Maden in Kirschen bekämpfen

Maßnahmen zur vorbeugend Bekämpfung von Maden in Kirschen

Im Spätsommer ist es wieder soweit: Die Früchte am Baum locken in Gelb, Rosa, Rot bis zum tiefen Rubinrot Alt und Jung. Es ist Kirschenzeit. Und am besten schmecken die Früchte direkt vom Baum, sonnengereift und frisch. Der Appetit vergeht dem Genießer jedoch recht schnell, wenn er feststellt, dass er nicht der Einzige ist, der sich diese Kirsche schmecken lässt. Die Maden der Kirschfruchtfliege waren schneller und haben es sich in der Frucht gemütlich gemacht. Der ein oder andere mag darin noch eine Eiweiß-beilage für die Marmelade sehen, die Fleißigen unter uns entfernen die Maden Stück für Stück, bei den meisten landen sie in der Biotonne. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits zu spät, aber es gibt einige Maßnahmen, die, vorbeugend angewendet, den Befall mit Maden an Kirschen stark reduzieren können.

Die Kirschfruchtfliege

Die Kirschfruchtfliege ist eine kleine, schwarze Fliege mit gelben Punkten, die ihre Eier in Kirschen ablegt. Im Juli, wenn die Kirschen noch gelb sind, legt die Fliege ihre Eier in die Kirsche, nach 10-15 Tagen schlüpfen die Maden. Gut genährt vom Fruchtfleisch der Kirsche werden sie bis zu 60 mm groß. Abschließend verpuppen sie sich und überwintern im Boden rund um den Baum, um nach 1-3 Jahren als Fliege zu schlüpfen.

Vorbeugende Maßnahmen

Es gibt besonders früh oder spät reifende Kirschsorten, die zu Beginn der Eiablage bereits abgeerntet oder noch nicht reif genug sind und daher ohne weitere Schutzmaßnahmen einen geringeren Befall an Maden aufweisen.
Um den Bestand der Fruchtfliege, die im Boden überwintert, zu reduzieren, ist die Anwendung von Nematoden geeignet. Nematoden sind Fadenwürmer, die sich als Parasit von den Puppen der Kirschfruchtfliege ernähren und den Bestand stark dezimieren können. Anfang Juni werden die Nematoden in handwarmes Wasser eingerührt und mit der Gießkanne direkt unter den Bäumen ausgebracht.
Enten und Hühner scharren Puppen aus dem Boden und picken das Fallobst inklusive Maden auf, so helfen sie dabei, der Plage Herr zu werden. Einen ähnlichen Effekt können Sie auch mit dem konsequenten Absammeln und der Entsorgung heruntergefallener Früchte erzielen.
Da die Fliege sich an den gelben Früchten orientiert, kann das Anbringen einer Gelbtafel vor Beginn der Eiablage hilfreich sein. Diese mit Leim bestrichenen Tafeln werden an der Süd- und Westseite des Baumes aufgehangen. Die Fliegen werden angelockt und bleiben auf der Tafel kleben. Einige Produkte enthalten zusätzlich Lockstoffe.
Eine sehr effektive Art des Schutzes, der gleichzeitig gierige Vögel abhält, ist die Verwendung eines Schutznetzes. Das Netz muss besonders engmaschig gewählt werden, derartige Netze werden im Gemüsebau zum Beispiel gegen die Zwiebelfliege angewendet. Die Krone muss vollständig vom Netz umschlossen werden.
Bei großen Bäumen ist diese Methode jedoch nur sehr schwer umzusetzen. Ein regelmäßiges Beschneiden der Bäume und die Wahl kleinbleibender Sorten erleichtern die Anwendung von Schutznetzen.

Infos zu weiteren möglichen Schäden und Schädlingen in Ihrem Garten:

 

Obst lagern

Die besten Lagerungsmöglichkeiten für Obst aus Ihrem Garten

Viele Obstsorten, die im heimischen Garten geerntet werden, können nicht lange gelagert werden. Diese müssen schnellstmöglich weiterverarbeitet oder verspeist werden. Zu diesen nicht haltbaren Obstsorten beispielsweise Kirschen, Pflaumen, Renekloden, Marunken, Pfirsiche, Aprikosen und Mirabellen.

