Obstpresse

Wie können Sie Ihr Obst selbst pressen?

Obst ist bekanntlich gesund und vitaminreich. Was liegt also näher, als zum Beispiel morgens frisch gepressten Saft zu genießen, denn mitunter ist der gekaufte Saft aus der Flasche oder dem Tetrapack nicht immer die beste Wahl, was die Bekömmlichkeit, Gesundheit und Vitaminvielfalt gerade gegenüber einem frischen Produkt anbelangt. Konservierungs- und zusätzliche Geschmacksstoffe sowie viel zu viel beigefügter Zucker beeinträchtigen die Qualität und, gerade bei Kindern aber auch bei kranken Menschen, oft die Verträglichkeit des gekauften Saftes. Frisch gepresster Saft schmeckt gut, ist kraftspendend, äußerst gesund und durch nichts zu ersetzen. Er verliert allerdings sehr schnell durch die Zuwirkung von Sauerstoff und Licht ein Vielfaches seiner Vitamine, wenn er nicht innerhalb einer Stunde nach der Pressung getrunken oder weiter verarbeitet wird. Doch will man sich gesund ernähren, sollte täglich frisch gepresster und gleich getrunkener Saft in jedem Falle dazugehören. In nahezu jedem Haushalt befindet sich übrigens bereits eine Obstpresse, und zwar die kleine Zitruspresse. Probleme tauchen jedoch schon dann auf, wenn man diese zum Auspressen von den etwas größeren Orangen einsetzen möchte. Vielfach wird dann in durchschnittlichen Haushalten zu einem elektrischen Entsafter gegriffen, der zwar ebenfalls zur Saftgewinnung dienlich ist, allerdings meist mit Zentrifugalkraft arbeitet und die Früchte eher zerstört als entsaftet. Da bei über 50 Grad Celsius die so wichtigen Enzyme im Obst absterben und bei der Zentrifugenentsaftung erhebliche Wärme erzeugt wird, ist die gesunde Alternative eine Obstpresse. Ist man auf der Suche nach einer solchen, findet man oftmals eher altertümlich anmutende Geräte, die mitunter an finstere Folterinstrumente im Mittelalter erinnern. Dabei ist die Saftgewinnung mittels einer Obstpresse tatsächlich die gesündeste und vitaminschonendste Art. Sie lohnt sich immer dann, wenn zum Beispiel Obst selbst angebaut und per Saftpressung verarbeitet und konserviert werden soll. Allerdings können natürlich auch naturreine Säfte aus frisch gekauftem Obst erzeugt werden. Eine Obstpresse besteht in der Regel aus einem Korb für das zu pressende Obst aus Stahl oder Holz mit einem dreibeinigen Gestell darunter sowie einer Rinne für den Saft und den Auslauf. Im Korb wird das Obst eingefüllt und ein Deckel aufgesetzt. Mittels einer Spindel (meist mechanisch) wird der Deckel auf der Obstschale nach unten bewegt und das Obst damit effektiv zusammengedrückt. Der austretende Saft sammelt sich sodann in der Rinne und kann mittels eines Gefäßes aufgefangen werden. Um zu vermeiden, dass sich möglicherweise Stiele oder Schalen im ausgepressten Saft befinden, sollte der mit Obst gefüllte Korb der Obstpresse mit einem speziellen Presstuch vor der Pressung ausgelegt werden. Dies erleichtert eine Weiterverarbeitung des Saftes zur Konservierung, Sterilisierung oder Geleeverarbeitung ungemein. Nach der Pressung wird nur noch das Tuch gereinigt, der Saft selbst ist frei von Obstschalen und –stielen und kann sofort genossen werden. Beerenobst oder Wein kann sofort ausgepresst werden, wobei härteres Obst, wie etwa Äpfel, zur größeren Ausbeute besser doch kleingeschnitten oder vorher mittels einer Obstmühle zerkleinert werden sollten. Obstpressen gibt es in verschiedenen Größen und Varianten, auch für die industrielle Produktion, wie zum Beispiel zur Herstellung von köstlichem Wein. Die eigentliche Arbeitsweise der Saftgewinnung bleibt dabei jedoch immer gleich. Zur Gewinnung von gesunden und leckeren Fruchtsäften aus frischem Obst sind Obstpressen einfach unverzichtbar.

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Weintrauben pflanzen

Anbau von Trauben – eine ganz einfache Sache

Der Anbau von Weintrauben im eigenen Garten ist eigentlich ziemlich einfach. Selbst auf dem heimischen Balkon in einer Großstadt können die wunderschönen Weinstöcke gepflanzt werden, hier allerdings in Kübeln, um einen dekorativen Sichtschutz zu erhalten oder / und einfach, um eigene Trauben zu ernten.
Am besten eignet sich Sorten, die resistent gegen Schädlinge und vor allem Mehltau und andere Pilzkrankheiten ist. Die Pflanzung sollte an der Südseite eines Hauses in 80 cm Tiefe erfolgen, und außerdem mit einem Abstand von 50 cm zur Hauswand, weil sonst die Wurzeln austrocknen könnten.
Außerdem hat es auch schon erfolgreiche Balkonwinzer gegeben, die auf ihrem Nordbalkon im Balkonkübel schöne kräftige Pflanzen herangezogen haben und mit süßen Trauben belohnt wurden.
Der Boden kann gerne locker, auch sandig, sein und mit Hornspänen angereichert werden, die dem Wein als Dünger dienen. Wind und Sturm nimmt der Wein nicht übel, auch wenn windgeschützte Lagen zu bevorzugen sind. Mit Früchten kann man rechnen, wenn die Pflanze mindestens drei Jahre alt ist. Ab diesem Alter braucht die Pflanze auch einen jährlichen Rückschnitt. Dieser erfolgt im Winter in einer frostfreien Periode. Man kann die abgeschnittenen Pflanzenteile auch gut als Stecklinge verwenden.
Sehr wichtig für das Überwintern im Kübel ist eine gute „Winterkleidung“ für den Wein. Hier eignen sich eine alte Decke oder Teppichreste, die um den Kübel gewickelt werden. Vergisst man diesen Winterschutz (oder auch den Rückschnitt, der der Pflanze zur Regeneration dient), kann es passieren, dass man im darauf folgenden Sommer keine Trauben ernten kann und die Pflanze auch nur langsam austreibt.

Wie können Sie Trauben verarbeiten?