Gladiolen pflanzen

Gladiolen pflanzen und pflegen ist nicht schwer

Die Gladiole gehört zur Familie der Schwertliliengewächse und kommt ursprünglich aus Afrika, Südeuropa und dem Nahen Osten. Sie wird bis zu 1,5 m hoch. Wilde Gladiolen gibt es jedoch auch in Deutschland. Typischerweise weist die Gladiole lange schwertförmige Blätter und große trichterförmige Blüten auf, die an einem langen Stiel angeordnet sind. Die Gladiole ist in fast jeder erdenklichen Farbe lieferbar. Die eher anspruchslosen Blühpflanzen sind winterhart und machen dem Hobbygärtner mehrere Jahre Freude.

Gladiolen hält man in einem etwas nahrhaften und lockeren sowie feuchten Boden. Auch als Schnittblumen benötigen Gladiolen viel frisches Wasser. Am schönsten und längsten blühen sie als Schnittblumen, wenn man die oberste Knospe abschneidet.

Die Knollen der Gladiole kann man im Herbst, sobald die grünen Blätter verwelkt bzw. vergilbt sind, aus der Erde graben und frostfrei und trocken den Winter über lagern. Ab April kann die Knolle wieder ins Freiland ausgepflanzt werden. Hierbei sollte ein Abstand von ungefähr 15 cm Abstand eingehalten werden. Außerdem sollten die Knollen vor der Pflanzung in ein Insektizid eingelegt werden, da Gladiolen anfällig für Thripse sind.

Um einen schönen und geraden Wuchs zu erreichen, sollte eine Befestigungsmöglichkeit, z.B. ein grobmaschiges Netz über dem Gladiolenbeet angebracht werden, damit die schweren Blumen nicht kippen.
Blühzeit ist für die Gladiolen zwischen Juni und September.

Beliebte Gladiolenarten sind z.B. die ‚Amsterdam‘, die ‚Windsong‘ und auch die ‚Nova Lux‘.

Lesen Sie mehr zum Thema Pflanzenpflege:

Lupinen säen

Lupinen – anspruchslose Gartenpflanzen

Die Lupine gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und besticht durch ihre kerzenförmigen, exotisch anmutenden Blütendolden. Sie kommt als Zuchtform in den verschiedensten Farben vor und ist eine gute Schnittblume. Bevorzugt wächst sie auf durchlässigem, sandigem, kalkarmen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage, ist aber insgesamt eine eher anspruchslose Gartenpflanze. Lupinen kommen ein- und zweijährig vor und werden in der Land- und Gartenwirtschaft oft als Düngepflanze eingesetzt, da sie den Boden mit Stickstoff anreichern und mit ihren tiefen Wurzeln den Boden auflockern. Die modernen Zuchtformen sind winterhart.

Die Aussaat kann von April bis September stattfinden, wobei die Pflanze entweder direkt an Ort und Stelle gesät oder in Töpfen vorgezogen wird. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Lupinen lange Pfahlwurzeln entwickeln, die beim Umsetzen leicht beschädigt werden können. Dies kann verhindert werden, indem man die Samen in Torftöpfe setzt und die Jungpflanzen mit diesen zusammen einpflanzt. Zur Beschleunigung der Keimung kann man die Samen vorsichtig anfeilen und einen Tag in Wasser vorquellen lassen. Ansonsten werden die Samen, immer 2 bis 3 zusammen, eingesetzt, mit wenig Erde bedeckt, leicht angedrückt und gut feucht gehalten. Sind die Pflänzchen groß genug, werden sie mit einem Abstand von 50 cm an den endgültigen Standort versetzt. Dabei ist anzumerken, dass die Hülsen und Samen der Lupine giftig sind.

Die Lupine erreicht eine Wuchshöhe von 80 bis 120 cm, die Blütezeit findet von Juni bis August statt. Das Entfernen der verblühten Triebe begünstigt eine zweite Blüte im selben Jahr. Auch wird empfohlen, durch das Abpflücken der Samenstände eine Selbstaussaat zu verhindern, da der Nachwuchs die Mutterpflanzen überwuchert.

Weitere Infos zu Pflanzenpflege erhalten Sie auf Gartentalk.net:

Haselnussstrauch Pflege

Haselnussstrauch – was ist zu beachten?