Sehr gut lagern lassen sich Äpfel und Birnen. Dabei gilt es aber, einiges zu beachten. So müssen Sie jeden einzelnen Apfel und jede Birne zur Hand nehmen und auf eventuelle Druckstellen oder andere schadhafte Stellen kontrollieren. Nur ganz einwandfreies Obst eignet sich zur längeren Lagerung. Ansonsten kann das Obst sehr schnell schimmelig und faulig werden und ist dann für den Verzehr nicht mehr geeignet.

Für das Sortieren sollten Sie sich Holzkisten besorgen, deren Boden Sie mit je einer Lage Zeitungspapier versehen. Holzkisten beziehungsweise Holzstiegen sind deshalb besonders gut zum Aufbewahren von Obst geeignet, da sie Luft heranlassen. Gleichzeitig besitzt das Holz aber eine festere Konsistenz als beispielsweise Karton. Die Holzkisten können Sie jedes Jahr aufs Neue benutzen. Legen Sie nun jeden Apfel beziehungsweise jede Birne ganz vorsichtig hinein. Sie sollten auch beachten, dass Sie sortenrein sortieren, also für jede Apfel- oder Birnensorte eine neue Kiste verwenden. Sobald Sie den Boden mit Obst belegt haben, ist die Kiste voll. Doppelte Lagen sind nicht möglich, da es hier wiederum sehr schnell zu Druckstellen kommt, die das Obst faulen lassen.

Äpfel und Birnen, die Druckstellen aufweisen, können Sie zu Mus weiterverarbeiten und einkochen beziehungsweise mithilfe eines Gefrierbeutels tiefkühlen. Somit haben Sie das ganze Jahr über eine leckere Nachspeise beziehungsweise eine Zutat für Pfannkuchen und Co.

Erkundigen Sie sich, wie lange die jeweilige Apfel- oder Birnensorte haltbar ist. Dementsprechend sortieren Sie die gefüllten Kisten. Das Obst, was am schnellsten verbraucht werden muss, kommt nach oben oder in die vorderste Reihe. Kontrollieren Sie die Kisten mindestens einmal wöchentlich. Sobald Sie einen schadhaften Apfel oder eine ebensolche Birne finden, entfernen Sie diese.

Es wäre empfehlenswert, wenn das Obst an einem dunklen, kühlen Ort gelagert wird. Das kann sowohl eine Vorratskammer, der Keller oder der Dachboden sein. Durch diese Lagerung bleibt das Obst monatelang haltbar. Sie haben die ganze Wintersaison über frisches Obst, dass Sie nicht im Supermarkt kaufen müssen. Damit tun Sie natürlich etwas für Ihren Geldbeutel, aber auch für die Umwelt.

Wenn Sie in einem Jahr zu viel Obst in Ihrem Garten ernten können, freuen sich bestimmt Freunde, Verwandte, der Kindergarten oder die Schule über eine Obstspende. Äpfel und Birnen können Sie selbst auch zu Saft weiterverarbeiten oder in einer Mosterei abgeben. Für Letzteres bekommen Sie sogar noch einen kleinen Obolus gezahlt oder können eine entsprechende Anzahl an frisch befüllten Flaschen zum günstigeren Preis erwerben.

Wann der Richtige Zeitpunkt für die Ernte Ihre Erträge im eigenen Garten ist, finden Sie hier:

Preiselbeeren pflanzen

Im eigenen Garten anpflanzen ist nicht schwer…

Preiselbeeren sind äußerst gesunde und vitaminreiche Früchte. Sie selbst anzubauen ist nicht schwer und bringt als Ergebnis eine Beerenernte, mit der sich viel anfangen lässt.
Die Preiselbeeren ist eine immergrüne Strauchpflanze, wird zwischen 10 und 30 cm hoch und gehört zu den Heidekrautgewächsen. Dementsprechend sind ihre Anforderungen an den Boden: Er sollte leicht sauer sein mit einem pH-Wert von 5 bis 6. Auch sandige oder moorige Böden eignen sich gut. Bei einem hohen Sandgehalt kann der Boden durch die Einarbeitung von Moorbeeterde etwas saurer gestaltet werden. Wenn andere Gartendünger eingesetzt werden, muss darauf geachtet werden, dass sie kein Chlor enthalten – Preiselbeeren vertragen ihn nicht. Auch kalkhaltige Böden eignen sich nicht für den Anbau der Preiselbeere. Im Gegenzuge sind sie relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen.
Der Standort der Pflanzen sollte im Halbschatten liegen. Frost bis -20 Grad schadet den Preiselbeeren nicht und im Sommer vertragen sie auch Trockenheit recht gut. Nur bei langen, heißen Trockenperioden benötigen sie eine Wässerung um nicht vollständig auszutrocknen.
Im Hebst können die Beeren gesät oder aber im Frühling als Stecklinge gepflanzt werden. Im Fall des Aussäens braucht die Einsaat Frost, denn die Preiselbeere ist ein so genannter Kaltkeimer. Die einzelne Pflanze benötigt Platz, weshalb die Saat bzw. die Stecklinge mit einem Abstand von etwa 30 cm gesetzt werden sollten. Ein Anbau in Reihen erleichtert später das Pflücken.
Die Preiselbeere darf auf keinen Fall mit Unkrautvernichtungsmitteln behandelt werden. Darauf reagiert sie in hohem Maße empfindlich – die Pflanzen müssen von Hand von Unkraut frei gehalten werden.
Nach der Blüte können die Triebe leicht zurückgeschnitten werden um das Wachstum zu bremsen. Die Ernte findet generell in den Monaten August und September statt, wobei die Beeren sorgfältig einzeln gepflückt werden.
Mittlerweile gibt es für den Anbau im eigenen Garten diverse Sorten mit unterschiedlichen Ausprägungen. Vor dem Kauf ist eine Beratung angebracht, damit die Sorte und der Garten zueinander passen.

Weitere Infos zu Beeren:

Aprikosenbaum pflanzen

Aprikosen sind herrliche Früchte

Wer möchte sie nicht auch im eigenen Garten kultivieren und einen Kuchen mit Aprikosen oder Aprikosenkonfitüre geniesen?

Damit die leckeren Aprikosen im Garten gut gedeihen, sollten einige Dinge im Vorfeld beachtet werden, dann wird es gelingen, die goldgelben Früchte selber zu ziehen.

Es ist bekannt, dass Aprikosen ein warmes geschütztes Plätzchen im Garten haben wollen. Das bedeutet, dass das neue Bäumchen an den für Aprikosen optimalen Standort gesetzt wird. Etwa vor eine warme Hauswand oder an einen Platz, der geschützt zwischen Gebäuden, hohen Hecken oder anderen Bäumen liegt.

Als nächstes wäre die Frage zu klären, wie groß denn der Aprikosenbaum werden darf. Zwischen 4 und 7 Metern wird ein Aprikosenbaum normalerweise groß. In den Baumschulen gibt es verschiedene Sorten von Aprikosenbäumen. Manche Aprikosen werden auf eher schwach wachsenden Unterlagen veredelt, andere nicht. Information ist also wichtig und auch, ob der Baum selbst befruchtend ist oder nicht.

Hat man diese Fragen geklärt, sollte man sich erkundigen nach Neuzüchtungen oder nach Aprikosensorten, welche weitgehend gegen Krankheiten resistent sind. Leider leidet die Aprikose gerne unter Pilzerkrankungen. Deshalb ist es so wichtig, dass dieser Obstbaum einen für ihn passenden, sorgfältig ausgewählten Standort bekommt. Dann wird er weitaus weniger unter den bekannten Krankheiten zu leiden haben und gute Früchte tragen.

Aprikosen gehören zu den Obstbäumen im Garten, die sehr zeitig blühen. Oftmals bringt der Baum eine Fülle von Blüten hervor und trägt dann doch nur wenige Früchte. Der Grund sind meist noch spät auftretende Nachtfröste, welche die Blüten schädigen können.

Es gibt frühe, mittelfrühe und spät fruchtende Aprikosen. Wer eine spätere Sorte wählt, kann den Nachtfrösten im Frühjahr wenigstens teilweise entgehen.

Hat man diese Fragen geklärt und ein Bäumchen seiner Wahl gekauft, kann man die Aprikose einpflanzen.
Hierzu eignet sich das Frühjahr am besten.

Man gräbt ein Loch aus, welches größer ist als der Wurzelballen des Aprikosenbäumchens.
Aprikosen wünschen sich eine lockere Erde. Wer also eher festen tonigen Boden im Garten hat, sollte den Standort vorher mit Sand und mit Kompost locker und humusreich machen. Es versteht sich von selbst, dass alle Wildkräuter im Pflanzloch und rundherum sorgfältig entfernt werden müssen.

Ein kräftiger Pflanzpfahl kommt als erstes in das vorbereitete Pflanzloch. Daneben setzt man nun das Aprikosenbäumchen so, dass sich seine Wurzeln gut ausbreiten können. Als Faustregel gilt, dass ein Baum gerade so tief eingesetzt wird, wie er zuvor im Pflanzkübel oder in der Baumschule in der Erde stand. Anschließend das Pflanzloch mit Erde auffüllen und gut antreten. Jetzt wird das Aprikosenbäumchen an dem Stützpfahl festgebunden und kräftig angegossen. Auf eine regelmäßige Wasserversorgung sollte gerade im ersten Jahr nach der Neupflanzung geachtet werden.

Weitere Informationen zu Steinobst:

Holunder schneiden

Rückschnitt des Holunders

Der Holunder, aus dem Kinderlied als „Hollerbusch“ bekannt, ist ein weitverbreiteter Wildstrauch. Aufgrund der zahlreichen positiven Wirkungen seiner Blüten und Beeren ist er auch als Kulturpflanze in vielen Gärten zu finden. Sehr Beliebt sind die Holunderbeeren für die Verarbeitung zu Holundersirup, Holundersaft, Holunderlikör und -sekt, sowie Holundermarmelade und -gelee. Von Natur aus wächst der Holunder buschartig und wird als Zuchtgehölz zumeist in dieser Form angeboten. Der ausgewachsene Strauch erreicht eine Höhe von bis zu sieben Metern, wobei besonders sein Breitenwachstum beachtliche Ausmaße annehmen kann.

Während seine wild wachsenden Verwandten ohne jährlichen Rückschnitt prächtig gedeihen, kann der kultivierte Garten-Holunder regelmäßig zurückgeschnitten werden. Zum einen vergrößert dies seine Erträge, zum anderen hält es seinen ansonsten recht üppigen Wuchs in Grenzen. Sollte am Haus oder im Garten also kein ausreichender Platz für das ausufernde Wachstum des Holunders zur Verfügung stehen, kann der Strauch ohne größeres Fachwissen zu jeder Jahreszeit unproblematisch zurückgeschnitten werden.

Alle Schnittarten werden vom Holunder gut vertragen. Selbst ein drastischer Verjüngungsschnitt kann keinen dauerhaften Schaden anrichten. Bei übermäßigem Rückschnitt kann es allerdings zur vermehrten Bildung von Wassertrieben kommen. Zu bedenken ist überdies, dass neue Blüten sich nur an zweijährigem Holz bilden. Wer im Jahr nach dem Rückschnitt nicht auf Blüten und Früchte verzichten möchte, der sollte den Busch lediglich „in Form“ schneiden oder gezielt einzelne Äste entfernen.

Holunder ist auch in Baumform kultivierbar. Um aus dem breitwachsenden Busch ein hochstehendes Bäumchen zu ziehen, müssen in den ersten Jahren regelmäßig die Stamm- und Bodentriebe des Holunders entfernt werden. Die Bildung bodennaher Triebe nimmt mit wachsendem Alter ab. Im Laufe der Zeit bildet sich so ein kronenähnlicher Überbau. Die Baumform wird besonders im erwerbsmäßigen Holunderanbau favorisiert.

Vorteil des Hochstammes gegenüber der Buschform: Bei der Buschform kann es vorkommen, dass die fruchttragenden Äste den Boden berühren. Die Früchte würden dadurch verschmutzt. Die Beeren wären Schimmel und Fäulnis preisgegeben. Hinzu kommt, dass die bodennahen Triebe der Buschform besonders anfällig für Pilzerkrankungen sind.
Der Stamm des baumförmig gezogenen Holunders verhindert den Bodenkontakt und führt so zu einer robusteren und kompakteren Pflanze, die sich darüber hinaus noch durch höhere Erträge auszeichnet. Auch erleichtert die hohe Form des Holunderbaumes die Pflege- und Erntearbeiten.

Grundsätzlich ist der Holunderbusch überaus vital. Selbst aus den Stümpfen gefällter Sträucher wachsen wieder neue Triebe.  Anspruchsloser und unkomplizierter ist kaum ein anderer Gartenstrauch.

Weitere Informationenen zu Obst aus dem eigenen Garten:

Stachelbeeren pflanzen

Stachelbeeren in Ihrem Garten

Stachelbeeren sind bis zu 3 cm breite grüne, gelbe oder rote Früchte, die an Sträuchern von bis zu 1,5 m Höhe wachsen.
Die behaarten Früchte reifen im Juli/August und schmecken leicht säuerlich, enthalten aber in reifem Zustand viel Zucker, besonders bei vollsonnigen Standorten.
Aufgrund ihres Gehaltes an Apfel- und Zitronensäure sagt man Stachelbeeren eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung nach.
Weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Zink, Silizium, Kalium und Ballaststoffe machen die Stachelbeere zu einer gesunden Gartenfrucht, die bei etwas Pflege sehr ertragreich ist.
Als einzige einheimische Beere kann sie unreif und grün geerntet werden, wodurch sie sich länger hält.
Während der Haupterntezeit im Sommer können die Früchte im Kühlschrank etwa eine Woche gelagert werden, außerdem lassen sie sich gut einfrieren.

Stachelbeeren gedeihen auch im Schatten oder Halbschatten, für eine gute Ernte sollten sie aber an einen sonnigen Platz gepflanzt werden.
Nährstoffreiche Lehmböden, die Feuchtigkeit gut halten, sind ihnen am liebsten.
Sandige und trockene Böden müssen vor der Pflanzung mit Humus verbessert und während Trockenperioden gut gewässert werden, sonst kann es zu massivem Blattfall kommen.

Beim Kauf kann man zwischen Sträuchern, Hoch- oder Halbstämmen wählen.
Die als Bäumchen gezogenen Stachelbeeren benötigen weniger Platz und sind oft ertragreicher als Büsche, haben aber eine geringere Lebensdauer.

Wurzelnackte Pflanzen ohne Erdballen können im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden, aufgrund der besseren Wurzelbildung ist der Herbst vorzuziehen.
Gut durchwurzelte Containerpflanzen können zu jeder Zeit eingesetzt werden.

Stachelbeeren brauchen 2 mal jährlich eine ausreichende Versorgung mit mineralischem Dünger (z.B. Blaukorn) oder organischem Dünger (Hornspäne oder verrotteter Kompost).
Die Startdüngung erfolgt gleich im zeitigen Frühjahr, die Folgedüngung nach der Blüte im Mai.
Der Dünger wird rund um die Pflanze ausgebracht und darf nur leicht eingearbeitet werden, da Stachelbeeren Flachwurzler sind.

Ohne einen regelmäßigen Schnitt gehen die Ernteerträge bald zurück.
Zu dichte, wildwachsende Sträucher erkranken außerdem leicht an Mehltau, weil das Laub nicht richtig trocknen kann.
Ohnehin sind Stachelbeeren recht anfällig für diese Pilzerkrankung, deshalb sollte man beim Kauf zu Mehltau-resistenten Sorten greifen.

Der Schnitt wird im Frühjahr vorgenommen.
Dabei wählt man kräftige, gut gewachsene Triebe und kappt sie um ein Drittel ihrer Länge.
Alle anderen werden ganz entfernt, sodass etwa 8 bis 10 Triebe stehen bleiben.
Nach innen wachsende Äste und altes Holz werden direkt am Boden abgeschnitten und der Busch so ausgelichtet.
Der Fruchtansatz erfolgt bei Stachelbeeren am Vorjahresholz und ein konsequenter Rückschnitt regt die Bildung neuer Triebe für die Ernte im nächsten Jahr an.

