Karotten anbauen

Möhren und Karotten: gesunde, nahrhafte Wurzeln aus dem eigenen Garten

Möhren gehören zum Wurzelgemüse, das tiefen und humusreichen Boden liebt. In lockerer und sandiger Erde gedeihen sie wesentlich besser als in schweren, lehmhaltigen Böden.
Im Herbst wird das Beet kompostiert und zur Lockerung mit Mulch abgedeckt. Im Frühjahr kann mit sehr feinem Kompost ein wenig nachgedüngt werden, am besten nur in den Saatrillen.

Möhrensamen keimen sehr langsam. Manchmal brauchen sie drei oder vier Wochen, bis sie aufgehen. Da sie nicht kälteempfindlich sind, kann man sie aber bereits ab März säen. Das trifft auf die runden Karotten genauso zu wie auf die länglichen Möhrensorten. Manche späteren Wintersorten können von Anfang Mai bis Juni gesät werden. Bei günstiger Witterung können die ersten Karotten dann schon nach zweiweinhalb Monaten geerntet werden.

Möhren werden in Beeten angebaut und sollten nach Möglichkeit nie, auch nicht vor der Aussaat im Herbst, mit frischem Mist gedüngt werden. Der könnte nämlich Würmer und Fliegenmaden enthalten, die schnell zu natürlichen Feinden der Möhre werden.
Zur Aussaat werden etwa 3 cm tiefe Rillen gezogen, der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollte 20 cm betragen. Zur Düngung eignet sich neben feingesiebtem Kompost auch Steinmehl, mit dem der Boden nur ganz leicht bestäubt wird.
Nach dem Auftragen des feinen Komposts wird der Boden wieder mit etwas Erde bedeckt, die fest angedrückt werden muss. Anschließend ist kräftiges Gießen erforderlich.
Nachdem die Möhrensaat aufgegangen ist, sollten alle überflüssigen Sämlinge ausgezupft werden. Das ist zwar etwas mühsam, lohnt sich aber für eine gute Ernte. Nur so werden die Wurzeln stark und gesund. Die Pflanzen sollten nun im Abstand von 3 bis 5 cm weiterwachsen.

Möhren müssen gleichmäßig feucht gehalten werden. Denn wenn es große Unterschiede zwischen trockenen und nassen Phasen gibt, platzen die Wurzeln auf.
Um die Erde feucht und locker zu halten, sind luftdurchlässige Schichten aus Mulch am besten geeignet.

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Broccoli pflanzen

Wie züchten Sie Broccoli in Ihrem Garten?

Der Broccoli ist ein schnell wachsendes Kohlgemüse und daher in vielen Hausgärten verbreitet. Da Broccoli auf kleinster Fläche gute Erträge liefert, lohnt sich der Anbau. Dieses Gemüse kann sowohl als Broccoli Suppe, als auch als Salat oder Broccoliauflauf zubereitet werden.

Boden und Aussaat
Broccoli treibt kleine Blütenstände auf fleischigen Stielen, die reife Knospen bilden. Diese können abgeschnitten werden und wachsen innerhalb von zwei Monaten wieder nach. Der Boden kann auch karg sein, das Klima kühl, bevorzugt gedeiht der Broccoli allerdings in der Sonne auf lehmigem, fruchtbaren Boden. Der Platz sollte windgeschützt sein, der Boden alkalisch und locker. Im März erfolgt das Vorziehen früher Pflanzen in einer Anzuchtschale im Haus, im Mai werden diese ins Freiland umgesiedelt. Späte Sorten können ab Ende April direkt im Freiland ausgesät werden. Hierzu wird das Beet mit der Hacke geebnet und mit Kompost bedeckt. Die Aussaat erfolgt in 20 mm tiefen Saatrillen. Nach der Saat wird das Beet gewässert, schließlich vereinzelt der Gärtner die Jungpflanzen. Die Umpflanzung im 50-cm-Abstand erfolgt zwischen Mai bis Juli bei einer Größe von rund 10 cm, durch Zupfen an den Blättern wird der feste Sitz geprüft. Wildkrautwuchs muss verhindert werden, die Pflanzen brauchen täglich Wasser.

Ernte
Der Broccoli ist schnittreif, wenn die Knospen noch geschlossen, die Blütenköpfe aber gut entwickelt sind. Zehn Pflanzen können bis 10 kg Gemüse ergeben. Die Ernte kann vom Sommer bis in den Herbst erfolgen. Der Haupttrieb wird zuerst bei einer Länge von 10 bis 15 cm abgeerntet, indem er unmittelbar über der Achsel geschnitten wird. Die Pflanze treibt dann weitere Seitensprossen. Zum Schutz gegen Schädlinge, vor allem die Kohlfliege, legt man einen Kartonkragen um den Wurzelhals. Gegen die Schleimpilzerkrankung Kohlhernie wird Kalk in den gelockerten Boden eingeführt. Sollten dennoch einzelne Pflanzen befallen sein, müssen sie herausgerissen werden. Falscher Mehltau ist durch gelbfleckige Blätter zu erkennen, er ist durch weite Pflanzabstände zu unterbinden. Zudem sollten beim Gießen die Blätter nicht benetzt werden.

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Gartenboden düngen

Den Gartenboden düngen und auflockern

Häufig verfügt ein Gartenboden natürlicherweise über zu wenige Nährstoffe oder sein Nährstoffgehalt nimmt mit der Zeit ab. Dies passiert bei nahezu jedem Gartenboden, der mit Nutzpflanzen bewachsen ist, weil die intensive Nutzung des Gartenbodens diesen überbeansprucht und dadurch die Nährstoffe entzieht, wodurch sich die Bodenfruchtbarkeit reduziert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Gartenboden von Zeit zu Zeit zu düngen. Wird dies unterlassen, so leiden zwangsläufig die Gesundheit, die Optik des Rasens und der Ertrag der Pflanzen.

Die wichtigsten Nährstoffe, die beim ­Gartenboden düngen eingebracht werden, sind Stickstoff (N), Kalium (K) und Phosphat (P). Zum Düngen können Naturprodukte, industriell hergestellte Dünger auf natürlicher Basis und Kunstdünger verwendet werden. Zu den Naturprodukten zählt der Kompost, der in vielen Gärten selbst erzeugt wird. Seine Zusammensetzung und damit das Verhältnis N:K:P ist vom verwendeten Ursprungsmaterial, das kompostiert wurde, abhängig und in der Regel nicht bekannt. Weitere bekannte Naturdünger sind Hornspäne und Guano. Bei den Düngern, die im Gartenmarkt angeboten werden, ist das Verhältnis der Nährstoffe angegeben. Unterschiedliche Pflanzenarten brauchen eine unterschiedliche Nährstoffverteilung. Deshalb gibt es Spezialdünger wie etwa Tomatendünger oder Rosendünger.

Um den Gartenboden in einem bunten Garten mit einer Vielzahl verschiedener Pflanzen zu düngen, ist es aber nicht praktikabel, für jede Pflanzensorte einen anderen Spezialdünger zu verwenden. Daher sind bei den käuflichen Düngern Universaldünger weit verbreitet. Solche Universaldünger enthalten die Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis. Zusätzlich sind ihnen Spurenstoffe wie etwa Eisen beigemengt, die auf Pflanzen einen ähnlichen Effekt haben wie Vitamine auf den Menschen. Ein Gartenboden mit einem solchen Dünger fördert das Wachstum und den Ertrag der Pflanzen.

Universaldünger für den Gartenboden ist in unterschiedlichen Darreichungsformen im Handel. In flüssiger Form werden Universaldünger dem Gießwasser zugegeben, wodurch sie sehr schnell von den Pflanzen aufgenommen werden können. Die Dünger gibt es auch in fester Form, zum Gartenboden düngen werden sie auf diesen gestreut und in den Boden eingearbeitet. Solche festen Dünger haben im Boden eine längere Verweilzeit und sind daher als Langzeitdünger geeignet. Sonderformen des festen Düngers sind Düngerkegel oder Düngerstäbchen. Diese werden zum Gartenboden düngen neben die Wurzeln der Pflanzen gestellt oder gesteckt. Bei Regen oder bei Bewässerung lösen sie sich teilweise auf und geben ihre Inhaltsstoffe damit in einer Form ab, die von der Pflanze verwertbar ist.

Gartenboden düngen erhält oder erneuert die Qualität des Bodens und ist sowohl für den Nutzgarten als auch für den Ziergarten unverzichtbar.

Weitere Infos Rund um das Thema Garten finden Sie auf Gartentalk.net:

Gartenboden verbessern

Wie kann man den Gartenboden verbessern?

Den Gartenboden verbessern muss man dann, wenn eine lang anhaltende Nutzung des Bodens zu einer Nährstoffverarmung geführt hat oder wenn, etwa in einem Neubaugebiet, ein neuer Garten angelegt werden soll.

Der erste Schritt zur Verbesserung des Gartenbodens besteht in der Regel darin, den Boden mechanisch vorzubereiten. Um den Wurzeln der Pflanzen, die später auf dem Gartenboden wachsen sollen, einen hinreichend lockeren Untergrund zu bieten, muss der Boden umgraben werden. Für einen neuen Garten sollte diese Auflockerung besonders tiefgründig sein, sie wird hier am besten mit einer Fräse vorgenommen. Soll ein alter Gartenboden aufgefrischt werden, so ist ein einfaches Umgraben mit dem Spaten meist ausreichend.

Ein Gartenboden sollte gut durchlüftet sein, ein gewisses Speichervermögen für Wasser besitzen, aber nicht zu dauernder Staunässe neigen. Deshalb kann nicht jeder Boden auf die gleiche Weise verbessert werden, sondern ist je nach Struktur einer anderen Behandlung zu unterziehen.

Schwere Böden, das sind tonige oder lehmige Böden, besitzen einen hohen Feinkornanteil, sie sind bindig. Solche Böden haben eine geringe Wasserdurchlässigkeit, wodurch Staunässe eintreten kann und es zu Faulungsprozessen an den Wurzeln kommen kann. Ziel der Bodenverbesserung bei schweren Böden muss es deshalb sein, die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen. Dies wird dadurch erreicht, dass beim Umgraben Sand in den Boden gemischt wird.

Leichte Böden, das sind sandige Böden, bei denen die einzelnen Körner nicht aneinander haften, sind sehr wasserdurchlässig. Da das Wasser auch Nährstoffe auswäscht, muss das Ziel der Bodenverbesserung zunächst darin bestehen, das Sorptionsvermögen des Bodens zu verbessern. Dies gelingt, indem dem Boden Steinmehl oder Humus beigemischt wird.

Wenn der Boden nach diesen Maßnahmen eine brauchbare Struktur hat, sollte eine Bodenverbesserung durch Düngung erfolgen. Hierzu eignen sich ­Kompost oder eine Gründüngung. Der Kompost wird in den Boden eingearbeitet. Er versorgt den Boden langfristig mit Nährstoffen, erhöht die Population von wichtigen Mikroorganismen und Kleinlebewesen und verbessert die Bodenstruktur. Gründünger wird als Saat, etwa von Lupinen oder Klee, ausgebracht. Die Wurzeln der Pflanzen können Stickstoff anreichern, der den Boden düngt. Zusätzlich werden die Düngerpflanzen gemäht und untergegraben, wodurch sie ähnlich wie Kompost wirken.

Nach dieser grundlegenden Verbesserung des Gartenbodens kann später eine spezielle Behandlung erfolgen. Jeder Pflanzensorte braucht eine unterschiedliche Nährstoffverteilung, um optimal wachsen zu können. Hierfür gibt es Spezialdünger, deren Inhaltsstoffe auf bestimmte Pflanzen abgestimmt sind und hierdurch deren Wachstum gezielt verbessern.