Der zu den Birkengewächsen gehörende Haselnussstrauch (Corylus avellana) ist ein in Mitteleuropa häufig anzutreffender, bis zu fünf Meter hoher Strauch, der sowohl für seine im zeitigen Frühjahr erscheinenden Kätzchen-Blüten mit den unzähligen Pollen („wenn die Hasel am Waldrand Goldstaub weht…“), als auch für seine im Herbst zu erntenden, durch ihren hohen Ölgehalt sehr nahrhaften Nussfrüchte, bekannt und beliebt ist. Als sommergrüner Strauch wird die Hasel gerne als Heckenpflanze verwendet, wo sie als Windschutz eine natürliche Alternative für Thujahecken darstellt.

Der Haselnussstrauch ist ein recht anspruchsloses Gehölz, das einen sonnigen oder halbschattigen, feuchten, humus- und kalkhaltigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,9 und 7,0 bevorzugt. Zwar verfügt er sowohl über männliche als auch über weibliche Blüten, da jedoch nur die ersteren duften, werden die weiblichen Blüten von Bienen nicht angeflogen. Da deshalb eine Bestäubung nur durch den Wind erfolgt, sollten Haselnusspflanzungen möglichst parallel zur Hauptwindrichtung angelegt werden, damit der Wind die Haselnusssträucher gut durchdringen kann. Ideal auf die Befruchtung wirkt sich auch die gemeinsame Anpflanzung verschiedener Sorten aus. Aus demselben Grund ist ein windstiller Standort ebenso zu meiden wie eine zu enge Pflanzung, da dadurch die Bestäubung vermindert wird. Eine Pflanzweite von 3 m und eine regelmäßige Auslichtung sind aus demselben Grund anzuraten.

Im späten Frühjahr kann die Haselnuss bisweilen vom Haselnussbohrer befallen werden, der die Früchte anbohrt und seine Eier darin ablegt. Am besten bekämpft man diesen Schädling durch Unterlegen von Tüchern unter den Strauch, von welchem man die Rüsselkäfer abschüttelt, einsammelt und vernichtet.

Die Vermehrung des Haselnussstrauchs erfolgt meist nur zu Züchtungszwecken durch eine Aussaat nach Stratifikation im Frühjahr, ansonsten wird vegetativ vermehrt durch Absenken, Ablegen, Anhäufeln oder durch Stecklinge im Sommer. Die Hängeformen werden im Winter durch Kopulation veredelt.

Besonders wohlschmeckende Nüsse bringen übrigens die im Volksmund als „Bluthasel“ bezeichneten rotblättrigen Varianten C. avellana atropurpurea! Daneben gibt es noch eine Variante mit schönen, gelben Blättern (C. avellana aurea), die allerdings recht schwachwüchsig ist.

Haselnussstrauch als Grundstücksbegrenzung – weitere Informationen finden Sie bei Sichtschutz durch Pflanzen.

Buchsbaum schneiden

Buchsbaum – Infos zu Pflege und Anzucht

Der Buchsbaum zählt zu den immergrünen Gehölzen und ist im Garten sehr beliebt. Auch im Winter ist er schön anzuschauen mit seinen grünen Blättern und in seinen interessanten Formen.

Der richtige Termin für den Buchsbaumschnitt

Der Buchs, auch Bux genannt, kann zwei- bis viermal im Jahr geschnitten werden. Ende Juni ist der ideale Zeitpunkt zum Beginn des Schnittes. Ein zweites Mal im September. Treibt der Buchs stark aus, kann auch im Spätherbst noch einmal ein Schnitt dieses Gehölzes erfolgen. Der Buchsbaum nimmt auch einen kräftigeren Rückschnitt bis ins alte Holz nicht übel. Dies ist manchmal erforderlich, wenn Krankheiten dem immergrünen Gehölz zu schaffen machen. Erfrorene Zweige sollten im Frühjahr entfernt werden.

Wie geht das Schneiden des Buchses

Mittlerweile gibt es eigens für den Buchsbaumschnitt kreierte Heckenscheren, die leicht in der Hand liegen und feinfühliges Arbeiten an der Hecke ermöglichen.

Wer eine Buchsbaumhecke besitzt, kann sich entweder für eine leger wirkende Form oder für die strengeren Formen entscheiden. Wird die Buchsbaumhecke zweimal im Jahr geschnitten, wirkt sie insgesamt lockerer und kommt auch zum Blühen.
Wer strenge Formen liebt, wird drei- bis viermal zur Schere greifen und jedes über das Ziel hinaus wachsende Zweiglein gleich wieder kappen.
Möchte man erreichen, dass der Buchsbaum schön buschig und dicht wächst, sollten nur die Neuaustriebe geschnitten werden. Sie können etwa zur Hälfte bis zu zwei Dritteln entfernt werden, dann treibt der Buchs seitlich erneut aus.

Um eine Buchsbaumhecke schön in Form zu schneiden, befestigt man sich am besten eine Schnur an zwei längeren Stöcken als Orientierungslinie. Sehr wichtig ist, dass die Hecke nach oben hin etwas schmaler geschnitten wird. Das ermöglicht einen besseren Lichteinfall bis auf die Basis der Hecke und regt den Neuaustrieb auch der unteren Äste an. So wird das Verkahlen der Hecke von unten her verringert.

Soll die Buchsbaumhecke spezielle Formen erhalten, verwendet man dafür am besten im Handel erhältliche Schablonen. Kleinere Buchsbaumkugeln oder Kegel können jedoch gut nach Augenmaß geschnitten werden.
Dasselbe gilt für kleine Beet-Einfassungen aus Buchs.

Der Buchsbaum wird mit einem stickstoffhaltigen Dünger versorgt. Eine Mulchdecke unterdrückt die Wildkräuter unter der Buchsbaumhecke und hält die Erde schön feucht. In trockenen Sommern aber auch an frostfreien Tagen im Winter freut sich der Buchs über etwas Wasser.

Lesen Sie mehr zu Themen rund um den Garten:

Hibiskus Pflege

Hibiskus – herrliche Blütenpracht viele Monate lang

Eine der schönsten und wertvollsten Blumen im sommerlichen Garten ist das Malvengewächs Hibiskus (lateinisch Eibisch). Schon seit über 200 Jahren werden mit attraktiven Hibiskus Pflanzen Züchtungen durchgeführt, so dass es heute mehr als 300 Sorten in allen möglichen Farben gibt.
Der Spätsommerblüher lockt Schmetterlinge und Insekten in Scharen an und ist nicht nur deshalb für den naturnahen Garten empfehlenswert.

Der Strauchhibiskus besitzt trichterförmige Blüten und seine Blätter fallen im Herbst ab. Die großen Blüten verzaubern nicht nur durch ihre Farben, sie verschönern auch durch ihre späte und langanhaltende Blütezeit jeden Garten. Hibiskus blüht erst ab August /September bis in den Oktober hinein. Und auch das Laub, das sich im Hebst leuchtend gelb färbt, ist ein optisches Highlight.

Die Hibiskus Pflanze ist jedoch etwas empfindlich und braucht die richtige Pflege, um zu gedeihen.
Da sie aufrecht wächst, eine schöne Krone und wenig Triebe hat, ist sie die ideale Kübelpflanze. Man sollte jedoch darauf achten, den Kübel während der Blütephase nicht zu bewegen, da die schönen Blüten sonst abfallen.

Standort und Pflege für den Hibiskus
Die Hibiskus Pflanze steht am besten an warmen und sonnigen, möglichst geschützten Plätzen.
Die Pflanze ist empfindlich gegen Trockenheit,. Damit der Boden entsprechend viel Wasser aufnehmen kann, sollte er kräftig sein.
Als tropische Pflanze braucht der Hibiskus auch sehr viel Wasser. Die Erde sollte feucht, aber nie richtig nass sein. Gedüngt werden sollte im Abstand von ein bis zwei Wochen, auch regelmäßiges Sprühen bekommt der Pflanze sehr gut. Die meisten Sorten brauchen nur im Jugendstadium Winterschutz.

Der Schnitt der Hibiskus Pflanze
Beim Pflanzenschnitt wird ein Teil der Triebe soweit zurückgeschnitten, dass der natürliche Aufbau erhalten bleibt. Das ist gar nicht so einfach, denn da der Hibiskus von Natur aus wenige Triebe hat, kann er schnell ganz kahl aussehen. Ein radikaler Schnitt würde unweigerlich zum Absterben führen.
Auch im Nachwinter erfrorene Zweige sollten zurückgeschnitten werden. Auch das muss vorsichtig geschehen.

Weitere Infos rund um das Theka Pflanzenpflege:

Efeu schneiden

Wann und wie?

Efeu, auch Hedera helix genannt, gehört zu den immergrünen Kletter- oder Kriechgewächsen. Anfänglich wächst die frostfeste, unempfindliche Pflanze zurückhaltend. Dies ändert sich jedoch nach etwa zwei Jahren. Um die Efeupflanze in Form zu halten oder eine Überwucherung zu verhindern, empfiehlt sich ein Form- oder Komplettschnitt.

