planung sollte an erster Stelle stehen. Schließlich handelt es sich bei einem Schwimmteich um ein Gebilde, welches Jahre und Jahrzehnte seinen Zweck erfüllen soll. Am wichtigsten am gesamten Teich ist die Filterzone. Hier geht die Entwicklung bereits über das sogenannte Biodrän-System hinaus. Der aktuelle Dränfloor ist ein neuwertiger Strömungsverteiler. Verkettbare Verteilerplatten bestehen u.a. aus Schlammdepot und Rückspülmöglichkeiten. Sie bieten die ideale Basis für den Schwimmteich.
Vor dem eigentlichen Bau muss man sich über die Größe und Form des Schwimmteiches Gedanken machen. Wie viele einzelne Becken soll der Teich besitzen? Wie tief sollen sie sein? Ratsam ist es, dass die Tiefe so gewählt wird, dass beim Schwimmen nicht ständig Bodenkontakt besteht. Ansonsten kann das Schwimmen schnell zum frustrierenden Erlebnis werden. Beliebt sind auch kleine Sprungsteine oder Holzstege. Hier gilt noch viel mehr: Ausreichend Tiefe einplanen, damit der Springer sich nicht verletzt!
All diese Fragen lassen sich im Gespräch mit einem Garten- und Landschaftsarchitekten klären.

Der erste Bauabschnitt beginnt mit der Ausbaggerung. Danach folgt die Abdichtung des Bodens. Schließlich soll nicht eines Tages unverhofft die Böschung abrutschen. Auch sollte man sich Gedanken bei zu hohem Grundwasserspiegel oder bei Schichtenwasser machen. Fachmännischer Rat kann hier notwendig werden.
Das Becken muss mit speziellen Maßnahmen auf den Einbau der Teichfolie vorbereitet werden. Zuvor gilt es, sich über die Abtrennung der Schwimmzone von übrigen Bereichen Klarheit zu verschaffen. Außerdem muss der Rand des Schwimmteiches auf ein gleichmäßiges Niveau gebracht werden. Unerwünschte Wasseraustritte könnten sonst die Folgen sein.
Es darf nicht vergessen werden, dass im Schwimmteich ein relativ hoher Wasserdruck herrscht. Eine sehr gute Folienabdichtung ist daher unbedingt vonnöten. Der Untergrund darf keinerlei Wurzeln, scharfkantige Steine oder anderes enthalten. Das Risiko, dass die Teichfolie beschädigt wird, wäre zu hoch. Dann würde das Badewasser über kurz oder lang in den Boden absickern. Am Ende stehen die Bepflanzung und die Auslegung mit Pflanz- und Filtersubstrat im Fokus.

Die Gestaltung der Ränder eines Schwimmteiches kann individuell erfolgen. Eine Erweiterung ist damit jederzeit möglich. Wer jetzt immer noch nicht genug hat, kann auch weitere Attraktionen rund um seinen Schwimmteich einplanen. So ist das Anbringen von Massagedüsen, eines Tarzanseils oder von Unterwasserscheinwerfern längst nichts Ungewöhnliches mehr. So gut gerüstet kann es passieren, dass man sich auf seiner Liege am Schwimmteich wie im Urlaub fühlt.

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