Rhabarber pflanzen

Rhabarber im Garten

Der Rhabarber im Garten ist einer der frühesten Gemüse überhaupt. Etwa zeitgleich mit Schnittlauch wächst er heran und ist schon früh zur Ernte reif. Die Ernte lässt sich zeitlich etwas vorverlegen, indem über die jungen Triebknospen eine Folie oder ein Eimer gestülpt wird. Und schon lässt sich mit dem Rhabarber kochen und frischer Rhabarberkuchen oder Kompott aus Rhabarber kann verköstigt werden.

Früher wurde das Knöterich-Gewächs zu den Heilpflanzen gezählt. Trotz seinen fein-säuerlichen Aromen, die eher an Obst erinnern, zählt der Rhabarber zu den Gemüsepflanzen. Dass die Stängel der Staude sehr viel Oxalsäure enthalten, ist hinreichend bekannt. Dennoch wiegt der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen diesen Nachteil wieder auf.

Wer den Rhabarber neu in seinen Garten setzen möchte, kann ihn im Herbst oder im Frühjahr einpflanzen. Hierzu eignen sich gekaufte Sorten oder Wurzelstücke aus anderen Rhabarberpflanzen. Die Staude sollte einen geräumigen humosen Platz bekommen, auf dem sie sich ausbreiten und auf dem sie viele Jahre stehen darf. Wer eine Vorliebe für milderen Rhabarber hat, sollte sich eine Sorte mit roten Stängeln besorgen.

Das Pflanzloch sollte großzügig bemessen sein und mit Pferdemist oder anderem organischen Dünger ausgefüttert werden. Nach der Pflanzung die Erde gut antreten, kräftig gießen und rund um den Rhabarber eine Mulchdecke aus leicht angewelktem Grasschnitt, mit Laub oder mit Brennesselblättern ausbreiten. So bleibt die Erde schön feucht.
Bis zu acht Jahre gedeiht die Staude am gleichen Platz. Rhabarber verträgt auch lichten Schatten. Im ersten Jahr nach der Neupflanzung sollte der Rhabarber nicht geerntet werden.

Der Rhabarber bildet riesige Blätter und wächst zu stattlichen Büschen heran. Seine creme-weißen Blüten ziehen zahlreiche Insekten an. Damit dem Rhabarber nicht allzuviel Kraft verloren geht, werden die Blüten frühzeitig ausgebrochen.
An trockenen Tagen ist die Gemüsestaude für etwas Wasser dankbar. Auch Nährstoffe in Form von Kompost oder Langzeitdünger wie Hornspäne bekommen ihr sehr gut. Regelmäßige Gaben von 1 : 10 verdünnter Brennesseljauche lassen den Rhabarber bestens gedeihen.

Etwa bis Ende Juni kann das fruchtig schmeckende Gemüse geerntet werden. Hierzu werden die Stängel unten an der Basis einfach heraus gedreht. Die Blätter können einen Kompost abdecken oder zum Mulchen im Gemüsebeet verwendet werden. Später im Sommer wird der Rhabarber nicht mehr geerntet, denn nun enthalten seine Stängel reichlich Oxalsäure. Die Staude beginnt etwa ab Ende Juni bereits wieder, ihre Blätter einzuziehen.

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