Petersilie säen

Petersilie im Garten

Petersilie ist ein Gewürzkraut, dessen Blätter und Wurzeln besonders geschmackvoll und gesund sind.
Es gibt sie mit glatten oder krausen Blättern, die am besten frisch gehackt an das fertige Gericht gegeben werden.
So bleiben wertvolle Vitamine (hauptsächlich Vitamin C) und Inhaltsstoffe am besten erhalten.
Petersilie sollte nur als Bestandteil eines Bouquet garni mitgekocht werden, um Brühen eine besonders würzige Grundnote zu verleihen. Die Petersilienwurzel dagegen kann wie ein Gemüse zubereitet werden.

Zu Heilzwecken verwendet man Früchte und Wurzeln; sie wirken harntreibend und verdauungsfördernd.
Der Samen enthält Apiol und Myristicin, ätherische Öle, die in größeren Mengen Leber, Herz und Nieren schädigen.

Die Anzucht der Petersilie gelingt recht einfach im Zimmergewächshaus auf einer warmen Fensterbank.
Die Samen keimen bereits nach kurzer Zeit und sollten nach Ausbildung der ersten echten Blattpaare vereinzelt werden.
Durch dieses „Pikieren“ erhält man kräftige, gut verzweigte Pflanzen, die man in ein vorbereitetes Beet setzen kann.
Petersilie mag nährstoffreiche Lehmböden und viel Licht, von einem Standort, an dem sie den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist, sollte man jedoch absehen.
Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich an feuchten Felswänden, wo das Regenwasser gut ablaufen kann.
Deshalb nimmt sie Staunässe sehr übel, reagiert mit Wurzelfäule und geht schnell ein.
Petersilie braucht reichlich Nährstoffe für ein gesundes Wachstum, neigt aber dazu, in ihren Blättern Nitrat zu speichern
Statt reinem Kunstdünger sollte besser ein Flüssigdünger für Grünpflanzen gegeben werden, er enthält alles, was sie braucht.

In der Pflanzenmitte entstehen fortlaufend kleine neue Blätter.
Bei der Ernte darf dieses „Herz“ auf keinen Fall beschädigt werden, die Pflanze stellt sonst ihr Wachstum ein.
Geschnittene Petersilie kann im Wasserglas einige Stunden, in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt werden.
Wegen des enormen Vitamin- und Aromaverlusts bei der Lagerung empfiehlt sich jedoch immer die zeitnahe frische Ernte.
Zum Konservieren eignet sich am besten das Tiefgefrieren.

Bei Freilandkulturen ist sicherzustellen, dass in der Nähe der Küchenpetersilie keine Hundspetersilie wächst.
Dabei handelt es sich um ein ähnlich aussehendes, sehr giftiges Unkraut.
Im Unterschied zur Gartenpetersilie riechen die Blätter der Hundspetersilie beim Zerreiben sehr unangenehm.
Für den Geruchstest am Blatt müssen unbedingt Handschuhe getragen werden, das Gift wird sehr leicht über Haut und Schleimhaut aufgenommen, auch ohne dass eine Verletzung vorliegt.
Auch an den Blüten kann man sie erkennen: Bei der Gartenpetersilie sind sie eher gelbgrün, bei der Hundspetersilie dagegen weiß.

Kann das Vorhandensein dieser Giftpflanze nicht ausgeschlossen werden, sollte auf den Anbau von glatter Petersilie besser verzichtet werden.

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