Kompostbeschleuniger

Kompostiervorgang schnell und wirkungsvoll

Kompost wird häufig auch als Gold des Gartens bezeichnet, was durchaus berechtigt ist. Denn Kompost ist ein in mehrfacher Hinsicht wertvoller Stoff. Zunächst entlastet die Kompostierung das Portemonnaie des Gartenbesitzers, weil keine Abfallgebühren für die pflanzlichen organischen Reststoffe anfallen, die auf den Komposthaufen gebracht werden. Aber der Kompost ist auch für den Boden des Gartens und die auf ihm wachsenden Pflanzen sehr wertvoll, denn er enthält wichtige Nährstoffe für die Pflanzen. Durch guten Kompost ist es möglich, den Einsatz von Kunstdünger einzuschränken oder sogar völlig darauf zu verzichten.

Daher wundert es nicht, dass die große Mehrzahl der Gärten mit einer Einrichtung zum Kompostieren ausgestattet ist, sei es als offen geschütteter Komposthaufen oder als Kompostierbehälter. Mit Pflege, einer günstigen Zusammensetzung der eingebrachten Abfälle, einem hinreichenden Zerkleinerungsgrad und dem richtigen Wassergehalt wird mit einem Komposthaufen oder dem Komposter aus den Abfällen der erwünschte wertvolle Dünger. Allerdings handelt es sich hierbei um einen natürlichen Prozess, der von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt und oft einen langen Zeitraum benötigt. Unter ungünstigen Bedingungen kann der natürliche Umwandlungsprozess sogar vollständig zum Erliegen kommen, ohne dass ein verwertbares Ergebnis erhalten wird. Um das zu verhindern und um in wenigen Wochen gebrauchsfähigen Kompost zu erhalten, sollte dem Kompost ein Kompostbeschleuniger beigegeben werden.

Die Umwandlung von organischen Abfallstoffen ist, vereinfacht gesagt, auf die Fressvorgänge von Mikroorganismen, die teilweise noch von Kleintieren wie Regenwürmern unterstützt werden, zurückzuführen. Je umfangreiche also die Population der Mikrofauna ist, umso schneller und wirkungsvoller erfolgt der Kompostiervorgang. Daraus abzuleiten, dass Schnellkomposter in konzentrierter Form Kleinlebewesen enthielten, ist jedoch nicht richtig. Der Schnellkomposter ist vielmehr so zusammengesetzt, dass er die Lebensbedingungen der bereits im Komposthaufen vorhandenen Kleinlebewesen, der sogenannten autochthonen Mikrofauna, wirkungsvoll und nachhaltig verbessert. Kompostbeschleuniger besteht neben einem mineralischen Substrat in erster Linie aus Humus und er enthält die Nährstoffe Stickstoff, Phosphat und Kalium in einem für die Mikrofauna günstigen Verhältnis.

Diese Zusammensetzung des Schnellkomposters hat mehrere Effekte zur Folge. Das optimierte Nährstoffangebot regt die Vermehrung an, die Zahl der Mikroorganismen steigt im Komposthaufen an. Das Substrat und der Humus dienen als Wasserpuffer. Sie sorgen dafür, dass der Kompost feucht bleibt, aber nicht so nass bleibt, dass seinen Kleinlebewesen kein Luftsauerstoff mehr für die Atmung vorliegt. Auch hierdurch wird deren Vermehrung gesteigert.

Durch diese Wirkungen wird der Kompostiervorgang massiv beschleunigt. Aus einem gut gemischten Haufen mit organischen Abfällen wird in rund 10 Wochen ein gebrauchsfähiger Kompostdünger. Durch den Schnellkomposter wird der Zeitraum der natürlichen Kompostbildung also signifikant verkürzt.

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Richtig kompostieren

Richtig kompostieren – worauf sollten Sie achten?

Um einen qualitativen Kompost zu erhalten, ist es wichtig, diesen richtig zusammenzusetzen. Dabei sollte der Interessent beachten, richtig zu kompostieren und vor allem sollte er wissen, welches Material er dazu verwenden kann und welche er unter keinen Umständen untermischen sollte.

Als Erstes muss der passende Kompostplatz ausgesucht werden. Hier ist zu beachten, dass der Komposthaufen leicht zugänglich ist, an einem schattigen Ort steht und etwas verdeckt ist. Zu empfehlen sind Behälter aus Kunststoff oder schwer verrottbaren Holzsorten. Denn Behältnisse aus Metall sind weniger geeignet, da diese Schwermetalle an die Erde abgeben können. Damit Regenwasser und Unkrautsamen nicht ungehindert zu dem Komposthaufen gelangen können, sollte dieser mit Vlies oder Folie abgedeckt werden. Als besondere Empfehlung gelten Kompostierungshilfen wie Kompost – Beschleuniger und Kompostwürmer.

Der Aufbau des Komposthaufens ist gleichbleibend. Die unterste Schicht sollte hierbei aus luftigen, groben und holzigen Materialien bestehen. Danach wird immer eine Schicht mit fertigem Kompost oder alternativ Gartenerde abgewechselt. Um ein sehr gutes Ergebnis zu erhalten, sollte der Kompost gut gemischt sein. Daher immer feuchten Kompost mit Trockenem mischen und dann als eine weitere Schicht für den Komposthaufen aufsetzen. Gesteinserde beschleunigt dabei den Kompostierungsvorgang. Zu empfehlen ist, den Komposthaufen mit Erde abzuschließen, damit dieser nicht austrocknet. Dann beginnen die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen damit, den Kompost zu zersetzen, die Verrottung fängt an. Die Dauer der Verrottung beträgt für gewöhnlich sechs bis neun Monate, je nach Zusammensetzung und Temperatur. Während der kalten Jahreszeiten findet die Verrottung hingegen gar nicht oder verzögert statt.

Wenn die Hälfte der Zeit der Verrottung um ist, kann der Hobbygärtner den Komposthaufen umsetzen. Dazu wird dieser so umgeschichtet, dass er praktisch gedreht wird. Das Material wird von innen nach außen und von oben nach unten umgesetzt. Dies dient dazu, dem Komposthaufen frische Luft zuzuführen und den Vorgang der Verrottung zu beschleunigen.

Für den Kompost eignen sich alle organischen Abfälle, die im Garten oder im Haushalt entstehen. Nicht verrottbare Abfälle hingegen dürfen nicht auf einen Komposthaufen gelangen. Dabei gelingt ein Komposthaufen besonders gut, wenn die Bestandteile sehr vielfältig sind. Daher sollte es vermieden werden, den Kompost einseitig hauptsächlich mit nur einem Bestandteil zu versetzen. Ideal sind bei der Verwendung für den Komposthaufen Küchenabfälle, Laub, Rasenschnitt, Kaffeebeutel, Teebeutel, Eierschalen, Gartenabfälle, Obstreste und holziges Schreddermaterial. Unter keinen Umständen dürfen Abfälle wie Steine, Glas, Metall, kranke Pflanzen, Samen tragende Unkräuter, farbige Zeitungen, Fleisch, Knochen oder gekochte Essensreste auf den Komposthaufen gelangen.

Natürlich lässt sich Kompost auch häckseln.

Kompost häckseln

 

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