Geranien schneiden

Meist nur zum Überwintern notwendig

Geranien gehören wie die Pelargonien zu den Storchschnabelgewächsen und sind die Klassiker unter den Gartenpflanzen. Schön anzusehen, bunt und einfach in der Pflege gehören sie längt zu den beliebtesten Balkon- und Gartenpflanzen, an deren Farbenpracht wir uns im Sommer erfreuen.

Nicht nur wegen ihrer schönen Blüten, auch durch ihre besonders lange Blütezeit vom Frühling bis Spätherbst sind Geranien begehrt. So können Geranienliebhaber für die Gartenbepflanzung heute unter hunderten Sorten wählen. Die üppig wachsenden Blumen kommen halbgefüllt oder gefüllt, also mit zusätzlichen Blütenblättern vor, was sie noch attraktiver macht. Auch als Zimmerkultur blühen Geranien bei richtiger Pflege das ganze Jahr über.

Gewöhnlich werden Geranien aus Stecklingen gezogen, können aber auch durch Aussaat vermehrt werden. Stecklinge von Geranien wurzeln besonders gut am Anfang des Frühjahrs, wenn Blätter und Sprösslinge am stärksten wachsen. Von überwinterten Pflanzen wählt man zur Vermehrung einen gesunden, möglichst blütenlosen Trieb, oder entfernt alle noch vorhandenen Blüten und Knospen. Dieser wird etwa 7 bis 8 cm unterhalb der Knospe abgeschnitten, am besten gleich über einem Blattknoten. Wenn alle Nebenblätter entfernt sind, wird der Steckling direkt unterhalb des Blattknotens eingepflanzt.

Ein Rückschnitt ist zur Pflege von Geranien meist überflüssig. Doch manche Sorten bilden nur einen nicht verzweigten Mittelspross, der nicht so schön aussieht. Bei diesen Pflanzen sollte darum rechtzeitig die Spitze entfernt werden. Dies genügt schon als Rückschnitt, damit die Geranie buschiger wächst.

Man kann Geranien auch überwintern und im Frühjahr Stecklinge daraus schneiden.
Dafür werden die Triebe auf ein Drittel gekürzt und die Pflanzen in einem Gewächshaus oder Wintergarten untergebracht. Eine andere Möglichkeit ist es, die Pflanzen auf etwa 15 cm zurückzuschneiden und alle Blätter zu entfernen. Dann wird die Erde abgeschüttelt und die Geranien liegend in wenig feuchten Torf gepackt. Im Frühjahr kann man sie wieder eintopfen und vermehren.

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Blattläuse bekämpfen

Wie lassen sich Blattläuse entfernen?

Treten sie vereinzelt auf, sind sie häufig nur schwer zu erkennen. Wie kleine schwarze Punkte, die sich auf den Stängeln und Blättern von Pflanzen abgesetzt haben, wirken die Blattläuse dabei. Sofern sie sich nicht bewegen oder sichtbare Beschädigungen am Gewächs hinterlassen, sind sie kaum als Insekt zu entlarven. Doch ist damit bereits der Anfang gemacht: Wo sich die erste Blattlaus eingenistet hat, da folgen ihr bald weitere Exemplare. Diese bevölkern ganze Beete und sind als schwarzer Schwarm nicht zu übersehen. Hunderte der kleinen Insekten können sich auf einer Pflanze befinden und hinterlassen deutlich sichtbare Schäden, an denen das Gewächs eingehen kann.

Blattläuse sind daher stets der Feind des Gärtners. Besonders solcher Gartenfreunde, die ihre grünen Zöglinge auf möglichst biologischer Basis wachsen und gedeihen lassen wollen. Giftige Chemikalien meidet die Blattlaus an sich. Sie hält sich stattdessen vorwiegend dort auf, wo ihr diese Gefahr nicht droht. Eine probate Lösung, die Plage an Blattläusen effektiv loszuwerden, ist somit der Einsatz von Chemikalien. Doch ist dieser nicht überall gestattet. Die Befürchtung, Rückstände davon könnten in das Grundwasser gelangen, verbietet häufig ihre Anwendung. Ebenso wird es unter vielen Gärtnern ungern gesehen, wenn zum Wohle der lieb gewonnenen Pflanzen mit giftigen Stoffen aufgerüstet wird.

Es geht natürlich auch anders. Sind einzelne Pflanzen akut befallen, helfen jedoch zunächst nur rasch wirkende Notfallmaßnahmen. Diese bestehen anfangs darin, die stark befallenen sowie die bereits schadhaften Stellen der Pflanze sauber abzutrennen und zu entsorgen. In der Regel wird damit bereits ein Großteil der Blattläuse vernichtet. Ebenso lassen sich einzelne Exemplare meist noch mit der Hand oder einer Pinzette absammeln. Hier lohnt es sich also, dauerhaft ein Auge auf das Gewächs zu haben und bei ersten Gefahren bereits einschreiten zu können. Schließlich will kein Gärtner weite Teile der Pflanze oder diese selbst entsorgen müssen. Je eher die Gegenmaßnahmen erfolgen, umso wahrscheinlicher lässt sich das Grün retten.

Darum ist bei Blattläusen immer eine Art Vorsorge in Betracht zu ziehen. Die Insekten suchen sich meist weichere Teile der Pflanzen, die sie mit ihrem Stechrüssel löchern, um sich daraus ernähren zu können. Je härter das Gewächs ist, desto weniger ist es für die Blattlaus als Nahrungsquelle geeignet. Ein Sud mit Tabak, schwarzem Tee, Niem oder Brennnessel sollte daher aufgegossen werden und etwa einen bis zwei Tage ziehen können. Anschließend wird die Flüssigkeit mit einer Sprühflasche auf die Pflanze aufgetragen. Meist sind hierbei mehrere Durchgänge nötig, um die Blätter für die Laus unbrauchbar zu machen. Die Insekten werden die Gewächse alsbald verlassen und bei regelmäßiger Anwendung nicht erneut aufsuchen.

Eine andere und insgesamt schonendere Möglichkeit besteht hingegen darin, die natürlichen Feinde der Blattlaus im eigenen Garten zu kultivieren. Hierbei handelt es sich speziell um den Marienkäfer. Seine Larven können gekauft und daheim ausgesetzt werden. Sie können die aus den Läusen bestehende Nahrungsquelle schnell finden und dankbar annehmen. Auch Florfliegen und Schlupfwespen bevorzugen die Blattlaus auf dem Speiseplan und können ebenso im eigenen Garten heimisch gemacht werden. Diese Insekten fressen nach und nach die vorhandenen Blattläuse auf, vergreifen sich dabei aber nicht an den Pflanzen.

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Aussaat im Garten

Infos zur Aussaat im Garten

Im Frühling hält es so mancher Hobbygärtner kaum mehr aus, bis die richtige Zeit zur Aussaat im Garten gekommen ist. Trotz aller Ungeduld ist es aber doch sinnvoll abzuwarten, bis die Erde warm und nicht mehr allzu feucht ist, um den Samen für Nutz- und Zierpflanzen die bestmöglichen Voraussetzungen zum schnellen Keimen zu bieten. Ein zu nasser Boden ist nur schwer zu bearbeiten, er birgt auch die Gefahr, dass das Saatgut fault, bevor es die Gelegenheit hat zu keimen. Andere Samen bringen zwar schnell die ersten Triebe an die Erdoberfläche, diese erfrieren aber gerne bei den Nachtfrösten, die sich noch bis in den Monat Mai hinziehen können.
Die richtige Zeit zur Aussaat im Freiland ist deshalb immer abhängig von Gegend und Klima, vom Wetter im entsprechenden Frühling und von der Art der Samen. Besser etwas später aussäen als zu früh, dann ist der Erfolg fast garantiert. Selbst wenn die frühzeitig ausgesäten Samen keinen Schaden nehmen, so kommen die jungen Pflänzchen doch in den meisten Fällen nicht schneller ans Tageslicht, als bei später ausgebrachtem Saatgut.
Wenn der Boden dann abgetrocknet und leicht zu bearbeiten ist, können die ersten Vorbereitungen beginnen. In die gut gelockerte Erde, die am besten im Herbst bereits vorbereitet und je nach geplanter Aussaat gedüngt worden ist, kommen nun die Samen, die in der Regel immer gerade soweit im Boden sein sollen, dass sie von einer Erdschicht entsprechend ihres eigenen Umfangs bedeckt werden. Die Erde auf den Samen wird nun leicht angedrückt und eventuell sogar mit Tannenzweigen oder Tüchern abgedeckt, um die Vögel abzuhalten. Die bedeckten Flächen müssen aber regelmäßig kontrolliert werden, damit sie, sobald die ersten Triebe an die Oberfläche kommen, entfernt werden können.
Je nach Art des Saatgutes und entsprechend der Empfindlichkeit der kleinen Pflänzchen kann früher oder später ausgesät werden. So sollen beispielsweise Bohnen erst nach den so genannten Eisheiligen Mitte Mai im Freiland ausgebracht werden, da sie sehr schnell keimen, die ersten Triebe aber sehr frostempfindlich sind. Radieschen dagegen können gut bereits im April gesät werden.
Um unter der gärtnerischen Ungeduld nicht zu sehr zu leiden und vor allem, um das Wachstum im Garten später zu beschleunigen, ist es sinnvoll, Salat, Kohl, Tomaten, Gurken und Zucchini vorzuziehen. Auch für manche Blumen bietet sich diese Möglichkeit an. Schon im Januar kann so auf der Fensterbank oder im Gewächshaus gesät werden und sobald die Tage dann warm und die Nächte frostfrei werden, können bereits widerstandsfähige Pflanzen in den Garten gesetzt werden.

Miniteich selber bauen

Wie legen Sie einen Miniteich an?

Ein Miniteich ist eine interessante Lösung für Menschen, die auf ihrem Balkon oder der Terrasse einen schönen und beruhigenden Blickfang wünschen und gleichzeitig eine wertvolle ökologische Nische schaffen möchten. Das Anlegen eines solchen Miniteiches ist nicht schwer.
Zunächst muss der Ort beachtet werden. Eine reine Nordlage ist ungünstig, weil die Pflanzen zu wenig Licht bekämen. Optimal sind etwa sechs Stunden Sonne am Tag, wobei der Teich an warmen Sommertagen über Mittag beschattet werden sollte um eine zu starke Aufheizung und Verdunstung des Wassers zu vermeiden. Ist doch einmal zu viel Wasser verdunstet, kann mit weichem Regenwasser aufgefüllt werden.
Als Gefäße kann praktisch alles verwendet werden: große Eimer, Pflanzkübel oder Keramiktöpfe, alte Wein- oder Bierfässer, Mörtelwannen und auch spezielle Fertigteiche. Zinkwannen eignen sich nicht, da das Zink von Erde herausgelöst wird und die Gesundheit von Pflanzen und Schnecken beeinträchtigt. Tongefäße benötigen eine wasserdichte Innenglasur. Wird der Miniteich auf einem Balkon angelegt, ist es ratsam, sich vorab über dessen Tragfähigkeit zu informieren, denn je nach Größe des Gefäßes kommt einiges an Gewicht zusammen.
Die Pflanzen müssen nach der vorgesehenen Wassertiefe gekauft werden. Ansonsten ist der Auswahl keine Grenze gesetzt, es eignen sich unter anderem Zwergseerosen, Kresse, Nadelsimse, Wasserfeder, Moosfarn und Sumpfvergissmeinnicht. Die Liste ist lang. Es sollten jedoch keine zu wüchsigen Pflanzen gewählt werden, die Teich und Balkon bzw. Terrasse „vereinnahmen.“
Nun wird der Teich angelegt. Für das Auskleiden des Gefäßes ist Teichfolie optimal, die mit Kies fixiert wird. Erde ist generell nicht nötig außer bei Pflanzen, die Erde brauchen. Um unterschiedliche Wassertiefen zu erreichen, können Ziegelsteine im Wasser aufgestapelt oder umgedrehte kleine Gefäße hineingelegt werden. Ein Wasserspiel oder eine Teichpumpe sorgt für Bewegung und Sauerstoffeintrag und wirkt der Algenbildung entgegen. Einige Pflanzen, beispielsweise Zwergseerosen, vertragen jedoch kein bewegtes Wasser – hier sollte man sich beraten lassen.
Für das Einsetzen der Pflanzen empfiehlt sich die Verwendung wasserdurchlässiger Pflanzkübel. Ihr Boden wird mit etwas Kies gefüllt, dann wird die Pflanze eingesetzt und wiederum mit Kies beschwert. Der Kies sollte vorher gewaschen werden um das Teichwasser nicht einzutrüben.
Jetzt kann das Teichwasser kommen. Es sollte aus einem (Garten-)Teich stammen, nicht aus der Leitung. Umso schneller stellt sich ein ökologisches Gleichgewischt ein mit Wasserläufern, Kaulquappen und, wenn gewünscht, auch Schnecken. Letztere halten gleichzeitig den Miniteich von Algen frei.
Fische sind für einen so kleinen Teich nicht geeignet, da das Futter sich negativ auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Ansonsten steht dem eigenen Miniteich nichts mehr im Wege.

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Pflanzen richtig gießen

Pflanzen richtig giessen – Tipps

Das Gießen von Pflanzen ist eine für die Pflanzen überlebenswichtige Maßnahme, welche zudem auch darüber entscheidet, über welchen Wuchs diese Pflanzen verfügen.
Die Versorgung mit Wasser ist wichtig, damit sich Pflanzen in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Bedarf schön ausprägen und kräftig gedeihen können. Darüber hinaus kann falsches und unsachgemäßes Gießen zahlreiche Erkrankungen an Pflanzen hervorrufen, die teilweise zu Schäden führen, die nicht mehr reversibel sind. Dies gilt sowohl für eine Unterversorgung mit Wasser, die ein schnelles Vertrocknen bei Pflanzen mit hohem Wasserbedarf begünstigt als auch für ein übermäßiges Wasserangebot. Letztgenannte Variante ist förderlich für das Auftreten von Fäulniserscheinungen und einen intensiven Befall durch Schädlinge, was im Nachhinein gleichsam zum Absterben der Pflanzen führt.
Das richtige Gießen von Pflanzen muss in Abhängigkeit vieler verschiedener Faktoren und Bedürfnisse unserer Lieblinge erfolgen. So kann nicht nur die verabreichte Menge an Wasser darüber entscheiden, wie lange eine Pflanze überlebt und ob sie kräftig und gesund bleibt. Darüber hinaus stellt die richtige Zusammensetzung des Gießwassers, dessen Temperatur und die Art der Einbringung ganz wesentliche Voraussetzungen dafür dar, ob es den Pflanzen gut geht und ob sie es mit einem schönen Gedeihen danken.
Einige Pflanzen benötigen eine tagtägliche Versorgung mit Wasser, andere lieben es wiederum, nur sporadisch gegossen zu werden.
Günstig ist es in jedem Fall, wenn das Gießwasser einen möglichst geringen Härtegrad aufweist, was bei Regenwasser der Fall ist. In diesem Zusammenhang ist die im Wasser enthaltene Konzentration von Kalk gemeint. Regenwasser ist für Pflanzen gesünder und wuchsfördernder als Leistungswasser. Noch besser ist es, wenn das Regenwasser wie im Sommer leicht temperiert und nicht zu kalt ist. Extrem ungünstig ist kalkhaltiges Leitungswasser, das frisch aus dem Hahn kommt und nicht abgestanden ist. Zimmertemperaturwarmes Leitungswasser eignet sich deshalb eher.

Kunststoffgiesskanne

Viele Pflanzen lieben es, ab und zu ihren Flüssigkeitsbedarf durch die Blätter zu decken. Ein vorsichtiges Duschen mit handwarmem Wasser ist daher sinnvoll und beseitigt gleichzeitig Staubablagerungen.
Pflanzen, die in Töpfen oder Kübeln in Innenbereichen wachsen, benötigen öfter eine Versorgung mit Wasser, wobei jedoch Staunässe vermieden werden soll. Sie können nicht automatisch auf weiches Regenwasser zurück greifen wie Pflanzen im Freien.
Das Gießen ist nicht zu allen Tageszeiten vorteilhaft. Pflanzen mögen es nicht, wenn sie in Sommermonaten in der heißen Mittagshitze versorgt werden. Dies fördert Verdunstungserscheinungen und ist ungünstig für das Wachstum. Besonders gern haben es die Pflanzen, wenn sie bereits in den Morgen- oder später in den Abendstunden mit Flüssigkeit versorgt werden, um sich zu akklimatisieren.
Das richtige Gießen richtet sich überwiegend nach der Pflanzenart. Bei Gemüsepflanzen im Freien ist es ratsam, diese mit Regenwasser zu versorgen. Das Gießen von Pflanzen, die sich im Gewächshaus befinden, benötigt ebenfalls einige Grundkenntnisse und Fingerspitzengefühl. Genauso wie das Lüften sollte das Gießen in einem ausgewogenen Verhältnis zum Bedarf der Pflanzen stehen. An einem sonnenreichen Tag zu gießen, ist die beste Lösung für Gewächshauspflanzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur die Blätter benetzt sind, sondern die Wurzeln genügend Wasser bekommen.
In fast allen Gärten und Zimmern gedeihen Pflanzen, die mit nur sehr wenig Wasser leben. Dies sind neben schönen Gehölzen und Hecken imposante Staudengewächse und kakteen- oder sukkulentenartige Pflanzen. Sie können Wasser speichern und gedeihen schlecht, wenn sie zu viel Wasser erhalten, faulen dann recht schnell.