Für den Formschnitt des Efeus bieten sich die Sommermonate (Juli/August) an. Zu dieser Zeit wächst die Efeupflanze bereits dicht und kräftig. Da sich mit dem Alter des Efeus auch dessen Wachstumstempo steigert, besteht die Möglichkeit eines weiteren Schnittes. Dazu empfiehlt es sich, den ersten Schnitt ins Frühjahr (April – Juni) zu verlegen. Der zweite Formschnitt kann dann im Spätsommer (September/Oktober) erfolgen. Für einen kompletten Rückschnitt eignet sich die Winterruhe.

Als Schnittwerkzeug dient, je nach Wuchsdichte und Umfang des Rückschnitts, entweder eine manuelle oder elektrische Heckenschere. Alternativ lassen sich zarte Triebe einer jungen Efeupflanze mit einer Blumenschere abtrennen. Um das Gewächs in Form zu halten, wird der Efeutrieb an dem nachgewachsenen, hellgrünen Ansatz abgeschnitten. Für den Rückschnitt teilt man die Ranke an beliebiger Stelle ab. Lediglich Alterstriebe, die die Pflanzenreife mit 5 Jahren erreicht haben, sollten vom Rückschnitt verschont bleiben. Hier bilden sich zahlreiche neue Blüten. Da sich Efeu schnell verwurzelt, sind die abgetrennten Triebe vom Erdreich zu entfernen, um eine Neuanpflanzung zu verhindern.

Efeu ist ein robustes Gewächs. Dadurch lässt es sich gut schneiden und nimmt auch einen Fehlschnitt nicht übel. Die Efeupflanze ist jedoch giftig. So kann der beim Schnitt heraustretende Pflanzensaft beim Hautkontakt Ausschläge (allergische Kontaktdermatitis) hervorrufen. Die Verwendung von Handschuhen ist empfehlenswert.

Lesen Sie mehr zu Pflanzenpflege auf Gartentalk.net:

Petunien pflegen

Richtige Pflege von Petunien

Zwar bieten Petunien eine wunderschöne Blütenpracht, allerdings benötigen sie auch die richtige Pflege, damit sie auch wirklich zur Verschönerung des Gartens beitragen. Wichtig ist vor allem, dass die Pflanzen regelmäßig gedüngt werden, um bei Sonneneinstrahlung kräftig zu wachsen. Unter die Erde sollte deshalb ein Langzeitdünger gemischt werden, während man gleichzeitig das Wasser zum Gießen mit etwas Flüssigdünger verdünnt. Dieser sollte jedoch erst ab Juni eingesetzt werden. Petunien halten sowohl Regen als auch stärkerer Sonneneinstrahlung stand, allerdings sollten auch hierbei ein paar Dinge berücksichtigt weren. Damit sich die Blätter nicht unschön verfärben, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass das Leitungswasser nicht zu hart ist. Besonders bei helleren Blüten besteht bei starker Sonne das Risiko für Chlorosen, umso wichtiger ist es bei diesen Sorten deshalb, auf die Härte des Wassers zu achten. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass Petunien sehr viel Wasser brauchen, schon kleinere Balkonkästen müssen täglich mit mehreren Litern versorgt werden.

Lesen Sie mehr über Pflanzenpflege:

Petunien auf Balkon

Petunie als beliebteste Balkonpflanze

Schon längst zählt die Petunie zu den beliebtesten Balkonpflanzen, was zum einen an ihrem prächtigen Aussehen und zum anderen an der relativ leichten Pflege liegt. Während sie früher als eher empfindlich galt und vor allem vor Regen gut geschützt werden musste, sind die Blüten der Petunie mittlerweile wesentlich widerstandsfähiger und verschönern somit bei jedem Wetter den Balkon oder den Garten. Ein Vorteil der Pflanze ist zudem, dass es sie in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen gibt. Besonders beliebt sind die Hänge-Petunien mit weißem Rand, die vor allem durch ihre mehrere Zentimeter großen Blüten überzeugen. Auch die brombeerfarbene Hänge-Petunie wird gerne zur Verschönerung des Balkons gekauft. Eine besondere Blütenpracht zaubert die gefüllte Hänge- Petunie, die es sowohl in der Farbe lila als auch in blau und pink gibt. Für kirschrote Blüten stehen dagegen die Zauberglöckchen Cherry, während die Blüten der Zauberglöckchen Million Bells zwar unterschiedliche Farben haben, jedoch mit rötlichen Linien durchzogen sind und somit ein besonderes Bild abgeben. Wer besonders viel Wert auf eine hohe Widerstandsfähigkeit der Petunie legt, ist mit der Yellow Apple Bee oder mit der Purple Balls am besten beraten. Generell kann bei der Auswahl der richtigen Petunie nach vier Kriterien unterschieden werden: Neben den Pflanzen mit einfachen oder mit kleinen Blüten, gibt es Petunien mit zweifarbigen oder mit gefüllten Blüten. Auch ob es eine Mini- oder Hänge-Petunie werden soll, sollte vor dem Kauf festgelegt werden. Entscheidend ist in erster Linie das Aussehen der Pflanze, da die Pflege bei allen Sorten ähnlich ist.

