Gartenteich umgekippt

Teich umgekippt – was tun?

So gerne es die Menschen in ihren eigenen Garten zieht, so sehr ist das Wasser der Lebensmittelpunkt vieler Tiere. Umso schöner, wenn sich beides kombinieren lässt: Ein Teich ist nicht nur für die Gartenbesitzer ein Quell der Ruhe, sondern er lockt nach und nach auch unterschiedliche Tierarten an. Angefangen bei kleinen Insekten über Frösche und Lurche bis hin zu Vögeln. Doch ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Biotop des Teiches intakt ist. Sobald das Wasser trüber und somit nährstoffreicher wird, verlassen bereits die ersten Tiere den Ort. Werden die Nährstoffe nicht verbraucht, droht das Gewässer umzukippen. Zum Nachteil aller dort beheimateten Lebewesen.

Über das Jahr sammeln sich abgestorbene Teile der Wasserpflanzen, das eine oder andere tote Tier sowie Laub auf dem Grund des Teiches an. Dieser Vorgang ist ganz natürlich und hat seinen Nutzen. Denn das organische Material wird im Laufe der Zeit zersetzt und bietet den nährstoffreichen Untergrund für Wasserpflanzen. Eine Gefahr kann sich dabei jedoch entwickeln, wenn sich zu viele dieser Ablagerungen am Boden des Gewässers festgesetzt haben, mit denen die Pflanzen alleine nicht fertig werden. Etwa dann, wenn sich die Schicht stetig erweitert und in Teilen bereits unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzt wird.

Bei diesem Vorgang bilden sich übel riechende Faulgase, die schwefelhaltig sind. Wird dagegen nicht rechtzeitig vorgegangen, droht der Teich umzukippen, was nicht nur einen langsamen, sondern auch qualvollen Tod für seine Bewohner zur Folge hat. Entscheidend ist somit die Reinheit des Wassers. Je mehr es sich eintrübt, umso eher sollte der Teichbesitzer zur Tat schreiten. Auch wenn ein Wasserwechsel logisch erscheint, so müssen in jedem Falle vorrangig die Probleme gelöst werden, die das Umkippen bewirkt haben. Darum sind lose Blattreste und eventuell am Grund liegende tote Fische zu beseitigen. Anschließend ist die Schlammschicht aus dem Gewässer zu entfernen. Sie ist der eigentliche Anlass des Übels.

Das geschieht am besten mit einem Schlammsauger. Dieser ähnelt einem Staubsauger, ist aber auf Teiche ausgelegt und kann mit dem Schlamm problemlos fertig werden. Wem ein solches Gerät zu teuer ist, der lässt das Wasser komplett aus dem Becken und schaufelt die nährstoffreiche Schicht per Hand ab. Problematisch dabei ist jedoch, dass Fische, die eventuell in dem Gewässer gehalten werden, für diese Zeit ein neues Quartier benötigen. Anschließend wird der Teich wieder mit frischem Wasser befüllt. Je nach Größe und Dichte der Bepflanzung kann es einige Monate oder sogar Jahre dauern, bis eine neuerliche Gefahr des Umkippens besteht.

Um diese zu vermeiden, können Wasserpflanzen gesetzt werden, die nährstoffreiches Material abbauen. Ebenso sind Muscheln und Schnecken dazu in der Lage. Loses Laub ist zudem von der Wasseroberfläche zu sammeln. Befinden sich Fische in dem Gartenteich, so sind sie nicht übermäßig zu füttern. Denn das zu viel gegebene Futter fällt im Zweifelsfall zu Boden und entwickelt sich dort zu der angesprochenen Schlammschicht. Ebenso ist die Zufuhr von Sauerstoff zu sicherzustellen. Das kann mit kleinen Pumpen geschehen, die die Zirkulation des Wassers gewährleisten. Auch Filter reinigen den Teich sehr effektiv. Auf den Einsatz von Chemikalien ist jedoch dem Biotop zuliebe zu verzichten.