Algen im Gartenteich bekämpfen

Wie bekämpfen Sie das Algenwachstum im Gartenteich?

Ein Teich im eigenen Garten bedeutet für viele Gartenfreunde die Möglichkeit, ihren privaten Rückzugsort in eine Entspannungsoase zu verwandeln. Das Plätschern des Wassers, die Spiegelung auf der Wasseroberfläche und die dekorative Wasser- und Uferbepflanzung kann beruhigend wirken und ist vor allem eine optische Bereicherung für den Garten. Doch die Freude am Gartenteich kann schnell vergehen: Unschöne Algen, vorwiegend die Schwebe- und Fadenalge, trüben das Wasser und der ehemals so schöne Teich gleicht einer grünen Brühe. Besonders im Frühjahr, vor Wachstum der Wasserpflanzen, gedeihen Algen im Gartenteich, da die Nährstoffe im Wasser ausschließlich von ihnen aufgenommen werden können.

Algenbildung wird durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Teich begünstigt. Wer also das Anlegen eines Gartenteichs plant, sollte dafür einen Ort wählen, der zumindest die Hälfte des Tages im Schatten liegt. Kleine und flache Teiche sind zudem häufiger vom Algenbefall betroffen; wer die Möglichkeit hat, sollte seinen Teich also dementsprechend großzügig ausrichten. Außerdem kann man sich keinesfalls darauf verlassen, dass das biologische Gleichgewicht den Teich sauber hält – als künstlich angelegte Wasserfläche muss der Teich ähnlich intensiv gepflegt werden wie ein Gartenbeet. Das bedeutet neben der Beseitigung von Laub, Pollen und abgestorbenen Pflanzenteilen auch das regelmäßige Abfischen von Algen. Besonders die Fadenalgen sorgen für die Trübung des Wassers, außerdem ersticken ihre Zellstränge die vorhandenen Wasserpflanzen. Fadenalgen sollten daher regelmäßig mit einem Stab oder Rechen entfernt werden.

Da Algen sich vorwiegend bei zu geringem Sauerstoffgehalt im Wasser entwickeln, empfiehlt es sich, eine Pumpe am Teich zu installieren, die über einen Luftschlauch das Wasser mit Sauerstoff anreichert. Eine Pumpe kann außerdem das Wasser des Teichs stetig umwälzen, wodurch ebenfalls die Wasserqualität verbessert und das Algenwachstum eingedämmt wird. Der Phosphat-Gehalt des Wassers sollte nicht auf über 0,035 Milligramm pro Liter steigen.

Auch die richtige Auswahl der Teichpflanzen hilft beim Kampf gegen die Algen. Schwimmblattpflanzen, z. B. Seerosen bedecken zu einem großen Teil die Wasseroberfläche und verhindern damit die direkte Sonneneinstrahlung und das damit verbundene Algenwachstum. Dabei sollte mindestens ein Drittel der Wasseroberfläche bedeckt sein. Doch auch Unterwasserpflanzen leisten hier ihren Beitrag: Sie nehmen die Nährstoffe im Wasser auf und entziehen somit den Algen die Nahrungsgrundlage.

Fische im Gartenteich sind nicht nur nett anzusehen, sie können außerdem ebenfalls gegen Algenbefall helfen. Die Nase aus der Familie der Karpfen etwa frisst Algen von Steinen und Wurzeln, die Rotfeder ernährt sich ebenfalls von Algen und der Silberkarpfen ist eine echte Wunderwaffe im Kampf gegen Algen. Beim Füttern der Fische sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nicht zu viel ungefressenes Trockenfutter ins Wasser gelangt, da dieses viele Nährstoffe enthält, die wiederum das Algenwachstum anregen.

Die Bekämpfung des Algenwachstums dient nicht nur der Optik: Algenbefall stört das empfindliche biologische Gleichgewicht und beeinträchtigt somit die Lebensbedingungen der Tiere und Pflanzen. Den gleichen Effekt haben jedoch auch chemische Algenbekämpfungsmittel; auf diese sollte daher verzichtet werden.

Teichpflanzen

Mögliche Teichpflanzen für Ihren Gartenteich

Erst der Einsatz von Teichpflanzen macht aus dem Gartenteich ein natürliches Biotop und ein dekoratives Element im eigenen Garten. Denn Teichpflanzen bieten zahlreichen Tieren und Insekten einen Lebensraum und wirken regulierend auf die Wasserzusammensetzung im Teich. Soll der Gartenteich ein funktionierendes Ökosystem darstellen, müssen zwingend Teichpflanzen eingesetzt werden. Sie sorgen für Anreicherung des Wassers mit lebensnotwendigem Sauerstoff, halten das Algenwachstum in Schach und bieten Wasserbewohnern Unterschlupf und Laichgefilde.

Seerosen

Unterschieden werden Teichpflanzen durch ihre Standortansprüche. So werden sie in Unterwasserpflanzen, Schwimmpflanzen, Uferzonenpflanzen sowie in Pflanzen für bestimmte Wassertiefen kategorisiert.

Bei der Wasserpest handelt es sich um eine stark wuchernde und sehr robuste Unterwasserpflanze. Sie hat die Funktion, auch im Winter das Teichwasser mit Sauerstoff anzureichern und Algen zu vertreiben. Jedoch muss die Wasserpest regelmäßig ausgedünnt werden, damit sie nicht den ganzen Teich in Beschlag nimmt.

Die wohl bekannteste Teichpflanze ist die Seerose. Bei der Pflanzung können Seerosen getrost in flachere Tiefen von etwa 40 bis 80 cm gesetzt werden. Bei freiem Wachstum sucht sich die Pflanze selbst die richtige Wassertiefe, die sich je nach Sorte bei 150 bis 300 cm befindet.

Die beliebte Wasserhyazinthe ist, wie beispielsweise auch der Wassersalat, eine Schwimmpflanze. Beide Pflanzen entnehmen die benötigten Nährstoffe direkt dem Teichwasser auf und wirken dekorativ. Schwimmpflanzen, wie auch die Wasserlinse, beschatten einen Teil des Teiches und sorgen so für Versteckmöglichkeiten von Fischen und die Regulierung der Wassertemperaturen.

Am Teichrand sollten überstehende Teichfolien, Schläuche und andere Teichutensilien möglichst dekorativ kaschiert werden. Hierzu eignet sich eine Bepflanzung mit hübsch blühenden Funkien und Taglilien, Pfennigkraut, Bachnelkenwurz und Schwertlilien. Auch Grünpflanzen wie Wollgras, Efeu und Farne wirken am Teichufer äußerst dekorativ und natürlich.

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