Zitronenmelisse Pflege

Melissa officinalis – die Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse stammt aus der Mittelmeerregion. Der Kaukasus, die Türkei, Irak, Iran und Pakistan zählen ebenso zu ihren natürlichen Verbreitungsgebieten.

Biologisch betrachtet zählt die Melissa officinalis zur Familie der Lippenblütler, zu der auch andere Kräuter wie Basilikum, Lavendel oder Salbei gehören. Die Zitronenmelisse wird bis zu einem Meter hoch und duftet stark nach Zitronen. Daher hat sie ihren Namen.

Unterirdisch bildet die Pflanze dicke Rhizome, also Ausläufer, über die sie sich weiter verbreitet. Will man das verhindern, so muss man die Zitronenmelisse in einem Topf oder Kübel kultivieren. Bei guter Pflege kann die krautige Pflanze mehr als 20 Jahre alt werden. In der Regel erreicht die Gewürzpflanze bei uns aber nur ein Alter von etwa drei Jahren.

Die Zitronenmelisse wird vorwiegend als Gewürz eingesetzt. Verwendet werden können alle Teile der Pflanze. Beliebt ist sie besonders wegen ihrer ätherischen Öle und ihrem Zitronengeschmack. Die Intensität des Geschmacks ist allerdings von der Region, der Sonneneinstrahlung, der Jahreszeit und dem Zeitpunkt der Ernte abhängig. Geerntet wird die Zitronenmelisse meistens im Juni und Juli, kurz vor der Blüte.

Darüber hinaus ist die Zitronenmelisse auch als Arzneipflanze von Bedeutung. So werden Zitronenmelissen-Extrakte zum Beispiel in Kräuterlikören verarbeitet. Gerbstoffe, Bitterstoffe und Thymol sind für die gute Verträglichkeit der Zitronenmelisse verantwortlich. Der Tee aus ihren Blättern wirkt beruhigend und fördert die Verdauung. Bei nervösen Magenbeschwerden oder Darmstörungen, bei Gallenleiden und Entzündungen leistet die Zitronenmelisse wertvolle Dienste. Sie entspannt und beruhigt und wirkt sich positiv auf Entzündungen aus. Als Hausmittel wird sie auch zur Behandlung von Erkältungskrankheiten und Herpesbläschen eingesetzt. Schon Hildegard von Bingen empfahl Zitronenmelisse bei Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden. Die Essenzen aus der Zitronenmelisse sind allerdings nur sehr selten als reines Melissenöl im Handel erhältlich. Ein Grund dafür ist der hohe Preis. Viel häufiger trifft man daher Ersatzöle wie Lemongrasöl oder Citronellaöl an.

Eine große Rolle spielt die Zitronenmelisse auch als Bienenweide. Ihr intensiver Duft zieht Bienen und andere Insekten an und bietet ihnen wertvolle Nahrung.

Die Anzucht der Zitronenmelisse kann im Topf auf der Fensterbank, im Beet oder im Kübel erfolgen. Die Jungpflanzen müssen gut gegossen werden, damit sie rasch Wurzeln bilden. Auch nach einem Rückschnitt oder bei besonders trockener Witterung benötigt die Zitronenmelisse zusätzliche Wassergaben. Wenn die jungen Pflanzen gut angewachsen sind, vertragen sie auch leichte Fröste im Herbst. In späteren Jahren gelten sie dann als frosthart, man muss jedoch mit Verlusten rechnen, lässt man die Zitronenmelisse über den Winter ungeschützt im Freien.

Den höchsten Ölgehalt verzeichnet die Zitronenmelisse bei warmem, trockenem Wetter. An sonnigen Tagen lassen sich die Blätter besonders gut ernten. Nun duftet und schmeckt die Zitronenmelisse besonders intensiv.

Die Zitronenmelisse benötigt einen trockenen und warmen Standort. Sie bevorzugt nährstoffreiche Böden wie Lehm oder Sand mit einem hohen Lehmanteil. Mäßige Düngergaben wirken wachstumsfördernd.

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Petersilie säen

Petersilie im Garten

Petersilie ist ein Gewürzkraut, dessen Blätter und Wurzeln besonders geschmackvoll und gesund sind.
Es gibt sie mit glatten oder krausen Blättern, die am besten frisch gehackt an das fertige Gericht gegeben werden.
So bleiben wertvolle Vitamine (hauptsächlich Vitamin C) und Inhaltsstoffe am besten erhalten.
Petersilie sollte nur als Bestandteil eines Bouquet garni mitgekocht werden, um Brühen eine besonders würzige Grundnote zu verleihen. Die Petersilienwurzel dagegen kann wie ein Gemüse zubereitet werden.

Zu Heilzwecken verwendet man Früchte und Wurzeln; sie wirken harntreibend und verdauungsfördernd.
Der Samen enthält Apiol und Myristicin, ätherische Öle, die in größeren Mengen Leber, Herz und Nieren schädigen.

Die Anzucht der Petersilie gelingt recht einfach im Zimmergewächshaus auf einer warmen Fensterbank.
Die Samen keimen bereits nach kurzer Zeit und sollten nach Ausbildung der ersten echten Blattpaare vereinzelt werden.
Durch dieses „Pikieren“ erhält man kräftige, gut verzweigte Pflanzen, die man in ein vorbereitetes Beet setzen kann.
Petersilie mag nährstoffreiche Lehmböden und viel Licht, von einem Standort, an dem sie den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist, sollte man jedoch absehen.
Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich an feuchten Felswänden, wo das Regenwasser gut ablaufen kann.
Deshalb nimmt sie Staunässe sehr übel, reagiert mit Wurzelfäule und geht schnell ein.
Petersilie braucht reichlich Nährstoffe für ein gesundes Wachstum, neigt aber dazu, in ihren Blättern Nitrat zu speichern
Statt reinem Kunstdünger sollte besser ein Flüssigdünger für Grünpflanzen gegeben werden, er enthält alles, was sie braucht.

In der Pflanzenmitte entstehen fortlaufend kleine neue Blätter.
Bei der Ernte darf dieses „Herz“ auf keinen Fall beschädigt werden, die Pflanze stellt sonst ihr Wachstum ein.
Geschnittene Petersilie kann im Wasserglas einige Stunden, in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt werden.
Wegen des enormen Vitamin- und Aromaverlusts bei der Lagerung empfiehlt sich jedoch immer die zeitnahe frische Ernte.
Zum Konservieren eignet sich am besten das Tiefgefrieren.

Bei Freilandkulturen ist sicherzustellen, dass in der Nähe der Küchenpetersilie keine Hundspetersilie wächst.
Dabei handelt es sich um ein ähnlich aussehendes, sehr giftiges Unkraut.
Im Unterschied zur Gartenpetersilie riechen die Blätter der Hundspetersilie beim Zerreiben sehr unangenehm.
Für den Geruchstest am Blatt müssen unbedingt Handschuhe getragen werden, das Gift wird sehr leicht über Haut und Schleimhaut aufgenommen, auch ohne dass eine Verletzung vorliegt.
Auch an den Blüten kann man sie erkennen: Bei der Gartenpetersilie sind sie eher gelbgrün, bei der Hundspetersilie dagegen weiß.

Kann das Vorhandensein dieser Giftpflanze nicht ausgeschlossen werden, sollte auf den Anbau von glatter Petersilie besser verzichtet werden.

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Basilikum pflanzen

Info zu Anzucht, Pflege und Verwendung

Verwendung:
Basilikum ist aus vielen Küchen nicht wegzudenken. Es verleiht vor allem Fleisch- und Nudelgerichten das typische Aroma der italienischen Küche. Es werden sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter verwendet, wobei letztere durch den Trocknungsprozess etwas an Intensität verlieren.

Das Öl des Basilikum wird auch in der Kosmetikbranche als Duftbeigabe zu Parfums verwendet. In der Volksmedizin wurden lange Zeit diese Öle auch bei verschiedenen Magenleiden verabreicht, zum Beispiel bei Blähungen oder Völlegefühl. Auch eine appetitanregende Wirkung wird der Pflanze nachgesagt. Mittlerweile wird der Einsatz in Arzneimitteln aber wegen seines Estragolgehaltes für bedenklich gehalten, da sich der Stoff in Tierversuchen als krebserregend erwiesen hat. Anwendungen in einer Dosis von bis zu 5% als geschmacks- oder geruchsverstärkende Zugabe ist jedoch unbedenklich.

Anzucht und Pflege:
Basilikum wird in Büschen circa einen halben Meter hoch und wächst krautig, das heißt, sie weist keine Verholzungen auf. Während der Blütezeit von Juni bis September stehen die Blüten in einem verzweigten Blütenstand mit jeweils fünf Blüten. Blätter uns Stiel sind behaart. Basilikum wird in unterschiedlichen Formen kultiviert, welche hauptsächlich hinsichtlich Größe und Aroma differieren.
Da die Pflanze ursprünglich in Asien und Afrika verbreitet war, hat sie es gerne warm und braucht lockeren Boden. Ist die Umgebungstemperatur zu kalt, verringert sich das Wachstum und das Risiko eines Pilzbefalls steigt an. Trotzdem kann aber auch in gemäßigten Breiten Basilikum sehr gut angebaut werden, sowohl im Gewächshaus als auch in Freilandaufzucht. Je nach Temperatur und Kultivierungsart dauert die Kultur etwa 40 Tage bei wärmeren und etwa 100 Tage bei kälterer Witterung. In Mitteleuropa ist die Pflanze einjährig, in tropischen und subtropischen Gebieten kann sie mehrere Jahre überdauern.

Basilikum ist im Handel als Bundware in Folie verpackt erhältlich. Im Gewächshaus werden hingegen hauptsächlich Pflanzen kultiviert, die im Topf ihre Reise in den Einzelhandel und weiter auf das heimische Brett des Küchenfensters antreten. Man hat auch die Möglichkeit, sich selber Basilikum anzusäen, das entsprechende Saatgut gibt es in jedem Baumarkt oder Supermarkt. Die Töpfe sollte man auf das Fensterbrett oder einen anderen warmen Ort stellen. Beim Gießen ist zu beachten, dass man niemals von oben gießen sollte, da sonst die Blätter recht schnell schimmeln. Es bietet sich an, in eine darunterstehende Schale zu gießen, zumal Basilikum gerne im Wasser steht. Kleiner Tipp: Die im Handel erhältlichen Topfpflanzen sind meistens so kultiviert, dass mehrere Pflanzen in einem einzigen Topf sind und sich die schwächeren von ihnen dar nicht richtig entwicklen können. Man kann deshalb die Pflanze auch ganz einfach teilen und in zwei, drei oder noch mehr Töpfe pflanzen, wo sie sehr bald kräftig weiterwuchern können.

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