Komposter bauen

Einen Komposter bauen kann jeder…

Wer es leid ist, vor allem im Sommer die städtische Biotonne reinigen und von unangenehmen Bewohnern und Düften befreien zu müssen, ist gut beraten, sich einen eigenen Komposter zu bauen. Der Kostenaufwand für das notwendige Material ist schnell mit den entfallenden Abfallgebühren der Gemeinde wettgemacht. Und einen Komposter bauen, kann jeder.

Zunächst gilt es, den geeigneten Standort für den Komposter zu finden. Wer ein eigenes Grundstück besitzt, sollte den Komposter in zumutbarer Reichweite zum Wohnhaus einrichten und kleinere Kompostabfälle aus der Küche vorab in einer kleinen Tonne ansammeln, die dann regelmäßig in den Komposter entleert werden muss. Da infolge der Fäulnisprozesse gewisse, meist aber geringfügige Gerüche von einem Komposter ausgehen, sollte die Anlage auch nicht direkt unter dem Schlafzimmerfenster errichtet werden. Dann muss der Untergrund aufbereitet werden. Der Boden sollte eben sein, damit der Komposter ebenfalls horizontal errichtet werden kann. Wenn der Komposter keinen Deckel haben soll, muss der Bodenuntergrund regenwasserdurchlässig sein. Aber auch wenn er einen Deckel besitzt, ist ein feuchtigkeitsabführender Untergrund empfehlenswert. Der Untergrund muss vor allem gegen eindringende Mäuse und Ratten abgesichert werden. Sie werden vorwiegend durch Küchenabfälle angelockt und könnten auch versuchen, darin mit ihrem Nachwuchs zu überwintern. Daher muss ein Gitterrost oder ein Gitterdraht auf den Boden gelegt werden, der kleinmaschig genug ist, Mäuse und Ratten den Zugang zu verwehren.

Der Aufbau des Komposters erfolgt am besten mit Holzlatten, die zur längeren Haltbarkeit gegen Feuchtigkeit imprägniert sind. Man kann den Kompost natürlich auch einfach nur übereinander schütten. Dann hat man aber den Nachteil, dass die Masse einen breiteren Raum einnimmt und nicht durch Wände zusammen gehalten wird. Wenn man den Haufen dann immer wieder umschichten muss, verbreitet sich die Masse oft unkontrolliert. Außerdem haben Mäuse und Ratten dann freien Zugang. Die einfachste Konstruktion sieht so aus, dass die Latten wechselseitig im Viereck übereinander gelegt werden. Man kann sie mit Einkerbungen versehen, so dass sich die Latten gegenseitig verfestigen. Es kommt darauf an, dass die Zufuhr von Frischluft möglich bleibt. Die Latten liegen also so übereinander, dass jeweils ein Luftschlitz verbleibt. Der Fantasie des Erbauers sind dabei keine Grenzen gesetzt, sofern er lediglich das Funktionsprinzip eines Komposters berücksichtigt.

Der Komposter sollte nach oben abgedeckt werden, damit mit dem Regenwasser nicht zu viel Feuchtigkeit eindringt. Sie würde den Kompostierungsprozess stören, der vor allem über die Wärmeentwicklung den Zerfallsprozess des Materials fördert. Gut ist, dem Kompostmaterial regelmäßig eine Kompostierungshilfe zuzusetzen, die im Handel erhältlich ist. Auch sollte das Material alle zwei bis drei Wochen umgeschichtet werden. Die Kompostierung erfolgt unglaublich schnell und produziert auf billigste Art und Weise wertvollen Humus, den man in den eigenen Garten wieder einbringen kann. Wer den Komposter noch vorteilhafter konstruieren will, kann unten wo der Kompostierungsprozess am schnellsten abgewickelt wird, eine Vorrichtung zur Entnahme des entstandenen Humus vorsehen.

Weiter Infos rund um das Thema Kompostierung auf Gartentalk.net: