Erntekalender Gemüse

Erntekalender für Gemüse aus dem eingenen Garten

Nicht erst seit den neuesten Lebensmittelskandalen hält der Trend zum eigenen Gemüseanbau im Garten an. Die Schrebergarten-Vereine verzeichnen einen Zulauf wie selten zuvor in den vergangenen Jahren. Immer mehr Leute möchten wissen, was sie essen und woher das Obst und Gemüse auf dem Teller kommt. Mehr Sicherheit als beim Anbau des eigenen Gemüses gibt es nicht, zudem macht es auch den Kindern Spaß, reifes Gemüse zu ernten.

Was kann im eigenen Garten Gemüse angebaut und geerntet werden?
Die Auswahl an Samentütchen in Bau-und Gartenmärkten ist riesig, wer keine Pflanzen aus Samen ziehen möchte, kann aber auch für viele Gemüsearten Setzlinge kaufen. Damit erspart man sich die Anzucht und das pikieren.
Wenn im Frühjahr der Boden für die Gemüsebeete fertig aufbereitet ist, können die Setzlinge eingebracht werden. Bei der Auswahl der Pflanzen zählt natürlich der Geschmack der Familie, aber auch die Größe des Gartens, sowie die Lage sollte berücksichtigt werden.
Zu den beliebtesten Gemüsesorten zählen Gurken, Tomaten, Radieschen, Möhren, Sellerie, Petersilie, Spinat, Kohl und wenn genügend Platz vorhanden ist, auch Kartoffeln. Auch verschiedene Salate gehören in den Garten, ebenso wie Bohnen und Erbsen.

Bei den frühen Aussaaten oder Pflanzungen im März und April sollten diese noch mit einem Vlies vor Frost geschützt werden. Hierdurch ergibt sich bei den Pflanzen auch ein etwas früherer Erntetermin. Die frei gewordenen Beete werden dann mit späteren, bis hin zu den Wintergemüsesorten, immer wieder neu bepflanzt.
Ein Gartentagebuch mit den Pflanzterminen erleichtert dabei die Gartenplanung und die Erntetermine sind anhand eines Saisonkalenders leichter überschaubar.

Hier ein Erntekalender mit den wichtigsten Terminen:
Früh geerntet werden ab April aus dem Frühbeet Radieschen und verschiedene Salate, fortlaufend über den ganzen Sommer. Ebenso kann Spitzkohl früh geerntet werden.

Ab Juni bis Oktober können Tomaten, Lauch und Kohlrabi geerntet werden, ebenfalls ab Anfang Juni bis September werden Salatgurken geerntet. Auch der Sommerweißkohl ist jetzt zu ernten. Ende Juli bis Ende September können frisch geerntete Erbsen und Bohnen auf den Speiseplan gestellt werden.

Von Juli bis Oktober lassen sich dann Möhren, Zwiebeln, Zucchini ernten und ab September die Kartoffeln und Endiviensalat.

Zwischen August und Oktober sind Kürbisse und Mais reif, im Spätherbst bis in den Winter wird noch Weißkohl der späteren Aussaat geerntet und nach dem ersten Nachtfrost wird der erste Grünkohl eingeholt. Der Frost sorgt bei diesem Gemüse für ein gutes Aroma.

Für einige Gemüsesorten wie Paprika, Chicorée, Tomaten und Auberginen empfiehlt sich der Anbau im Gewächshaus, damit aus der Ernte keine Enttäuschung wird.

Um den richtigen Erntezeitpunkt zu erkennen, hilft ein Blick auf das Beet: Kohlrabi muss geerntet werden, wenn er Tennisballgröße erreicht hat, spätere Ernte ergibt holzige Kohlrabi. Bei Zwiebeln zeigt gelbliches Lauch an, dass der Erntezeitpunkt da ist, ebenso zeigt gelbliches Kraut bei Kartoffeln die Ernte an. Tomaten sollten nur rot gereift geerntet werden, denn solange die Tomaten grün sind, enthalten sie das giftige Solanin.

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Erntekalender Obst

Wann ernte Sie welches Obst?

Jedes Obst hat im Erntekalender seinen optimalen Erntezeitraum und seine eigene Erntemethode. Die Erntezeit kann variieren und ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen des Gärtners, der physiologischen Eigenschaft der Frucht und der geplanten Verwendung.

Einige Obstarten werden im völlig reifen Zustand geerntet und sollen dann auch bald gegessen werden, andere, die nach der Ernte weiterreifen, wenn sie physiologisch reif sind. Sie erhöhen nicht mehr ihren Zuckeranteil, aber ihren Fruchtsäuregehalt. Vollreifes Obst beginnt bald nach der Ernte, als Ausdruck des Verfalls und der Zersetzung, weich zu werden. Zum Obst dieser Kategorie gehören Brombeeren, Kirschen, Weintrauben, Zitrusfrüchte, Himbeeren und Erdbeeren.

Manche Obstsorten, die reif geerntet werden sollen, verändern nach der Ernte ihre Farbe, Textur und Saftigkeit, aber nicht die Süße und den Geschmack. Diese Früchte sind Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen, Blaubeeren, Feigen.

Äpfel, Birnen, Kiwis, Mangos und die Papayafrucht erhöhen den Zucker und Süße nach der Ernte. Diese Früchte enthalten Stärke, die zu Zucker umgewandelt wird.

Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse können spät ohne wesentlichen Verlust an Qualität geerntet werden. Die richtige Erntezeit ist erreicht, wenn die äußere Fruchtschale sich spaltet und von selbst abfällt.

Die Reife und der Erntezustand des Obstes hängt auch davon ab, wozu die Früchte verwendet werden sollen. Zum sofortigen Verzehr eignet sich vollreifes Obst, zum Einkochen sollten die Früchte noch fest sein. Zum Trocknen werden vollreife Früchte genommen, um vollmundiges Trockenobst zu erzielen.

Der Vorteil des eigenen Obstes, von eigenen Obstbäumen, ist, dass man über einen bestimmten Zeitraum, von Zeit zu Zeit, ernten kann, genau nach den eigenen Bedürfnissen. Die Reifung des Obstes erfolgt in der Regel über eine oder mehrere Wochen, sowie die Reifezeit nach Regionen und Klimazonen variiert. Das genaue Erntedatum des Obstes wird auch von Jahr zu Jahr unterschiedlich und abhängig sein von Faktoren wie Wetter und Wasser Stress.

Die Erntezeit von Obst beginnt im Monat Mai, dann werden heimische Früchte von Feldern, Sträuchern oder Bäumen eingesammelt.
Im Mai werden Erdbeeren, Rhabarber und auch die frühen Süßkirschen geerntet.
Im Juni kommen dann Sauerkirschen und Stachelbeeren hinzu.
Im Juli werden Aprikosen, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, und Mirabellen gepflückt.
August, September und Oktober sind die Haupterntezeiten von Äpfeln, Birnen, Zwetschken, Nektarinen, Pflaumen, Pfirsichen, Melonen, Weintrauben, Preiselbeeren und Quitten.

In all den angeführten Monaten wird der Garten zur Vorratskammer, in denen man das wertvolle, richtig geerntete Obst zu duftenden Marmeladen, schmackhaften Konfitüren oder interessanten Gelees verarbeiten kann.

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