Auberginen züchten

Auberginen in vielen verschiedenen Farben züchten

Auberginen, auch Eierfrüchte genannt, sind Nachtschattengewächse. Zu leckeren Gerichten zubereitet lassen sie sich z. B. als Auflauf oder als gefüllte Auberginen verzehren. Auberginen lassen sich ebenso wie Paprika und andere Exoten problemlos aus Samen selbst heranziehen. Es können die Samen frischer oder getrockneter Früchten verwendet werden. Wichtig ist nur, dass die Saat sauber ist. Eine Vorkultur in Töpfen oder Saatschalen empfiehlt sich zwischen Februar und April. Nach etwa zwei Wochen müssen die Sämlinge pikiert werden. Erreichen die Außentemperaturen über 15 Grad Celsius, können die Pflanzen ins Gewächshaus gesetzt werden. Der Boden sollte möglichst locker, leicht und tiefgründig sein. Eine Düngung mit gut durchrottetem Rinderdung erhöht den Ertrag.

Möglich ist auch ein Freilandanbau von Auberginen in unseren Breiten, allerdings lohnt dieser sich nur in warmen Weinanbaugebieten. Dazu muss ein ganztägig sonniger Platz gewählt werden, entsprechende Windschutzmaßnahmen sind ebenfalls wichtig. Auberginen gehören nämlich zu den sehr empfindlichen Pflanzen. Bei Freilandkultur sollte der Abstand von Pflanze zu Pflanze 60 mal 60 Zentimeter betragen. Das Abdecken des Bodens mit schwarzer Mulchfolie sorgt dafür, dass die Wärme gehalten wird. Am besten wird sie vor der Pflanzung aufgelegt und dann kreuzweise eingeschnitten, wobei die Schlitze als Pflanzloch dienen. Ebenso hält diese Folie Unkraut fern und schützt vor Verdunstung. Selbst im Sommer sollte immer ein Vlies bereit liegen, das in kühlen Nächten über die Pflanzen gelegt werden kann. Wer über einen Balkon oder eine Terrasse in Südlage verfügt, kann die sogenannte Eierfrucht auch im Kübel kultivieren, wenn dieser über eine entsprechende Tiefe verfügt.

Da Auberginen zu den rankenden Pflanzen gehören, die bis zu einem Meter hoch werden können, empfiehlt sich das Anbringen von Stützstäben. Entwickelt die Pflanze mehr als drei Haupttriebe, sind diese zu entfernen. Trägt sie mehr als sechs Früchte, werden diese nicht ausreichend versorgt und verkümmern. Die Ernte der keulenförmigen Früchte erfolgt ab September. Geerntet werden sie im halbreifen Zustand. Neben dunkelvioletten Sorten existieren tiefblaue und grüne ebenso wie weiße Auberginen. Die Verwendung variiert je nach Anbauregion.

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