Mangold pflanzen

Mangold – alles rund um Anzucht, Pflege und Verwendung

Mangold gehört zur Familie der Rübengewächse und kommt hauptsächlich in zwei Kulturformen vor: Stiel- oder Rippenmangold und Blatt- oder Schnittmangold.
Bei beiden Sorten werden für eine fortlaufende Ernte nicht die ganzen Pflanzen, sondern einzelne Stiele, bzw., Blätter gepflückt.
Stielmangold erkennt man an den stark ausgeprägten Mittelrippen der Blätter.
Früher als „Spargel des armen Mannes“ bezeichnet, bereitet man ihn mitsamt der langen Stiele zu.
Blattmangold hat dünnere Stiele und kleinere Blätter, ist auch unter der Bezeichnung Römischer Kohl bekannt.
Beide Mangoldsorten können wie Spinat zubereitet und verwendet werden, wobei Mangold etwas kräftiger schmeckt.

Nach dem Säubern werden die Blätter von den Stielen geschnitten und zunächst die festeren Stiele für 2-4 Minuten, dann die zarten Blätter für weitere 4 Minuten gegart.
Ganze Mangoldblätter können auch mit Fleisch und Fisch gefüllt oder als Gemüseschicht in einer Lasagne gebacken werden.
Beim Rührbraten im Wok bleibt das Gemüse bissfest und knackig.
Mangold enthält wenig Kalorien, aber viele Vitamine und Mineralstoffe.
Sein sehr hoher Anteil an Oxalsäure reduziert sich beim Garen, roh sollte er allerdings nicht gegessen werden.

Mangoldpflanzen sind zweijährig, die Blüte und Samenbildung findet erst in der zweiten Vegetationsperiode statt, nachdem die Pflanze eine Kälteperiode durchgemacht hat.
Die Aussaat erfolgt Ende März/ Anfang April, Folgesaaten sind bis Ende Mai/ Anfang Juni möglich.
Ideal sind vollsonnige Lagen mit nährstoffreicher, lockerer Erde, denn die Wurzel reicht bis zu 1 m tief.
Blattmangold benötigt leichten durchlässigen Boden, Stielmangold bevorzugt schwere Böden.
Zur besseren Keimung sollte die Saat 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen.
Gesät wird 3 cm tief mit einem Reihenabstand von etwa 35 cm (Blattmangold) und ca. 40 cm (Stielmangold).
Pro Saatstelle werden 3 Körner ausgelegt und später die kräftigsten Pflänzchen stehen gelassen.
Dabei ist ein Pflanzabstand von 15-20 cm (Blattmangold) und 25-30 cm (Stielmangold) einzuhalten.
Vorziehen der Sämlinge im Zimmergewächshaus ist ebenfalls möglich, die Auspflanzung erfolgt dann, wenn sich mindestens 4 Blätter gebildet haben.
Mangold muss regelmäßig gehackt, nach jedem Schnitt gedüngt und stets feucht gehalten werden, damit die Blätter zart bleiben.
Als Dünger eignen sich Kompost und Steinmehl, Brennnesseln- und Beinwellbrühe .
Besonders wichtig sind chloridhaltige Dünger, auf frischen Mist und stickstoffhaltige Düngergaben sollte verzichtet werden.
Mangold ist leicht frostfest, wenn er gut angehäufelt und mit Laub, Reisig oder Vlies abgedeckt wird.
Die winterharten Sorten gewinnen an Geschmack, wenn sie etwas Frost bekommen haben.

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Rhabarber pflanzen

Rhabarber im Garten

Der Rhabarber im Garten ist einer der frühesten Gemüse überhaupt. Etwa zeitgleich mit Schnittlauch wächst er heran und ist schon früh zur Ernte reif. Die Ernte lässt sich zeitlich etwas vorverlegen, indem über die jungen Triebknospen eine Folie oder ein Eimer gestülpt wird. Und schon lässt sich mit dem Rhabarber kochen und frischer Rhabarberkuchen oder Kompott aus Rhabarber kann verköstigt werden.

Früher wurde das Knöterich-Gewächs zu den Heilpflanzen gezählt. Trotz seinen fein-säuerlichen Aromen, die eher an Obst erinnern, zählt der Rhabarber zu den Gemüsepflanzen. Dass die Stängel der Staude sehr viel Oxalsäure enthalten, ist hinreichend bekannt. Dennoch wiegt der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen diesen Nachteil wieder auf.

Wer den Rhabarber neu in seinen Garten setzen möchte, kann ihn im Herbst oder im Frühjahr einpflanzen. Hierzu eignen sich gekaufte Sorten oder Wurzelstücke aus anderen Rhabarberpflanzen. Die Staude sollte einen geräumigen humosen Platz bekommen, auf dem sie sich ausbreiten und auf dem sie viele Jahre stehen darf. Wer eine Vorliebe für milderen Rhabarber hat, sollte sich eine Sorte mit roten Stängeln besorgen.

Das Pflanzloch sollte großzügig bemessen sein und mit Pferdemist oder anderem organischen Dünger ausgefüttert werden. Nach der Pflanzung die Erde gut antreten, kräftig gießen und rund um den Rhabarber eine Mulchdecke aus leicht angewelktem Grasschnitt, mit Laub oder mit Brennesselblättern ausbreiten. So bleibt die Erde schön feucht.
Bis zu acht Jahre gedeiht die Staude am gleichen Platz. Rhabarber verträgt auch lichten Schatten. Im ersten Jahr nach der Neupflanzung sollte der Rhabarber nicht geerntet werden.

Der Rhabarber bildet riesige Blätter und wächst zu stattlichen Büschen heran. Seine creme-weißen Blüten ziehen zahlreiche Insekten an. Damit dem Rhabarber nicht allzuviel Kraft verloren geht, werden die Blüten frühzeitig ausgebrochen.
An trockenen Tagen ist die Gemüsestaude für etwas Wasser dankbar. Auch Nährstoffe in Form von Kompost oder Langzeitdünger wie Hornspäne bekommen ihr sehr gut. Regelmäßige Gaben von 1 : 10 verdünnter Brennesseljauche lassen den Rhabarber bestens gedeihen.

Etwa bis Ende Juni kann das fruchtig schmeckende Gemüse geerntet werden. Hierzu werden die Stängel unten an der Basis einfach heraus gedreht. Die Blätter können einen Kompost abdecken oder zum Mulchen im Gemüsebeet verwendet werden. Später im Sommer wird der Rhabarber nicht mehr geerntet, denn nun enthalten seine Stängel reichlich Oxalsäure. Die Staude beginnt etwa ab Ende Juni bereits wieder, ihre Blätter einzuziehen.

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