Weitere Informationen zu Beeren für den eigenen Garten:

Pflaumenbaum schneiden

Pflaumen oder Zwetschen (Zwetschgen, Zwetschken)

Die Echte Zwetsche ist eine Unterart der Pflaume. Zwetsche oder Pflaume sind eine beliebte Obstsorte. Frisch verzehrt schmecken sie saftig, süß und aromatisch. Einige Pflaumensorten sind idealer Kuchenbelag. Ebenso können Pflaumen zu Dörrobst verarbeitet werden oder es entsteht appetitliches Pflaumenmus.

Die ursprüngliche Wuchsform der Pflaume kann ein kräftiger Strauch oder ein Baum sein. Wuchshöhen bis 6 m eignen sich nicht für jeden Garten. Ein perfekter Kronenschnitt ist ebenso wichtig, wie das Anlegen von Baumscheiben für optimale Düngergaben und Bewässerung. Nahrhafte, tiefgründige Sand- oder Lehmböden bis hin zur kargeren Erde können je nach Sorte für reiche Ernteerträge sorgen. An frostfreien Tagen werden Pflaumenbäume von Februar bis März geschnitten. Die Temperatur muss mindestens 5 Grad Celsius betragen. So können die Schnittstellen besser ausheilen.

Sachgemäßer Schnitt muss sein

Früher wurden in den Bauerngärten Pflaumenbäume überwiegend nicht geschnitten. Es gab die Meinung, dass diese keinen Schnitt benötigen oder nicht vertragen. Das ist ein Irrtum. Nicht geschnittene Bäume weisen sehr viele Vergabelungen und kahle Bereiche auf. Sachgemäße Schnittarbeiten verhindern das und wirken sich positiv auf den Ertrag aus.

Das Steinobst erfordert regelmäßige Schnittmaßnahmen, die intensiver als beim Kernobst sein sollten. Die Knospen sind meist nur 1 Jahr triebfähig. Mit einem optimalen Schnitt erhalten viele Triebknospen auch an der Basis eine Chance, sich zu entwickeln. Verkahlungen im mittleren Drittel der Äste und Zweige werden verhindert. Die Baumkronen bleiben durch regelmäßiges Verschneiden kleiner und werfen weniger Schatten. Der Fachmann unterscheidet Hohlkrone, Pyramidenkrone und den Spindelbusch.

Unterschiedliche Schnittmaßnahmen für den Pflaumenbaum

Bei Obstbäumen ist in den ersten 3 bis 4 Jahren der Aufbau- oder Erziehungsschnitt wichtig. Hier werden die Leit- und späteren Verlängerungstriebe um 2/3 gekürzt. Das Seitenholz für das Fruchtholz wird ebenso reduziert. Geschnitten wird bei Pflaumenbäumen direkt auf Auge, also über den Knospen. Der Ertrags- oder Erhaltungsschnitt schließt sich in den folgenden Jahren an. So wird eine ständige Verjüngung und Begrenzung der Baumkrone erreicht.

Alle größeren Wunden müssen sorgfältig versiegelt werden. Dafür eignet sich ungefärbtes Kerzenwachs. Alle Werkzeuge müssen sauber und scharf sein. Das erleichtert die Arbeit und schont den Pflaumenbaum. Fachliteratur erleichtert das Herangehen an alle Schnittmaßnahmen. Es werden von Baumschulen zum Thema Obstbaumschnitt ebenso Kurse angeboten. Der richtige Schnitt steigert den Ernteertrag und schützt den Pflaumenbaum vor einigen Krankheiten.

Weitere Infos zu Obstbäume im eigenen Garten finden Sie auf Gartentalk.net:

Himbeeren pflanzen

Wie pflanzen Sie Himbeeren richtig?

Himbeeren im eigenen Garten sind ein Muss für einen jeden Gärtner. Die Früchte sind lecker und gesund. Frisch vom Strauch gepflückt sind sie die ideale Frucht zum Naschen für Groß und Klein. Will man eine Himbeerhecke anlegen, sollte man einiges beachten.

