Quitte pflanzen

Was sind Quitten?

Nutzen Sie die vielfältigen Kräfte der Quitten

Das Rosengewächs Quitte, lat. Cydonia Oblonga, was „Kretischer Apfel“ heisst, hat mehr zu bieten als den unverwechselbaren Duft und Geschmack des Quittengelees. Sie enthält sehr viel Vitamin C, Mineralien und Gerbstoffe. Die Quitte ist eine Heilpflanze, und vom Kaukasus über den Balkan bis zum Iran, woher sie ursprünglich stammt, ist diese Tatsache noch nicht in Vergessenheit geraten. Bei Magen-Darmbeschwerden, Erkältungen und Verbrennungen wird sie bis heute erfolgreich eingesetzt. Auch Hildegard von Bingen wusste die vielfältigen Kräfte der Quitte zu nutzen. Quittenwein und Quittenhonig krönten die feinen Tafel der Ritter des Mittelalters.

Gute Gründe, eine Quitte zu pflanzen.
 
Die Quitte liebt es sonnig, und man sollte ihr genügend Platz einräumen. Um richtig zu gedeihen, benötigt sie kalkhaltigen, nährstoffreichen, gelockerten Boden. Da sie sehr anfällig ist für Krankheiten wie den landwirtschaftlich gefährlichen Feuerbrand, sollte die Wahl des richtigen Standortes gut überlegt sein. Das zeitige Frühjahr ist die beste Pflanzzeit für die einjährige Quitte. Sie darf nicht zu trocken stehen, aber auch Staunässe verträgt sie nicht. Wenn der Regen nicht ausreicht, sollte beim Gießen oder Rasensprengen auch die Quitte nicht zu kurz kommen.
Aber für welchen Quittenbaum soll der Hobbygärtner sich nun entscheiden? Apfelquittensorten wie die serbische Riesenquitte von Leskovac oder die Konstantinopeler Quitte sind etwas härter, aber auch aromatischer als die optisch gefälligeren Birnenquitten wie zum Beispiel die Bereczki Quitte. Alte Sorten wie die Persische Zuckerquitte und die türkische Shirin Quitte sind wieder angesagt. Insgesamt kann man aus fast 200 Sorten, unter denen sich aber auch viele Neuzüchtungen befinden, wählen.
Was den Baumschnitt betrifft, so ist die Quitte ein recht anspruchloses Gewächs. Die ersten vier Jahre sollte sie gestutzt werden, und im fünften gibt es eventuell schon die ersten Früchte zu ernten. Die Quitte blüht im Mai, und richtig reif sind die meisten Sorten im Oktober. Der älteren Quitte verpasst man keinen starken Schnitt mehr, sondern entfernt nur brüchige und tote Äste. Fallobst sollte umgehend aufgesammelt werden, um Krankheiten zu vermeiden.

Haben Sie das Plätzchen im Garten schon gefunden? Quitten sind nämlich Selbstbestäuber, und ein zweiter Baum garantiert durch die Fremdbestäubung eine reichere Ernte. Und die wünscht sich wohl jeder Gärtner.

Weitere Informationen zur Ernte von Quitten: