Schalotten pflanzen

Informationen zur Pflanzung, Züchtung und Verwendung

Die Schalotte wird auch Frühlingszwiebel genannt und besitzt einen feineren, nicht so scharfen Geschmack wie die normale Zwiebel. Scharfes Anbraten lässt sie häufig schal oder bitter werden, aber ihr würziges und süßliches Aroma macht sie im rohen Zustand zu einer idealen Zutat für Fleisch, Salate und Essigmarinaden. Auch die jüngeren Blätter können verwendet werden.
Die Schalotten benötigen für ein gutes Wachstum einen lockeren, sandigen Boden, der nicht zu Staunässe neigt und viel Sonne erhält. Andere Böden verträgt sie aber ebenfalls. Optimal ist ein Boden, der bereits ein Jahr lang biologisch gedüngt wurde und wo die Schalotte auf eine andere Kulturpflanze folgt.
Die Schalotten werden im März oder April in den Boden gesetzt. Da sie zu Mehltau neigen, sollte der Platz windig sein und die Pflanzen größere Abstände voneinander haben: 15 cm in jede Richtung. Somit stehen auch die Reihen am besten in 15 cm Abstand voneinander und der Wind kann jede Pflanze gut erreichen.
Ein Schädling, der Schalotten gern aufsucht, ist die Zwiebelfliege. Bei ihrem Auftreten sollten die Pflanzen mit einem Netz bedeckt werden.
Schalotten besitzen wenig Widerstandskraft gegen Unkraut. Aus diesem Grund muss das Beet jederzeit vor Verunkrautung geschützt werden. Bei Trockenheit ist eine regelmäßige Bewässerung bis zum August notwendig.
Zu diesem Zeitpunkt beginnt das Laub zu vertrocknen und dies ist auch der Maßstab für den Erntezeitpunkt: Die Schalotten werden geerntet, wenn das Laub sämtlicher Pflanzen zu einem Drittel abgeknickt oder abgestorben ist. Die geernteten Schalotten werden nun trocken gelagert. Durch Darren über einem Ofen können sie bis zu einem Jahr konserviert werden.
Möchte man Schalottensaat zur Zucht erhalten, werden die Pflanzen von Anfang an stark gedüngt und nicht geerntet, sondern es wird die Reife der Saat abgewartet. Im Folgejahr kann im Monat Februar die Saat unter Glas vorgezogen werden; sie bleibt jedoch auch bis zu drei Jahre keimfähig.

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Broccoli pflanzen

Wie züchten Sie Broccoli in Ihrem Garten?

Der Broccoli ist ein schnell wachsendes Kohlgemüse und daher in vielen Hausgärten verbreitet. Da Broccoli auf kleinster Fläche gute Erträge liefert, lohnt sich der Anbau. Dieses Gemüse kann sowohl als Broccoli Suppe, als auch als Salat oder Broccoliauflauf zubereitet werden.

Boden und Aussaat
Broccoli treibt kleine Blütenstände auf fleischigen Stielen, die reife Knospen bilden. Diese können abgeschnitten werden und wachsen innerhalb von zwei Monaten wieder nach. Der Boden kann auch karg sein, das Klima kühl, bevorzugt gedeiht der Broccoli allerdings in der Sonne auf lehmigem, fruchtbaren Boden. Der Platz sollte windgeschützt sein, der Boden alkalisch und locker. Im März erfolgt das Vorziehen früher Pflanzen in einer Anzuchtschale im Haus, im Mai werden diese ins Freiland umgesiedelt. Späte Sorten können ab Ende April direkt im Freiland ausgesät werden. Hierzu wird das Beet mit der Hacke geebnet und mit Kompost bedeckt. Die Aussaat erfolgt in 20 mm tiefen Saatrillen. Nach der Saat wird das Beet gewässert, schließlich vereinzelt der Gärtner die Jungpflanzen. Die Umpflanzung im 50-cm-Abstand erfolgt zwischen Mai bis Juli bei einer Größe von rund 10 cm, durch Zupfen an den Blättern wird der feste Sitz geprüft. Wildkrautwuchs muss verhindert werden, die Pflanzen brauchen täglich Wasser.

Ernte
Der Broccoli ist schnittreif, wenn die Knospen noch geschlossen, die Blütenköpfe aber gut entwickelt sind. Zehn Pflanzen können bis 10 kg Gemüse ergeben. Die Ernte kann vom Sommer bis in den Herbst erfolgen. Der Haupttrieb wird zuerst bei einer Länge von 10 bis 15 cm abgeerntet, indem er unmittelbar über der Achsel geschnitten wird. Die Pflanze treibt dann weitere Seitensprossen. Zum Schutz gegen Schädlinge, vor allem die Kohlfliege, legt man einen Kartonkragen um den Wurzelhals. Gegen die Schleimpilzerkrankung Kohlhernie wird Kalk in den gelockerten Boden eingeführt. Sollten dennoch einzelne Pflanzen befallen sein, müssen sie herausgerissen werden. Falscher Mehltau ist durch gelbfleckige Blätter zu erkennen, er ist durch weite Pflanzabstände zu unterbinden. Zudem sollten beim Gießen die Blätter nicht benetzt werden.

Weitere Infos zu Kohlgemüse im eigenen Garten:

Obstbäume Krankheiten

Typische Krankheiten der Obstbäume im Garten

Neben verschiedenen Schädlingen können Pilze, Viren und Bakterien für die Erkrankung von Obstbäumen verantwortlich sein. Jede Krankheit geht mit spezifischen Symptomen einher.

Pilzerkrankungen
Zu den Pilzerkrankungen zählen Schorf, Mehltau, Kräuselkrankheit und Obstkrebs. Vom Schorf werden Apfel- und Birnbäume befallen. Die Erkrankung macht sich durch bräunliche Flecken an den Blättern bemerkbar, später wird das Blattwerk abgeworfen. Daneben verändert sich die Rinde an den direkten Stellen des Pilzbefalls und platzt auf. Die Behandlung erfolgt, indem diese Stellen großzügig herausgeschnitten werden. In den Wintermonaten sollte eine Nachkontrolle erfolgen, um mögliche Überreste des winterharten Pilzes ebenfalls zu entfernen.

Mehltau befällt vorzugsweise Birnbäume, geht jedoch auch auf andere Arten über. Erkennbar ist der Mehltau an einem weißen bis grauen Belag auf den Blättern. Ein Netzschwefelpräparat kann hier Abhilfe schaffen. Pfirsiche, Kirschen und Aprikosen sind anfällig gegenüber der Kräuselkrankheit. Bei einem Befall nehmen die Blätter eine gelbe bis rote Farbe an, rollen sich zusammen und werden schließlich abgeworfen. Der Pilz sitzt auf den Knospen und Trieben und kann mit Kupferoxylchlorid behandelt werden. Die Behandlung sollte im Winter wiederholt werden, da die Krankheit der Obstbäume (der Pilz) andernfalls die kalte Jahreszeit übersteht.

Wucherungen und tiefe Wunden an Stamm und Ästen sind ein Hinweis auf Obstkrebs. Im fortgeschrittenen Stadium können die Äste oberhalb der betroffenen Stellen absterben. Der Pilz ist wenig wählerisch und kann sich an allen Obstarten ansiedeln. Befallene Zweige und Äste müssen für eine erfolgreiche Behandlung abgeschnitten und die Schnittstellen mit Wundpaste verschlossen werden. Das Beschneiden sollte etwa 10cm unterhalb der Wunden und Wucherungen erfolgen und möglichst an trockenen Tagen durchgeführt werden, da feuchtes Wetter einen Neubefall der Schnittstellen durch Sporen begünstigt.

Bakterien- und Virusinfektionen
Zwei gefürchtete Obstbaum-Krankheiten sind Schakra und Feuerbrand. Bei beiden handelt es sich um Infektionen, welche nicht behandelt werden und meldepflichtig sind. Befallene Bäume müssen abgeholzt werden. Schakra deutet sich durch helle Ringe an den Früchten an und das Fruchtfleisch wird zäh. Feuerbrand hat dunkle Flecken auf den Blättern zur Folge, die nach und nach austrocknen und an eine Verbrennung erinnern.

Weniger gefürchtet, aber nicht minder gefährlich für den Baum ist der durch Bodenbakterien ausgelöste Wurzelkopf, erkennbar an dunklen, holzigen Wucherungen am Wurzelhals. Bei einem Befall sollte die Bodenqualität überprüft und verbessert werden, ein Umsetzen des Baumes kann erforderlich sein.

Vorbeugende Maßnahmen
Der begrenzte Raum im heimischen Garten verleitet dazu, Obstbäume in zu geringem Abstand voneinander zu pflanzen. Wurzeln und Baumkronen benötigen jedoch viel Platz zur Entfaltung. Insbesondere in und zwischen den Kronen sollte eine ausreichende Luftzirkulation vorhanden sein, was einen großzügigen Abstand zwischen den Bäumen erforderlich macht. Die Abwehrkraft wird dadurch gestärkt. Als weitere Vorsorgemaßnahme ist zu empfehlen, die Baumkronen regelmäßig auszulichten. Auch ein der Art entsprechender nährstoffreicher Boden steigert die Abwehrkraft der Bäume.

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