Wie legen Sie ein Gemüsebeet an?

Beim Anlegen eines Gemüsebeetes sollte die sonnigste Lage im Garten gewählt werden. Denn nahezu alle Gemüsesorten gedeihen besser in voller Sonne. Im Halbschatten wachsen zwar die meisten Gemüse auch noch, sie bringen jedoch deutlich weniger Ertrag hervor. Und die Pflanzen sind zudem etwas anfälliger gegen Krankheiten wie Mehltau, Rost und den Befall von Läusen.

Boden analysieren
Wer einen Garten neu bewirtschaftet, sollte sich über die Beschaffenheit seines Gartenbodens klar werden.
Eine Bodenprobe kann in ein Labor eingeschickt werden, wo die genauen Werte der Bodeninhalte wie Magnesium, Kalzium, Stickstoff, Phosphor und andere festgestellt werden. Im Gartenfachhandel gibt es jedoch auch Analysesets, mit denen der Hobbygärtner die Werte einiger Boden-Inhaltsstoffe selbst ermitteln kann.

Wer Gemüse anbauen möchte, sollte wissen: Handelt es sich bei dem Gartenboden, auf dem das Gemüsebeet entstehen soll um einen Lehmboden, ist er eher sandig oder tonhaltig? Diese Fragen sind für das Pflanzenwachstum sehr wichtig.

Lehmböden sind die am besten geeigneten für den Gemüseanbau. Sie halten die Feuchtigkeit im Boden und liefern die Nährstoffe für das Pflanzenwachstum. Die Böden lassen sich gut umgraben und bearbeiten. Wird dieser Boden regelmäßig gelockert und mit Kompostgaben versorgt, dann gedeihen auf ihm alle Gemüsepflanzen optimal.

Sandige Böden haben es da schon schwerer. Durch die winzigen Sandmoleküle rinnt das Regen- und Gießwasser rasch hindurch. Die Folge ist die Austrocknung des Bodens. Aber auch die Nährstoffe werden in einem Sandboden rascher mit ausgewaschen. Das bedeutet für den Hobbygärtner: häufiges Gießen und Düngen. Der Vorteil von Sandböden liegt darin, dass sie nach einem Regen rasch abtrocknen und bald wieder betreten und bearbeitet werden können.
Wenn die Sandböden gut gemulcht und mit Kompost versorgt werden, bildet sich mit der Zeit eine Humusschicht, welche das Pflanzenwachstum unterstützt.

Tonhaltige Böden sind fest in ihrer Struktur und halten Wasser und Nährstoffe gut. Diese Böden müssen häufig gelockert und mit Sand vermischt werden. Nur so können die Wurzeln der Pflanzen in die Tiefe gelangen und ihre Nährstoffe aufnehmen.

Beete vorbereiten
Zunächst wird die Beet-Fläche abgesteckt in Breite und Länge mit Bindfäden. Eine Markierung mit Sand ist ebenfalls ausreichend.
Die optimale Breite eines Beetes liegt bei 60 bis 80 Zentimetern Breite. So kann das Gemüsebeet von beiden Seiten bequem bearbeitet werden. Die Länge kann beliebig sein.

Die Fläche sollte ohne Wildkräuter wie Löwenzahn, Quecke oder Ackerwinde. sein. Dann kann sie umgegraben werden. Anschließend wird sie schön glatt gezogen mit dem Rechen. Wer Kompost besitzt, kann ihn nun auf das Gemüsebeet dünn ausbringen und etwas einharken.

Nun können die Gemüsepflanzen einziehen!

Setzlinge wie Kohlrabi, Salate und rote Beete benötigen einen Abstand von etwa 30 Zentimeter zueinander.
Kohlsorten wie Weißkohl, Rot- oder Blumenkohl sollten etwa 40 Zentimeter der Beetfläche für sich bekommen.
Tomaten wollen mindestens 50 bis 60 Zentimeter Freifläche rundum haben. Steckzwiebel und Erbsensamen werden etwa 10 Zentimeter voneinander in die Erde gesteckt.
Bei der Reihenaussaat lässt man zwischen den einzelnen Reihen je nach Gemüseart eine Fläche von 30 bis 40 Zentimetern frei.

Wer möchte, kann das Gemüsebeet mit Steinen, Holzlatten oder mit kleinen Buchsbaumpflanzen einfassen.
Auch eine Umrandung mit mediterranen Kräutern wie Lavendel oder Thymian sieht hübsch aus und ist zugleich nützlich.

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