Teichpflege

Wie pflegen Sie Ihren Gartenteich?

Ein schöner, gepflegter Teich ist ein wirkungsvoller Mittelpunkt jedes Gartens und gleichzeitig ein wertvoller Beitrag zur naturnahen Gartenwirtschaft. Der Anblick des Wassers entspannt, unterschiedliche Tiere werden angelockt und der Teich kann mit Pflanzen versehen werden, die in normalen Beeten nicht wachsen.
Ein Gartenteich benötigt natürlich Pflege. Mit diesen Tipps kann der Teich das ganze Jahr hindurch seine Qualität erhalten und dem Besitzer Freude bereiten.
Im Frühling, wenn das Pflanzenwachstum beginnt, fängt auch das Leben im Teich an. Um das Wasser frisch zu halten, muss der Schlamm am Grund, der sich über Winter gebildet hat, entfernt werden. Dies kann von Hand oder mit einem Schlammsauger geschehen. Für beide Möglichkeiten werden zunächst, falls vorhanden, die Fische entnommen und in einem Behältnis mit Teichwasser „zwischengelagert.“ Nun wird das Wasser abgepumpt und der Schlamm mit einer Schaufel oder aber mit einem Schlammsauger entfernt. Mit dem Sauger geht es um einiges schneller, je nach Größe des Teiches in ein bis drei Stunden. Der Schlamm ist sehr nährstoffreich und eignet sich gut als Gartendünger.
Im April werden die über Winter herausgenommenen Teichfilter und -pumpen wieder eingesetzt. Der Filter entfernt kontinuierlich Faulgase und kleinste Algen, während die Pumpe das Wasser umwälzt, in Bewegung hält und somit Sauerstoff zuführt.
Das ganze Jahr hindurch und insbesondere im Sommer muss die Wasserqualität durch Messungen kontrolliert werden. Gerade bei starkem Pflanzenwachstum oder in heißen, trockenen Perioden kann der Nitrit- oder PH-Wert zu sehr steigen oder der Sauerstoffgehalt sinkt stark ab. In diesen Fällen kann durch die Gabe chemischer Zusätze gegengesteuert werden.
Eine weitere Pflegemaßnahme, die von Frühling bis Herbst regelmäßig erfolgen muss, ist das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile und Blätter aus dem Wasser. Für die Wasseroberfläche sind dazu so genannte Teichskimmer erhältlich, die wie ein Staubsauger Verschmutzungen von der Oberfläche nehmen und die vor allem für feinen Staub optimal sind. Größere Verschmutzungen lassen sich auch mit einem Kescher entfernen. Falls Fische im Teich sind, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht mehr Futter bekommen, als sie fressen, denn Futterreste beeinflussen die Wasserqualität negativ.
Fische leiden im Sommer oft unter zu warmem Wasser. Eine Beschattung der Teichoberfläche, zum Beispiel durch eine geschickte Bepflanzung oder durch spezielle Planen, schafft Abhilfe.
Wenn im Herbst der Laubfall beginnt, empfiehlt sich der Einsatz eines Laubschutznetzes, damit das Laub nicht die Wasserqualität beeinflusst. Laub bringt einerseits zu viele Nährstoffe in den Teich und andererseits entstehen bei der Zersetzung Faulgase, die für andere Pflanzen und Fische gefährlich werden können. Bevor im Herbst der Frost einsetzt, werden außerdem Pumpen und Filter entnommen und wiederum einmal der Schlamm entfernt.
Die meisten Fische sind in der Lage, im Gartenteich zu überwintern, da sie sich in den Boden zurückziehen und in Winterruhe fallen. Bei relativ flachen Teichen, die bis zum Grund zufrieren, fehlt den Fischen diese Möglichkeit, so dass sie entweder herausgenommen werden müssen um im einem Aquarium zu überwintern oder aber der Teich muss mit einer winterharten Pumpe, die das Wasser ständig bewegt, am Zufrieren gehindert werden.
Ansonsten ruht der Teich nun bis zum nächsten Frühling, wenn das Leben von Neuem beginnt und somit  auch die Teichpflege.

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