Es gibt Sommer- und Herbsthimbeeren. Bei den Sommerhimbeeren werden die Pflanzen ca. 1,80 m hoch. Sommerhimbeeren benötigen daher ein stabiles Gerüst, um die Triebe festzubinden. Neue, sich im Frühjahr entwickelnde Triebe, bleiben das ganze Jahr und auch über den Winter für das nächste Jahr stehen.

Auch Herbsthimbeeren benötigen auch eine Standhilfe. Allerdings muss diese nicht ganz so stabil sein, wie bei den Sommerhimbeeren, da Herbsthimbeeren im Spätherbst komplett abgeschnitten werden. Sie treiben im Frühjahr neu aus. Wer Himbeeren liebt und die Erntezeit verlängern möchte, pflanzt am besten beide Sorten.

Für die Pflanzung der Himbeerruten muss der Boden gut vorbereitet sein. Der Boden sollte vor der Pflanzung tiefgründig aufgelockert werden. Die Einarbeitung von Torf und Kompost ist zu empfehlen, da die Himbeere als frühere Waldpflanzen einen leicht sauren Boden bevorzugen. Danach sollte ein Gerüst für die Himbeeren gebaut werden. Die Verwendung von Einschlaghülsen zur Befestigung der Holzpfähle hilft enorm, wenn später einmal verfaulte Holzpfähle ausgetauscht werden müssen. An den Holzpfählen wird in 60 cm, 1 m und in 1,50 Höhe jeweils ein kunststoffummantelter Draht befestigt, an dem die Himbeerruten nach der Pflanzung angebunden werden.

Himbeerruten sollten sofort nach dem Kauf gepflanzt werden. Wenn die Töpfe, in denen die Pflanzen stehen trocken sind, muss auf jeden Fall vorher gewässert werden. Dazu die Töpfe eine halbe Stunde in einen Eimer mit Wasser stellen. Danach pro Pflanze eine Pflanzgrube ausheben, eine Schaufel voll Blumenerde hineingeben und mit etwas Beerendünger mischen. Die Pflanze aus dem Topf nehmen, stark durchwurzelte Wurzelballen mit einer Gabel auflockern. Dann die Pflanze in die Pflanzgrube einsetzen und die Grube schließen. Anschließend gut und durchdringend angießen. Nur alle 60 cm eine Himbeerpflanze setzen. Wer die Pflanzen zu dicht setzt, hat hinterher eine wüste Hecke in die nur wenig Sonnenschein fällt. Der Wind kann nach einem Regen die Pflanzen nicht rasch abtrocknen und die Früchte werden faul. Nach dem Pflanzen nur noch die Ruten mit Bändern locker an die Drähte binden und dann auf die ersten Früchte warten.

Sie wollen auch frische Erdbeeren genießen? Hier finden Sie Informationen zum Ziehen von Erdbeeren:

Physalis pflegen

Auspflanzen und Pflege der Physalispflanzen

Physalispflanzen vertragen keinen Frost, sodass sie erst nach den letzten Nachtfrösten ab Mitte Mai in das Freiland gepflanzt werden sollten. Es empfiehlt sich, die Jungpflanzen zunächst an die pralle Sonneneinstrahlung zu gewöhnen. Ausgewachsene Pflanzen gedeihen am besten im vollen Sonnenlicht.

Normaler Gartenboden ist für Physalis gut geeignet. Es ist auch möglich, die jungen Pflanzen in einem ausreichend großen Kübel mit handelsüblicher Blumenerde zu kultivieren. Eine Düngung des Bodens ist in beiden Fällen nicht notwendig. Wichtig ist jedoch eine gute Wasserversorgung, da die Physalis empfindlich auf Trockenheit reagiert.

Nach der attraktiven Blüte erscheinen die ersten Physalisbeeren etwa ab August. Die Beeren sind erntereif, sobald sie eine orangefarbene Fruchthaut zeigen und die darüber befindliche Blätterhülle zu vertrocknen scheint.

