Kirschbaum richtig schneiden

So schneiden Sie Ihren Kirschbaum richtig

Der Kirschbaum benötigt Pflege wie jeder Baum, zum guten Ernteertrag gehört vor allem das Schneiden. Die Kirschbäume wachsen sehr schnell, produzieren ohne Schnitt jedoch immer weniger Kirschen.

Kirschen vom Garten

Schneiden Sie im Sommer:
Nach der Ernte oder im Sommer (Ende August für Sauerkirschen, ab Juni für Süßkirschen) kann geschnitten werden, um das Wachstum zu stoppen und die Früchte-Produktion für die kommende Saison zu erhöhen. Sie benötigen scharfes, sauberes Werkzeug. Verschmutzte Sägen können Bakterienbefall an den Schnittstellen verursachen. Wenn Sie große Oberflächen (Wunden) beim Schneiden hinterlassen, werden diese im Nachhinein per Verschlussmittel abgedichtet. Hierzu glättet man die Kanten.
Vor dem Schneiden wird der Baum begutachtet. Die Triebe im Innern, denen Licht fehlt, verlieren allmählich die Blätter und tragen keine Früchte mehr. Der Fruchtbestand verlagert sich an den Rand der Baumkrone. Ins Innere treibende Äste werden entfernt, ebenso herabhängende und senkrechte, einzelne Triebe. Junge Triebe hingegen werden erhalten, gerade kurz gedrehte Seitentriebe, die besonders fruchtbar sind.
Alte Bäume nicht unbedingt schneiden:
Wenn Sie einen alten, lange nicht beschnittenen Kirschbaum haben, sollten Sie sehen, ob er noch junge Triebe bildet. In diesem Fall lohnt sich das Schneiden, wobei man sehr vorsichtig vorgeht. Alte Bäume schneidet man generell erst nach der Ernte. Bei richtigem Rückschnitt entstehen keine Schäden. Wenn der alte Baum keine Triebe mehr bildet, verzichten Sie lieber auf den Rückschnitt.
Um eine Krone zu verkleinern und auszulichten, werden alte Äste entfernt, um wieder Licht ins Innere vordringen zu lassen. Junge Triebe und Äste lässt man generell stehen. Sie müssen bei einem gut wachsenden Kirschbaum nicht zögerlich beim Schneiden vorgehen. Dieser wird im nächsten Jahr wieder austreiben und neue Kirschen tragen.

Maßnahmen zur vorbeugenden Bekämpfung von Maden in Kirschen: