Gemüselagerung

Die optimalen Gemüselagerungsorte

Für alle, die größere Mengen Gemüse kaufen oder selbst anbauen möchten, stellt sich die Frage der Lagerung. Gemüse muss so gelagert werden, dass es nicht verdirbt, sich möglichst lange frisch erhält und zum Verzehr geeignet bleibt. Viele Gemüsesorten eignen sich durchaus für eine längere Lagerung. Eine Ausnahme bilden Blatt- und Kohlgemüse, die relativ schnell verderben und daher zeitnah nach der Ernte zubereitet und verbraucht werden müssen. Gut lagern lassen sich Gemüsesorten wie Möhren, Rüben und Kartoffeln, die man immer wieder in der Küche braucht und daher durchaus in größeren Mengen auf Vorrat beschaffen kann.

Vorbereitung der Einlagerung von Gemüse
Voraussetzung für eine erfolgreiche Lagerung ist der gute Zustand des Gemüses. Es sollte keine Beschädigungen aufweisen, muss frei von Schädlingen sein, und anhaftende Erde muss vorher gründlich entfernt werden. Die Säuberung muss allerdings ohne Wasser vorgenommen werden, da Gemüse absolut trocken eingelagert werden muss. Wasser fördert die Bildung von Schimmel und das Verderben von Gemüse. Um Nässe aus dem einzulagernden Gemüse heraus zu bekommen, kann man es vor der Einlagerung noch ein wenig in der Sonne trocknen lassen.

Der Keller als idealer Lagerort
In gewöhnlichen Haushalten ist der Keller der am besten geeignete Lagerort für Gemüse und Obst. Die Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen sind im Keller normalerweise ideal. Die Lagerung im Keller ist kühl und trocken, was Verfaulen und Schimmelbildung vorbeugt oder stark verzögert. Die Dunkelheit im Keller verhindert ein Auskeimen von Gemüse, wofür nämlich Licht erforderlich ist. Besonders wichtig ist eine gut dosierte Luftfeuchtigkeit. Sie darf nicht zu trocken sein, denn dann dörrt das Gemüse aus. Sie darf aber auch nicht zu feucht sein, weil sich ansonsten Schimmel bildet und sich der Verfallsprozess beim Gemüse beschleunigt. Es ist empfehlenswert für die Lagerung Kisten zu verwenden. Darin kann man das Gemüse ordnen und auch über längere Zeit verstauen. Beim Stapeln sollte man vorsichtig vorgehen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen. Für die Lagerung von Kartoffeln gibt es Säcke, Tonnen oder spezielle Kisten, aus denen dann bei Bedarf Kartoffeln geschöpft werden können.

Alternative Lagerungsorte
Verfügt man über keinen Kellerraum oder entspricht er nicht den genannten Bedingungen, gibt es einige alternative Lagerungsmöglichkeiten für Gemüse im Haus. Im Winter kommt beispielsweise der Dachspeicher in Frage, wo in der Regel die Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen geeignet sind. Allerdings kann man dort, anders als im Keller, keine Lagerung über das ganze Jahr hinweg betreiben, weil sich der Speicher im Sommer stark aufheizt und es zu warm wird. Eine bessere Alternative ist eine fensterlose Vorratskammer im Bereich der Küche. Hier lassen sich Lebensmittel dunkel und trocken lagern. Die Vorratskammer hat zudem den Vorteil, dass man sich aus ihr viel schneller und gezielter bedienen kann als aus dem Keller. Einziger Nachteil ist, dass die Temperaturen dort normalerweise höher sind als im Keller.

Gefrierschrank oder Gefriertruhe
Wenn man weniger haltbare Gemüsesorten konservieren möchte oder über keine geeigneten Lagermöglichkeiten im Haus verfügt, empfiehlt es sich, Gemüse in einem Gefrierschrank oder einer Gefriertruhe einzufrieren. Dies hat zwar den Nachteil, dass das Frischearoma verloren geht und man vor der Verarbeitung der Lebensmittel, sie rechtzeitig herausnehmen und auftauen muss. Dafür sorgt das Einfrieren für eine deutlich längere Haltbarkeit als eine anderweitige Lagerung. Außerdem erhält das Einfrieren die Vitamine des Gemüses.

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