Kürbis Anbau

Der Kürbis liebt den Kompost

Nur wenige Gemüsepflanzen können so vielseitig verarbeitet werden. Kürbissuppe, Kürbisbrot, süß-sauer eingeweckt und Kürbisnudelteig sind nur einige Beispiele. Das Fruchtfleisch vom Garten- oder Gemüsekürbis ist leicht saftig. Jedoch entspricht beim Verarbeiten die Ausbeute nicht der Fruchtgröße. Der Abfall kann beachtlich sein.

Kürbisse sind stark zehrende, einjährige Pflanzen mit großen, gelappten Blättern. Ideal für die erfolgreiche Ernte ist ein warmer, windgeschützter und sonniger Standort auf dem Kompost. Hier kann die humus- und nährstoffreiche Erde von der Kompostierung der Pflanze Kraft geben. Optimal ist eine Vorkeimung ab April unter Glas oder in Blumentöpfen bei Zimmertemperatur. Die kleinen Pflanzen werden dann im Abstand von 1,0 x 1,5 m auf dem Kompost oder mit Mist und Humus angereicherte Beete gepflanzt. Eventuell ist je nach Gartenlage ein Folienschutz angebracht. Wichtig ist die regelmäßige Bewässerung der Pflanzen. Sie müssen feucht gehalten werden. Die gelben Blüten wachsen in den Blattachseln an den rauen, behaarten Sprossen. Setzen dann die Kürbisse an, verhindern Lattenroste oder Strohlagen das Eindringen von Nässe in die Früchte und vermeiden Fäulniserscheinungen. Durch das Kappen der Triebe je nach Sorte bei einer Länge von ca. 60 cm entwickeln sich weitere Seitentriebe mit Blüten. Sind die Bienen auf Grund der Witterung nicht sehr aktiv, empfielt es sich, mit einem Pinsel männliche Pollen auf weibliche Blüten zu übertragen.

Je zahlreicher die Triebe Früchte ansetzen, desto kleiner bleiben die Kürbisse. Die Pflanze muss ihre Kraft aufteilen. Werden Blüten vereinzelt, werden nur einige Kürbisse je nach Sorte besonders stattlich und kräftig. Bereits bei der Samenauswahl kann zwischen großen und kleinen Kürbisarten unterschieden werden. Der Speisekürbis als Riese kann im Fruchtfleisch trocken wirken. Gemüsekürbissorten sind im Fruchtfleisch saftiger. Einige Sorten sind im Reifezustand nicht nur gelb bis orange. Grüne und weißwirkende Außenhüllen gibt es ebenso. Rund, tellerförmig bis keulenartig reicht die Formenvielfalt der Rankenpflanzen. Kletterhilfen können einen dekorativen Wuchs unterstützen. Jedoch beim Gewicht einiger Früchte müssen Triebe flachgelegt werden. Wenn der Frost die Pflanzenblätter zerstört hat, kann die Ernte beginnen. Das Lagern reifer Früchte ist in kühlen, luftigen Räumen über einen längeren Zeitraum möglich.

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