Ananas selbst anbauen

Wie können Sie Ananas selbst anbauen?

Die tropischen Früchte gewinnen bei Obstliebhabern immer mehr an Beliebtheit. Dies gilt auch für die Ananas.  Diese ist vielseite verwertbar. So reichen die Möglichkeiten von einem selbstkreirten Ananassalat über eine Ananastorte und Ananasdessert bis hin zum Ananascocktail. Um nicht nur die Freude am Verzehr, sondern auch an der eigenen Aufzucht zu erhalten, folgt nun eine Anleitung zum erfolgreichen Vermehren: 

Zu Aufzucht einer Ananas wird der beblätterte, obere Teil der Frucht verwendet, der frisch aussehen muss. Der Reifegrad der Ananas selbst ist zweitrangig. Sie können Früchte aus dem Laden nehmen, die kleine Samen hinter den sichtbaren Warzen besitzen, nach denen Sie aber nicht suchen müssen. Der Bürzel an der Frucht wird vielmehr angeregt, Wurzeln zu bilden.
Voraussetzungen:
In einigen Tagen bis ca. 2 Wochen werden erste Wurzelansätze gebildet. Es ist nährstoffarmes Substrat wie Torf oder Aufzuchterde geeignet. Dieses wird zur Schädlingsbekämpfung vorab in feuchtem Zustand auf ca. 160° Celsius erhitzt (Mikrowelle oder Backofen).
Pflanzvorgang:
Vom Bürzel wird das Fruchtfleisch entfernt und das freiliegende Leitbündel leicht angespitzt. Die Schnittstelle muss jetzt trocknen, bis sich als helle Knubbel die ersten Wurzeln zeigen. Dann werden diese mehrmals täglich mit Wasser besprüht. Sind die Wurzeln groß genug (nach etwa 5 – 7 Tagen), wird der bewurzelte Steckling eingetopft. Dabei wird die Pflanztiefe so gewählt, dass der untere Blattkranz aus dem Substrat herausragt. Ein anderes Verfahren besteht darin, den Bürzel gleich nach dem Abschneiden in Wasser zu hängen und warm aufzustellen. Das Wasser wird dann nicht gewechselt, auch wenn sich Schleim bildet, sondern nur nachgefüllt. Wenn nun die Wurzeln sichtbar werden, wird der Bürzel gepflanzt.
Anzucht, Wässerung und Düngung:
Die im Substrat eingepflanzte Ananas wird hell und warm aufgestellt und leicht feucht, aber nicht nass gehalten. Zu viel Wasser lässt die Wurzeln verfaulen, eventuell reicht es, die Pflanze zu besprühen, bis sich ein neues Blatt gebildet hat. Erst dann wird das Substrat etwas feuchter gehalten. Erst einige Wochen nach der Bildung von Blättern wird gedüngt, mit weniger als der vom Hersteller empfohlenen Menge (etwa 1/4).

Weitere Informationen zur eigenen Obstzüchtung finden Sie unter: