Mirabellenbaum pflanzen

Tipps, wie Sie einen Mirabellenbaum richtig pflanzen

Ein Mirabellenbaum im eigenen Garten ist eine reizvolle Idee. Die optimale Pflanzzeit für den Mirabellenbaum ist der Spätherbst. Gegenüber im Frühjahr gepflanzten Bäumen hat der Baum dann ein kräftigeres Wurzelwerk. Aber auch eine Pflanzung im Frühling ist möglich, meist sind die Bäumchen dann auch günstiger. Wenn Sie den kleinen Baum in der Gärtnerei kaufen, sollten Sie außerdem darauf achten, dass er bereits kräftige Wurzeln besitzt. Außerdem sollten Sie auf robuste Sorten achten, bei denen keine Pflanzenschutzmittel benötigt werden, um Schädlinge oder Pilzkrankheiten abzuwehren.
Mirabellen gedeihen auch auf kargen Böden, jedoch ist eine gute Gartenerde zum Pflanzen allemal besser als steiniger Boden. Das Anwachsen funktioniert so auch besser.
Vor dem Pflanzen sollte neben das Pflanzloch eine Stütze für das Bäumchen in die Erde getrieben werden, etwa in Form einer Stange oder einem Pfahl, an dem das Mirabellenbäumchen vorerst angebunden werden kann um festeren Halt zu bekommen. Beim Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass die Veredelungsstelle des Bäumchens etwa eine Handbreit über der Erde liegt.
Jungpflanzen benötigen etwas Zeit bis zur ersten Blüte. Ein zu scharfes Rückschneiden sollte bei den jüngeren Pflanzen unterbleiben, weil der Rückschnitt die Jugendphase verlängert. Am besten ist es, einen jungen Baum die ersten ein bis zwei Jahre überhaupt nicht zu schneiden. Die erste Blütezeit sollte mit etwa drei Jahren erfolgen.
Bei älteren Mirabellenbäumen kann der Rückschnitt direkt nach der Ernte im Spätsommer erfolgen. Dazu werden die Äste am Scheitelpunkt abgeschnitten. Diese Methode ist hilfreich, um dem frühzeitigen Altern von  Mirabellenbäumen vorzubeugen.

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Ginster schneiden

Ginster geschnitten – Händewaschen nicht vergesessen!

Die wunderschöne, meist gelbe Blütenpracht ist es, die den Ginster bei Gartenbesitzern so beliebt macht. Die beeindruckende Pflanze zählt zu den Schmetterlingsblütlern und wächst nicht nur in Europa, sondern auch in Teilen Afrikas und Westasiens. Ginster lässt sich als großer Busch zum Beispiel sehr gut als Heckenpflanze nutzen. Aber auch als kriechender Bodendecker ist er in vielen Gärten zu finden. Egal ob als prachtvolle Hecke, hübsche Kübelpflanze oder beeindruckendes Highlight im Vorgarten – der beliebte Ginster beeindruckt nicht nur mit seiner Farbpracht, sondern auch mit seinem bogigen Wuchs. Sobald die Äste des Ginsters auf dem Boden aufliegen, kann es jedoch schnell zur Wurzelbildung und großflächigen Ausbreitung der Strauchpflanze kommen. Ratsam ist es deshalb, den Ginster regelmäßig durch einem professionellen Schnitt in Form zu bringen. Die beste Zeit für einen Ginsterschnitt ist die Zeit nach der Blüte, von Oktober bis November. Kurz nach dem Verblühen sollten störende Triebe vorsichtig abgeschnitten werden. Weist die Pflanze kahle Stellen auf, ist besondere Vorsicht geboten, um noch ausstehende Austriebe nicht zu gefährden. Bei älteren und robusten Pflanzen gibt es auch die Möglichkeit, in das Altholz zu schneiden. Dabei sollte aber in jedem Fall die Mindesthöhe von 50 cm nicht unterschritten werden, um neue Triebe nicht zu beeinträchtigen. Der Schnitt sollte im späten Frühjahr wiederholt werden, um den Ginster behutsam in die gewünschte Form zu bringen. Schneidet man den Ginster auf diese Weise Jahr für Jahr immer wieder rücksichtsvoll zurück, kann man mit einer Vielzahl an Neuantrieben und Blüten rechnen. Hat man den Ginster erfolgreich zurechtgeschnitten, darf das Händewaschen nicht vergessen werden, da die gesamte Ginsterpflanze, von der Wurzel bis zur Blüte, schädliche Giftstoffe in sich trägt.

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Schlehen pflanzen

Schlehen richtig pflanzen: so geht’s

Sträucher bilden das Rückgrat jedes Gartens. Werden sie gekonnt eingepflanzt, hat ein Gartenbesitzer viele Jahre Freude an ihnen. Auch die Schlehe ist äußerst langlebig und kann bis zu 40 Jahre alt werden.
Der Schlehenstrauch wird auch Schlehendorn, Heckendorn oder Schwarzdorn genannt. Schlehen gehören zu den Rosengewächsen und können bis zu drei Meter hoch werden. Typisch sind ihre starken Verästelungen.

Sträucher bilden quasi das Gerüst, um das herum viele andere blühende Pflanzen angeordnet werden können. Sommerblumen und Zwiebelpflanzen sehen gerade mit Schlehen kombiniert besonders dekorativ aus. Da Schlehen bereits lange bevor Laub austreibt blühen, sind sie meist schon im März herrlich anzusehen. Ihre dichten weißen Blüten sind nicht nur Blickfang in einer ansonsten kargen Winterlandschaft, sie duften auch leicht nach Mandeln.

Wer einen Schlehenstrauch mit Wurzelballen erwirbt, kann davon ausgehen, dass er Strauch leichter anwachst als einer ohne Erdumhüllung. Kauft man einen Strauch mit bloßen Wurzeln, ist drauf zu achten, dass diese nicht ausgetrocknet sind.
Der Boden sollte zum Einpflanzen mit Dünger vorbereitet sein. Ebenfalls wichtig ist die richtige Pflanzzeit. Schlehen, die in Containern gezogen wurden, könne zu jeder Jahreszeit eingepflanzt werden. Im Sommer muss der Boden allerdings feucht genug sein.
Generell gilt: Für immergrüne Sträucher mit Wurzelballen ist die Pflanzzeit entweder in der Herbstmitte oder im Frühjahr. Für laubabwerfende Sträucher von Mitte Herbst bis zum Frühjahr.

Das Pflanzloch sollte so tief sein, dass ein gleichmäßiges Ausbreiten der Wurzeln gewährleistet ist. Der Wurzelballen muss vorher auf kranke Triebe überprüft werden, die man entfernt. Nach dem Einsetzen der Pflanze wird das Loch mit einer vorbereiteten Mischung aus Erde und organischen Materialien zugedeckt. Anschließend wird der Boden festgetreten, damit keine Hohlräume entstehen. Zum Schluss wird noch um den Stamm herum Erde ausgebreitet, so dass die Oberfläche ein wenig erhaben ist. Anschließend muss noch sorgfältig gewässert werden.
Beim Standort der Schlehe sollte man immer bedenken, wie groß der Strauch letztendlich wird und genügend Raum einplanen. Schlehen verwurzeln stark und aus den Schösslingen treiben neue Sträucher. So kann man auch in der freien Natur vielfach dichte Schlehenhecken sehen. Für Insekten ist der Schlehenstrauch sehr wichtig und dient ihnen bereits im Vorfrühling als Nektarquelle.

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Heidelbeeren pflanzen

Wie pflanzen Sie Heidelbeeren in Ihrem Garten richtig?

Dem nachfolgenden Artikel können Sie entnehmen, wie Sie richtig Heidelbeeren im eigenen Garten pflanzen. Eine kurze Anleitung und Beschreibung und was sie dabei alles beachten müssen.

Heidelbeeren sind sehr beliebte Sträucher in den Gärten. Aber sie stellen einen hohen Anspruch an Boden und Standort. Da der Heidelbeerstrauch zu den Heidekrautgewächsen gehört, braucht er einen humusreichen, kalkfreien und immer einen gleichmäßig bewässerten Boden. Damit der Fruchtertrag erheblich größer wird, sollten Sie immer zwei verschiedene Sorten Heidelbeeren pflanzen. Die Blüten der Heidelbeersträucher öffnen sich, je nach Sorte, meistens ab Anfang Mai und werden von Insekten bestäubt.

Mit der richtigen Platzwahl und Pflanzung haben Sie schon das Erste für einen hohen Ertrag getan. Normalerweise wachsen Heidelbeeren auf feuchten Moorwiesen und im Unterholz lichter Moorwälder. Da sich die Wurzeln der Sträucher eher flach als tief ausbreiten, sollten Sie nicht ein zu tiefes Loch graben, sondern eher mit mehr Durchmesser. Ist Ihr Gartenboden eher aus nährstoffreicher, lehmiger Erde, müssen Sie das Erdreich des Pflanzloches mit Sand und Laub- oder Rindenkompost auslegen. Wenn nämlich der Kalkgehalt in Ihrem Boden ansteigt, kann es sein, dass sich die Blätter gelb verfärben werden und das der Strauch kaum noch wachsen wird. Obwohl die Heidelbeeren genügsam sind, sollte man trotzdem noch eine Handvoll Hornspäne unter den Boden mischen, damit der Strauch zum Wachsen etwas Stickstoff hat.

Pflanzen Sie Ihre Heidelbeeren zu tief ein, kann es passieren, dass die Wurzeln absterben durch den Sauerstoffmangel. In dieser Hinsicht sind Heidelbeeren sehr empfindlich. Setzen Sie die Pflanze nur so tief ein, sodass die Oberkante des Topfs oder Erdballen noch 1-2 fingerbreit herausschaut. Danach häufeln Sie den kompletten Wurzelbereich mit Rindenmulch oder –kompost an. Damit wird die natürliche Rohhumusdecke des Bodens am natürlichen Standort der Heidelbeeren simuliert.

Falls Sie den Strauch im Frühling pflanzen wollen, sollten Sie darauf achten, dass sie die Blüten entfernen. Sonst wird er sich bei der Fruchtbildung zu sehr verausgaben. Eine sehr gute Bewässerung ist immer wichtig, nicht nur nach dem Pflanzen. Selbst in den folgenden Jahren müssen Sie immer darauf achten, dass der Boden spätestens ab der Blütezeit immer gleichmäßig feucht ist. Achten Sie nicht darauf, bleiben die Heidelbeeren klein und fallen frühzeitig ab. So schmeckt der Heidelbeerkuchen oder die Muffins mit Heidelbeeren.

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Birnbaum pflanzen

Was sollten Sie beim Pflanzen beachten?

Frisches Obst ist eine leckere Sache. Wer würde nicht gerne die saftigsten Früchte direkt vom eigenen Baum essen? Äpfel, Pflaumen und Kirschen gehören zu den beliebtesten Obstsorten im eigenen Garten. Aber auch der Birnenbaum steht auf der Beliebtheitsskala von Obstfreunden ganz oben. Will man einen hübschen Birnbaum in seinen Garten pflanzen, stellen sich natürlich viele Fragen: Welche Sorte wähle ich am besten? Wohin pflanze ich meinen Birnbaum bzw. Zwergbirne und was muss ich dabei beachten?

Zwergbirne

Die erste Faustregel bei der Pflanzung von Birnenbäumen lautet, dem Baum ausreichend Platz zu geben. Damit der Birnbaum gesund wachsen und gedeihen kann und im Idealfall viele saftige Früchte trägt, sollte man einen Abstand von 8 bis 10 m zum nächsten Baum in jedem Fall einhalten!

Im zweiten Schritt sollte man den Boden in seinem Garten genau analysieren. Birnen gedeihen dann besonders gut, wenn sie in einen nährstoffreichen Boden gepflanzt werden, der durch Kompost und regelmäßige Düngung immer wieder angereichert wird. Auf keinen Fall sollte der Boden zu nass sein oder der Birnbaum gar Staunässe ausgesetzt werden.

Der passende Standort für den Birnbaum ist natürlich auch von den Lichtverhältnissen abhängig. Setzt man ihn schutzlos der prallen Sonne aus, wird er sich mit wenigen kleinen Früchten revanchieren. Bietet man dem Bäumchen aber zu wenig Sonne, dann schaffen es die Birnen nicht, das volle Aroma zu entfalten. Am besten pflanzt man den Birnbaum an einen geschützten, warmen Standort.

Hat man erst einmal den richtigen Ort für den Birnbaum gefunden, gilt es die richtige Sorte in guter Qualität zu wählen: Ein Blick auf das Wurzelwerk der Wunschpflanze kann dabei nicht schaden, um sicher zu gehen, einen gesunden und robusten Baum zu pflanzen. Hat man die Qual der Wahl zwischen Sommer-, Herbst- und Winterbirne getroffen, sollte ein Loch für den Baum gegraben werden, das gerne doppelt so groß sein kann, wie der Pflanzenballen selbst. Empfehlenswert ist es, einen Pfahl zu platzieren, an dem der Baum festgebunden werden kann. Hat man den Baum im Loch positioniert und die Wurzeln vorsichtig ausgebreitet, schüttet man das Loch Schicht für Schicht mit Erde zu, die zum Schluss festgetreten wird. Zum Abschluss muss der Baum gut gewässert werden, damit die Wurzeln mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt sind.

Ab Februar sollte dann der erste Schnitt erfolgen, damit der Baum einen gleichmäßigen Wuchs entwickeln und saftige Früchte hervorbringen kann. Äste, auf denen sich die Birnentriebe entwickeln, werden dabei auf ein Drittel der Länge zurückgeschnitten. Auf diese Weise wird der Kronenaufbau optimal unterstützt und durch den Rückschnitt die beste Basis für eine reiche Birnenernte gelegt.

Wie können Sie die reiche Ernte lagern?

Obstbaum umsetzten

Wie setzten Sie einen Obstbaum um?

Wenn es nötig wird einen Obstbaum umzusetzen, ist guter Rat oft teuer. Steht der Baum erst sehr kurz, kann es einfach sein, diesen auszugraben und neu zu setzen (möglichst im Herbst). Wenn das dann nichts wird, kann man den Gleichen auch wieder kaufen. Schwieriger wird es, wenn der Baum schon eine Weile steht, und es sich auch noch um eine Sorte handelt, die nicht so einfach nachzukaufen geht.
Prinzipiell gilt die Regel bei einem Obstbaum: So groß die Krone ist, so groß ist ungefähr die Ausbreitung der Wurzeln. Das sollten Sie immer bedenken.
Die in den letzten Jahren gepflanzten Bäume dürften immer Halb-oder Viertelstämmchen sein, einen vollwüchsigen Baum kann man kaum noch kaufen.
Dieser Umstand macht die Umsetzung leichter. Auf alle Fälle müssen Sie die Krone sehr zurückschneiden. Danach sauber einen möglichst großen Ballen ausheben und umsetzen. Diesen extrem wässern, dann ist die Chance gar nicht so klein, dass er wieder anwächst, und bald auch wieder Früchte trägt.
Haben Sie einen alten Baum, eventuell auch Großen, dann wird das Umsetztes des Obstbaumes schwierig. Es gibt eine Variante, die sich auch schon mehrfach bewährt hat, allerdings gibt es keine Garantie, dass es klappt. Wenn Sie also an einer alten Sorte hängen, dann sollten Sie von einem Fachmann die Sorte auf einen anderen Baum veredeln lassen, damit Ihnen die Frucht auf keinen Fall verloren geht. Wenn es dann klappt, ist es umso besser, und Sie haben einen alten und einen jungen Baum.
Das Umsetzen eines alten Baumes ist sehr aufwändig. Im Jahr zuvor muss man die Krone sehr beschneiden, und in dem Umfang, den die Krone dann noch hat, mindestens einen halben Meter tief um den Wurzelballen stechen.
Der Baum wird so dazu angeregt, neue Wurzeln zu bilden, und zwar in Richtung des Inneren des abgestochenen Kreises.
Dann muss er ständig gewässert werden. Im Jahr der Umsetzung wird noch einmal an der alten Stelle umstochen, und versucht, unter dem Wurzelballen entlang zu graben, bis der Baum lose ist. Da er meist sehr schwer ist, kommt für das eigentliche Umsetzen meist nur ein kleiner Kran in Frage. Es sollte möglichst darauf geachtet werden, dass die Ausrichtung des Baumes wieder im der gleichen Sonnenrichtung erfolgt. Leider klappt es nicht immer, ist aber, wenn einem viel daran liegt, einen Versuch wert.

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Kräuterschnecke bauen

Kräuterschnecke  – eine nützliche Dekoration für Ihren Garten

Permakultur und Selbstversorgung sind die Stichworte, die naturverbundenen Menschen schon lange nicht mehr fremd sind. Ersteres bezeichnet die Gestaltung eines Lebensraumes, bei dem den Bedürfnissen aller Beteiligten – ob Mensch, Pflanze oder Tier – Rechnung getragen wird. Solche Systeme werden entsprechend ökologischer und ökonimischer Gesichtspunkte geplant. Selbstversorgung gehört hier unabdingbar mit dazu. Die meisten Haushalte betreiben eine solche Wirtschaft bereits in dem Moment, wenn ein großer Garten vorhanden ist, den man weiträumig mit Obstbäumen, Beerensträuchern und Kräuterrabatten bestücken kann.

Was aber, wenn man den Platz nicht hat, um seine Vorstellungen zu verwirklichen?
Abhilfe können hier sogenannte dreidimensionale Beete schaffen. In diesen können auf kleinstem Raum eine Vielzahl von Pflanzen untergebracht werden. Vor allem in Bezug auf Kräuter bietet sich ein dreidimensionales Beet an, da man für den Kräuteranbau einen weiteren Vorteil dieser Art von Beet nutzen kann. Ihr Aufbau ist so gestaltet, dass man den Bedürfnissen von Pflanzen auch aus unterschiedlichen Klimazonen gerecht wird. Das Beet verläuft in einer Spirale zumeist um einen Steinhaufen herum. Der Platz soll so ausgerichtet sein, dass die Spirale im Süden beginnt, damit man volle Sonneneinstrahlung nutzen kann. Im oberen Bereich werden zunächst etwa 30 cm Erdreich abgetragen und die Stelle mit Kies aufgefüllt, um spätere Staunässe zu vermeiden. Dann beginnt man damit, Steine in Trockenverbund (ohne Mörtel) spiralförmig von außen nach innen zu legen, wobei die Mauer nach innen immer höher werden sollte. Ist die Steinspirale fertig, kommt Kies als Füllmaterial hinein. Die Kiesschicht soll innen, wo die Mauer am höchsten ist, auch den höchsten Stand aufweisen und nach außen hin immer weniger werden. Es empfiehlt sich, den Kies zwischendurch zu verdichten. Über die Kiesschicht kommt Humus mit einer Dicke von etwa 15 Zentimetern und die gleiche Menge Kräutererde, Gartenerde oder Kompost. Die Mengenanteile der unterschiedlichen verwendeten Erdarten variiert je nach den Bedürfnissen der Kräuter, die später gepflanzt werden sollen, man befüllt sie quasi mit verschiedenen Erdgemischen.

Die so entstandene Kräuterspirale kann in verschiedene Zonen eingeteilt werden. Die unterste Zone ist die Nasszone, sie sollte zweckmäßigerweise in einem kleinen Teich beginnen. Sie wird mit Kräutern bepflanzt, die es nass und feucht mögen. Dazu gehören zum Beispiel Wasserminze und Brunnenkresse. Eine Vierteldrehung weiter im Kreis kommt die Feuchtzone. Sie hat einen humusreicheren Boden und bei richtiger Anordnung nach dem Sonnenstand sollte es dort warm und feucht sein, die Steine außenherum dienen als Wärmespeicher. Dort ist der geeignete Platz für Schnittlauch, Kerbel und Petersilie. Die nächste Zone ist dann die Normalzone. Dort ist es trocken und nur teilweise sonnig. In der Normalzone fühlen sich vor allem Zitronenmelisse und andere Melissearten wohl. Im Herzen der Kräuterschnecke befindet sich zu guter Letzt die Mittelmeerzone. Dort hat man für einen durchlässigen, mageren und trockenen Boden gesorgt, dem man auch etwas Kalk beimischen sollte. Mittelmeerkräuter gedeihen hier besonders gut, zum Beispiel Thymian und Salbei. Der höhergelegte Anbau bietet den weiteren Vorteil, dass Schnecken nicht so schnell dorthin gelangen und die Pflanzen schädigen können.

Schnittlauch pflanzen

Schnittlauch ist ein Alleskönner

Der Schnittlauch gehört, wie sein Name schon verrät, zu den Lauch-Gewächsen. Woher er ursprünglich stammt, ist nicht mehr eindeutig feststellbar. Schnittlauch wächst immer noch wild, und er ist in Europa, Asien und Amerika zu Hause. In Europa hat man Schnittlauch schon im Mittelalter kultiviert. Er ist ein enger Verwandter der Speisezwiebel, des Knoblauchs und des Porree.
Wie alle Laucharten ist der Schnittlauch reich an Vitamin C. Daneben enthält er Vitamin A und verschiedene Lauchöle, die ihm seinen unvergleichlich milden Geschmack und Duft verleihen.
Der Schnittlauch ist eine mehrjährige Pflanze. Wer keine Erfahrung mit seiner Anzucht hat, sollte eine der robusteren, dickröhrigen Sorten wählen. Der Samen muss dünn ausgesät und gleichmäßig feucht gehalten werden. Egal ob auf dem Balkon oder im Garten, er gedeiht prächtig, wenn er bekommt, was er braucht.
Er mag humöse Erde und Kompost, dazu regelmäßige Beigaben von Kalk. Schnittlauch sollte nicht mit anderen Kräutern zusammen stehen, er braucht viel Wasser. Staunässe ist aber zu vermeiden, denn dann fault er.
Schon im zeitigen Frühling des zweiten Jahrs kann der Gärtner die Früchte, oder besser gesagt, die Halme seiner Arbeit ernten. Schnittlauch eignet sich sehr gut als Umrandung für Gemüsebeete, da er etliche Schädlinge fern hält. Die Möhrenfliege kommt erst gar nicht, wenn er beim Karottenbeet steht.
Vor dem Winter schneidet man den Schnittlauch stark zurück und deckt die Pflanzen mit etwas Mulch ab.
Schnittlauch kann man bei schwacher Hitze im Ofen oder im Dehydrator trocknen. Die bessere Lösung ist allerdings, ihn einzufrieren. Gefrorener Schnittlauch behält seine Konsistenz, die Farbe, das Aroma und den guten Geschmack.
Ob frisch, getrocknet oder gefroren, Schnittlauch ist eine vortreffliche Zutat für eine Vielzahl von Speisen.
Im Sommer trägt er rosa Blüten, die eine hübsche, dazu auch noch essbare Dekoration abgeben.
Wer keine Zwiebeln mag oder verträgt, dem bietet der Schnittlauch eine appetitliche und bekömmliche Alternative.
Ob in allen Arten von Salaten oder als Dekoration beim Servieren von Gemüse, Schnittlauch sollte in keiner Küche und auf keinem Esstisch fehlen.
Auf Pellkartoffeln oder im Quark ist er genauso schmackhaft wie zu Rührei oder in Fischgerichten.
Schnittlauch kann aber noch mehr, denn er ist eine Heilpflanze. Er gilt als blutreinigend und harntreibend, vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit und regt den Appetit an. Schnittlauch ist ein Alleskönner.

