Weißanstrich für Obstbäume

Der Weißanstrich für Obstbäume erhört die Widerstandskraft

Ein Weißanstrich für die Obstgehölze im Garten ist sehr wichtig und sorgt für eine Erhöhung der Widerstandskraft der Bäume. Besonders in den harten Wintermonaten herrschen extreme Temperaturunterschiede und diese führen unweigerlich zu Schäden an den Obstbäumen. Es entstehen sogenannte Frostrisse, diese wiederum erlauben Schädlichen in den kommenden wärmeren Monaten des Jahres, leichter in Baum einzudringen. Mit der richtigen Pflege kann man so die Frostrisse und auch Schädlingsbefall effizient verringern.

Es wird sich immer auszahlen, wenn man die Bäume mit einem Weißanstrich versieht. Besonders junge Bäume und deren Stämme sind anfällig und bedürfen großer Aufmerksamkeit. Der Winter und die Morgensonne sind besonders schlimm, während der Sonneneinstrahlung in den frühen Morgenstunden wird der junge Stamm erwärmt und es kommt es zu extrem starken Spannungen, die Folge ist, ein Aufriss der jungen Rinde. Ohne den Weißanstrich sind die Sorten Pflaume, Kirsche, Walnuss und Pfirsich besonders gefährdet. Ältere Äpfelbäume und auch die Birnbäume haben eine sehr dicke Borke, denen können harte Wintermonate wenig schädigen. Diese dicke Borke wirkt im Grunde genommen wie ein natürlicher Weißanstrich. Dennoch wirkt ein Weißanstrich noch effizienter, denn durch diese ganz spezielle Farbe wird das Sonnenlicht reflektiert und verhindert demzufolge ein Aufheizen der Rinde. Die Farbe sollte grundsätzlich bei frostfreiem Wetter aufgetragen werden, der Anstrich kann auch im Winter gegebenenfalls wiederholt werden.

Diese Arbeit ist nicht schwer und mit ein wenig Ausdauer und Geschick, kann jeder Gartenfreund seinen Weißanstrich für die Obstbäume selbst anbringen, wer sich das nicht zutraut, der kann in einem Gartenbaubetrieb um Rat fragen, hier werden sicherlich Möglichkeiten der Hilfestellung gegeben. Vor dem Auftragen sind alte Borke- und Rindenteile vom Stamm zu entfernen und der noch vorhandene Schmutz sollte leicht mit einer Drahtbürste entfernt werden. Ein Quast hilft perfekt beim Auftragen. Man kann seinen Weißanstrich durchaus auch selbst herstellen, man benötigt nur Brandkalk und Wasser, ein wenig zugegebener Tapetenkleister verschafft die nötige Bindung. Wer ein gutes Ergebnis erzielen möchte, sollte den Anstrich drei bis vier Mal wiederholen, dann erst ist der perfekte Schutz gegeben.

Ein Weißanstrich schützt die Obstbäume im Garten grundsätzlich nicht nur vor Frostschäden, sondern auch gegen Schädlingsbefall. Ein nicht unwesentliches Thema im Obstgarten sind die Schädigungen durch Tierfraß, auch in diesem Zusammenhang kann man durch Weißanstriche mit Hornmehlzusatz viel verändern, die Tiere werden die weiß angestrichenen Bäume meiden. Es gibt aber noch weiterer Faktoren, die den Obstbäumen schaden können. Hierzu zählen neben den oben genannten auch die unterschiedlichen Befälle durch Pilze, Fäule oder durch Bakterien, auch hier wird der Weißanstrich Erfolge nach sich ziehen.

Der Gärtner kann vorbeugend gegen alle genannten Faktoren vorgehen, in dem der Weißanstrich immer im Herbst erneuert wird. Eine weitere Vorbeugungsmaßnahme gegen die Beschädigungen an Obstbäumen ist neben dem Weißanstrich auch eine ausreichende Stickstoffgabe, die zum einen rechtzeitig und zum anderen in regelmäßigen Abständen erfolgen sollte. So hat das Baumholz die Möglichkeit viel besser ausreifen zu können und demzufolge wird auch die Frostempfindlichkeit des Holzes gemindert. Wenn man den erwähnten Weißstrichanstrich aber immer in regelmäßigen Abständen schon auf das junge Holz aufbringt, wird sich die Rinde ganz glatt entwickeln und der Baum wird vor Gesundheit nur so strotzen.

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Frostschäden Obstbäume

Wie Sie Ihre Obstbäume vor Frostschäden schützen…

Frostschäden an Obstbäumen entstehen vorwiegend bei noch jungen Bäumen, derer Rinde noch weich und gebrechlich ist. Der Wechsel von Sonneneinstrahlung und starken Nachfrösten, Temperaturgegensätzen und Sonnen-und Schattenseiten, bieten einen hervorragenden Nährboden für Risse und Wunden an der zarten Rindenschale und kann sogar zur vollständigem Ablösen führen. Meist sind diese Verletzungen des Rindengewebes an den südlichen Stammteilen zu finden. Auf der sonnenabgewandten Seite bleibt der Stamm gefroren. Hingegen dehnt er sich auf der sonnenerwärmten Seite aus. Es entstehen immense Spannungen welche die Rinde zum Platzen bringen. Das Eindringen von Parasiten (z.b. Blutläuse) ist zunehmend ein leichtes. Auch gefährliche Baumkrankheiten wie Krebs, Bleiglanz und Kragenfäule können nun zum Absterben des jungen Baumes oder der Hauptäste führen. Jedoch können auch krebsbefallene Bäume recht alt werden und weiterhin gut tragen, solange Stamm und Hauptäste nicht befallen sind. Es ist also zwingend erforderlich die jungen Obstbäume gerade in den Wintermonaten bei sehr starkem Frost und hitziger Wintersonne zu schützen. Hierfür bieten sich hervorragend Verschalungen aus Jutesäcken, feuchte Umwicklungen, Verkleidung des Stammes mit Strohmatten oder Bretterverschläge an der Süd- und Westsüdseite an. Eine ebenso erfolgreiche Methode ist der weiß-reflektierende Anstrich vom unteren Stamm bis hin zur Baumkrone. Fertigpräparate sind in jedem Fachhandel erhältlich oder lassen sich ganz einfach über das Internet bestellen. Die richtige Zeit für den Anstrich der Obstbäume ist der Dezember, da ab Mitte Januar mit starkem Frost zu rechnen ist. Gerade bei Zwetschgen- und Pflaumenbäumen ist ein lebenslanger Anstrich notwendig, da diese äußerst anfällig für das Pseudomonas-Bakterium (Rindenkrankeit) sind. Die Anstriche sind oft unerlässlich. Eine der gängigsten angewandte Methode ist der Kalkanstrich. Hierbei wird einfach Kalk mit Wasser vermischt und es entsteht eine weiße Brühe. Es gibt unzählige Varianten bei denen noch Lehm oder Tonmehl hinzugefügt wird. Der Anstrich sowie die Trockenzeit betragen 2-3 Stunden. Es ist aber Vorsicht geboten, da der Kalk die Zellen weich macht. Zudem ist die Lebensdauer von Kalkgemischen im Gegensatz zu den Fertigpräparaten eher gering. Sollten Unsicherheit auftreten, ist es ratsam sich bei dem nächsten Fachmarkt Beratung einzuholen.
Bestehen bereits Stammrisse und Wunden, müssen diese unverzüglich behandelt werden. Eine Mischung aus Lehm, Schachtelhalmtee und Kuhmist umgeben von Jutegewebe, bietet den optimalen Verband. Totes Rindengewebe sollte sofort vorsichtig entfernt und mit künstlicher Rinde verstrichen werden. Wunden werden mit fungizid enthaltenden Verschlussmittel bestrichen. Eine unkonventionelle und doch anerkannte Methode ist das „antackern“ mit Klammern der noch intakten aber losen Rinde. Wichtig ist immer, dass der Wundrand verstrichen wird. Großflächige Wunden könne mit Reiser der senkrecht auf die Stellen gelegt und oben sowie unten festgebunden wird, sodass die Wundstelle völlig bedeckt ist.
Grundsätzlich gilt, je früher man den Obstbaum winterfest macht und die Abwehr stärkt, umso höher stehen die Chancen auf einen gesunden Stamm – einen reichhaltigen und erfreulichen Ertrag und um eine erneute ausgezeichnete Ernte im nächsten Jahr.

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Mirabellenbaum pflanzen

Tipps, wie Sie einen Mirabellenbaum richtig pflanzen

Ein Mirabellenbaum im eigenen Garten ist eine reizvolle Idee. Die optimale Pflanzzeit für den Mirabellenbaum ist der Spätherbst. Gegenüber im Frühjahr gepflanzten Bäumen hat der Baum dann ein kräftigeres Wurzelwerk. Aber auch eine Pflanzung im Frühling ist möglich, meist sind die Bäumchen dann auch günstiger. Wenn Sie den kleinen Baum in der Gärtnerei kaufen, sollten Sie außerdem darauf achten, dass er bereits kräftige Wurzeln besitzt. Außerdem sollten Sie auf robuste Sorten achten, bei denen keine Pflanzenschutzmittel benötigt werden, um Schädlinge oder Pilzkrankheiten abzuwehren.
Mirabellen gedeihen auch auf kargen Böden, jedoch ist eine gute Gartenerde zum Pflanzen allemal besser als steiniger Boden. Das Anwachsen funktioniert so auch besser.
Vor dem Pflanzen sollte neben das Pflanzloch eine Stütze für das Bäumchen in die Erde getrieben werden, etwa in Form einer Stange oder einem Pfahl, an dem das Mirabellenbäumchen vorerst angebunden werden kann um festeren Halt zu bekommen. Beim Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass die Veredelungsstelle des Bäumchens etwa eine Handbreit über der Erde liegt.
Jungpflanzen benötigen etwas Zeit bis zur ersten Blüte. Ein zu scharfes Rückschneiden sollte bei den jüngeren Pflanzen unterbleiben, weil der Rückschnitt die Jugendphase verlängert. Am besten ist es, einen jungen Baum die ersten ein bis zwei Jahre überhaupt nicht zu schneiden. Die erste Blütezeit sollte mit etwa drei Jahren erfolgen.
Bei älteren Mirabellenbäumen kann der Rückschnitt direkt nach der Ernte im Spätsommer erfolgen. Dazu werden die Äste am Scheitelpunkt abgeschnitten. Diese Methode ist hilfreich, um dem frühzeitigen Altern von  Mirabellenbäumen vorzubeugen.

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Obstbaum umsetzten

Wie setzten Sie einen Obstbaum um?

Wenn es nötig wird einen Obstbaum umzusetzen, ist guter Rat oft teuer. Steht der Baum erst sehr kurz, kann es einfach sein, diesen auszugraben und neu zu setzen (möglichst im Herbst). Wenn das dann nichts wird, kann man den Gleichen auch wieder kaufen. Schwieriger wird es, wenn der Baum schon eine Weile steht, und es sich auch noch um eine Sorte handelt, die nicht so einfach nachzukaufen geht.
Prinzipiell gilt die Regel bei einem Obstbaum: So groß die Krone ist, so groß ist ungefähr die Ausbreitung der Wurzeln. Das sollten Sie immer bedenken.
Die in den letzten Jahren gepflanzten Bäume dürften immer Halb-oder Viertelstämmchen sein, einen vollwüchsigen Baum kann man kaum noch kaufen.
Dieser Umstand macht die Umsetzung leichter. Auf alle Fälle müssen Sie die Krone sehr zurückschneiden. Danach sauber einen möglichst großen Ballen ausheben und umsetzen. Diesen extrem wässern, dann ist die Chance gar nicht so klein, dass er wieder anwächst, und bald auch wieder Früchte trägt.
Haben Sie einen alten Baum, eventuell auch Großen, dann wird das Umsetztes des Obstbaumes schwierig. Es gibt eine Variante, die sich auch schon mehrfach bewährt hat, allerdings gibt es keine Garantie, dass es klappt. Wenn Sie also an einer alten Sorte hängen, dann sollten Sie von einem Fachmann die Sorte auf einen anderen Baum veredeln lassen, damit Ihnen die Frucht auf keinen Fall verloren geht. Wenn es dann klappt, ist es umso besser, und Sie haben einen alten und einen jungen Baum.
Das Umsetzen eines alten Baumes ist sehr aufwändig. Im Jahr zuvor muss man die Krone sehr beschneiden, und in dem Umfang, den die Krone dann noch hat, mindestens einen halben Meter tief um den Wurzelballen stechen.
Der Baum wird so dazu angeregt, neue Wurzeln zu bilden, und zwar in Richtung des Inneren des abgestochenen Kreises.
Dann muss er ständig gewässert werden. Im Jahr der Umsetzung wird noch einmal an der alten Stelle umstochen, und versucht, unter dem Wurzelballen entlang zu graben, bis der Baum lose ist. Da er meist sehr schwer ist, kommt für das eigentliche Umsetzen meist nur ein kleiner Kran in Frage. Es sollte möglichst darauf geachtet werden, dass die Ausrichtung des Baumes wieder im der gleichen Sonnenrichtung erfolgt. Leider klappt es nicht immer, ist aber, wenn einem viel daran liegt, einen Versuch wert.

Sie möchten Obstbäume veredeln? Auf Gartentalk.net finde Sie nähere Infos:

Apfelbaum pflanzen

Wie pflanzen Sie einen Apfelbaum?

Drei Dinge solle ein Mann in seinem Leben tun, so heißt es: ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Apfelbaum pflanzen. Das Pflanzen eines Apfelbaumes ist inzwischen einfacher geworden, als es noch für unsere Eltern war. Heute gibt es Apfelbäume, die auch als Kübelpflanzen wachsen und Ertrag bringen, es gibt kleine Bäume, für kleine Gärten, die bezaubernd blühen und schmackhafte Äpfel produzieren und das nicht erst für die Kinder oder Enkel, sondern in naher Zukunft. Ein Haus zu bauen oder einen Sohn zu zeugen ist heute deutlich schwieriger als einen Apfelbaum zu pflanzen und sich an seinen Früchten zu erfreuen.
Trotzdem ist das Pflanzen eines Baumes immer noch eine langfristige Investition und bedarf sorgfältiger Planung. Zuerst der Standort. Ein Baum, besonders wenn er größer wird, wirft Schatten. Planen Sie den Standort so, dass er nicht Schatten auf Ihre Gemüsebeete wirft. Auch keine Senke auswählen, Äpfel lieben keine Staunässe. Guter Boden, nicht verdichtet, nicht zu feucht, am besten eine sonnige Freifläche, möglichst geschützt vor Spätfrösten und starkem Wind, das ist der ideale Platz.
Nach der Frage des Standortes für Ihren Apfelbaum stellt sich die Frage nach der Sorte. Spezielle Wuchs- und Erziehungsformen ermöglichen es, auch in einem kleinen Garten einen Apfelbaum zu pflegen. Aber informieren Sie sich rechtzeitig über die maximale Größe und die Wuchseigenschaften: Einen selbstgezogenen Apfelbaum irgendwann fällen zu müssen, weil er zu groß geworden ist, das ist mehr als traurig. Studieren Sie das Angebot verschiedener Baumschulen, der Gärtnerei in Ihrer Nähe, speziellen Pflanzenversandgeschäften und gutsortierten Gartencentern. Sie haben Zeit, überlegen Sie sich, welchen Apfelbaum bzw.  Apfelsorte Sie ernten möchten. Wollen Sie die Äpfel zum Sofortverzehr oder wollen Sie sie lagern. Soll Ihr Baum als Spalierobst wachsen, kompakt als kleinwüchsige Spindel- oder Säulenform? Die Größe eines Apfelbaums richtet sich nach der Unterlage, auf der er veredelt wurde. Oder wie wäre es mit einem Duo-Apfelbaum: zwei verschiedene Apfelsorten veredelt auf einen Baum? Bei sogenannten Familienbäumen können sogar mehr als zwei unterschiedliche Apfelsorten an einem einzigen Baum wachsen.
Wenn die Frage nach Sorte und Standort beantwortet ist, sollten Sie Ihr Bäumchen im Herbst in die Erde versenken. Theroretisch können Apfelbäume zu jeder Jahrenszeit gepflanzt werden, ein Pflanztermin im Herbst ist jedoch optimal, der Baum hat über den Winter Zeit zum Einwurzeln und Eingewöhnen. Besonders bewährt hat sich eine Pflanzung im Oktober und November, an frostfreien Tagen. Im darauffolgenden Frühjahr ist der Baum dann bereits gut eingewurzelt.
Wählen Sie einen gesund aussehenden Baum mit unbeschädigter Rinde, graben Sie ein großes Loch, auf dessen Boden Sie guten, reifen Kompost verteilen. Darauf setzen Sie Ihren neuen Baum so, dass die Veredlungsstelle etwa 10 cm über der Erdoberfläche steht. Mit guter Gartenerde auffüllen und den jungen Baum an einem starken Pfahl anbinden, der ihm Halt bieten wird. Treten Sie die Erde gut fest, binden Sie den Baum am Pfahl an, gießen Sie gründlich – und dann heißt es warten.
Ein Apfelbaum ist sehr pflegeleicht, schauen Sie in Zukunft nur nach Schädlingen und gießen Sie, wenn nötig. Denn sollte zum Beispiel das Frühjahr sehr trocken sein, wirft Ihr Apfelbaum gern seine Fruchtansätze ab. Wollen Sie Äpfel, sollten Sie also ab und an gießen. Wenn Sie mulchen, haben Sie weniger Probleme mit dem Gießen und eventuellem Düngen.
Wenn ihr Baum gut wächst, müssen Sie ihn irgendwann auch schneiden. Ein guter Obstbaumschnitt soll den Baum auslichten, Licht und Luft an die Zweige lassen. Mehr ist nicht nötig: Wir wünschen eine gute Ernte!

Weitere Infos zur Schädlingen im Garten:

Quitte pflanzen

Was sind Quitten?

Nutzen Sie die vielfältigen Kräfte der Quitten

Das Rosengewächs Quitte, lat. Cydonia Oblonga, was „Kretischer Apfel“ heisst, hat mehr zu bieten als den unverwechselbaren Duft und Geschmack des Quittengelees. Sie enthält sehr viel Vitamin C, Mineralien und Gerbstoffe. Die Quitte ist eine Heilpflanze, und vom Kaukasus über den Balkan bis zum Iran, woher sie ursprünglich stammt, ist diese Tatsache noch nicht in Vergessenheit geraten. Bei Magen-Darmbeschwerden, Erkältungen und Verbrennungen wird sie bis heute erfolgreich eingesetzt. Auch Hildegard von Bingen wusste die vielfältigen Kräfte der Quitte zu nutzen. Quittenwein und Quittenhonig krönten die feinen Tafel der Ritter des Mittelalters.

Gute Gründe, eine Quitte zu pflanzen.
 
Die Quitte liebt es sonnig, und man sollte ihr genügend Platz einräumen. Um richtig zu gedeihen, benötigt sie kalkhaltigen, nährstoffreichen, gelockerten Boden. Da sie sehr anfällig ist für Krankheiten wie den landwirtschaftlich gefährlichen Feuerbrand, sollte die Wahl des richtigen Standortes gut überlegt sein. Das zeitige Frühjahr ist die beste Pflanzzeit für die einjährige Quitte. Sie darf nicht zu trocken stehen, aber auch Staunässe verträgt sie nicht. Wenn der Regen nicht ausreicht, sollte beim Gießen oder Rasensprengen auch die Quitte nicht zu kurz kommen.
Aber für welchen Quittenbaum soll der Hobbygärtner sich nun entscheiden? Apfelquittensorten wie die serbische Riesenquitte von Leskovac oder die Konstantinopeler Quitte sind etwas härter, aber auch aromatischer als die optisch gefälligeren Birnenquitten wie zum Beispiel die Bereczki Quitte. Alte Sorten wie die Persische Zuckerquitte und die türkische Shirin Quitte sind wieder angesagt. Insgesamt kann man aus fast 200 Sorten, unter denen sich aber auch viele Neuzüchtungen befinden, wählen.
Was den Baumschnitt betrifft, so ist die Quitte ein recht anspruchloses Gewächs. Die ersten vier Jahre sollte sie gestutzt werden, und im fünften gibt es eventuell schon die ersten Früchte zu ernten. Die Quitte blüht im Mai, und richtig reif sind die meisten Sorten im Oktober. Der älteren Quitte verpasst man keinen starken Schnitt mehr, sondern entfernt nur brüchige und tote Äste. Fallobst sollte umgehend aufgesammelt werden, um Krankheiten zu vermeiden.

Haben Sie das Plätzchen im Garten schon gefunden? Quitten sind nämlich Selbstbestäuber, und ein zweiter Baum garantiert durch die Fremdbestäubung eine reichere Ernte. Und die wünscht sich wohl jeder Gärtner.

Weitere Informationen zur Ernte von Quitten: