Stachelbeeren pflanzen

Stachelbeeren in Ihrem Garten

Stachelbeeren sind bis zu 3 cm breite grüne, gelbe oder rote Früchte, die an Sträuchern von bis zu 1,5 m Höhe wachsen.
Die behaarten Früchte reifen im Juli/August und schmecken leicht säuerlich, enthalten aber in reifem Zustand viel Zucker, besonders bei vollsonnigen Standorten.
Aufgrund ihres Gehaltes an Apfel- und Zitronensäure sagt man Stachelbeeren eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung nach.
Weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Zink, Silizium, Kalium und Ballaststoffe machen die Stachelbeere zu einer gesunden Gartenfrucht, die bei etwas Pflege sehr ertragreich ist.
Als einzige einheimische Beere kann sie unreif und grün geerntet werden, wodurch sie sich länger hält.
Während der Haupterntezeit im Sommer können die Früchte im Kühlschrank etwa eine Woche gelagert werden, außerdem lassen sie sich gut einfrieren.

Stachelbeeren gedeihen auch im Schatten oder Halbschatten, für eine gute Ernte sollten sie aber an einen sonnigen Platz gepflanzt werden.
Nährstoffreiche Lehmböden, die Feuchtigkeit gut halten, sind ihnen am liebsten.
Sandige und trockene Böden müssen vor der Pflanzung mit Humus verbessert und während Trockenperioden gut gewässert werden, sonst kann es zu massivem Blattfall kommen.

Beim Kauf kann man zwischen Sträuchern, Hoch- oder Halbstämmen wählen.
Die als Bäumchen gezogenen Stachelbeeren benötigen weniger Platz und sind oft ertragreicher als Büsche, haben aber eine geringere Lebensdauer.

Wurzelnackte Pflanzen ohne Erdballen können im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden, aufgrund der besseren Wurzelbildung ist der Herbst vorzuziehen.
Gut durchwurzelte Containerpflanzen können zu jeder Zeit eingesetzt werden.

Stachelbeeren brauchen 2 mal jährlich eine ausreichende Versorgung mit mineralischem Dünger (z.B. Blaukorn) oder organischem Dünger (Hornspäne oder verrotteter Kompost).
Die Startdüngung erfolgt gleich im zeitigen Frühjahr, die Folgedüngung nach der Blüte im Mai.
Der Dünger wird rund um die Pflanze ausgebracht und darf nur leicht eingearbeitet werden, da Stachelbeeren Flachwurzler sind.

Ohne einen regelmäßigen Schnitt gehen die Ernteerträge bald zurück.
Zu dichte, wildwachsende Sträucher erkranken außerdem leicht an Mehltau, weil das Laub nicht richtig trocknen kann.
Ohnehin sind Stachelbeeren recht anfällig für diese Pilzerkrankung, deshalb sollte man beim Kauf zu Mehltau-resistenten Sorten greifen.

Der Schnitt wird im Frühjahr vorgenommen.
Dabei wählt man kräftige, gut gewachsene Triebe und kappt sie um ein Drittel ihrer Länge.
Alle anderen werden ganz entfernt, sodass etwa 8 bis 10 Triebe stehen bleiben.
Nach innen wachsende Äste und altes Holz werden direkt am Boden abgeschnitten und der Busch so ausgelichtet.
Der Fruchtansatz erfolgt bei Stachelbeeren am Vorjahresholz und ein konsequenter Rückschnitt regt die Bildung neuer Triebe für die Ernte im nächsten Jahr an.

Weitere Informationen zu Beeren für den eigenen Garten: