Kompostsieb selber bauen

Wie bauen Sie sich ein Kompostsieb?

Kompost ist die beste Gartenerde, und dazu noch umsonst: und wer hat nicht schon einmal schlechte Erfahrungen mit gekaufter Erde von Discounter gemacht? – Aber Komposterde muss vor der Verwendung gesiebt werden, um ihm die gewünschte Körnigkeit zu geben und eventuell verbliebene Wurzelstrünke oder Fremdkörper auszusondern.

Im Idealfall baut man sich ein stabiles Standsieb als Durchwurfsieb, unter welches man eine Folie zum Aufsammeln der gewonnenen Erde legt, wenn man nicht – noch einfacher – eine Schubkarre direkt darunter fährt. Dazu sollte das Sieb ungefähr eine Höhe von etwa 1,8 m und eine Breite von ca. 60 cm haben.

Als Material für das Sieb selbst kommt eigentlich nur ein verzinktes Stahlgitter in Frage, dessen Maschenweite vom Verwendungszweck der Erde abhängt. In der Praxis hat sich eine Maschenweite von etwa 1,5 cm als geeignet erwiesen – sind die Maschen viel enger, verstopfen sie sich zu leicht.

Das Gitter benötigt nun einen stabilen Trägerrahmen. Dieser kann entweder aus kesseldruckimprägnierten Kanthölzern der Stärke 4×6 cm bestehen, auf welche das Gitter mittels Haken befestigt wird. Viel besser und stabiler ist allerdings ein Rahmen aus verzinkten Flacheisen von wenigsten 3 cm Breite, die entsprechend abgelängt und an den Ecken verschweißt werden.

Den Clou bildet ein zweiter, identischer Rahmen: zwischen diese beiden Rahmen wird das Gitter eingelegt, und dann werden die beiden Rahmen durch entsprechende Bohrungen mit jeweils etwa 30 cm Abstand mit Maschinenschrauben zusammengeschraubt! Auf diese Weise wird das dazwischen gelegte Gitter bombenfest und straff gehalten.

Jetzt fehlen nur noch zwei Stützen auf der Rückseite des Rahmens, damit das fertige Kompostsieb aufgestellt werden kann. Hierzu verwendet man zwei verzinkte Profileisen (z.B. U-Profil oder L-Profil), die mittels je eines stabilen Scharnieren an die beiden oberen Ecken des Siebes angeschraubt werden. Diese Profileisen sollten dieselbe Höhe haben wie das Sieb selbst, um ihm einen sicheren Stand zu geben. Zur Schonung der Scharniere vor Verdrehung empfiehlt es sich, die beiden Stützen durch ein im untersten Viertel angeschweißtes Flacheisen miteinander zu verbinden. Auf diese Weise kann man dem Kompostsieb beinahe jede gewünschte Neigung geben (ideal sind etwa 60-70°: je steiler, desto feiner wird der durchgeworfene Kompost), und das Kompostsieb selbst kann zum Transport einfach zusammengeklappt werden!

Im letzten Arbeitsgang schützt man die Schweißstellen durch eine Grundierung und einen geeignete Rostschutzanstrich, und schon ist das denkbar stabilste und praktische Kompostsieb fertig!

Mehr zum Thema Kompostierung lesen Sie unter Gartentalk.net: