Hortensien vermehren – wie und worauf achten – Anleitung

Die Hortensie ist eine robuste und imposante Blühpflanze, die für jeden Garten, Balkon oder Terrasse eine tolle Bereicherung darstellt. Dieses Gewächs erfreut sich aus diesem Grund einer wachsenden Beliebtheit.
Nicht nur im blühenden Zustand ist sie reizvoll anzusehen, sie gilt auch nach dem Abblühen und mit den braunen Blütenblättern als äußerst dekorativ. Die Hortensie ist nicht nur wegen ihres reizvollen Wuchses so interessant, sondern auch wegen ihrer enormen Verschiedenartigkeit. Es erstaunt viele Blumenliebhaber, dass die Hortensie nicht nur hervorragend als Kübelpflanze geeignet ist, sondern auch wunderbar als Hecke dienen kann.
Irrtümlicherweise denken die meisten Freunde prachtvoller Blühpflanzen, zu denen auch die Hortensie gehört, dass sie diese farbenfrohe Pflanze immer wieder beim Gärtner oder im Gartenfachhandel kaufen müssen. Als Alternative dazu bietet es sich an, dieses attraktive Gewächs einmal selbst zu vermehren und zu züchten. Das ist gar nicht so schwer, wenn man ein bisschen darüber Bescheid weiß und Geduld hat.
Um eine neue Pflanze aus einer kräftigen und gesunden alten Hortensie zu erhalten, wird die relativ einfach umsetzbare Methode der Vermehrung durch sogenannte Stecklinge genutzt. Diese ist den meisten Pflanzenfreunden bereits von anderen Gewächsen her bekannt. Von der Hortensie der Wahl können in den Sommermonaten, in denen die Blume in ihrer vollsten Pracht erblüht, etwa drei bis vier Stecklinge abgetrennt werden. Dies führt bei der Ausgangshortensie zu keinen Schäden und beeinträchtigt in der Regel das reichhaltige Blühen nicht. Im Gegenteil, wenn von einer sogenannten Mutterpflanze ab und zu geeignete Triebe oder Zweige entfernt werden, dann wächst diese nur noch um so intensiver.
Nicht alle Zweige der Mutterpflanze eignen sich für die Nutzung als Stecklinge. Es sollte bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass die Triebe keine Blüten tragen und an den Stielenden zum Stamm hin keine holzartigen Verhärtungen ausgebildet sind. Im Juli können dann passende Triebe, die mindestens zwei oder drei paarige Blätter ausgebildet haben, abgetrennt werden. Mit einem scharfen Messer wird dort geschnitten, wo sich der Knoten am Zweig befindet, der den Sprosspunkt für die Blätter am Stamm bildet.
Für den Einsatz als Steckling wird der Trieb von den untersten Blättern befreit. Die Triebspitze, die sich unmittelbar über dem Blattknoten befindet, kann verschnitten werden. Eine hohe Verdunstung von Flüssigkeit der Stecklinge ergibt sich, wenn an diesen relativ große Blätter wachsen. Diese können geteilt werden.
Um schnell wuchsfreudige Stecklinge zu erhalten, sollten die Triebe in entsprechend vorbereitete, feuchtigkeits- und nährstoffreiche, lockere Erde für die Anzucht von Stecklingen in einem Blumentopf oder einer Schale eingesteckt werden. Es genügt, wenn eine Tiefe von ungefähr zwei bis drei Zentimeter erreicht ist. Um eine möglichst rasche Wurzelbildung zu erzielen, ist es günstig, die optimale Umgebung zu schaffen. Wenn kein Zimmergewächshaus zur Verfügung steht, dann kann das Anzuchtgefäß mit einer lichtdurchlässigen Folie überdeckt werden, die täglich gelüftet wird. Die Erde sollte immer gut benetzt sein.
Die Bewurzelung der Stecklinge nimmt in der Regel etwa drei bis vier Wochen an einem hellen und halbschattigen Standort in Anspruch. Wenn die Bewurzelung intensiv ist, werden die Stecklinge nun in eigene Blumentöpfe oder Kübel eingebracht, die auf Grund der angenehm warmen Witterung auch im Freien bleiben können. Damit die selbst gezüchteten Stecklinge schön buschig und groß werden, ist es empfehlenswert, diese in wiederkehrenden Abständen an den Triebspitzen zu kürzen.

Lesen Sie mehr über Pflanzenpflege auf Gartentalk.net: