Apfelbaum pflanzen

Wie pflanzen Sie einen Apfelbaum?

Drei Dinge solle ein Mann in seinem Leben tun, so heißt es: ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Apfelbaum pflanzen. Das Pflanzen eines Apfelbaumes ist inzwischen einfacher geworden, als es noch für unsere Eltern war. Heute gibt es Apfelbäume, die auch als Kübelpflanzen wachsen und Ertrag bringen, es gibt kleine Bäume, für kleine Gärten, die bezaubernd blühen und schmackhafte Äpfel produzieren und das nicht erst für die Kinder oder Enkel, sondern in naher Zukunft. Ein Haus zu bauen oder einen Sohn zu zeugen ist heute deutlich schwieriger als einen Apfelbaum zu pflanzen und sich an seinen Früchten zu erfreuen.
Trotzdem ist das Pflanzen eines Baumes immer noch eine langfristige Investition und bedarf sorgfältiger Planung. Zuerst der Standort. Ein Baum, besonders wenn er größer wird, wirft Schatten. Planen Sie den Standort so, dass er nicht Schatten auf Ihre Gemüsebeete wirft. Auch keine Senke auswählen, Äpfel lieben keine Staunässe. Guter Boden, nicht verdichtet, nicht zu feucht, am besten eine sonnige Freifläche, möglichst geschützt vor Spätfrösten und starkem Wind, das ist der ideale Platz.
Nach der Frage des Standortes für Ihren Apfelbaum stellt sich die Frage nach der Sorte. Spezielle Wuchs- und Erziehungsformen ermöglichen es, auch in einem kleinen Garten einen Apfelbaum zu pflegen. Aber informieren Sie sich rechtzeitig über die maximale Größe und die Wuchseigenschaften: Einen selbstgezogenen Apfelbaum irgendwann fällen zu müssen, weil er zu groß geworden ist, das ist mehr als traurig. Studieren Sie das Angebot verschiedener Baumschulen, der Gärtnerei in Ihrer Nähe, speziellen Pflanzenversandgeschäften und gutsortierten Gartencentern. Sie haben Zeit, überlegen Sie sich, welchen Apfelbaum bzw.  Apfelsorte Sie ernten möchten. Wollen Sie die Äpfel zum Sofortverzehr oder wollen Sie sie lagern. Soll Ihr Baum als Spalierobst wachsen, kompakt als kleinwüchsige Spindel- oder Säulenform? Die Größe eines Apfelbaums richtet sich nach der Unterlage, auf der er veredelt wurde. Oder wie wäre es mit einem Duo-Apfelbaum: zwei verschiedene Apfelsorten veredelt auf einen Baum? Bei sogenannten Familienbäumen können sogar mehr als zwei unterschiedliche Apfelsorten an einem einzigen Baum wachsen.
Wenn die Frage nach Sorte und Standort beantwortet ist, sollten Sie Ihr Bäumchen im Herbst in die Erde versenken. Theroretisch können Apfelbäume zu jeder Jahrenszeit gepflanzt werden, ein Pflanztermin im Herbst ist jedoch optimal, der Baum hat über den Winter Zeit zum Einwurzeln und Eingewöhnen. Besonders bewährt hat sich eine Pflanzung im Oktober und November, an frostfreien Tagen. Im darauffolgenden Frühjahr ist der Baum dann bereits gut eingewurzelt.
Wählen Sie einen gesund aussehenden Baum mit unbeschädigter Rinde, graben Sie ein großes Loch, auf dessen Boden Sie guten, reifen Kompost verteilen. Darauf setzen Sie Ihren neuen Baum so, dass die Veredlungsstelle etwa 10 cm über der Erdoberfläche steht. Mit guter Gartenerde auffüllen und den jungen Baum an einem starken Pfahl anbinden, der ihm Halt bieten wird. Treten Sie die Erde gut fest, binden Sie den Baum am Pfahl an, gießen Sie gründlich – und dann heißt es warten.
Ein Apfelbaum ist sehr pflegeleicht, schauen Sie in Zukunft nur nach Schädlingen und gießen Sie, wenn nötig. Denn sollte zum Beispiel das Frühjahr sehr trocken sein, wirft Ihr Apfelbaum gern seine Fruchtansätze ab. Wollen Sie Äpfel, sollten Sie also ab und an gießen. Wenn Sie mulchen, haben Sie weniger Probleme mit dem Gießen und eventuellem Düngen.
Wenn ihr Baum gut wächst, müssen Sie ihn irgendwann auch schneiden. Ein guter Obstbaumschnitt soll den Baum auslichten, Licht und Luft an die Zweige lassen. Mehr ist nicht nötig: Wir wünschen eine gute Ernte!

Weitere Infos zur Schädlingen im Garten: