Rosenkohl pflanzen

Rosenkohl im eigenen Garten pflanzen

Köstlich schmeckt an kalten Wintertagen ein Gemüse aus Rosenkohl! Das kalorienarme Gemüse mit dem leicht bitteren Geschmack eignet sich für herzhafte Aufläufe mit Käse. Es passt aber auch gut zu Wildgerichten, zu allen Braten und zu Geflügel wie Ente und Gans. Rosenkohl enthält die Vitamine A, C, B1, B2 und besonders viel Vitamin B6. Außerdem stecken in dem gesunden Gemüse reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Eisen, Magnesium, Zink und Kalzium.

Ein sonniges Gartenbeet für den Rosenkohl
Rosenkohl benötigt eine lange Entwicklungszeit und bleibt deshalb bis in den Winter hinein auf dem Gartenbeet.
Das Gartenbeet steht also nicht wie bei den meisten anderen Gemüsen im Spätsommer für Feldsalat zur Verfügung.
Wie alle Kohlsorten liebt Rosenkohl einen nahrhaften tiefgründigen Boden. Deshalb sollte das Beet erstens unkrautfrei und zweitens mit der Grabegabel oder mit dem Spaten gut gelockert werden. Das Einarbeiten von Kompost ist von Vorteil.
Die Setzlinge sollten bis Mitte Juni ins Gartenbeet gepflanzt werden. Ein Abstand von 40 bis 50 Zentimetern nach allen Seiten fördert optimales Wachstum. Gut andrücken und angießen und wenn möglich, mit etwas leicht angetrocknetem Rasenschnitt mulchen. Das hält die Erde schön feucht und das Unkraut fern.
Wo der Kohlweißling unterwegs ist, kann das Garten-Beet mit einem speziellen Gemüseschutznetz abgedeckt werden.

Wässern und Düngen
Wenn die Beet-Erde mit Kompost versorgt wurde, genügt ein Gemüsedünger, der während der Wachstumszeit gegeben wird. Er sollte etwa einmal pro Woche rund um den Rosenkohl gestreut und leicht eingeharkt werden.
Zuviel Dünger sollte unbedingt vermieden werden, da Rosenkohl sonst keine festen Röschen bildet.
Alle Kohlsorten benötigen konstante Wassergaben. So auch der Rosenkohl. Ein ausgetrocknetes Gartenbeet
ist der Entwicklung nicht förderlich.

Ernten und tief gefrieren
Vom Gemüsebeet wird der Rosenkohl ab Spätherbst nach Bedarf entnommen. Er kann leichte Frostgrade gut vertragen und bekommt dadurch einen noch feineren Geschmack. Nach dem Blanchieren lässt sich dieses Gemüse ausgezeichnet einfrieren.

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Zwiebeln pflanzen

Wie pflanzen Sie Zwiebeln richtig?

Sie wird auch Zippel, Zipolle oder Bolle genannt, die allseits bekannte Küchenzwiebel. Und sie ist nicht weg zu denken aus den Küchen der ganzen Welt.
Die Zwiebel bringt pro 100 Gramm nur 33 Kalorien auf die Waage.
In der Zwiebel stecken die Vitamine A, C, B1, B2 und B6. An Mineralstoffen bringt sie reichlich Kalium mit sowie
Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen, Fluor, Jod und Selen. Und mit ihrem hohen Gehalt an Zink wird die ganz normale Küchenzwiebel zu einer richtigen Heilpflanze.

Verschiedene Zwiebelsorten
Der Traum fast jeden Hobby-Gärtners ist es, die Zwiebel im eigenen Garten zu kultivieren. Und es gibt verschiedene Sorten von Zwiebeln. Da sind einmal die Winterheckzwiebeln mit ihrem langen grünen Laub.
Außerdem die feinen Schalotten, Perlzwiebeln sowie die Frühlingszwiebel sind ebenfalls sehr beliebt in den meisten Küchen.

Steckzwiebel oder Gemüsezwiebel
Man kann alle Zwiebelsorten im Frühjahr im Gartenbeet aussäen. Dann gibt es noch die Steckzwiebeln.
Während Steckzwiebel nicht für eine lange Lagerzeit im Winter geeignet sind, können die aus Samen gesäten Zwiebeln im Winter gut gelagert werden.
Das Aussäen erfolgt am besten bereits im Februar in kleinen Töpfchen. Dies ergibt kräftige Jungpflanzen, die im März in den Garten gesetzt werden können.

Ein sonniges Gartenbeet vorbereiten
Zwiebeln lieben einen eher trockenen Boden der nicht allzu tief gelockert wurde. Sie sind genügsam in ihren Ansprüchen und nehmen fast mit jedem Gartenboden vorlieb.

Die vorgezogenen Zwiebeln werden im März ziemlich flach in die Erde gesetzt, so dass sie nur etwa zur Hälfte mit Erde bedeckt sind. Dasselbe gilt für die Steckzwiebeln, die mit einem Abstand von etwa 15 Zentimetern zueinander gesteckt werden sollten.

Zwiebeln sind genügsam
Sie benötigen nur hin und wieder etwas Kompost oder Flüssigdünger, der nicht zu stickstoffhaltig sein sollte.
Ab August beginnen die Zwiebeln zu reifen. Dann wird die Erde rund um das würzige Gemüse leicht angehoben.
Die frühere Methode des Niedertretens von Zwiebellaub begünstigt eher Fäulnis. Im luftigen Schatten können nun die Zwiebeln für den Winter trocknen.

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Gurken pflanzen

Gurken im eigenen Garten pflanzen – was ist zu beachten?

Kaum ein anderes Gemüse erfreut sich derart großer Beliebtheit wie die Gurke. Ob als Rohkost, Salat oder zusätzliche Zutat bei unterschiedlichen Speisen, die Gurke ist nicht nur universell einsetzbar, sondern darüber hinaus auch erfrischend, kalorienarm und durstlöschend. In vielen privaten Gemüsegärten hat sich die Gurke einen festen Platz gesichert, da ihr Anbau vergleichsweise unkompliziert ist.

Während die Salatgurke kälteempfindlich ist und deshalb in einem Gewächshaus angepflanzt werden sollte, eignen sich Schäl- oder Einlegegurken auch für den Anbau im Freien. Sie werden entweder direkt in den Erdboden gepflanzt oder können alternativ auch als Jungpflanzen im Handel erworben werden, die, ähnlich wie Schlingpflanzen, an Gittern oder Gestängen hinaufwachsen. Gurkenpflanzen benötigen einen sonnigen bis leicht schattigen Standort, der darüber hinaus auch vor Wind geschützt sein sollte. Dies kann beispielsweise durch das benachbarte Anpflanzen von hochwachsenden Gemüsesorten erreicht werden. Optimale Bedingungen finden junge Gurkenpflanzen vor, wenn sie in eine angeritzte Mulchfolie gesetzt werden. Diese speichert die Wärme und schützt die Pflanzen gleichzeitig vor dem Austrocknen. Dadurch können sich die Wurzeln optimal ausbilden und wachsen. Des Weiteren ist darauf zu achten, die einzelnen Gurkenpflanzen nicht in zu geringem Abstand zueinander zu pflanzen. Ein Abstand von mindestens 30-40cm gewährleistet ein optimales Wachstum.

Gurken benötigen einen stets feuchten, flachen und warmen Boden, dessen Oberfläche nicht austrocknen und hart werden darf, da die Pflanze ansonsten Schaden nimmt. Auch der Nährstoffgehalt des Bodens spielt eine wichtige Rolle. Dieser sollte durch das Aufbringen einer Mulchschicht sowie von grobem Kompost, gemischt mit Torf und gehäckseltem Stroh, gewährleistet werden. Alternativ kann auch Pferde- oder Rindermist als Nährstoffquelle aufgebracht werden. Wird Düngemittel eingesetzt, sollte dieses chlorfrei und stickstoffarm sein. Für die Bewässerung der Gurkenpflanzen ist lauwarmes Regenwasser optimal geeignet. Die Bewässerung mit Leitungswasser sollte aufgrund der für die Pflanze schädlichen Wasserzusätze möglichst vermieden werden.

Haben die Gurkenpflanzen die gewünschte Größe erreicht, können die Gurken geerntet werden. Wichtig ist hierbei, den Haupttrieb sowie die Seitentriebe großzügig zu kürzen, um den künftigen Ernteertrag zu erhöhen.

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Rettich anbauen

Rettich im eigenen Garten anbauen

Rettiche bilden eine eigenständige Pflanzengattung innerhalb der Kreuzblütengewächse. Der Rettich gehört zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Bereits die alten Ägypter schätzten ihn als Nahrungs-, aber auch als Heilmittel. Rettichwurzeln enthalten so viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, dass schon der Verzehr einer Wurzel den Tagesbedarf eines Erwachsenen deckt.

Rettich wird in Sommer- und Winterrettich unterschieden. Letzterer lässt sich bei entsprechender Lagerung bis zum Frühjahr konservieren. Beide Arten bevorzugen einen durchlässigen, lockeren Boden, der möglichst mittelschwer sein sollte. Stallmist oder Kalkgaben werden nicht vertragen. Reifer Kompost hingegen, der kurz vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet wird, fördert das Wachstum. Frühe Sorten gedeihen am besten an sonnigen Plätzen, späte Sorten sind auch mit einem Platz im Halbschatten zufrieden.

Sommerrettich wird ab März ausgesät. Eine Vorkultur unter Glas hat sich bewährt. Nach etwa zwei Wochen werden die Pflänzchen ins Freie gebracht und ins Beet gesetzt. Der Abstand von Pflanze zu Pflanze variiert je nach Sorte und beträgt durchschnittlich 30 Zentimeter. Bei einer Direktaussaat im Freien müssen die Pflanzen vereinzelt werden, damit die Wurzeln sich ausreichend ausbreiten können. Gewässert wird entsprechend der Witterung, wobei in der Wachstumsphase regelmäßige Wassergaben Bedingung für hohe Erträge sind. Geerntet wird Sommerrettich ab Juni. Er muss frisch verbraucht werden.

Winterrettich wird direkt im Freiland ausgesät. Die günstigsten Monate sind Juni und Juli. Spätester Aussaattermin ist Anfang August, damit sich die Wurzeln noch ausreichend entwickeln können. Winterrettich lässt sich bereits nach zwei Monaten ernten. Vor den ersten Nachtfrösten sollte er aus dem Boden genommen und eingelagert werden. Dazu empfiehlt es sich, die Wurzeln in feuchten Sand einzuschlagen, wo sie kühl und frostfrei aufbewahrt werden. Sie können bis zum zeitigen Frühjahr verwendet werden.

Rettich wird häufig von der Rettichschwärze befallen. Von diesem Pilz befallenes Gemüse muss vernichtet werden. Schädlingen lässt sich durch den Einsatz von natürlichen Fressfeinden und ausreichendes Wässern vorbeugen.

Rote Bete Anbau

Rote Bete aus eigenem Garten: gesund, schmackhaft, sehr vielseitig

Rote Bete (Rote Beete), auch rote Rüben oder Rahner genannt, ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und wirkt blutbildend. Doch nicht nur wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sollte Rote Bete in keinem Biogarten fehlen – das Wurzelgemüse schmeckt ausgezeichnet!

Rote Bete ist sehr anspruchslos und einfach zu ziehen. Die Pflanze braucht auch nicht viel Sonne und gedeiht selbst an halbschattigen Standorten ausgezeichnet.
Ist das Beet normal gepflegt, muss man gar nicht zusätzlich düngen. Zur Vorbereitung für die Aussaat genügen im Herbst etwas Kompost und das Abdecken des Beetes mit Mulch. Mulchen hält die Bodenfeuchtigkeit, die Rote Bete unbedingt braucht. Gute Nachbarpflanzen sind Kohlrabi, Salat, Gurken und Buschbohnen.

Ab April kann Rote Bete im Freien ausgesät werden. Da die Samenkörner recht groß sind, lassen sie sich auch gut dosieren. Dafür sollte je 2 Körner etwa im Abstand von 10 cm gelegt werden. Später ist darauf zu achten, dass nur die starken Pflanzen weiterwachsen. Rote Rüben können zwar auch verpflanzt werden, erholen sich allerdings nicht gut davon. So ist es besser, schon im Vorfeld das spätere Vereinzeln zu vermeiden und schwache Triebe zu entfernen. Sollte das Vereinzeln trotzdem erforderlich sein, muss der Boden für das Umsetzen richtig feucht sein.

War die Aussaat dicht, kann man im laufenden Sommer zur Ernte fortwährend kleine Früchte herausziehen. Späte Ernten gräbt man am besten im Oktober, vor dem ersten Frost, heraus.
Die späte Aussaat von Mai bis Juni lässt besonders zarte Früchte heranreifen, die sich sehr gut für Wintervorräte eignen. Wichtig bei der Ernte ist, dass Rote Bete nie verletzt wird, sonst läuft der kostbare rote Saft aus. Darum dreht man die Blätter ganz vorsichtig ab, sodass das Herz erhalten bleibt.
Rote Bete kann man auch hervorragend in Essig konservieren. So eingelegt passt das Gemüse zu vielen herzhaften Gerichten.

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Radieschen anbauen

Wie Sie Radieschen im Garten richtig anbauen…

Radieschen gehören ebenso wie die Rettiche zu den Kreuzblütlern. Woher sie tatsächlich stammen, ist nicht bekannt. In Europa kennt man dieses Gemüse ab Mitte des 16. Jahrhunderts und nutzt sowohl seinen scharfen Geschmack in der Küche als auch die gesundheitliche Wirkung in der Naturheilkunde. Radieschenknollen enthalten die Vitamine A, B1 und C, außerdem Eiweiße und Mineralstoffe.

Radieschen eignen sich je nach Sorte für den frühen, mittleren oder späten Anbau. Aufgrund ihrer schnellen Entwicklung nutzt der Gärtner sie gern als Zwischenfrucht. Im Frühjahr benötigen sie sechs Wochen, bis man sie ernten kann. Im Sommer sind es sogar nur vier Wochen.

Der Boden sollte durchlässig, aber nicht zu leicht sein. Ansonsten neigen Radieschen zum Schossen. Gleichbleibende Feuchtigkeit ist wichtig, damit ein Verholzen vermieden wird und sich die Knollen kurzfristig entwickeln können. Staunässe allerdings vertragen Radieschen nicht. Vor dem Anbau empfiehlt sich das großzügige Einarbeiten von gut durchrottetem Kompost.

Die erste Aussaat erfolgt ab März im Freiland, ein Folienschutz ist allerdings bis zum Ende der Frostperiode noch nötig. Auch im Gewächshaus lassen sich Radieschen im zeitigen Frühjahr anbauen, spätere Aussaaten gelingen nicht. Es ist darauf zu achten, dass die Saat nicht zu dicht in den Boden gebracht wird. Gegebenenfalls muss vereinzelt werden, damit sich die Knollen ausreichend entwickeln können. Der Abstand in der Reihe sollte drei bis fünf Zentimeter betragen. Die Saat ist nur dünn mit Erde zu bedecken. Folgesaaten können je nach Sorte bis in den Herbst erfolgen. Der Standort darf im Frühjahr und Herbst gern sonnig sein, während der Sommermonate wird jedoch Halbschatten bevorzugt. Als Mischkultur eignet sich der Anbau von Radieschen mit Möhren, Zwiebeln und Kohlrabi. Neben Kürbis, Gurken und Melonen stehen sie besser nicht.

Weiße Fliege, Springschwanz und Erdfloh können dem Radieschen gefährlich werden. Oft hilft eine Umstellung der Bodenverhältnisse und Pflegemaßnahmen, ohne dass Insektizide zum Einsatz kommen müssen.

Karotten anbauen

Möhren und Karotten: gesunde, nahrhafte Wurzeln aus dem eigenen Garten

Möhren gehören zum Wurzelgemüse, das tiefen und humusreichen Boden liebt. In lockerer und sandiger Erde gedeihen sie wesentlich besser als in schweren, lehmhaltigen Böden.
Im Herbst wird das Beet kompostiert und zur Lockerung mit Mulch abgedeckt. Im Frühjahr kann mit sehr feinem Kompost ein wenig nachgedüngt werden, am besten nur in den Saatrillen.

Möhrensamen keimen sehr langsam. Manchmal brauchen sie drei oder vier Wochen, bis sie aufgehen. Da sie nicht kälteempfindlich sind, kann man sie aber bereits ab März säen. Das trifft auf die runden Karotten genauso zu wie auf die länglichen Möhrensorten. Manche späteren Wintersorten können von Anfang Mai bis Juni gesät werden. Bei günstiger Witterung können die ersten Karotten dann schon nach zweiweinhalb Monaten geerntet werden.

Möhren werden in Beeten angebaut und sollten nach Möglichkeit nie, auch nicht vor der Aussaat im Herbst, mit frischem Mist gedüngt werden. Der könnte nämlich Würmer und Fliegenmaden enthalten, die schnell zu natürlichen Feinden der Möhre werden.
Zur Aussaat werden etwa 3 cm tiefe Rillen gezogen, der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollte 20 cm betragen. Zur Düngung eignet sich neben feingesiebtem Kompost auch Steinmehl, mit dem der Boden nur ganz leicht bestäubt wird.
Nach dem Auftragen des feinen Komposts wird der Boden wieder mit etwas Erde bedeckt, die fest angedrückt werden muss. Anschließend ist kräftiges Gießen erforderlich.
Nachdem die Möhrensaat aufgegangen ist, sollten alle überflüssigen Sämlinge ausgezupft werden. Das ist zwar etwas mühsam, lohnt sich aber für eine gute Ernte. Nur so werden die Wurzeln stark und gesund. Die Pflanzen sollten nun im Abstand von 3 bis 5 cm weiterwachsen.

Möhren müssen gleichmäßig feucht gehalten werden. Denn wenn es große Unterschiede zwischen trockenen und nassen Phasen gibt, platzen die Wurzeln auf.
Um die Erde feucht und locker zu halten, sind luftdurchlässige Schichten aus Mulch am besten geeignet.

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Mangold pflanzen

Mangold – alles rund um Anzucht, Pflege und Verwendung

Mangold gehört zur Familie der Rübengewächse und kommt hauptsächlich in zwei Kulturformen vor: Stiel- oder Rippenmangold und Blatt- oder Schnittmangold.
Bei beiden Sorten werden für eine fortlaufende Ernte nicht die ganzen Pflanzen, sondern einzelne Stiele, bzw., Blätter gepflückt.
Stielmangold erkennt man an den stark ausgeprägten Mittelrippen der Blätter.
Früher als „Spargel des armen Mannes“ bezeichnet, bereitet man ihn mitsamt der langen Stiele zu.
Blattmangold hat dünnere Stiele und kleinere Blätter, ist auch unter der Bezeichnung Römischer Kohl bekannt.
Beide Mangoldsorten können wie Spinat zubereitet und verwendet werden, wobei Mangold etwas kräftiger schmeckt.

Nach dem Säubern werden die Blätter von den Stielen geschnitten und zunächst die festeren Stiele für 2-4 Minuten, dann die zarten Blätter für weitere 4 Minuten gegart.
Ganze Mangoldblätter können auch mit Fleisch und Fisch gefüllt oder als Gemüseschicht in einer Lasagne gebacken werden.
Beim Rührbraten im Wok bleibt das Gemüse bissfest und knackig.
Mangold enthält wenig Kalorien, aber viele Vitamine und Mineralstoffe.
Sein sehr hoher Anteil an Oxalsäure reduziert sich beim Garen, roh sollte er allerdings nicht gegessen werden.

Mangoldpflanzen sind zweijährig, die Blüte und Samenbildung findet erst in der zweiten Vegetationsperiode statt, nachdem die Pflanze eine Kälteperiode durchgemacht hat.
Die Aussaat erfolgt Ende März/ Anfang April, Folgesaaten sind bis Ende Mai/ Anfang Juni möglich.
Ideal sind vollsonnige Lagen mit nährstoffreicher, lockerer Erde, denn die Wurzel reicht bis zu 1 m tief.
Blattmangold benötigt leichten durchlässigen Boden, Stielmangold bevorzugt schwere Böden.
Zur besseren Keimung sollte die Saat 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen.
Gesät wird 3 cm tief mit einem Reihenabstand von etwa 35 cm (Blattmangold) und ca. 40 cm (Stielmangold).
Pro Saatstelle werden 3 Körner ausgelegt und später die kräftigsten Pflänzchen stehen gelassen.
Dabei ist ein Pflanzabstand von 15-20 cm (Blattmangold) und 25-30 cm (Stielmangold) einzuhalten.
Vorziehen der Sämlinge im Zimmergewächshaus ist ebenfalls möglich, die Auspflanzung erfolgt dann, wenn sich mindestens 4 Blätter gebildet haben.
Mangold muss regelmäßig gehackt, nach jedem Schnitt gedüngt und stets feucht gehalten werden, damit die Blätter zart bleiben.
Als Dünger eignen sich Kompost und Steinmehl, Brennnesseln- und Beinwellbrühe .
Besonders wichtig sind chloridhaltige Dünger, auf frischen Mist und stickstoffhaltige Düngergaben sollte verzichtet werden.
Mangold ist leicht frostfest, wenn er gut angehäufelt und mit Laub, Reisig oder Vlies abgedeckt wird.
Die winterharten Sorten gewinnen an Geschmack, wenn sie etwas Frost bekommen haben.

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Blumenkohl im Garten

Was sollten Sie beachten?

Wer möchte nicht den Blumenkohl aus dem eigenen Garten genießen! Denn es gilt unbestritten: Was selbst angebaut ist, schmeckt gleich viel besser. Und zudem ist der selbst gezogene Blumenkohl meistens noch giftfrei gezogen und von so frischer Qualität, wie man ihn nicht einmal auf dem Markt kaufen kann.

Doch nicht immer ist es so einfach, einen guten Blumenkohl zu ziehen. Denn so mancher Schädling hat den leckeren weißen Kohl schon entdeckt, bevor er groß gewachsen ist. Dazu kommt, dass alle Kohlarten, insbesondere aber der Blumenkohl, ein sehr anspruchsvoller Gast im Garten ist.

Das bedeutet eine gute Bodenvorbereitung. Damit Kohl gut gedeiht, sollte das sonnig liegende Gartenland auf jeden Fall unkrautfrei sein. Wer einen allzu festen tonigen Boden hat tut gut daran, diesen mit der Grabegabel richtig tief zu lockern. Ideal wäre es, jetzt ausgereiften Kompost mit einzuarbeiten.
Kompost besitzt nicht jeder Hobbygärtner. Manchmal kann man ihn aber in der Region in Kompostieranlagen kaufen. Wenn nicht, dann genügt auch ein guter Langzeitdünger für Gemüse.

Ist das Gartenbeet also tiefgründig gelockert und feinkrümelig, dann kann der Blumenkohl gepflanzt werden.
Es empfiehlt sich bei der Pflanzung im Juni auf schoßfeste Sommersorten zurück zu greifen.

Der Blumenkohlsetzling aus der Gärtnerei sollte nun in einem Abstand von 40 bis 50 Zentimeter zum nächsten
Blumenkohl gesetzt werden. Pflanzt man mehr als eine Reihe, sollte der Reihenabstand ebenfalls mindestens 50 Zentimeter betragen. Ist der Blumenkohlsetzling in der Erde, dann die Erde ringsum gut andrücken und kräftig angießen. Wenn etwas angetrockneter Rasenschnitt zur Verfügung steht, kann man damit mulchen.
Wenn die Region von Schnecken geplagt ist, empfiehlt es sich, gleich einige Körnchen um den jungen Blumenkohl herum zu streuen.

Blumenkohl benötigt viel Wasser und viele Nährstoffe. Etwa eine Woche nach der Pflanzung kann jetzt Langzeitdünger für Gemüse laut Packungsangaben oberflächlich in die Erde eingeharkt werden.
Wer ganz sicher gehen möchte, schützt seinen Blumenkohl mit einem Schutznetz für Gemüse vor unliebsamen Besuchern wie beispielsweise dem Kohlweisling.

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Schwarze Johannisbeere

Die Schwarze Johannisbeere

Die Schwarze Johannisbeere ist eine beliebte Beerensorte und lässt sich einfach im Garten kultivieren. Die beste Pflanzzeit für die süß-säuerlichen Beeren ist im Herbst.

Schwarze Johannisbeeren ergeben schmackhafte Konfitüren, Gelees, Dessertweine und Säfte. Sie unterscheidet sich geschmacklich sehr von der beliebten Roten Johannisbeere und ist deshalb nicht jedermanns Sache. Die reife Frucht hat je nach Sorte meistens eine dickere Haut und schmeckt süß-säuerlich bis herbe. Sie enthält das wertvolle Vitamin C und tut der Gesundheit gut. Die Schwarze Johannisbeere wird trotzdem gerne im Garten angebaut.

Der richtige Standort für die Schwarze Johannisbeere

Schwarze Johannisbeeren lieben einen nährstoffreichen, humosen Boden. Ein windgeschützter, aber sonniger Standort ist für diese Beerensorte ideal. Es ist wichtig, dass der Boden nicht zu trocken und auch nicht frostgefährdet ist. Für den perfekten Boden kann man vor dem Setzen der Stecklinge das Erdreich mit Gartenkompost aufwerten.

Für den ersten Anbau der Schwarzen Johannisbeere wählt man idealerweise den Herbst. Auf keinen Fall darf der Boden Frost haben. Die Schwarze Johannisbeere lässt sich bis in den Mai hinein anpflanzen. Nach dem Einpflanzen der Stecklinge werden die Triebe zurückgeschnitten. Zwischen drei und fünf Knospen sollten stehen gelassen werden. Damit die Pflanze richtig anwachsen kann, empfiehlt sich eine etwa fünf Zentimeter dicke Mulschicht auf dem Boden.

Düngen, pflegen und ernten der Schwarzen Johannisbeere

Im Frühjahr und nach der Ernte wird die Schwarze Johannisbeere gedüngt. Eine Mulschicht reicht dabei normalerweise aus. Regelmäßig aufgetragener Kompost oder Stallmist erübrigt das Düngen, wenn es sich um normalen Boden handelt. Ist der Boden weniger nährstoffreich, gibt Brennnesseljauche im Herbst die nötigen Mineralien.

Die Schwarze Johannisbeere ist sehr pflegeleicht. Sie begnügt sich mit regelmäßigem Auslichten der Bodentriebe. Schwache Seitentriebe gehören auch regelmäßig entfernt. Nur so können sich der Mittelstamm und einige Leittriebe (vier bis fünf) kräftig entwickeln.

Für die Ernte ist die Zeit ein bis zwei Wochen nach dem Dunkel werden der Früchte angemessen. Normalerweise ist dies zwischen Ende Juni und Mitte Juli der Fall. Damit die empfindlichen Früchte nicht zu schnell faulen, sollten sie nur an trockenen Tagen geerntet werden. Die Beeren der Schwarzen Johannisbeere sind nur wenige Tage haltbar und müssen deshalb zügig verarbeitet werden.

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