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Petersilie säen

Petersilie im Garten

Petersilie ist ein Gewürzkraut, dessen Blätter und Wurzeln besonders geschmackvoll und gesund sind.
Es gibt sie mit glatten oder krausen Blättern, die am besten frisch gehackt an das fertige Gericht gegeben werden.
So bleiben wertvolle Vitamine (hauptsächlich Vitamin C) und Inhaltsstoffe am besten erhalten.
Petersilie sollte nur als Bestandteil eines Bouquet garni mitgekocht werden, um Brühen eine besonders würzige Grundnote zu verleihen. Die Petersilienwurzel dagegen kann wie ein Gemüse zubereitet werden.

Zu Heilzwecken verwendet man Früchte und Wurzeln; sie wirken harntreibend und verdauungsfördernd.
Der Samen enthält Apiol und Myristicin, ätherische Öle, die in größeren Mengen Leber, Herz und Nieren schädigen.

Die Anzucht der Petersilie gelingt recht einfach im Zimmergewächshaus auf einer warmen Fensterbank.
Die Samen keimen bereits nach kurzer Zeit und sollten nach Ausbildung der ersten echten Blattpaare vereinzelt werden.
Durch dieses „Pikieren“ erhält man kräftige, gut verzweigte Pflanzen, die man in ein vorbereitetes Beet setzen kann.
Petersilie mag nährstoffreiche Lehmböden und viel Licht, von einem Standort, an dem sie den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist, sollte man jedoch absehen.
Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich an feuchten Felswänden, wo das Regenwasser gut ablaufen kann.
Deshalb nimmt sie Staunässe sehr übel, reagiert mit Wurzelfäule und geht schnell ein.
Petersilie braucht reichlich Nährstoffe für ein gesundes Wachstum, neigt aber dazu, in ihren Blättern Nitrat zu speichern
Statt reinem Kunstdünger sollte besser ein Flüssigdünger für Grünpflanzen gegeben werden, er enthält alles, was sie braucht.

In der Pflanzenmitte entstehen fortlaufend kleine neue Blätter.
Bei der Ernte darf dieses „Herz“ auf keinen Fall beschädigt werden, die Pflanze stellt sonst ihr Wachstum ein.
Geschnittene Petersilie kann im Wasserglas einige Stunden, in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt werden.
Wegen des enormen Vitamin- und Aromaverlusts bei der Lagerung empfiehlt sich jedoch immer die zeitnahe frische Ernte.
Zum Konservieren eignet sich am besten das Tiefgefrieren.

Bei Freilandkulturen ist sicherzustellen, dass in der Nähe der Küchenpetersilie keine Hundspetersilie wächst.
Dabei handelt es sich um ein ähnlich aussehendes, sehr giftiges Unkraut.
Im Unterschied zur Gartenpetersilie riechen die Blätter der Hundspetersilie beim Zerreiben sehr unangenehm.
Für den Geruchstest am Blatt müssen unbedingt Handschuhe getragen werden, das Gift wird sehr leicht über Haut und Schleimhaut aufgenommen, auch ohne dass eine Verletzung vorliegt.
Auch an den Blüten kann man sie erkennen: Bei der Gartenpetersilie sind sie eher gelbgrün, bei der Hundspetersilie dagegen weiß.

