Gartenboden verbessern

Wie kann man den Gartenboden verbessern?

Den Gartenboden verbessern muss man dann, wenn eine lang anhaltende Nutzung des Bodens zu einer Nährstoffverarmung geführt hat oder wenn, etwa in einem Neubaugebiet, ein neuer Garten angelegt werden soll.

Der erste Schritt zur Verbesserung des Gartenbodens besteht in der Regel darin, den Boden mechanisch vorzubereiten. Um den Wurzeln der Pflanzen, die später auf dem Gartenboden wachsen sollen, einen hinreichend lockeren Untergrund zu bieten, muss der Boden umgraben werden. Für einen neuen Garten sollte diese Auflockerung besonders tiefgründig sein, sie wird hier am besten mit einer Fräse vorgenommen. Soll ein alter Gartenboden aufgefrischt werden, so ist ein einfaches Umgraben mit dem Spaten meist ausreichend.

Ein Gartenboden sollte gut durchlüftet sein, ein gewisses Speichervermögen für Wasser besitzen, aber nicht zu dauernder Staunässe neigen. Deshalb kann nicht jeder Boden auf die gleiche Weise verbessert werden, sondern ist je nach Struktur einer anderen Behandlung zu unterziehen.

Schwere Böden, das sind tonige oder lehmige Böden, besitzen einen hohen Feinkornanteil, sie sind bindig. Solche Böden haben eine geringe Wasserdurchlässigkeit, wodurch Staunässe eintreten kann und es zu Faulungsprozessen an den Wurzeln kommen kann. Ziel der Bodenverbesserung bei schweren Böden muss es deshalb sein, die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen. Dies wird dadurch erreicht, dass beim Umgraben Sand in den Boden gemischt wird.

Leichte Böden, das sind sandige Böden, bei denen die einzelnen Körner nicht aneinander haften, sind sehr wasserdurchlässig. Da das Wasser auch Nährstoffe auswäscht, muss das Ziel der Bodenverbesserung zunächst darin bestehen, das Sorptionsvermögen des Bodens zu verbessern. Dies gelingt, indem dem Boden Steinmehl oder Humus beigemischt wird.

Wenn der Boden nach diesen Maßnahmen eine brauchbare Struktur hat, sollte eine Bodenverbesserung durch Düngung erfolgen. Hierzu eignen sich ­Kompost oder eine Gründüngung. Der Kompost wird in den Boden eingearbeitet. Er versorgt den Boden langfristig mit Nährstoffen, erhöht die Population von wichtigen Mikroorganismen und Kleinlebewesen und verbessert die Bodenstruktur. Gründünger wird als Saat, etwa von Lupinen oder Klee, ausgebracht. Die Wurzeln der Pflanzen können Stickstoff anreichern, der den Boden düngt. Zusätzlich werden die Düngerpflanzen gemäht und untergegraben, wodurch sie ähnlich wie Kompost wirken.

Nach dieser grundlegenden Verbesserung des Gartenbodens kann später eine spezielle Behandlung erfolgen. Jeder Pflanzensorte braucht eine unterschiedliche Nährstoffverteilung, um optimal wachsen zu können. Hierfür gibt es Spezialdünger, deren Inhaltsstoffe auf bestimmte Pflanzen abgestimmt sind und hierdurch deren Wachstum gezielt verbessern.