Reifezeit bei Kompostierung

Dauer des Rotteprozesses

Ein Kompost ist, wenn er gut aufgebaut wurde, etwa nach einem Jahr gebrauchsfertig. Wenn die Inhaltsstoffe des Kompostes nicht optimal zusammen gesetzt sind, kann der Rotteprozess bis zu drei Jahren dauern. Doch wie baut man einen Kompost erfolgreich auf?

Der Umbau von Kompostabfällen zu guter Humuserde erfolgt durch die Mikroorganismen. Das sind kleinste Lebewesen, welche die Abfälle zersetzen. So ähnlich funktiontiert dies auch im Boden. Organische Stoffe werden in kleinste Teile zerlegt und umgewandelt in beste Humuserde.

Während im Gartenboden die Zersetzung von Abfällen überwiegend von alleine abläuft, muss sie bei der Kompostierung richtig gelenkt werden. Verläuft die Rotte nicht harmonisch, bleibt der aufgeschichtete Kompost eine stinkende klebende Masse. Wärme und Feuchtigkeit und viel Sauerstoff sind nötig, damit aus Haushalts- und Gartenabfällen gute Humuserde entstehen kann.

Für die Reifezeit eines Kompostes spielt der Standort eine wichtige Rolle. So ist ein Platz welcher Sonne aber auch Schatten, Sauerstoff und zugleich Schutz vor Winden bietet am besten. Regnet es viel, muss die Kompostmiete abgedeckt werden. Hierzu eignet sich eine luftdurchlässige Folie oder Material wie alte Säcke oder Schilfmatten. Die gleiche Sorgfalt und Pflege ist erforderlich, wenn es zu trocken ist. Dann muss der Kompost angefeuchtet werden. Natürlich braucht die Kompostmiete von unten Erdkontakt.

Für den harmonischen Verlauf der Rotte sind Küchen- und Gartenabfälle unterschiedlichster Art nötig. Zwischen weiches saftiges Material wie Gemüse- und Salatabfälle, Tee- und Kaffeefilter, Obst und Unkräuter wird festeres Material wie klein geschnittene Zweige, Schnittblumen, zerkleinerte Eierschalen, gehäkseltes Stroh, kleine Mengen Pappe, Papiertücher usw. gemischt.
Wenn Grasschnitt kompostiert werden soll, lässt man ihn einige Tage anwelken bevor er dem Kompost beigefügt wird.
In kleinen Mengen können auch kleine Holzstückchen, Tannennadeln, Laub, Tierhaare und Schalen von Zitrusfrüchten kompostiert werden. Je besser die Mischung aufgebaut wurde, je leichter verrotten die Inhalte.
Nicht mit hinein gehört alles aus Kunststoff wie Joghurtbecher, außerdem Staubsaugerbeutel, Glas, Dosen, Metallstücke wie Draht und ähnliches Material.
Damit die Verrottung zügig vonstatten geht, sollten die Küchen- und Gartenabfälle gut zerkleinert werden.
Zweige haben die ideale Länge mit etwa 10 Zentimetern, Gemüse- und Obstreste sollten ebenfalls ein paar Mal durchgeschnitten werden.

Gut ist es, wenn der Kompost immer wieder durch gemischt wird. Je öfter dies erfolgt, umso rascher geht die Verrottung aller Bestandteile vonstatten. Wird der Kompost täglich gewendet, ist er bereits nach 3 Monaten gebrauchsfertig.

Im Handel gibt es sogenannte Kompostbeschleuniger die eine raschere Verrottung bewirken sollen. Sie ersetzen jedoch nicht die sorgfältige Durchmischung und das Zerkleinern des Kompostinhaltes.
Auch Brennesseljauche regt die Rotte an.

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