Kann das Vorhandensein dieser Giftpflanze nicht ausgeschlossen werden, sollte auf den Anbau von glatter Petersilie besser verzichtet werden.

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Basilikum pflanzen

Info zu Anzucht, Pflege und Verwendung

Verwendung:
Basilikum ist aus vielen Küchen nicht wegzudenken. Es verleiht vor allem Fleisch- und Nudelgerichten das typische Aroma der italienischen Küche. Es werden sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter verwendet, wobei letztere durch den Trocknungsprozess etwas an Intensität verlieren.

Das Öl des Basilikum wird auch in der Kosmetikbranche als Duftbeigabe zu Parfums verwendet. In der Volksmedizin wurden lange Zeit diese Öle auch bei verschiedenen Magenleiden verabreicht, zum Beispiel bei Blähungen oder Völlegefühl. Auch eine appetitanregende Wirkung wird der Pflanze nachgesagt. Mittlerweile wird der Einsatz in Arzneimitteln aber wegen seines Estragolgehaltes für bedenklich gehalten, da sich der Stoff in Tierversuchen als krebserregend erwiesen hat. Anwendungen in einer Dosis von bis zu 5% als geschmacks- oder geruchsverstärkende Zugabe ist jedoch unbedenklich.

Anzucht und Pflege:
Basilikum wird in Büschen circa einen halben Meter hoch und wächst krautig, das heißt, sie weist keine Verholzungen auf. Während der Blütezeit von Juni bis September stehen die Blüten in einem verzweigten Blütenstand mit jeweils fünf Blüten. Blätter uns Stiel sind behaart. Basilikum wird in unterschiedlichen Formen kultiviert, welche hauptsächlich hinsichtlich Größe und Aroma differieren.
Da die Pflanze ursprünglich in Asien und Afrika verbreitet war, hat sie es gerne warm und braucht lockeren Boden. Ist die Umgebungstemperatur zu kalt, verringert sich das Wachstum und das Risiko eines Pilzbefalls steigt an. Trotzdem kann aber auch in gemäßigten Breiten Basilikum sehr gut angebaut werden, sowohl im Gewächshaus als auch in Freilandaufzucht. Je nach Temperatur und Kultivierungsart dauert die Kultur etwa 40 Tage bei wärmeren und etwa 100 Tage bei kälterer Witterung. In Mitteleuropa ist die Pflanze einjährig, in tropischen und subtropischen Gebieten kann sie mehrere Jahre überdauern.

Basilikum ist im Handel als Bundware in Folie verpackt erhältlich. Im Gewächshaus werden hingegen hauptsächlich Pflanzen kultiviert, die im Topf ihre Reise in den Einzelhandel und weiter auf das heimische Brett des Küchenfensters antreten. Man hat auch die Möglichkeit, sich selber Basilikum anzusäen, das entsprechende Saatgut gibt es in jedem Baumarkt oder Supermarkt. Die Töpfe sollte man auf das Fensterbrett oder einen anderen warmen Ort stellen. Beim Gießen ist zu beachten, dass man niemals von oben gießen sollte, da sonst die Blätter recht schnell schimmeln. Es bietet sich an, in eine darunterstehende Schale zu gießen, zumal Basilikum gerne im Wasser steht. Kleiner Tipp: Die im Handel erhältlichen Topfpflanzen sind meistens so kultiviert, dass mehrere Pflanzen in einem einzigen Topf sind und sich die schwächeren von ihnen dar nicht richtig entwicklen können. Man kann deshalb die Pflanze auch ganz einfach teilen und in zwei, drei oder noch mehr Töpfe pflanzen, wo sie sehr bald kräftig weiterwuchern können.

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