Bachlauf im Garten

Bachlauf planen und bauen

Wasser übt eine wohltuende und entspannende Wirkung auf den Menschen aus und dies gilt erst recht für fließendes Wasser. Aus diesem Grund stellt ein Bachlauf eine interessante Möglichkeit dar, Wasser in den eigenen Garten zu bringen. Einen solchen Bachlauf selbst zu bauen ist gar nicht so schwer. Die folgenden Tipps zum Planen und Bauen enthalten alle notwendigen Informationen.
Für den Bau bieten sich zwei Konzepte: entweder die Verwendung von Teichfolie oder von Bachlaufschalen als feste Bausätze. Die Entscheidung hierüber sollte vor der Planung des Bachverlaufes stehen, denn während eine Folie einen ganz individuellen Bachlauf im Garten ermöglicht, der Windungen und Kurven gestattet, lässt ein Bausatz aus Beton- oder Kunststoffelementen nicht so viel Raum bei der Gestaltung. Der Vorteil eines Bausatzes liegt darin, dass die Schalen auch von Laien einfach zu verarbeiten sind und die Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Farben besteht. Dagegen macht die Folie mehr Arbeit und muss sorgfältig abgedichtet werden, erlaubt dafür jedoch einen Bachverlauf nach den eigenen Vorstellungen.
Nun folgt also die Frage, wo und wie der Bach verlaufen soll. Ein Check des Grundstücks und eine Skizze verschaffen einen ersten Überblick, wobei die Breite des Baches eine Rolle spielt. Erfahrungsgemäß ist eine Breite zwischen 40 und 60 cm optimal bei einer Tiefe von etwa 25 cm. Es empfiehlt sich, den geplanten Verlauf probehalber abzustecken, auf sich wirken zu lassen und auch Alternativen zu testen. Die beste Idee stellt sich dabei beinahe automatisch heraus.
Steht der Verlauf fest, wird das Bett gegraben und vorbereitet. Falls der Untergrund von allein nicht tragfähig genug ist, benötigt er eine Unterfütterung mit einem Bett aus Kies und Sand. Die Sandschicht sollte etwa fünf cm dick sein und muss mit einem Rüttler verdichtet werden – eine Verdichtung von Hand genügt in der Regel nicht. Bei der Verwendung der Bachlaufschalen ist keine weitere Abdichtung oder Gründung nötig. Wird Teichfolie verwendet, ist es wichtig, dass im Untergrund keine spitzen Steine liegen, die die Folie beschädigen könnten. Wer sicher gehen will, bedeckt das Kies-Sand-Bett mit einer speziellen Vliesfolie, auf die anschließend die Teichfolie gelegt wird. Sie muss sorgfältig ausgebreitet werden und darf keine Falten werfen, denn auch Falten begünstigen Beschädigungen, weil das Material ungleichmäßig belastet wird.
Die Folie muss an beiden Seiten 25 cm breiter sein als das Bachbett um ausreichend Platz zum Beschweren mit Steinen und zum Eingraben der Kanten zu haben. So wird sichergestellt, dass nichts verrutscht.
Jetzt kann die eigentliche Gestaltung des Baches beginnen: flache und etwas tiefere Areale, Steinreihen als kleine Wasserfälle, sumpfige Abschnitte mit Schwertlilien oder Sumpfdotterblumen, weitere Blühpflanzen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gerade die Bepflanzung verwandelt den noch etwas schmucklosen Bach in eine authentische Wasserlandschaft.

Dotterblumen Bild

Am Ende des Baches wird ein Auffangbehälter für das fließende Wasser eingegraben und mit einer leistungsfähigen Pumpe verbunden, die das Wasser zum Ausgangspunkt zurückpumpt. Der Behälter sollte verschlossen sein um den Eintrag von Schmutz und Fremdkörpern zu verhindern. Die Wasserleitung für die Rückführung zum Beginn des Baches kann beim Graben des Bachbettes gleich mit integriert werden.
Nun kann das Wasser kommen – und der Bach fließen.

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