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Kletterrosen pflanzen und schneiden

Kletterrosen pflanzen und schneiden – wie und wann – Tipps

Eine gut gedeihende Kletterrose ist ein echtes Schmuckstück in jedem Garten und bildet einen reizvollen Mittelpunkt, vor allem, wenn sie lange blüht und fachkundig gepflegt wird. Die Pflege der Rose wird vor allem durch den optimalen Zeitpunkt des Pflanzens bestimmt und durch den richtigen Schnitt.

Gartenschere und Gartenhandschuhe

Kletterrosen werden im Frühling gepflanzt, bevor Bäume und Büsche ihr Laub austreiben. Sie benötigen einen hellen, möglichst sonnigen Standort mit einem gelockerten Boden und natürliche eine Kletterhilfe, zum Beispiel eine Mauer, eine Pergola oder eine eigens gebaute Rankhilfe. Da die Rose je nach Sorte bis zu sechs Meter hoch werden kann, muss der Pflanzort entsprechend groß sein.
Beim Pflanzen wird der Strauch zunächst einige Stunden lang gewässert. Falls der Wurzelballen beschädigte Wurzeln aufweist, werden diese abgeschnitten. Das Pflanzloch muss so groß sein, dass die Wurzeln sich beim Einsetzen nicht krümmen. Beim Verfüllen des Lochs wird gut abgelagerter Kompost mit hineingegeben.
Um die junge Pflanze gegen den Frühlingsfrost zu schützen, wird die Erde um den Rosenstock ein wenig angehäuft, bis die neuen Triebe eine Länge von 10 cm erreicht haben. Nun wird die Anhäufung entfernt und wiederum etwas Kompost in den Boden um die Pflanze eingearbeitet.
In den ersten drei Jahren benötigt sie eine reichliche Wässerung, gerade angesichts des Umstandes, dass der Standort sonnig ist. Den Gegensatz von Sonne einerseits und viel Wasser andererseits darf man nicht außer Acht lassen. Gedüngt wird über Sommer, wenn die neuen Rosentriebe etwa 10 cm lang sind.
Beim Rosenschneiden gibt es einige Grundregeln. Die Schere muss sehr scharf sein, denn die Zweige und Ranken dürfen nicht gequetscht werden. Eine verschmutzte Schere sollte vor der Berührung mit Rosen desinfiziert werden. Die richtige Stelle für den Schnitt ist jeweils über einem außen stehenden Auge und vom Auge weg. Auch muss schräg geschnitten werden, damit Saft und Regenwasser sofort ablaufen können und nicht ins Auge fließen. Abgeschnittene Teile gehören nicht in den Kompost, sondern in den Müll, damit eventuell in ihnen steckende Krankheitserreger sich nicht weiter im Garten ausbreiten.
Das Schneiden der Rosen erfolgt zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten: im Frühling und nach der Blüte. Der Termin für den Frühlingsschnitt ist leicht zu behalten, er findet statt, wenn die Forsythien blühen. Alte und vertrocknete Triebe werden konsequent an der Basis entfernt.
Nach der Blüte werden verwelkte Blüten abgeschnitten, so dass sich im Herbst neue Triebe bilden können. Auch zu lang gewordene Ranken werden abgeschnitten. Dies genügt, dass die Kletterrose in die Winterruhe gehen kann.

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