Weiter Infos zum Thema Pflanzenpflege auf Gartentalk.net:

Fuchsien überwintern

Überwinterung der Fuchsien

Ab September sind Dünger- und Wassergaben zu reduzieren und die Fuchsien vor frühen Frösten durch leichtes nächtliches Abdecken zu schützen. Stehen freilich richtige Frostperioden an, so sind die Fuchsien zurück zu schneiden und mit einem Fungizid gegen Pilzbefall zu schützen. Ab Mitte September sind junge Pflanzen in helle, kühle Räume zu verbringen, ältere, stärkere Sorten können noch etwas länger draußen verbleiben. „Winterharte“ Sorten sind im Wurzelbereich durch Abdecken mit Reißig oder Stroh zu schützen, Hochstämme werden herabgebogen und die Krone mit Erde bedeckt.

Bei Überwinterung in kühlen Räumen sind die Fuchsien regelmäßig zu wässern – jedoch nie zu stark! – und auf Schädlinge zu kontrollieren – besonders die gefürchtete Weiße Fliege ist beim ersten Auftreten sofort gründlich zu bekämpfen. Generell gilt, dass Fuchsien um so besser überwintern, je weniger Blattwerk sie haben. Und je dunkler der Überwinterungsraum ist, desto kühler muss er auch sein, eine Temperatur zwischen 3° und 8° C ist ideal. Auch sollten besonders dunkle Räume regelmäßig gelüftet werden, um dumpfe Stauluft zu vermeiden, die einen Pilzbefall begünstigen würde.

Weitere Infos zu Pflanzenpflege erhalten Sie auf Gartentalk.net:

Fuchsien Pflege

Fuchsien – einer der beliebtesten Zierpflanzen

Die nach dem Tübinger Arzt und Botaniker Leonhard Fuchs benannte, 1696 erstmals aus ihrer Heimat Südamerika eingeführten Fuchsien gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen in unseren Gärten und sind in unzähligen Hybriden vor allem als Topfpflanzen, in sehr günstigen Lagen einige Sorte auch ausgepflanzt, zu finden. Mit zunehmendem Alter entwickeln sie sich bei guter Pflege zu großen Pflanzen mit überbordender Blütenpracht, die je nach Wuchsform Höhen von mehreren Metern erreichen.

Fuchsien lieben generell einen halbschattigen Standort und benötigen eine feuchte Umgebung, die durch regelmäßiges Wässern und Besprühen herzustellen ist. Generell gilt, dass Sorten mit kleinen, schmalen und ledrigen Blättern mehr Sonne vertragen als solche mit großen, weichen Blättern. Da die dünnen Äste der Fuchsien durch die Blütenlast sehr beansprucht werden, sollten sie an einem vor Wind geschützten Ort aufgestellt bzw. ausgepflanzt werden, da sonst Windbruch unvermeidlich ist.

Fuchsien wachsen schnell und benötigen in der Wachstumsphase und während der Blüte viele Nährstoffe und vor allem Wasser. Sind Blätter und Blüten erst einmal durch Wasser- oder Nährstoffmangel geschädigt, benötigen sie lange, um wieder ansehnlich zu werden. Zur Düngung empfiehlt sich die Gabe von 2g Dünger pro Liter Wasser im Abstand von je 14 Tagen. Sowohl die Düngung als auch die Wässerung sollten am besten am frühen Morgen mit Phosphor- und Kalidünger erfolgen, die einen reichen Blatt- und Blütenansatz bewirken.

Zu den für Krankheiten recht anfälligen Zierpflanzen gehören leider auch die Fuchsien, weshalb sie regelmäßig auf Pilzkrankheiten und Schädlinge zu untersuchen sind. Ein rechtzeitiges Ausputzen der Fuchsie hilft und stärkt gleichzeitig das Wachstum der Pflanze.

Lesen Sie mehr zum Thema Pflanzenpflege: