Obstbaum umsetzten

Wie setzten Sie einen Obstbaum um?

Wenn es nötig wird einen Obstbaum umzusetzen, ist guter Rat oft teuer. Steht der Baum erst sehr kurz, kann es einfach sein, diesen auszugraben und neu zu setzen (möglichst im Herbst). Wenn das dann nichts wird, kann man den Gleichen auch wieder kaufen. Schwieriger wird es, wenn der Baum schon eine Weile steht, und es sich auch noch um eine Sorte handelt, die nicht so einfach nachzukaufen geht.
Prinzipiell gilt die Regel bei einem Obstbaum: So groß die Krone ist, so groß ist ungefähr die Ausbreitung der Wurzeln. Das sollten Sie immer bedenken.
Die in den letzten Jahren gepflanzten Bäume dürften immer Halb-oder Viertelstämmchen sein, einen vollwüchsigen Baum kann man kaum noch kaufen.
Dieser Umstand macht die Umsetzung leichter. Auf alle Fälle müssen Sie die Krone sehr zurückschneiden. Danach sauber einen möglichst großen Ballen ausheben und umsetzen. Diesen extrem wässern, dann ist die Chance gar nicht so klein, dass er wieder anwächst, und bald auch wieder Früchte trägt.
Haben Sie einen alten Baum, eventuell auch Großen, dann wird das Umsetztes des Obstbaumes schwierig. Es gibt eine Variante, die sich auch schon mehrfach bewährt hat, allerdings gibt es keine Garantie, dass es klappt. Wenn Sie also an einer alten Sorte hängen, dann sollten Sie von einem Fachmann die Sorte auf einen anderen Baum veredeln lassen, damit Ihnen die Frucht auf keinen Fall verloren geht. Wenn es dann klappt, ist es umso besser, und Sie haben einen alten und einen jungen Baum.
Das Umsetzen eines alten Baumes ist sehr aufwändig. Im Jahr zuvor muss man die Krone sehr beschneiden, und in dem Umfang, den die Krone dann noch hat, mindestens einen halben Meter tief um den Wurzelballen stechen.
Der Baum wird so dazu angeregt, neue Wurzeln zu bilden, und zwar in Richtung des Inneren des abgestochenen Kreises.
Dann muss er ständig gewässert werden. Im Jahr der Umsetzung wird noch einmal an der alten Stelle umstochen, und versucht, unter dem Wurzelballen entlang zu graben, bis der Baum lose ist. Da er meist sehr schwer ist, kommt für das eigentliche Umsetzen meist nur ein kleiner Kran in Frage. Es sollte möglichst darauf geachtet werden, dass die Ausrichtung des Baumes wieder im der gleichen Sonnenrichtung erfolgt. Leider klappt es nicht immer, ist aber, wenn einem viel daran liegt, einen Versuch wert.

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Apfelbaum pflanzen

Wie pflanzen Sie einen Apfelbaum?

Drei Dinge solle ein Mann in seinem Leben tun, so heißt es: ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Apfelbaum pflanzen. Das Pflanzen eines Apfelbaumes ist inzwischen einfacher geworden, als es noch für unsere Eltern war. Heute gibt es Apfelbäume, die auch als Kübelpflanzen wachsen und Ertrag bringen, es gibt kleine Bäume, für kleine Gärten, die bezaubernd blühen und schmackhafte Äpfel produzieren und das nicht erst für die Kinder oder Enkel, sondern in naher Zukunft. Ein Haus zu bauen oder einen Sohn zu zeugen ist heute deutlich schwieriger als einen Apfelbaum zu pflanzen und sich an seinen Früchten zu erfreuen.
Trotzdem ist das Pflanzen eines Baumes immer noch eine langfristige Investition und bedarf sorgfältiger Planung. Zuerst der Standort. Ein Baum, besonders wenn er größer wird, wirft Schatten. Planen Sie den Standort so, dass er nicht Schatten auf Ihre Gemüsebeete wirft. Auch keine Senke auswählen, Äpfel lieben keine Staunässe. Guter Boden, nicht verdichtet, nicht zu feucht, am besten eine sonnige Freifläche, möglichst geschützt vor Spätfrösten und starkem Wind, das ist der ideale Platz.
Nach der Frage des Standortes für Ihren Apfelbaum stellt sich die Frage nach der Sorte. Spezielle Wuchs- und Erziehungsformen ermöglichen es, auch in einem kleinen Garten einen Apfelbaum zu pflegen. Aber informieren Sie sich rechtzeitig über die maximale Größe und die Wuchseigenschaften: Einen selbstgezogenen Apfelbaum irgendwann fällen zu müssen, weil er zu groß geworden ist, das ist mehr als traurig. Studieren Sie das Angebot verschiedener Baumschulen, der Gärtnerei in Ihrer Nähe, speziellen Pflanzenversandgeschäften und gutsortierten Gartencentern. Sie haben Zeit, überlegen Sie sich, welchen Apfelbaum bzw.  Apfelsorte Sie ernten möchten. Wollen Sie die Äpfel zum Sofortverzehr oder wollen Sie sie lagern. Soll Ihr Baum als Spalierobst wachsen, kompakt als kleinwüchsige Spindel- oder Säulenform? Die Größe eines Apfelbaums richtet sich nach der Unterlage, auf der er veredelt wurde. Oder wie wäre es mit einem Duo-Apfelbaum: zwei verschiedene Apfelsorten veredelt auf einen Baum? Bei sogenannten Familienbäumen können sogar mehr als zwei unterschiedliche Apfelsorten an einem einzigen Baum wachsen.
Wenn die Frage nach Sorte und Standort beantwortet ist, sollten Sie Ihr Bäumchen im Herbst in die Erde versenken. Theroretisch können Apfelbäume zu jeder Jahrenszeit gepflanzt werden, ein Pflanztermin im Herbst ist jedoch optimal, der Baum hat über den Winter Zeit zum Einwurzeln und Eingewöhnen. Besonders bewährt hat sich eine Pflanzung im Oktober und November, an frostfreien Tagen. Im darauffolgenden Frühjahr ist der Baum dann bereits gut eingewurzelt.
Wählen Sie einen gesund aussehenden Baum mit unbeschädigter Rinde, graben Sie ein großes Loch, auf dessen Boden Sie guten, reifen Kompost verteilen. Darauf setzen Sie Ihren neuen Baum so, dass die Veredlungsstelle etwa 10 cm über der Erdoberfläche steht. Mit guter Gartenerde auffüllen und den jungen Baum an einem starken Pfahl anbinden, der ihm Halt bieten wird. Treten Sie die Erde gut fest, binden Sie den Baum am Pfahl an, gießen Sie gründlich – und dann heißt es warten.
Ein Apfelbaum ist sehr pflegeleicht, schauen Sie in Zukunft nur nach Schädlingen und gießen Sie, wenn nötig. Denn sollte zum Beispiel das Frühjahr sehr trocken sein, wirft Ihr Apfelbaum gern seine Fruchtansätze ab. Wollen Sie Äpfel, sollten Sie also ab und an gießen. Wenn Sie mulchen, haben Sie weniger Probleme mit dem Gießen und eventuellem Düngen.
Wenn ihr Baum gut wächst, müssen Sie ihn irgendwann auch schneiden. Ein guter Obstbaumschnitt soll den Baum auslichten, Licht und Luft an die Zweige lassen. Mehr ist nicht nötig: Wir wünschen eine gute Ernte!

Weitere Infos zur Schädlingen im Garten: