Apfelbaum Schädlingsbekämpfung

Worauf sollten Sie als Hobbygärtner bei Apfelbäumen achten?

Wer als Hobbygärtner Apfelbäume besitzt oder einpflanzen möchte, sollte nicht allzu Kleinlich hinsichtlich des Aussehens sein, da diese ab und zu braune Flecken haben oder es sich schon einmal ein Wurm im Apfel bequem macht. Wenn diese Makel nur gelgentlich auftreten, muss man sich keine Sorgen machen, denn das ist natürlich. Hier ein paar nützliche Tipps, wie die Apfelbäume von schlimmeren Schädlingen befreit werden können.
Eine häufige Pilzerkrankung des Baumes sind die Schorfflecken, welche nach langen Regenfällen auftreten können. Dieser Pilz ist aber für die Früchte und das Baumwachstum nicht von Bedeutung und ist ein rein optischer Makel. Spritzungen sind zwar möglich, aber oftmals zu aufwendig und außerdem überflüssig.
Ein anderer Pilz ist der Mehltau, welcher hauptsächlich aber nur ein paar Sorten befällt, wie zum Beispiel Jonagold, Jonathan oder Alkmene. Im Hausgarten sind diese Apfelsorten daher nicht zu empfehlen, da sich der Mehltau negativ auf die Größe der Früchte und die Blätterentwicklung auswirkt. Bei schwächer anfälligen Sorten reicht es aus, im Frühjahr und Sommer regelmäßig die befallenen Zweige immer wieder zu entfernen, um so die Hauptinfektionsquelle zu zerstören. Chemisch muss gegen den Pilz meistens nicht vorgegangen werden.
Faulige Früchte am Apfelbaum können dann entstehen, wenn diese zu dicht zusammen hängen, durch beispielsweise Wespen verletzt wurden oder sogenannte „Fruchtmumien“ vor dem Winter nicht entfernt werden. So können verschiedene Fäulnispilze entstehen. Dagegen hilft: immer die faulen Äpfel auslesen, ebenfalls aus jenen, die eingelagert werden.
Die Ursache für wurmige Äpfel ist ein Nachtfalter, welcher seine Eier in oder an die Äpfel legt, aus denen kleine Raupen schlüpfen und sich von den Früchten ernähren. Der Apfel ist dann nur noch gekocht genießbar und die befallenen Stellen sollten vorher rausgeschnitten werden. Von den Maden sind meist jedoch nur wenige Früchte befallen; wenn dies stark auffällig wird, können die Äpfel mit einem biologisch abbaubarem Spritzmittel behandelt werden. Erfolg hat diese Maßnahme nur dann, wenn sie mehrmals ausgeführt wird, kurz nachdem die Maden geschlüpft sind. In Apfelplantagen wird dieser Zeitraum aufwendig ermittelt und die Bäume werden ständig beobachtet, was im Hausgarten eher schlecht umsetzbar ist.
Ein anderer Schädling des Apfelbaums ist die Blattlaus, welche sich an den Blättern der Pflanze zu schaffen macht und deren Saft aussaugt. Es gibt auch eine Blattlausart, die auch die kleinen Früchte aussaugt, sodass diese klein und verschrumpelt bleiben. Das Wachstum des Apfelbaumes ist durch die Laus aber nicht wirklich gefährdet. Daher ist es sinnvoll die Blattlaus dann zu bekämpfen, wenn es sich um letztere handelt, die mehlige Apfellaus. Hausgärtner erkennen diese Art jedoch nur schwer. An den Stellen, an denen kleine, nicht richtig ausgereifte Früchte zu sehen sind eine Maßnahme ergriffen werden, am besten kurz nach der Blütezeit. Es gibt dagegen milde bis starke Spritzmittel, man kann es aber auch zunächst einmal mit einem alt bewährten Trick versuchen: dem Marienkäfer.
Nicht jeder Schädling des Apfelbaums muss also sofort mit giftigen Chemikalien bekämpft werden; oftmals sind die Ursachen und darauf die Folgen eher harmlos, die man als Hobbyapfelgärtner dann auch in Kauf nehmen kann.

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Obstbäume Krankheiten

Typische Krankheiten der Obstbäume im Garten

Neben verschiedenen Schädlingen können Pilze, Viren und Bakterien für die Erkrankung von Obstbäumen verantwortlich sein. Jede Krankheit geht mit spezifischen Symptomen einher.

Pilzerkrankungen
Zu den Pilzerkrankungen zählen Schorf, Mehltau, Kräuselkrankheit und Obstkrebs. Vom Schorf werden Apfel- und Birnbäume befallen. Die Erkrankung macht sich durch bräunliche Flecken an den Blättern bemerkbar, später wird das Blattwerk abgeworfen. Daneben verändert sich die Rinde an den direkten Stellen des Pilzbefalls und platzt auf. Die Behandlung erfolgt, indem diese Stellen großzügig herausgeschnitten werden. In den Wintermonaten sollte eine Nachkontrolle erfolgen, um mögliche Überreste des winterharten Pilzes ebenfalls zu entfernen.

Mehltau befällt vorzugsweise Birnbäume, geht jedoch auch auf andere Arten über. Erkennbar ist der Mehltau an einem weißen bis grauen Belag auf den Blättern. Ein Netzschwefelpräparat kann hier Abhilfe schaffen. Pfirsiche, Kirschen und Aprikosen sind anfällig gegenüber der Kräuselkrankheit. Bei einem Befall nehmen die Blätter eine gelbe bis rote Farbe an, rollen sich zusammen und werden schließlich abgeworfen. Der Pilz sitzt auf den Knospen und Trieben und kann mit Kupferoxylchlorid behandelt werden. Die Behandlung sollte im Winter wiederholt werden, da die Krankheit der Obstbäume (der Pilz) andernfalls die kalte Jahreszeit übersteht.

Wucherungen und tiefe Wunden an Stamm und Ästen sind ein Hinweis auf Obstkrebs. Im fortgeschrittenen Stadium können die Äste oberhalb der betroffenen Stellen absterben. Der Pilz ist wenig wählerisch und kann sich an allen Obstarten ansiedeln. Befallene Zweige und Äste müssen für eine erfolgreiche Behandlung abgeschnitten und die Schnittstellen mit Wundpaste verschlossen werden. Das Beschneiden sollte etwa 10cm unterhalb der Wunden und Wucherungen erfolgen und möglichst an trockenen Tagen durchgeführt werden, da feuchtes Wetter einen Neubefall der Schnittstellen durch Sporen begünstigt.

Bakterien- und Virusinfektionen
Zwei gefürchtete Obstbaum-Krankheiten sind Schakra und Feuerbrand. Bei beiden handelt es sich um Infektionen, welche nicht behandelt werden und meldepflichtig sind. Befallene Bäume müssen abgeholzt werden. Schakra deutet sich durch helle Ringe an den Früchten an und das Fruchtfleisch wird zäh. Feuerbrand hat dunkle Flecken auf den Blättern zur Folge, die nach und nach austrocknen und an eine Verbrennung erinnern.

Weniger gefürchtet, aber nicht minder gefährlich für den Baum ist der durch Bodenbakterien ausgelöste Wurzelkopf, erkennbar an dunklen, holzigen Wucherungen am Wurzelhals. Bei einem Befall sollte die Bodenqualität überprüft und verbessert werden, ein Umsetzen des Baumes kann erforderlich sein.

Vorbeugende Maßnahmen
Der begrenzte Raum im heimischen Garten verleitet dazu, Obstbäume in zu geringem Abstand voneinander zu pflanzen. Wurzeln und Baumkronen benötigen jedoch viel Platz zur Entfaltung. Insbesondere in und zwischen den Kronen sollte eine ausreichende Luftzirkulation vorhanden sein, was einen großzügigen Abstand zwischen den Bäumen erforderlich macht. Die Abwehrkraft wird dadurch gestärkt. Als weitere Vorsorgemaßnahme ist zu empfehlen, die Baumkronen regelmäßig auszulichten. Auch ein der Art entsprechender nährstoffreicher Boden steigert die Abwehrkraft der Bäume.

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Apfelbaum pflanzen

Wie pflanzen Sie einen Apfelbaum?

Drei Dinge solle ein Mann in seinem Leben tun, so heißt es: ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Apfelbaum pflanzen. Das Pflanzen eines Apfelbaumes ist inzwischen einfacher geworden, als es noch für unsere Eltern war. Heute gibt es Apfelbäume, die auch als Kübelpflanzen wachsen und Ertrag bringen, es gibt kleine Bäume, für kleine Gärten, die bezaubernd blühen und schmackhafte Äpfel produzieren und das nicht erst für die Kinder oder Enkel, sondern in naher Zukunft. Ein Haus zu bauen oder einen Sohn zu zeugen ist heute deutlich schwieriger als einen Apfelbaum zu pflanzen und sich an seinen Früchten zu erfreuen.
Trotzdem ist das Pflanzen eines Baumes immer noch eine langfristige Investition und bedarf sorgfältiger Planung. Zuerst der Standort. Ein Baum, besonders wenn er größer wird, wirft Schatten. Planen Sie den Standort so, dass er nicht Schatten auf Ihre Gemüsebeete wirft. Auch keine Senke auswählen, Äpfel lieben keine Staunässe. Guter Boden, nicht verdichtet, nicht zu feucht, am besten eine sonnige Freifläche, möglichst geschützt vor Spätfrösten und starkem Wind, das ist der ideale Platz.
Nach der Frage des Standortes für Ihren Apfelbaum stellt sich die Frage nach der Sorte. Spezielle Wuchs- und Erziehungsformen ermöglichen es, auch in einem kleinen Garten einen Apfelbaum zu pflegen. Aber informieren Sie sich rechtzeitig über die maximale Größe und die Wuchseigenschaften: Einen selbstgezogenen Apfelbaum irgendwann fällen zu müssen, weil er zu groß geworden ist, das ist mehr als traurig. Studieren Sie das Angebot verschiedener Baumschulen, der Gärtnerei in Ihrer Nähe, speziellen Pflanzenversandgeschäften und gutsortierten Gartencentern. Sie haben Zeit, überlegen Sie sich, welchen Apfelbaum bzw.  Apfelsorte Sie ernten möchten. Wollen Sie die Äpfel zum Sofortverzehr oder wollen Sie sie lagern. Soll Ihr Baum als Spalierobst wachsen, kompakt als kleinwüchsige Spindel- oder Säulenform? Die Größe eines Apfelbaums richtet sich nach der Unterlage, auf der er veredelt wurde. Oder wie wäre es mit einem Duo-Apfelbaum: zwei verschiedene Apfelsorten veredelt auf einen Baum? Bei sogenannten Familienbäumen können sogar mehr als zwei unterschiedliche Apfelsorten an einem einzigen Baum wachsen.
Wenn die Frage nach Sorte und Standort beantwortet ist, sollten Sie Ihr Bäumchen im Herbst in die Erde versenken. Theroretisch können Apfelbäume zu jeder Jahrenszeit gepflanzt werden, ein Pflanztermin im Herbst ist jedoch optimal, der Baum hat über den Winter Zeit zum Einwurzeln und Eingewöhnen. Besonders bewährt hat sich eine Pflanzung im Oktober und November, an frostfreien Tagen. Im darauffolgenden Frühjahr ist der Baum dann bereits gut eingewurzelt.
Wählen Sie einen gesund aussehenden Baum mit unbeschädigter Rinde, graben Sie ein großes Loch, auf dessen Boden Sie guten, reifen Kompost verteilen. Darauf setzen Sie Ihren neuen Baum so, dass die Veredlungsstelle etwa 10 cm über der Erdoberfläche steht. Mit guter Gartenerde auffüllen und den jungen Baum an einem starken Pfahl anbinden, der ihm Halt bieten wird. Treten Sie die Erde gut fest, binden Sie den Baum am Pfahl an, gießen Sie gründlich – und dann heißt es warten.
Ein Apfelbaum ist sehr pflegeleicht, schauen Sie in Zukunft nur nach Schädlingen und gießen Sie, wenn nötig. Denn sollte zum Beispiel das Frühjahr sehr trocken sein, wirft Ihr Apfelbaum gern seine Fruchtansätze ab. Wollen Sie Äpfel, sollten Sie also ab und an gießen. Wenn Sie mulchen, haben Sie weniger Probleme mit dem Gießen und eventuellem Düngen.
Wenn ihr Baum gut wächst, müssen Sie ihn irgendwann auch schneiden. Ein guter Obstbaumschnitt soll den Baum auslichten, Licht und Luft an die Zweige lassen. Mehr ist nicht nötig: Wir wünschen eine gute Ernte!

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Fuchsien Pflege

Fuchsien – einer der beliebtesten Zierpflanzen

Die nach dem Tübinger Arzt und Botaniker Leonhard Fuchs benannte, 1696 erstmals aus ihrer Heimat Südamerika eingeführten Fuchsien gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen in unseren Gärten und sind in unzähligen Hybriden vor allem als Topfpflanzen, in sehr günstigen Lagen einige Sorte auch ausgepflanzt, zu finden. Mit zunehmendem Alter entwickeln sie sich bei guter Pflege zu großen Pflanzen mit überbordender Blütenpracht, die je nach Wuchsform Höhen von mehreren Metern erreichen.

Fuchsien lieben generell einen halbschattigen Standort und benötigen eine feuchte Umgebung, die durch regelmäßiges Wässern und Besprühen herzustellen ist. Generell gilt, dass Sorten mit kleinen, schmalen und ledrigen Blättern mehr Sonne vertragen als solche mit großen, weichen Blättern. Da die dünnen Äste der Fuchsien durch die Blütenlast sehr beansprucht werden, sollten sie an einem vor Wind geschützten Ort aufgestellt bzw. ausgepflanzt werden, da sonst Windbruch unvermeidlich ist.

Fuchsien wachsen schnell und benötigen in der Wachstumsphase und während der Blüte viele Nährstoffe und vor allem Wasser. Sind Blätter und Blüten erst einmal durch Wasser- oder Nährstoffmangel geschädigt, benötigen sie lange, um wieder ansehnlich zu werden. Zur Düngung empfiehlt sich die Gabe von 2g Dünger pro Liter Wasser im Abstand von je 14 Tagen. Sowohl die Düngung als auch die Wässerung sollten am besten am frühen Morgen mit Phosphor- und Kalidünger erfolgen, die einen reichen Blatt- und Blütenansatz bewirken.

Zu den für Krankheiten recht anfälligen Zierpflanzen gehören leider auch die Fuchsien, weshalb sie regelmäßig auf Pilzkrankheiten und Schädlinge zu untersuchen sind. Ein rechtzeitiges Ausputzen der Fuchsie hilft und stärkt gleichzeitig das Wachstum der Pflanze.

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Pfingstrosen schneiden

Wann und wie schneiden Sie Pfingstrosen?

Die Pfingstrose, auch Päonie oder Paeonia, blüht in vielen Gärten tatsächlich erst zu Pfingsten und entzückt jedermann mit ihrer hübschen, farbenfrohen Blütenpracht. Seit vielen Jahren ist die Zierpflanze hierzulande beheimatet, man findet sie in vielen Farben von Weiß über Rosa bis zum dunkleren Rot. Richtig geschnitten blüht sie alljährlich auf gleiche Weise auf.

Die Art des Schnittes beeinflusst die Entwicklung der Pflanze. Mit dem richtigen Zurückschneiden der Triebe erhält die Pflanze eine baumartige oder buschartige Gestalt. Die Pflanzen werden häufig sehr alt, sie wachsen langsam und benötigen daher einen behutsamen Schnitt. Idealerweise schneidet man im Herbst, zudem sollten alle welken Blüten abgeknipst werden, um die Kraft in der Pflanze zu belassen. Dabei dürfen tatsächlich nur Blüten geknipst werden. Im Frühjahr wird das Laub geschnitten, wenn die Gefahr von Nachtfrost endgültig vorüber ist. So lange es kalt ist, benötigt die Pfingstrose ihre Blätter, damit sie im Frühjahr neue Blüten bilden kann. Sie muss zudem vor allzu strengem Frost geschützt werden.
Die buschigen Pfingstrosen werden im Oktober zurückgeschnitten. Dabei werden Blätter und Stiele bis auf die Länge von fünf Zentimetern abgeschnitten, die Pflanze gewinnt dadurch über Jahre an Höhe.

Beim Schneiden der Pfingstrose gehen Gärtner behutsam vor und nehmen nur mit Bedacht weg. Um die Pflanze nicht zu beschädigen, wird eine scharfe Schere benutzt. Der Schnitt wird stets oberhalb einer schlafenden Knospe ausgeführt, das ist diejenige Knospe, die erst in der folgenden Wachstumsphase austreibt. Nur wenn die Pflanze krank ist, wird auch weiter zurückgeschnitten. Auch nach Frost- oder Sturmschäden schneidet man die beschädigten Teile weg, allerdings fällt die Blüte dann bisweilen für ein Jahr aus. Darüber wundert sich der Gärtner nicht, sondern gönnt der Pflanze die Auszeit. Bei einem sehr massiven Rückschnitt wendet man ein Wundverschlussmittel an, um Pilze und sonstige Krankheiten nicht eindringen zu lassen.

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