Erbsen pflanzen

Erbsen im eigenen Garten pflanzen – was ist zu beachten?

100 Gramm Samen enthalten den verschiedenen Sorten entsprechend ca. 350 bis 400 Körner. Die Keimdauer beträgt zwischen 8 und 10 Tagen. Für einen Quadratmeter wird etwa 25 g Saat gerechnet. Diese sollte 3 bis 5 cm tief in den Boden gelegt werden, um dem Vogelfraß vorzubeugen.

Die Aussaat kann von März bis Mai/Juni in gut gedüngten Boden erfolgen. Für Spätaussaaten sind nur frühe Sorten geeignet. In das ein Meter breite Beet werden für niedrige Sorten vier Rillen gezogen, die je 6 cm tief sein sollten. Die Saatkörner werden nun in einem Abstand von etwa 3 cm in die Rillen hineingelegt, anschließend gut zugehackt und festgeklopft. Reisig eignet sich außerdem als Abdeckung gegen hungrige Vögel. Sind die Pflanzen etwa 15 cm hoch aus dem Boden gewachsen, müssen die Reihen angehäufelt werden. Niedrige Sorten kommen in der Regel gerade noch ohne Rankhilfen aus.
Hohe Sorten der Erbsenpflanze brauchen mehr Platz. Sie dürfen nur in zwei Reihen mit einem Abstand von 40 bis 50 cm gelegt werden. Zwischen je zwei Reihen soll die Entfernung ca. 60 cm betragen. Hohe Sorten sind auf Rankhilfen unbedingt angewiesen. Stützen aus dem Sortiment von Gartencentern sind dabei ebenso hilfreich wie einfacher Maschendraht oder auch Reisig. Hierfür kann man aufgesammelte Zweige mit entsprechender Höhe verwenden, die im Abstand von 5 bis 10 Zentimetern neben den Pflanzen fest in die Erde gesteckt werden.

Die Erntezeit richtet sich nach den unterschiedlichen Erbsensorten. Frühe Sorten sind nach etwa 60 Tagen pflückreif. Durch geschicktes Auslegen mit Blick auf die Reifezeit der verschiedenen Sorten ist bei der Ernte durchgehend für Anschluss gesorgt. Bei Zuckererbsen verlängert sich übrigens die Entezeit, wenn die jungen Schoten immer rechtzeitig gepflückt werden. Grundsätzlich lohnt es sich, die sortenspezifischen Beschreibungen auf den Saattüten gut durchzulesen und diese auch für später auftauchende Fragen aufzuheben.

Als gefährlicher Schädling muss vor allem der Blattrandkäfer beachtet werden. Getreu seinem Namen sind angefressene Blattränder ein Zeichen, das er sein Unwesen treibt. Sind die Erbsen schon höher gewachsen, entkommen sie seinem Fraß. Daher ist es gut, die jungen Pflanzen fleißig zu gießen, um ihren Wachstum zu fördern.
Auch der Mehltau kann sich im Sommer durch seinen typischen mehligen Belag an den Pflanzen bemerkbar machen. Rechtzeitiges Behandeln ist notwendig.

100 Gramm frische Erbsen enthalten etwa 65 Kalorien, im getrockneten Zustand erhöht sich der Wert auf 310 Kalorien. Vitamine sind in frischen Erbsen als A, B 1, B 2 und C enthalten und in getrockneten Erbsen sind es die Vitamine A, B, C und E.

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Aussaat im Garten

Infos zur Aussaat im Garten

Im Frühling hält es so mancher Hobbygärtner kaum mehr aus, bis die richtige Zeit zur Aussaat im Garten gekommen ist. Trotz aller Ungeduld ist es aber doch sinnvoll abzuwarten, bis die Erde warm und nicht mehr allzu feucht ist, um den Samen für Nutz- und Zierpflanzen die bestmöglichen Voraussetzungen zum schnellen Keimen zu bieten. Ein zu nasser Boden ist nur schwer zu bearbeiten, er birgt auch die Gefahr, dass das Saatgut fault, bevor es die Gelegenheit hat zu keimen. Andere Samen bringen zwar schnell die ersten Triebe an die Erdoberfläche, diese erfrieren aber gerne bei den Nachtfrösten, die sich noch bis in den Monat Mai hinziehen können.
Die richtige Zeit zur Aussaat im Freiland ist deshalb immer abhängig von Gegend und Klima, vom Wetter im entsprechenden Frühling und von der Art der Samen. Besser etwas später aussäen als zu früh, dann ist der Erfolg fast garantiert. Selbst wenn die frühzeitig ausgesäten Samen keinen Schaden nehmen, so kommen die jungen Pflänzchen doch in den meisten Fällen nicht schneller ans Tageslicht, als bei später ausgebrachtem Saatgut.
Wenn der Boden dann abgetrocknet und leicht zu bearbeiten ist, können die ersten Vorbereitungen beginnen. In die gut gelockerte Erde, die am besten im Herbst bereits vorbereitet und je nach geplanter Aussaat gedüngt worden ist, kommen nun die Samen, die in der Regel immer gerade soweit im Boden sein sollen, dass sie von einer Erdschicht entsprechend ihres eigenen Umfangs bedeckt werden. Die Erde auf den Samen wird nun leicht angedrückt und eventuell sogar mit Tannenzweigen oder Tüchern abgedeckt, um die Vögel abzuhalten. Die bedeckten Flächen müssen aber regelmäßig kontrolliert werden, damit sie, sobald die ersten Triebe an die Oberfläche kommen, entfernt werden können.
Je nach Art des Saatgutes und entsprechend der Empfindlichkeit der kleinen Pflänzchen kann früher oder später ausgesät werden. So sollen beispielsweise Bohnen erst nach den so genannten Eisheiligen Mitte Mai im Freiland ausgebracht werden, da sie sehr schnell keimen, die ersten Triebe aber sehr frostempfindlich sind. Radieschen dagegen können gut bereits im April gesät werden.
Um unter der gärtnerischen Ungeduld nicht zu sehr zu leiden und vor allem, um das Wachstum im Garten später zu beschleunigen, ist es sinnvoll, Salat, Kohl, Tomaten, Gurken und Zucchini vorzuziehen. Auch für manche Blumen bietet sich diese Möglichkeit an. Schon im Januar kann so auf der Fensterbank oder im Gewächshaus gesät werden und sobald die Tage dann warm und die Nächte frostfrei werden, können bereits widerstandsfähige Pflanzen in den Garten gesetzt werden.