Aussaat im Garten

Infos zur Aussaat im Garten

Im Frühling hält es so mancher Hobbygärtner kaum mehr aus, bis die richtige Zeit zur Aussaat im Garten gekommen ist. Trotz aller Ungeduld ist es aber doch sinnvoll abzuwarten, bis die Erde warm und nicht mehr allzu feucht ist, um den Samen für Nutz- und Zierpflanzen die bestmöglichen Voraussetzungen zum schnellen Keimen zu bieten. Ein zu nasser Boden ist nur schwer zu bearbeiten, er birgt auch die Gefahr, dass das Saatgut fault, bevor es die Gelegenheit hat zu keimen. Andere Samen bringen zwar schnell die ersten Triebe an die Erdoberfläche, diese erfrieren aber gerne bei den Nachtfrösten, die sich noch bis in den Monat Mai hinziehen können.
Die richtige Zeit zur Aussaat im Freiland ist deshalb immer abhängig von Gegend und Klima, vom Wetter im entsprechenden Frühling und von der Art der Samen. Besser etwas später aussäen als zu früh, dann ist der Erfolg fast garantiert. Selbst wenn die frühzeitig ausgesäten Samen keinen Schaden nehmen, so kommen die jungen Pflänzchen doch in den meisten Fällen nicht schneller ans Tageslicht, als bei später ausgebrachtem Saatgut.
Wenn der Boden dann abgetrocknet und leicht zu bearbeiten ist, können die ersten Vorbereitungen beginnen. In die gut gelockerte Erde, die am besten im Herbst bereits vorbereitet und je nach geplanter Aussaat gedüngt worden ist, kommen nun die Samen, die in der Regel immer gerade soweit im Boden sein sollen, dass sie von einer Erdschicht entsprechend ihres eigenen Umfangs bedeckt werden. Die Erde auf den Samen wird nun leicht angedrückt und eventuell sogar mit Tannenzweigen oder Tüchern abgedeckt, um die Vögel abzuhalten. Die bedeckten Flächen müssen aber regelmäßig kontrolliert werden, damit sie, sobald die ersten Triebe an die Oberfläche kommen, entfernt werden können.
Je nach Art des Saatgutes und entsprechend der Empfindlichkeit der kleinen Pflänzchen kann früher oder später ausgesät werden. So sollen beispielsweise Bohnen erst nach den so genannten Eisheiligen Mitte Mai im Freiland ausgebracht werden, da sie sehr schnell keimen, die ersten Triebe aber sehr frostempfindlich sind. Radieschen dagegen können gut bereits im April gesät werden.
Um unter der gärtnerischen Ungeduld nicht zu sehr zu leiden und vor allem, um das Wachstum im Garten später zu beschleunigen, ist es sinnvoll, Salat, Kohl, Tomaten, Gurken und Zucchini vorzuziehen. Auch für manche Blumen bietet sich diese Möglichkeit an. Schon im Januar kann so auf der Fensterbank oder im Gewächshaus gesät werden und sobald die Tage dann warm und die Nächte frostfrei werden, können bereits widerstandsfähige Pflanzen in den Garten gesetzt werden.