Rotkohl Anbau

Rotkohl – Informationen zum eigenen Anbau und Verwendung

Beim Rotkohl handelt es sich um ein Gemüse, das mit dem Weißkohl viele Gemeinsamkeiten hat. Augenfällig ist der farbliche Unterschied, der sich beim Rotkohl durch eine Substanz namens Anthocyan ergibt. Daneben ist Rotkohl besonders reich an den Vitaminen A und C. Außerdem ist er ein wenig fester als Weißkohl, was sich auf die Zubereitungstechniken des Gemüses auswirkt.

Um zu einem großen Kohlkopf heranzuwachsen, braucht der traditionelle Rotkohl Zeit. Die Aussaat erfolgt daher zeitig im Frühjahr, erst im späten Herbst ist das Gemüse dann reif für die Ernte. Inzwischen sind allerdings einige Züchtungen auf dem Markt, die schneller wachsen und eine frühere Ernte erlauben. In jedem Fall muss die Ernte vor dem ersten Frost erfolgen, den der Rotkohl im Gegensatz zu einigen anderen Kohlsorten nicht verträgt.

Die Anbauflächen für Rotkohl sollten nicht in der prallen Sonne liegen, sondern nur leicht sonnig sein oder sich im Halbschatten befinden. Rotkohl benötigt einen nährstoffreichen und feuchten Boden. Daher sollte das Beet vor der Aussaat vorbereitet werden, wozu das Ausbringen von großen Mengen Kompost geeignet ist. Eine Vorfrucht aus Erbsen oder Bohnen, die zur Stickstofffixierung im Boden führen, ist ebenfalls eine sinnvolle vorbereitende Maßnahme. Auch nach einer guten Vorbereitung bleibt der Nährstoffbedarf des Rotkohls hoch, sodass auch während des Wachstums immer wieder nachgedüngt werden sollte. Da der Rotkohl dem Boden viele Nährstoffe entzieht, sollte er höchstens vier Jahre auf dem gleichen Beet gezogen werden. Günstig ist es, den Kohl in Mischkultur anzubauen. Geeignet sind hierfür Gurken, Salat, Tomaten, Spinat oder Sellerie.

Als typisches Wintergemüse lassen sich unverletzte Kohlköpfe lange Zeit lagern. Voraussetzung ist ein trockener und kühler Ort, etwa auf einer Strohunterlage im Keller. Angeschnitten im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt der Kohl etwa zwei Wochen haltbar.

Rotkohl kann grundsätzlich als Rohkost genossen werden. Da er aber recht hart ist und viele Ballaststoffe enthält, sollte er hierzu mindestens eine Nacht lang mariniert werden. Die klassische Rotkohlzubereitung besteht im langsamen Kochen, wobei durch die Zugabe orientalischer weihnachtlicher Gewürze ein ganz besonderer Geschmack erreicht wird. Auch Apfelstücke dürfen im Rotkohl nicht fehlen. Diese verfeinern den Geschmack und sorgen durch ihre Säure dafür, dass sich eine appetitliche rote Farbe einstellt.

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