Rettich anbauen

Rettich im eigenen Garten anbauen

Rettiche bilden eine eigenständige Pflanzengattung innerhalb der Kreuzblütengewächse. Der Rettich gehört zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Bereits die alten Ägypter schätzten ihn als Nahrungs-, aber auch als Heilmittel. Rettichwurzeln enthalten so viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, dass schon der Verzehr einer Wurzel den Tagesbedarf eines Erwachsenen deckt.

Rettich wird in Sommer- und Winterrettich unterschieden. Letzterer lässt sich bei entsprechender Lagerung bis zum Frühjahr konservieren. Beide Arten bevorzugen einen durchlässigen, lockeren Boden, der möglichst mittelschwer sein sollte. Stallmist oder Kalkgaben werden nicht vertragen. Reifer Kompost hingegen, der kurz vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet wird, fördert das Wachstum. Frühe Sorten gedeihen am besten an sonnigen Plätzen, späte Sorten sind auch mit einem Platz im Halbschatten zufrieden.

Sommerrettich wird ab März ausgesät. Eine Vorkultur unter Glas hat sich bewährt. Nach etwa zwei Wochen werden die Pflänzchen ins Freie gebracht und ins Beet gesetzt. Der Abstand von Pflanze zu Pflanze variiert je nach Sorte und beträgt durchschnittlich 30 Zentimeter. Bei einer Direktaussaat im Freien müssen die Pflanzen vereinzelt werden, damit die Wurzeln sich ausreichend ausbreiten können. Gewässert wird entsprechend der Witterung, wobei in der Wachstumsphase regelmäßige Wassergaben Bedingung für hohe Erträge sind. Geerntet wird Sommerrettich ab Juni. Er muss frisch verbraucht werden.

Winterrettich wird direkt im Freiland ausgesät. Die günstigsten Monate sind Juni und Juli. Spätester Aussaattermin ist Anfang August, damit sich die Wurzeln noch ausreichend entwickeln können. Winterrettich lässt sich bereits nach zwei Monaten ernten. Vor den ersten Nachtfrösten sollte er aus dem Boden genommen und eingelagert werden. Dazu empfiehlt es sich, die Wurzeln in feuchten Sand einzuschlagen, wo sie kühl und frostfrei aufbewahrt werden. Sie können bis zum zeitigen Frühjahr verwendet werden.

Rettich wird häufig von der Rettichschwärze befallen. Von diesem Pilz befallenes Gemüse muss vernichtet werden. Schädlingen lässt sich durch den Einsatz von natürlichen Fressfeinden und ausreichendes Wässern vorbeugen.