Rosenkohl pflanzen

Rosenkohl im eigenen Garten pflanzen

Köstlich schmeckt an kalten Wintertagen ein Gemüse aus Rosenkohl! Das kalorienarme Gemüse mit dem leicht bitteren Geschmack eignet sich für herzhafte Aufläufe mit Käse. Es passt aber auch gut zu Wildgerichten, zu allen Braten und zu Geflügel wie Ente und Gans. Rosenkohl enthält die Vitamine A, C, B1, B2 und besonders viel Vitamin B6. Außerdem stecken in dem gesunden Gemüse reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Eisen, Magnesium, Zink und Kalzium.

Ein sonniges Gartenbeet für den Rosenkohl
Rosenkohl benötigt eine lange Entwicklungszeit und bleibt deshalb bis in den Winter hinein auf dem Gartenbeet.
Das Gartenbeet steht also nicht wie bei den meisten anderen Gemüsen im Spätsommer für Feldsalat zur Verfügung.
Wie alle Kohlsorten liebt Rosenkohl einen nahrhaften tiefgründigen Boden. Deshalb sollte das Beet erstens unkrautfrei und zweitens mit der Grabegabel oder mit dem Spaten gut gelockert werden. Das Einarbeiten von Kompost ist von Vorteil.
Die Setzlinge sollten bis Mitte Juni ins Gartenbeet gepflanzt werden. Ein Abstand von 40 bis 50 Zentimetern nach allen Seiten fördert optimales Wachstum. Gut andrücken und angießen und wenn möglich, mit etwas leicht angetrocknetem Rasenschnitt mulchen. Das hält die Erde schön feucht und das Unkraut fern.
Wo der Kohlweißling unterwegs ist, kann das Garten-Beet mit einem speziellen Gemüseschutznetz abgedeckt werden.

Wässern und Düngen
Wenn die Beet-Erde mit Kompost versorgt wurde, genügt ein Gemüsedünger, der während der Wachstumszeit gegeben wird. Er sollte etwa einmal pro Woche rund um den Rosenkohl gestreut und leicht eingeharkt werden.
Zuviel Dünger sollte unbedingt vermieden werden, da Rosenkohl sonst keine festen Röschen bildet.
Alle Kohlsorten benötigen konstante Wassergaben. So auch der Rosenkohl. Ein ausgetrocknetes Gartenbeet
ist der Entwicklung nicht förderlich.

Ernten und tief gefrieren
Vom Gemüsebeet wird der Rosenkohl ab Spätherbst nach Bedarf entnommen. Er kann leichte Frostgrade gut vertragen und bekommt dadurch einen noch feineren Geschmack. Nach dem Blanchieren lässt sich dieses Gemüse ausgezeichnet einfrieren.

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Lauch anpflanzen

Lauch/Porree im eigenen Garten anpflanzen

Wer das Liliengewächs Lauch im Garten hat, kann nicht nur den Sommer über die Suppe damit verfeinern oder raffinierte Gerichte zaubern. Der Lauch, lateinisch Allium Porrum genannt, eignet sich hervorragend zum Einfrieren für den Winter. Bevor es aber so weit ist, muss noch einiges getan werden. Im zeitigen Frühjahr sät man Lauch in Anzuchtkästen und verzieht allmählich die kleinen Pflänzchen. Dann kann man die Porreepflanzen im April ins Freiland setzen, um im Sommer die erste Ernte zu haben. Damit immer genügend frischer Lauch zur Verfügung steht, sät man jeweils im Früh- und Spätsommer erneut. Wie alle Pflanzen, benötigt auch der Lauch ein wenig Pflege und Aufmerksamkeit, um gedeihen zu können. Er mag ein sonniges Plätzchen, aber auch im Halbschatten steht er gerne. Die gehaltvolle Erde sollte gelockert und gut belüftet sein. Ein Reihenabstand von dreißig Zentimetern und von Pflanze zu Pflanze fünfzehn Zentimeter Abstand muss sein.
Wenn die Pflänzchen kräftiger geworden sind, kann man ein wenig Erde um die Wurzeln häufeln, um schöne, weisse Stängel mit weniger Grün zu bekommen. Die Porreepflanzen sollten regelmäßig gegossen werden, und zwar um die Wurzel herum. Zu viel Feuchtigkeit schadet dem Lauch gleichermaßen wie zu wenig.
Lauch ist leider anfällig für Schädlinge und steht deshalb in einem Mischbeet besser als alleine. Als Nachbarn hat er gerne Karotten, Salat oder Erdbeeren. Da er ähnliche Schädlinge anzieht wie die Zwiebel, sollte diese folglich nicht in seiner Nähe gepflanzt werden. Auch die Erbse und die Bohne hat er nicht so gerne um sich.
Vorbeugend kann man den Lauch mit vergorener Brennesselbrühe gießen, das vertreibt Schädlinge und kräftigt die Pflanzen.
Die erste Ernte bringt besonders zarte Lauchstangen, die sich zum Rohessen hervorragend eignen. Lauch zu essen ist sowieso sehr gesund, denn er enthält Vitamin C. Daneben ist er reich an Mineralien, Antioxidantien und antibakteriellen Stoffen.

Rotkohl Anbau

Rotkohl – Informationen zum eigenen Anbau und Verwendung

Beim Rotkohl handelt es sich um ein Gemüse, das mit dem Weißkohl viele Gemeinsamkeiten hat. Augenfällig ist der farbliche Unterschied, der sich beim Rotkohl durch eine Substanz namens Anthocyan ergibt. Daneben ist Rotkohl besonders reich an den Vitaminen A und C. Außerdem ist er ein wenig fester als Weißkohl, was sich auf die Zubereitungstechniken des Gemüses auswirkt.

Um zu einem großen Kohlkopf heranzuwachsen, braucht der traditionelle Rotkohl Zeit. Die Aussaat erfolgt daher zeitig im Frühjahr, erst im späten Herbst ist das Gemüse dann reif für die Ernte. Inzwischen sind allerdings einige Züchtungen auf dem Markt, die schneller wachsen und eine frühere Ernte erlauben. In jedem Fall muss die Ernte vor dem ersten Frost erfolgen, den der Rotkohl im Gegensatz zu einigen anderen Kohlsorten nicht verträgt.

Die Anbauflächen für Rotkohl sollten nicht in der prallen Sonne liegen, sondern nur leicht sonnig sein oder sich im Halbschatten befinden. Rotkohl benötigt einen nährstoffreichen und feuchten Boden. Daher sollte das Beet vor der Aussaat vorbereitet werden, wozu das Ausbringen von großen Mengen Kompost geeignet ist. Eine Vorfrucht aus Erbsen oder Bohnen, die zur Stickstofffixierung im Boden führen, ist ebenfalls eine sinnvolle vorbereitende Maßnahme. Auch nach einer guten Vorbereitung bleibt der Nährstoffbedarf des Rotkohls hoch, sodass auch während des Wachstums immer wieder nachgedüngt werden sollte. Da der Rotkohl dem Boden viele Nährstoffe entzieht, sollte er höchstens vier Jahre auf dem gleichen Beet gezogen werden. Günstig ist es, den Kohl in Mischkultur anzubauen. Geeignet sind hierfür Gurken, Salat, Tomaten, Spinat oder Sellerie.

Als typisches Wintergemüse lassen sich unverletzte Kohlköpfe lange Zeit lagern. Voraussetzung ist ein trockener und kühler Ort, etwa auf einer Strohunterlage im Keller. Angeschnitten im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt der Kohl etwa zwei Wochen haltbar.

Rotkohl kann grundsätzlich als Rohkost genossen werden. Da er aber recht hart ist und viele Ballaststoffe enthält, sollte er hierzu mindestens eine Nacht lang mariniert werden. Die klassische Rotkohlzubereitung besteht im langsamen Kochen, wobei durch die Zugabe orientalischer weihnachtlicher Gewürze ein ganz besonderer Geschmack erreicht wird. Auch Apfelstücke dürfen im Rotkohl nicht fehlen. Diese verfeinern den Geschmack und sorgen durch ihre Säure dafür, dass sich eine appetitliche rote Farbe einstellt.

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Gurken pflanzen

Gurken im eigenen Garten pflanzen – was ist zu beachten?

Kaum ein anderes Gemüse erfreut sich derart großer Beliebtheit wie die Gurke. Ob als Rohkost, Salat oder zusätzliche Zutat bei unterschiedlichen Speisen, die Gurke ist nicht nur universell einsetzbar, sondern darüber hinaus auch erfrischend, kalorienarm und durstlöschend. In vielen privaten Gemüsegärten hat sich die Gurke einen festen Platz gesichert, da ihr Anbau vergleichsweise unkompliziert ist.

Während die Salatgurke kälteempfindlich ist und deshalb in einem Gewächshaus angepflanzt werden sollte, eignen sich Schäl- oder Einlegegurken auch für den Anbau im Freien. Sie werden entweder direkt in den Erdboden gepflanzt oder können alternativ auch als Jungpflanzen im Handel erworben werden, die, ähnlich wie Schlingpflanzen, an Gittern oder Gestängen hinaufwachsen. Gurkenpflanzen benötigen einen sonnigen bis leicht schattigen Standort, der darüber hinaus auch vor Wind geschützt sein sollte. Dies kann beispielsweise durch das benachbarte Anpflanzen von hochwachsenden Gemüsesorten erreicht werden. Optimale Bedingungen finden junge Gurkenpflanzen vor, wenn sie in eine angeritzte Mulchfolie gesetzt werden. Diese speichert die Wärme und schützt die Pflanzen gleichzeitig vor dem Austrocknen. Dadurch können sich die Wurzeln optimal ausbilden und wachsen. Des Weiteren ist darauf zu achten, die einzelnen Gurkenpflanzen nicht in zu geringem Abstand zueinander zu pflanzen. Ein Abstand von mindestens 30-40cm gewährleistet ein optimales Wachstum.

Gurken benötigen einen stets feuchten, flachen und warmen Boden, dessen Oberfläche nicht austrocknen und hart werden darf, da die Pflanze ansonsten Schaden nimmt. Auch der Nährstoffgehalt des Bodens spielt eine wichtige Rolle. Dieser sollte durch das Aufbringen einer Mulchschicht sowie von grobem Kompost, gemischt mit Torf und gehäckseltem Stroh, gewährleistet werden. Alternativ kann auch Pferde- oder Rindermist als Nährstoffquelle aufgebracht werden. Wird Düngemittel eingesetzt, sollte dieses chlorfrei und stickstoffarm sein. Für die Bewässerung der Gurkenpflanzen ist lauwarmes Regenwasser optimal geeignet. Die Bewässerung mit Leitungswasser sollte aufgrund der für die Pflanze schädlichen Wasserzusätze möglichst vermieden werden.

Haben die Gurkenpflanzen die gewünschte Größe erreicht, können die Gurken geerntet werden. Wichtig ist hierbei, den Haupttrieb sowie die Seitentriebe großzügig zu kürzen, um den künftigen Ernteertrag zu erhöhen.

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Weißkohl Anbau Verwendung

Weißkohl – Informationen zu Anbau und Verwendung

Beim Weißkohl handelt es sich um ein sehr gesundes Gemüse. Es steckt voller Vitamine und Mineralstoffe und besitzt eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs. 100 Gramm Weißkohl enthalten 22 Kalorien und alle Vitamine der B-Gruppe, sowie die Vitamine A, C und E. Kalium, Magnesium, Phosphor und Kalzium sind weitere gesunde Inhaltsstoffe des Weißkohl.

Ein guter Boden ist die halbe Weißkohl-Ernte

Die Bodenvorbereitung sollte sehr sorgfältig erfolgen, denn der Weißkohl ist ein sehr anspruchsvolles Gemüse auf dem Gartenbeet.
Er wünscht sich einen unkrautfreien und tiefgründig gelockerten Boden. Nur so kann er seine kräftigen langen Wurzeln ausstrecken und sich mit allen Nährstoffen die er benötigt aus der Erde versorgen. Nach der Bodenvorbereitung sollte etwas ausgereifter Kompost oberflächlich eingeharkt werden.

Je weiter die Pflanzabstände desto besser gelingt das Gemüse-Wachstum

Die Weißkohlsetzlinge brauchen Licht und Luft und gedeihen am besten mit einem großzügigen Abstand von 40 bis 50 Zentimetern zu den Nachbarspflanzen. Werden mehrere Reihen Kohl im Garten angebaut, dann sollten diese einen Abstand zueinander von 50 bis 60 Zentimetern bekommen.

Die richtigen Nachbarn für Weißkohl

Wer die Vorteile der Mischkultur für sich nutzen möchte, dann dem Weißkohl folgende Gemüsepflanzen ins Beet setzen: Tomaten, Paprika, Sellerie, Rettich, Spinat, andere Kohlsorten, Mangold und Salate.
Ungünstige Nachbarn für den Weißkohl sind die Zwiebel sowie der Knoblauch.

Gießen, düngen, mulchen und schützen

Der Weißkohl benötigt viele Nährstoffe in Form eines Gemüsedüngers, reichlich Wasser und ist dankbar für eine dünne Mulchdecke aus leicht angetrocknetem Grasschnitt.
Da der Weißkohl zu den Blattgewächsen zählt, darf seine Ernährung ruhig etwas stickstoffbetont sein, das
fördert sein Blattwachstum. So wäre es optimal, dem Gießwasser ab und zu etwas Brennesseljauche beizumischen. Überdüngen sollte man dieses Gemüse jedoch nicht, denn dies mindert die Kohlqualität und die Lagerfähigkeit im Winter. Regelmäßiges jäten und lockern des Bodens rund um den Kohl fördert sein Wachstum. Die Schädlingsabwehr kann völlig ohne Chemie mit einem Gemüsenetz erfolgen.

Der Weißkohl in der Küche

Er ist sehr vielseitig verwendbar. Jeder kennt den Weißkohl als Krautsalat, im Eintopf oder die mit Hackfleisch gefüllten Kohlblätter. Als feines Gemüse mit Rahm aber auch in leichterer Form wie beispielsweise im Wok mit asiatischer Gewürznote macht der Weißkohl eine gute Figur.

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Rote Bete Anbau

Rote Bete aus eigenem Garten: gesund, schmackhaft, sehr vielseitig

Rote Bete (Rote Beete), auch rote Rüben oder Rahner genannt, ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und wirkt blutbildend. Doch nicht nur wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sollte Rote Bete in keinem Biogarten fehlen – das Wurzelgemüse schmeckt ausgezeichnet!

Rote Bete ist sehr anspruchslos und einfach zu ziehen. Die Pflanze braucht auch nicht viel Sonne und gedeiht selbst an halbschattigen Standorten ausgezeichnet.
Ist das Beet normal gepflegt, muss man gar nicht zusätzlich düngen. Zur Vorbereitung für die Aussaat genügen im Herbst etwas Kompost und das Abdecken des Beetes mit Mulch. Mulchen hält die Bodenfeuchtigkeit, die Rote Bete unbedingt braucht. Gute Nachbarpflanzen sind Kohlrabi, Salat, Gurken und Buschbohnen.

Ab April kann Rote Bete im Freien ausgesät werden. Da die Samenkörner recht groß sind, lassen sie sich auch gut dosieren. Dafür sollte je 2 Körner etwa im Abstand von 10 cm gelegt werden. Später ist darauf zu achten, dass nur die starken Pflanzen weiterwachsen. Rote Rüben können zwar auch verpflanzt werden, erholen sich allerdings nicht gut davon. So ist es besser, schon im Vorfeld das spätere Vereinzeln zu vermeiden und schwache Triebe zu entfernen. Sollte das Vereinzeln trotzdem erforderlich sein, muss der Boden für das Umsetzen richtig feucht sein.

War die Aussaat dicht, kann man im laufenden Sommer zur Ernte fortwährend kleine Früchte herausziehen. Späte Ernten gräbt man am besten im Oktober, vor dem ersten Frost, heraus.
Die späte Aussaat von Mai bis Juni lässt besonders zarte Früchte heranreifen, die sich sehr gut für Wintervorräte eignen. Wichtig bei der Ernte ist, dass Rote Bete nie verletzt wird, sonst läuft der kostbare rote Saft aus. Darum dreht man die Blätter ganz vorsichtig ab, sodass das Herz erhalten bleibt.
Rote Bete kann man auch hervorragend in Essig konservieren. So eingelegt passt das Gemüse zu vielen herzhaften Gerichten.

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Unkrautbekämpfung Gemüsegarten

Unkrautbekämpfung leicht gemacht…

Welcher Gartenbesitzer hat sich noch nicht über Unkraut im Garten geärgert und nach geeigneten Mitteln zu Unkrautbekämpfung im Gemüsegarten gesucht.

Eine prima Möglichkeit zur Unkrautbekämpfung ist neben dem lästigen Auszupfen das Gartenvlies und die Mulchfolie. Diese sparen sehr viel Zeit und Aufwand bei der Pflege Ihres Gartens. Sie können die Vliese und Folien ganz leicht selber verlegen.

Das Gartenvlies ist wasser-, luft- und nährstoffdurchlässig, doch es lässt nicht zu, dass Unkrautkeimlinge durchwachsen.
Damit ist ein Gartenvlies eine umweltfreundliche Methode zur Bekämpfung von Unkraut, da sie dank des Vlies‘ auf einen Einsatz chemischer Unkrautmittel verzichten können.
Das Vlies lässt Wasser und Nährstoffe zu Ihren Pflanzen durch und der Boden bekommt auch durch das Vlies noch genügend Luft.
Doch das Vlies hilft auch dabei, Wärme und Feuchte im Boden zu halten- ein großer Vorteil, vor allem im Frühling.
Vor allem aber hat das Unkraut keine Chance.
Sie können es im ganzen Garten anwenden, in ihren Gemüsebeeten, Erdbeerbeeten, in Staudenbeeten, Rosen- und anderen Blumenbeeten, in Steingärten, Gehwegen, Innenhöfen, Terrassen, Gartenteichen oder als Rasenunterlage.
Dazu ist das Vlies sehr preiswert und dauerhaft (ca. 20 Jahre) haltbar.

Die Alternative dazu wären umweltschädliche Unkrautvernichtungsmittel (wer will das schon?) oder harte mechanische Arbeit beim Unkrautjäten. Hierzu gibt es allerdings auch hilfreiche Werkzeuge wie den Vertikulierer oder Unkrautstecher. Dieser greift mit seinen Metallzinken die Unkrautwurzeln und man kann sie dann drehend aus dem Boden ziehen.

Häufige Ursache für Unkraut auf Rasenflächen ist ein Mangel an Nährstoffen.
Rasen hat nämlich, anders als Unkraut, einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Wenn dieser nicht gedeckt wird, wächst der Rasen schwach und die sich an schlechte Standorte angepasst habenden und robusteren Unkräuter gewinnen die Oberhand.
Das kann bei einer zusätzlichen Wasserknappheit noch schneller gehen, da dem Unkraut auch die Trockenheit nicht schadet. Beim Rasen sollten Sie auch auf ein hochwertiges Saatgut achten, das nicht schon ab Werk von Unkrautsamen durchsetzt ist.

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Radieschen anbauen

Wie Sie Radieschen im Garten richtig anbauen…

Radieschen gehören ebenso wie die Rettiche zu den Kreuzblütlern. Woher sie tatsächlich stammen, ist nicht bekannt. In Europa kennt man dieses Gemüse ab Mitte des 16. Jahrhunderts und nutzt sowohl seinen scharfen Geschmack in der Küche als auch die gesundheitliche Wirkung in der Naturheilkunde. Radieschenknollen enthalten die Vitamine A, B1 und C, außerdem Eiweiße und Mineralstoffe.

Radieschen eignen sich je nach Sorte für den frühen, mittleren oder späten Anbau. Aufgrund ihrer schnellen Entwicklung nutzt der Gärtner sie gern als Zwischenfrucht. Im Frühjahr benötigen sie sechs Wochen, bis man sie ernten kann. Im Sommer sind es sogar nur vier Wochen.

Der Boden sollte durchlässig, aber nicht zu leicht sein. Ansonsten neigen Radieschen zum Schossen. Gleichbleibende Feuchtigkeit ist wichtig, damit ein Verholzen vermieden wird und sich die Knollen kurzfristig entwickeln können. Staunässe allerdings vertragen Radieschen nicht. Vor dem Anbau empfiehlt sich das großzügige Einarbeiten von gut durchrottetem Kompost.

Die erste Aussaat erfolgt ab März im Freiland, ein Folienschutz ist allerdings bis zum Ende der Frostperiode noch nötig. Auch im Gewächshaus lassen sich Radieschen im zeitigen Frühjahr anbauen, spätere Aussaaten gelingen nicht. Es ist darauf zu achten, dass die Saat nicht zu dicht in den Boden gebracht wird. Gegebenenfalls muss vereinzelt werden, damit sich die Knollen ausreichend entwickeln können. Der Abstand in der Reihe sollte drei bis fünf Zentimeter betragen. Die Saat ist nur dünn mit Erde zu bedecken. Folgesaaten können je nach Sorte bis in den Herbst erfolgen. Der Standort darf im Frühjahr und Herbst gern sonnig sein, während der Sommermonate wird jedoch Halbschatten bevorzugt. Als Mischkultur eignet sich der Anbau von Radieschen mit Möhren, Zwiebeln und Kohlrabi. Neben Kürbis, Gurken und Melonen stehen sie besser nicht.

Weiße Fliege, Springschwanz und Erdfloh können dem Radieschen gefährlich werden. Oft hilft eine Umstellung der Bodenverhältnisse und Pflegemaßnahmen, ohne dass Insektizide zum Einsatz kommen müssen.

Kopfsalat ziehen

Kopfsalat ziehen – zurück zur Natur!

Der Trend ist in den vergangenen Jahren deutlich erkennbar.
Nach zahlreichen Lebensmittelskandalen der letzten Jahre und Jahrzehnte macht sich doch so mancher wieder etwas mehr Gedanken über das, womit er seinen Körper ernährt.
Wer es sich finanziell leisten kann, greift immer häufiger zu Bio-Produkten oder zu Produkten aus der Region. Ganz sicher über die Herkunft und den Zustand seiner Nahrungsmittel kann sich aber vorwiegend der sein, der seine Nahrung im eigenen Garten erntet.

Kopfsalat
Da aber noch kein Gärtner vom Himmel gefallen ist, soll im Nachfolgenden die kleine Anleitung helfen, bald den ersten, selbst angebauten Salat aus dem eigenen Garten zu ernten.

Aussuchen des Saatguts
Der Handel bietet heute eine große Auswahl an verschiedenem Saatgut an. Stellen sie am besten vorher ihre Suchkriterien zusammen, zum Beispiel Sorte, Aussaatzeit, Erntezeit, Nährstoffgehalt, Bodenbeschaffenheit und natürlich, ob sie konventionelles oder biologisch erzeugtes Saatgut bevorzugen.

Ansaat
Zur Ansaat bietet sich eine flache Saatschale an, die es im Gartenmarkt zu kaufen gibt. Diese wird bis zur Hälfte mit Ansaaterde befüllt, da normale Gartenerde für Keimlinge zu nährstoffreich ist.
Drücken sie die Erde ein wenig an und streuen sie nun die Samen gleichmäßig auf die Erde. Danach bedecken sie diese etwa einen Zentimeter mit Erde, die sie ebenfalls etwas andrücken. Dann befeuchten sie alles vorsichtig.

Keimung und Pflege der Keimlinge
Wenn die Erde gleichmäßig feucht gehalten wird, braucht der Salat, je nach Sorte, etwa eine Woche bis sich die ersten grünen Spitzen zeigen. Gießen sie ihn auch jetzt regelmäßig weiter und sorgen sie für einen kühlen, jedoch sehr hellen Standort, da die Triebe sonst zu lange und sehr dünn werden.

Pikieren
Sind die Keimlinge etwa 1,5 Zentimeter groß und stehen sehr eng, benötigen sie dringend mehr Platz und nährstoffreichere Erde. Diese Tätigkeit nennt man pikieren. Dazu benutzen sie einen kleinen Stab, mit dem sie die Keimlinge vorsichtig aus der Erde hebeln ohne die Wurzeln zu beschädigen. Dies bedarf anfangs einiger Übung. Setzen sie die kleine Pflanze in ein vorbereitetes Pflanzloch in frische Gartenerde, ebenfalls wieder in eine Saatschale, mit Abstand zur nächsten Pflanze.

Auspflanzen
Ist die Pflanze auf ca. 5 Zentimeter angewachsen und hat mindestens vier Blätter, muss sie ins Beet an einen sonnigen Platz gepflanzt werden. Damit der Kopfsalat bis zur Ernte weiter gedeihen kann, müssen zur nächsten Pflanze 15 Zentimeter Abstand bestehen.

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Mangold pflanzen

Mangold – alles rund um Anzucht, Pflege und Verwendung

Mangold gehört zur Familie der Rübengewächse und kommt hauptsächlich in zwei Kulturformen vor: Stiel- oder Rippenmangold und Blatt- oder Schnittmangold.
Bei beiden Sorten werden für eine fortlaufende Ernte nicht die ganzen Pflanzen, sondern einzelne Stiele, bzw., Blätter gepflückt.
Stielmangold erkennt man an den stark ausgeprägten Mittelrippen der Blätter.
Früher als „Spargel des armen Mannes“ bezeichnet, bereitet man ihn mitsamt der langen Stiele zu.
Blattmangold hat dünnere Stiele und kleinere Blätter, ist auch unter der Bezeichnung Römischer Kohl bekannt.
Beide Mangoldsorten können wie Spinat zubereitet und verwendet werden, wobei Mangold etwas kräftiger schmeckt.

Nach dem Säubern werden die Blätter von den Stielen geschnitten und zunächst die festeren Stiele für 2-4 Minuten, dann die zarten Blätter für weitere 4 Minuten gegart.
Ganze Mangoldblätter können auch mit Fleisch und Fisch gefüllt oder als Gemüseschicht in einer Lasagne gebacken werden.
Beim Rührbraten im Wok bleibt das Gemüse bissfest und knackig.
Mangold enthält wenig Kalorien, aber viele Vitamine und Mineralstoffe.
Sein sehr hoher Anteil an Oxalsäure reduziert sich beim Garen, roh sollte er allerdings nicht gegessen werden.

Mangoldpflanzen sind zweijährig, die Blüte und Samenbildung findet erst in der zweiten Vegetationsperiode statt, nachdem die Pflanze eine Kälteperiode durchgemacht hat.
Die Aussaat erfolgt Ende März/ Anfang April, Folgesaaten sind bis Ende Mai/ Anfang Juni möglich.
Ideal sind vollsonnige Lagen mit nährstoffreicher, lockerer Erde, denn die Wurzel reicht bis zu 1 m tief.
Blattmangold benötigt leichten durchlässigen Boden, Stielmangold bevorzugt schwere Böden.
Zur besseren Keimung sollte die Saat 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen.
Gesät wird 3 cm tief mit einem Reihenabstand von etwa 35 cm (Blattmangold) und ca. 40 cm (Stielmangold).
Pro Saatstelle werden 3 Körner ausgelegt und später die kräftigsten Pflänzchen stehen gelassen.
Dabei ist ein Pflanzabstand von 15-20 cm (Blattmangold) und 25-30 cm (Stielmangold) einzuhalten.
Vorziehen der Sämlinge im Zimmergewächshaus ist ebenfalls möglich, die Auspflanzung erfolgt dann, wenn sich mindestens 4 Blätter gebildet haben.
Mangold muss regelmäßig gehackt, nach jedem Schnitt gedüngt und stets feucht gehalten werden, damit die Blätter zart bleiben.
Als Dünger eignen sich Kompost und Steinmehl, Brennnesseln- und Beinwellbrühe .
Besonders wichtig sind chloridhaltige Dünger, auf frischen Mist und stickstoffhaltige Düngergaben sollte verzichtet werden.
Mangold ist leicht frostfest, wenn er gut angehäufelt und mit Laub, Reisig oder Vlies abgedeckt wird.
Die winterharten Sorten gewinnen an Geschmack, wenn sie etwas Frost bekommen haben.

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