Blattläuse bekämpfen

Wie lassen sich Blattläuse entfernen?

Treten sie vereinzelt auf, sind sie häufig nur schwer zu erkennen. Wie kleine schwarze Punkte, die sich auf den Stängeln und Blättern von Pflanzen abgesetzt haben, wirken die Blattläuse dabei. Sofern sie sich nicht bewegen oder sichtbare Beschädigungen am Gewächs hinterlassen, sind sie kaum als Insekt zu entlarven. Doch ist damit bereits der Anfang gemacht: Wo sich die erste Blattlaus eingenistet hat, da folgen ihr bald weitere Exemplare. Diese bevölkern ganze Beete und sind als schwarzer Schwarm nicht zu übersehen. Hunderte der kleinen Insekten können sich auf einer Pflanze befinden und hinterlassen deutlich sichtbare Schäden, an denen das Gewächs eingehen kann.

Blattläuse sind daher stets der Feind des Gärtners. Besonders solcher Gartenfreunde, die ihre grünen Zöglinge auf möglichst biologischer Basis wachsen und gedeihen lassen wollen. Giftige Chemikalien meidet die Blattlaus an sich. Sie hält sich stattdessen vorwiegend dort auf, wo ihr diese Gefahr nicht droht. Eine probate Lösung, die Plage an Blattläusen effektiv loszuwerden, ist somit der Einsatz von Chemikalien. Doch ist dieser nicht überall gestattet. Die Befürchtung, Rückstände davon könnten in das Grundwasser gelangen, verbietet häufig ihre Anwendung. Ebenso wird es unter vielen Gärtnern ungern gesehen, wenn zum Wohle der lieb gewonnenen Pflanzen mit giftigen Stoffen aufgerüstet wird.

Es geht natürlich auch anders. Sind einzelne Pflanzen akut befallen, helfen jedoch zunächst nur rasch wirkende Notfallmaßnahmen. Diese bestehen anfangs darin, die stark befallenen sowie die bereits schadhaften Stellen der Pflanze sauber abzutrennen und zu entsorgen. In der Regel wird damit bereits ein Großteil der Blattläuse vernichtet. Ebenso lassen sich einzelne Exemplare meist noch mit der Hand oder einer Pinzette absammeln. Hier lohnt es sich also, dauerhaft ein Auge auf das Gewächs zu haben und bei ersten Gefahren bereits einschreiten zu können. Schließlich will kein Gärtner weite Teile der Pflanze oder diese selbst entsorgen müssen. Je eher die Gegenmaßnahmen erfolgen, umso wahrscheinlicher lässt sich das Grün retten.

Darum ist bei Blattläusen immer eine Art Vorsorge in Betracht zu ziehen. Die Insekten suchen sich meist weichere Teile der Pflanzen, die sie mit ihrem Stechrüssel löchern, um sich daraus ernähren zu können. Je härter das Gewächs ist, desto weniger ist es für die Blattlaus als Nahrungsquelle geeignet. Ein Sud mit Tabak, schwarzem Tee, Niem oder Brennnessel sollte daher aufgegossen werden und etwa einen bis zwei Tage ziehen können. Anschließend wird die Flüssigkeit mit einer Sprühflasche auf die Pflanze aufgetragen. Meist sind hierbei mehrere Durchgänge nötig, um die Blätter für die Laus unbrauchbar zu machen. Die Insekten werden die Gewächse alsbald verlassen und bei regelmäßiger Anwendung nicht erneut aufsuchen.

Eine andere und insgesamt schonendere Möglichkeit besteht hingegen darin, die natürlichen Feinde der Blattlaus im eigenen Garten zu kultivieren. Hierbei handelt es sich speziell um den Marienkäfer. Seine Larven können gekauft und daheim ausgesetzt werden. Sie können die aus den Läusen bestehende Nahrungsquelle schnell finden und dankbar annehmen. Auch Florfliegen und Schlupfwespen bevorzugen die Blattlaus auf dem Speiseplan und können ebenso im eigenen Garten heimisch gemacht werden. Diese Insekten fressen nach und nach die vorhandenen Blattläuse auf, vergreifen sich dabei aber nicht an den Pflanzen.

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