Obschon die Physalispflanze in der Regel als einjährige Pflanze kultiviert wird, da sie innerhalb eines Jahres sowohl blüht als auch fruchtet, kann der Versuch einer Überwinterung unternommen werden. Hierzu sollte die Pflanze den Winter im Pflanzkübel an einem hellen, aber frostfreien Ort überdauern. Im Frühling benötigt die Physalispflanze dann einen Rückschnitt um etwa die Hälfte, um das Wachstum zu fördern.

Brombeeren vermehren

Brombeeren – Infos zu Anzucht und Pflege

Die Brombeere (Rubus) ist in über 2.000 Arten in fast allen gemäßigten Zonen der Welt zu finden, bei uns ist sie vor allem wegen ihrer wohlschmeckenden und sehr vitaminhaltigen Früchte beliebt. Gegenüber anderem Beerenobst haben Brombeeren viele Vorteile: ihre spät auftretenden Blüten sind nicht frostgefährdet, Vögel und Maden bilden für Blüten wie Früchte keine Gefahr, und reife Früchte müssen nicht umgehend geerntet werden, da sie bis zu zwei Wochen ohne Qualitätsverlust am Strauch hängen können. Zudem hat die Brombeere von allen Obstarten den geringsten Feuchtigkeitsbedarf. Die meisten Brombeersorten sind stachelig, was die Ernte der Früchte erschwert. Die stachellosen Varianten erbringen meist etwas weniger wohlschmeckende Früchte, sind aber für Brombeermarmelade ebenso geeignet.

Die Brombeere ist ein bis zu drei Meter hoch werdender Kletterstrauch, der ein zwei Meter hohes Gerüst oder Spalier benötigt. Die Ruten sollten bogenförmig am Spalier gezogen werden. Um reiche Erträge zu erhalten, benötigt die sonnenhungrige Brombeere einen sehr sonnigen Standort. Mit dazu gehört auch einen Lichtungsschnitt. Die Ruten, die bereits Früchte getragen haben, werden im Frühjahr zugeschnitten. Da die Brombeere selbstbefruchtbar ist, können Anlagen aus nur einer Sorte bestehen. Vor dem Auspflanzen ist die Erde flächig tief zu lockern und eine Vorratsdüngung mit Kali und Phosphat durchzuführen. Die Pflanzung sollte möglichst tief erfolgen, das unterste Auge muss 5 cm tief mit Erde bedeckt sein.

Die Vermehrung erfolgt durch Absenker im Frühjahr: dazu werden Ruten herabgebogen und mit Erde bedeckt, wobei die Triebspitzen herausschauen sollten. Die von Erde bedeckten Rutenteile bewurzeln sich und können im Herbst abgeschnitten und versetzt werden. Eine weitere Vermehrung kann durch Wurzelschnittlinge von ca. 6 cm Länge aus kräftigen Wurzeln oder durch Augenstecklinge erfolgen. Fertige Setzlinge sind auf 50 cm zu kürzen. Die am Wurzelhals befindlichen Knospen sind vorsichtig zu behandeln und dürfen beim Pflanzen nicht beschädigt werden, da sich aus ihnen im nächsten Jahr die neuen Ruten entwickeln. Im zweiten Jahr tragen sie reiche Frucht – drei bis vier Pflanzen decken den Bedarf einer großen Familie! Gleich nach der Ernte sollten diese Fruchttriebe auf zwei Knospen zurück geschnitten werden, aus welchen sich im nächsten Jahr die neuen Fruchttriebe entwickeln. Die Bodenbearbeitung unter der Brombeere darf nur flach erfolgen, um Wurzelbeschädigungen zu vermeiden.

Brombeerruten wachsen bis spät in den Herbst hinein, sollten jedoch im September entspitzt werden, damit sie rechtzeitig ausreifen können. Aus zu dichten Sträuchern sind alte Ruten auszuschneiden, sie sollten aber erst im nächsten Frühjahr entfernt werden, damit sie die verbleibenden Ruten noch leicht beschatten.

Zwar sind Brombeeren recht robust, sollten aber auf Anzeichen von Pilzerkrankungen durch Rhabdospora ramealis beobachtet werden, der rötliche Flecken auf den Blättern hervorruft und die Ranken absterben läßt. Eine zweimalige Spritzung mit Kupferbrühe oder anderen Fungiziden hilft.

Beerenobst auf Gartentalk.net: