Haselnussstrauch Pflege

Haselnussstrauch – was ist zu beachten?

Der zu den Birkengewächsen gehörende Haselnussstrauch (Corylus avellana) ist ein in Mitteleuropa häufig anzutreffender, bis zu fünf Meter hoher Strauch, der sowohl für seine im zeitigen Frühjahr erscheinenden Kätzchen-Blüten mit den unzähligen Pollen („wenn die Hasel am Waldrand Goldstaub weht…“), als auch für seine im Herbst zu erntenden, durch ihren hohen Ölgehalt sehr nahrhaften Nussfrüchte, bekannt und beliebt ist. Als sommergrüner Strauch wird die Hasel gerne als Heckenpflanze verwendet, wo sie als Windschutz eine natürliche Alternative für Thujahecken darstellt.

Der Haselnussstrauch ist ein recht anspruchsloses Gehölz, das einen sonnigen oder halbschattigen, feuchten, humus- und kalkhaltigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,9 und 7,0 bevorzugt. Zwar verfügt er sowohl über männliche als auch über weibliche Blüten, da jedoch nur die ersteren duften, werden die weiblichen Blüten von Bienen nicht angeflogen. Da deshalb eine Bestäubung nur durch den Wind erfolgt, sollten Haselnusspflanzungen möglichst parallel zur Hauptwindrichtung angelegt werden, damit der Wind die Haselnusssträucher gut durchdringen kann. Ideal auf die Befruchtung wirkt sich auch die gemeinsame Anpflanzung verschiedener Sorten aus. Aus demselben Grund ist ein windstiller Standort ebenso zu meiden wie eine zu enge Pflanzung, da dadurch die Bestäubung vermindert wird. Eine Pflanzweite von 3 m und eine regelmäßige Auslichtung sind aus demselben Grund anzuraten.

Im späten Frühjahr kann die Haselnuss bisweilen vom Haselnussbohrer befallen werden, der die Früchte anbohrt und seine Eier darin ablegt. Am besten bekämpft man diesen Schädling durch Unterlegen von Tüchern unter den Strauch, von welchem man die Rüsselkäfer abschüttelt, einsammelt und vernichtet.

Die Vermehrung des Haselnussstrauchs erfolgt meist nur zu Züchtungszwecken durch eine Aussaat nach Stratifikation im Frühjahr, ansonsten wird vegetativ vermehrt durch Absenken, Ablegen, Anhäufeln oder durch Stecklinge im Sommer. Die Hängeformen werden im Winter durch Kopulation veredelt.

Besonders wohlschmeckende Nüsse bringen übrigens die im Volksmund als „Bluthasel“ bezeichneten rotblättrigen Varianten C. avellana atropurpurea! Daneben gibt es noch eine Variante mit schönen, gelben Blättern (C. avellana aurea), die allerdings recht schwachwüchsig ist.

Haselnussstrauch als Grundstücksbegrenzung – weitere Informationen finden Sie bei Sichtschutz durch Pflanzen.